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Bundesliga: Was passiert nun mit der Saison?

Bisher ist noch nicht geklärt, wann die Saison 2019/20 weitergehen wird bzw. ob sie überhaupt weitergehen wird. Selbst ein Abbruch der Spielzeit ist nicht ausgeschlossen oder gar eine Annullierung. Doch wie würde es im Fall der Fälle mit der Aufstiegsfrage aussehen. Es gibt verschiedene Lösungsansätze für die vorliegende Problematik. 

© DFL Deutsche Fußball Liga GmbH

Die DFL hatte bis zum Schluss versucht, den Spielbetrieb auf Teufel komm raus fortzusetzen. Von den Managern der Vereine wurde das aufgrund der finanziellen Lage natürlich befürwortet, doch sowohl Spieler als auch Fans fanden das Verhalten nicht nachvollziehbar. „Das ist verrückt. Bitte hört auf herumzualbern und stellt euch der Realität. Um ehrlich zu sein, gibt es viel wichtigere Prioritäten als Sport“, so Bayerns Thiago vor dem potenziellen Spiel am letzten Wochenende und auch Leverkusens Trainer Peter Bosz machte sich keine Freunde, als er auf Nachfrage betonte, dass er nichts von den angesetzten Geisterspielen halte: „Sie haben gleich einen bösen Brief geschickt“, so der Niederländer über das Verhalten der DFL. 

Nachdem alle Fans und Spieler sich gegen die Austragung des Spieltags ausgesprochen hatten, wurde dieser dann trotz der fehlenden TV-Gelder abgesagt. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hatte bereits vorher ein Spielverbot verhängt. Schließlich entschied die Liga, den Spielbetrieb vorerst bis 2. April komplett auszusetzen. Aktuell sieht es aber stark danach aus, als könne es auch dann aufgrund des Virus noch nicht weitergehen. In Berlin gibt es unter anderem schon die Verordnung, dass bis zum 19. April alle Sportanlagen geschlossen werden. Es sollen allerdings auch schon Ausnahmen für Profisportler im Gespräch sein. 

Szenarien über ein mögliches Ende der Saison gibt es genügend. Selbst bei einer Verschiebung der EM müsste es in Deutschland am 2. Mai weitergehen, wenn die Saison noch komplett zu Ende gebracht werden soll. Fakt ist, dass viele Verträge von Spielern und Verantwortlichen am 30. Juni diesen Jahres enden. Zumindest BVB-Boss Watzke ist sich schon sicher, dass es wenn überhaupt in dieser Saison nur noch Geisterspiele geben wird, da so schnell nicht mit einem Abklang der Pandemie zu rechnen ist. 

Doch was ist die wahrscheinlichste Lösung? Ein Abbruch oder gar eine Annullierung? Einen Abbruch wollen die meisten Clubs in erster Linie wegen den finanziellen Folgen vermeiden. Dann wäre aber auch noch die Frage nach der Meisterschaft, den europäischen Startplätzen und dem Abstieg. Können diese Fragen anhand der aktuellen Tabelle geklärt werden? Unter anderem steht hier noch ein Nachholspiel zwischen Frankfurt und Bremen aus, gleichzeitig wären aber auch Teams im Vorteil, die in der Rückrunde noch nicht gegen die Topteams antreten mussten.Die Tabelle einzufrieren, könnte eine Klagewelle nach sich ziehen.

Wenn man auf Absteiger verzichten und dann auf 20 Vereine aufstocken würde, wäre der HSV als aktueller Dritter der 2. Liga aber erneut ein Jahr im Unterhaus angesiedelt. Hier könnte man mit 2 Aufsteigern und keinem Absteiger sogar bei 18 Team bleiben, wenn man die zwei Aufsteiger aus Liga 3 raufzieht. Dort wird es dann allerdings richtig eng, da bereits jetzt 20 Teams aktiv sind. So würden hier bei keinem Abstieg wohl schon 22 Teams auflaufen. Geklärt ist dabei noch nicht die Relegation zwischen den Ersten der West- und Nordost-Staffel in der Regionalliga. 

Bei einer Annullierung würden die internationalen Startplätze an die gleichen Vereine gehen, wie schon 2019, was auch die finanzielle Schere weiter öffnen würde. Für dieses Szenario gibt es in den Statuten der DFL keine Lösung, sodass heute 36 Profiklubs in Frankfurt/Main intensiv darüber diskutiert haben. Eine Möglichkeit wäre es, die EM in den Winter zu verlegen. Die nächste WM in Katar wird ebenfalls im Winter stattfinden. Für die Liga stehen insgesamt 750 Millionen Euro auf dem Spiel. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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