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Bayern: Kein Abbruch für Neuer

Manuel Neuer musste sich am Dienstag im DFB-Pokal gegen Schalke unter anderem das Wort „Hurensohn“ von der Tribüne aus gefallen lassen. Die Schalker Fans haben ihm seinen Wechsel zu den Bayern immer noch nicht verziehen. Eine Unterbrechung gab es allerdings dafür nicht, genauso wenig wie für die Anti-DFB-Banner. Doch warum wurde es diesmal unter den Tisch gekehrt? 

Als Hoffenheims Dietmar Hopp am Wochenende wieder mehrfach auf Bannern als „Hurensohn“ beschimpft wurde, wurden reihenweise Spiele in der Bundesliga unterbrochen. Bayerns Keeper Manuel Neuer musste dann am Dienstag genau solche Anfeindungen hinnehmen, doch es passierte nichts. Schalke-Mediendirektor Thomas Spiegel sagte, dass es sich dabei um unterschiedliche Fälle handle und dass man diese Aktionen je nach Situation bewerten wird. 

Die Schalker hatten sich zusammen mit dem DFB und den Schiedsrichtern auf deeskalierende Maßnahmen verständigt. Bei einem Treffen von Klubverantwortlichen, DFB-Vertretern und Schiedsrichter Tobias Stieler wurde vor der Partie eine klare Strategie festgelegt: „Das Thema war, deeskalierend zu sein und nicht zu schauen, wann können wir die erste, zweite, dritte Stufe zünden. Aber auch nicht zu sagen, wir ignorieren alles“, so Spiegel. „Wir wollten im Auge behalten, wie lange und von wie vielen etwaige Beleidigungen gerufen werden. Das Ziel war zu sagen: Wie können wir ein Fußballspiel durchführen und zur Normalität zurückkehren?“

So wurden die Schmähgesänge und Banner der Schalker einfach hingenommen und auch der DFB bekam sein Fett weg („Dementer Fußball-Bund – Eure Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen – Versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen?“). Selbst die Schalker als Verein wurden angegriffen („Die Werte unseres Vereins habt ihr mit Tönnies verraten! Spart euch eure Stellungnahmen“ – „Die Medien schreien und Schalke spricht, nachgedacht wird wieder nicht! Sauber, Vorstand!“).

Neuer hingegen lobte nach dem Spiel das Verhalten der Fans seines ehemaligen Vereins. „So gehört sich das: Unterstützung für die Mannschaften und keine Anfeindungen“, so der Keeper und auch Leon Goretzka, ebenfalls Ex-Schalker, stimmte seinem Torwart zu und sprach von einem „Weltklasse“ Anfang mit viel Feingefühl. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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