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Gladbach: Derby ohne Fans

Am Mittwochabend kommt es in der Bundesliga zum Rheinderby zwischen Mönchengladbach und Köln. Aufgrund des Coronavirus wird das Spiel ohne die Anwesenheit der Fans stattfinden. Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers äußerten sich nun vor der Partie zu den besonderen Umständen, Trainer Marco Rose hat derweil seine ganz eigenen Maßnahmen, seine Mannschaft auf die Situation einzustellen. 

Fakt ist, dass es das erste Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga wird. Die Partie vom 21. Spieltag zwischen Köln und Gladbach wird ab 18.30 Uhr nachgeholt. Aber ist das überhaupt noch fair, wenn die Fohlen ihr Spiel ohne die eigenen Fans bestreiten müssen?  Ein Stück weit haben wir natürlich einen Nachteil, weil wir ein besonderes Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten müssen“, so Gladbachs Sportdirektor Max Eberl: „Es gibt Dinge, die sind wichtiger als Fußball. Wir haben natürlich mit der Liga intensiv darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoll ist, Spiele zu verlegen. Wir wollen ja, dass die Fans dabei sind. Uns wurde gesagt, wir müssen spielen. Wir müssen den Spielplan einhalten.“

Trainer Rose versucht nun bestmöglich mit der Situation umzugehen und seine Mannschaft bestmöglich einzustellen. Der Fokus liegt natürlich klar auf den 3 Punkten, alles andere soll mit dem Anpfiff möglichst ausgeblendet werden. „Wir reden in der Kabine darüber, ohne in Hysterie zu verfallen. Wir wollen uns nur auf das Spiel morgen konzentrieren. Wir werden heute mal ins Stadion gehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wir müssen uns selber auf den Punkt bringen in allen Bereichen, müssen das Spiel trotzdem hochmotiviert angehen und auf Spannung bleiben.“

Geschäftsführer Stephan Schippers hat dabei natürlich auch die finanzielle Seite des Geisterspiels im Hinterkopf: „Das trifft Borussia Mönchengladbach ins Mark“, so der Verantwortliche: „Wir werden pro Spiel nach unserer Rechnung zwei Millionen Euro netto verlieren“. Eine Spielausfall-Versicherung gibt es zwar, „aber diese Beträge sind nicht versichert“. Die Fans werden den Eintrittspreis natürlich erstattet bekommen, versicherte Schippers, am Mittwoch werden sie aber dennoch keine Rolle spielen. Bleibt abzuwarten, wie die beiden Mannschaften mit der Situation umgehen werden. Für die Kölner hat es natürlich eher Vorteile, wenn man auswärts nicht gegen die Heimfans anspielen muss.  

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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