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Freiburg: Kronenberg sieht Bürki vorne

Unter den aktuellen Keepern der Bundesliga sind insgesamt 7, die schon mit Andreas Kronenberg zusammengearbeitet haben. Dieser ist seit Sommer 2011 amtierender Torwarttrainer bei den Freiburgern. Unter ihm feierte unter anderem Dortmunds Roman Bürki sein Debüt in der Bundesliga. Seinem Schweizer Landsmann traut Kronenberg noch sehr viel zu. So zum Beispiel auch den lang ersehnten Durchbruch in der Schweizer Nationalmannschaft. Über seine eigene Arbeit redet der 45-Jährige stets sehr bescheiden, hat aber durchaus eine Meinung zum derzeit sehr modernen Spiel der Torhüter in der Bundesliga und auch auf internationalem Parkett. 

„Mitspielen wird immer wichtiger, das ist klar“, so Kronenberg und gibt einen Einblick in seine ganz eigene Philosophie: „Beim SC legen wir großen Wert auf das Mitspielverhalten, diese Komponente soll aber im Rahmen des Mannschaftstrainings geschult werden, indem wir die Keeper etwa in Rondo-Spielformen einbinden. Auch wenn Keeper über 90 Minuten mehr mit den Füßen spielen müssen – bei den spielentscheidenden Situationen kommt es auf die Hände an.“

Neben Bürki hatte er in Freiburg auch entscheidenden Anteil an der Entwicklung von Oliver Baumann (Hoffenheim), Rafal Gikiewicz (Union Berlin), den beiden aktuellen Freiburger Keepern Alexander Schwolow und Mark Flekken sowie kurz auch mit Düsseldorfs Zack Steffen. Paderborns Leopold Zingerle hatte er bereits in der Jugend bei den Bayern unter seiner Fittiche. Er selbst will aber nicht, dass die Karrieren der entsprechenden Keeper zu sehr an seiner Leistung festgemacht werden: „Ich war oder bin nur ein Baustein von vielen auf dem Weg dieser Jungs. Ich begleite sie in der täglichen Arbeit und versuche, sie bestmöglich auf den Wettkampf vorzubereiten und zu verbessern“, so Kronenberg: „Das ist aber von so vielen Dingen abhängig, dass es anmaßend wäre, mir einzubilden, dass es in erster Linie mit mir zu tun hätte, dass sich die Jungs in der Bundesliga etabliert haben. Entscheidend ist deren Qualität. Und die Spieler entwickeln sich selbst, nicht der Torwarttrainer entwickelt die Spieler.“

Was die Entwicklung von Bürki betrifft, ist er natürlich sehr beeindruckt. Vor allem, nachdem der Schweizer in den letzten Jahren immer wieder in der Kritik stand. „Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass Roman noch mal das Potenzial für eine große Leistungssteigerung in sich drin hat, von der er vielleicht noch gar nichts weiß“, so sein ehemaliger Torwarttrainer. In der Nationalmannschaft der Schweizer hat derzeit Gladbachs Yann Sommer die Nase vorne, doch hier scheint der letzte Satz laut Kronenberg noch nicht gesprochen zu sein: „Ich traue Roman zu, dass er irgendwann die Nummer eins in der Schweiz ist.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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