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Bayern: Heim-Training für alle Profis

Alle Vereine der Bundesliga haben im Moment aufgrund der Corona-Krise mit großen Problemen zu kämpfen. Fakt ist, dass die Saison unterbrochen ist, durchaus aber wieder fortgesetzt werden könnte. Die Spieler sind alle Leistungssportler und müssen ihren Körper dementsprechend in Sachen Ausdauer und Muskelmasse auf einem gewissen Level halten. Die Bayern konnten nun Einblicke gewähren, wie sie in dieser Situation vorgehen.

Bei den Bayern hat man mittlerweile den ersten Schock über die Maßnahmen bezüglich des Corona-Virus überwunden. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten versucht man auch beim Rekordmeister, der anfallenden Arbeit so gut es geht gerecht zu werden. Professor Dr. Holger Broich, wissenschaftlicher Leiter und Leiter Fitness, hat nun auf der Website des FC Bayern erklärt, dass es darum ginge, die Profis möglichst gut auf ihrem Leistungslevel zu halten: „Unser erstes Cyber-Training über 90 Minuten hat wunderbar funktioniert“, sagte er zur ersten Einheit, die schon gestern absolviert wurde.

Trainer Hansi Flick konnte bereits vermelden, dass alle seine Spieler sehr motiviert bei der Sache waren. „Unser Trainerteam hat Einheiten geplant, die können 90 Minuten dauern oder aber auch nur 75 Minuten, abhängig vom Trainingsschwerpunkt“, so der Coach: „Alle können den Trainer auf ihrem Tablet sehen, um so auch alle Übungen durchführen zu können, die wir von der Säbener Straße aus übertragen.“ Bei der ersten gemeinsamen Einheit stand in erster Linie Stabilitätstraining im Vordergrund. Am Ende gab es dann noch eine Session auf dem Spinning-Bike. Neben einer Gesamtgruppe gibt es auch noch kleinere Gruppen, die sich über Video-Calls miteinander austauschen.

Selbst die Analyse des Trainings ist gesichert, denn über Fitnessuhren werden die Daten direkt an den Trainer weitergeleitet, der dann für eine richtige Belastungssteuerung sorgen kann. „Wir bekommen alle relevanten Daten jedes Spielers, wie etwa die Herzfrequenz, auf unsere Monitore an der Säbener Straße“, so Broich: „Die Erfassung der Leistung ist mit diesem System problemlos möglich.“ Neben der Grundlagenausdauer und hochintensivem Intervalltraining wird natürlich auch noch ein zusätzliches Krafttraining verordnet.

Der Verein erwartet auch in diesen Zeiten höchste Disziplin von den Spielern. Der Zusammenhalt im Kader scheint aber ohnehin schon sehr groß zu sein. „Als gestern das Training vorbei war, war die Videoübertragung noch lange nicht beendet. Die Spieler haben miteinander gesprochen, sich ausgetauscht. Deshalb sind die Videotrainingskonferenzen wichtige Gemeinschaftserlebnisse in dieser Zeit“, so Broichs Einblicke ins Innenleben der Bayern. Wie es weitergeht, weiß derzeit niemand so genau. Seit dieser Woche ist in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen und das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Die Bayern scheinen gewappnet zu sein. „Wir sind auch vorbereitet für eine denkbare Ausgangssperre“, so Hansi Flick, „dafür haben wir Home-Office-Lösungen erarbeitet. Wir sind gut präpariert für alles, was kommen könnte – auf die neuen Aufgaben, welche die sich ständig verändernde Lage mit sich bringt. Wir müssen das annehmen, wie alle anderen Menschen in unserem Land auch.“

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