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Wolfburg: Brekalo im Aufwind

Ohne Zweifel war er der große Matchwinner beim 2:1 der Wolfsburger in der Europa League gegen Malmö FF. Josip Brekalo konnte mit seinem Treffer die Wende einleiten. Stellt sich nun die Frage, warum der Kroate nach seinem tollen Start in die Saison in den letzten Wochen und Monaten nicht wirklich oft gefragt war. Der 21-Jährige hat darauf ebenfalls keine genaue Antwort. 

Mit insgesamt 11 Scorerpunkten in 26 Spielen konnte Brekalo durchaus überzeugen und ist hinter Wout Weghorst mit 18 Punkten in 29 Spielen und Maxi Arnold mit 12 Punkten der drittbeste Score der Niedersachsen. Dennoch ist der Offensivallrounder derzeit kein Stammspieler beim VfL. Insgesamt bringt er es schon auf 10 Ein- und 15 Auswechslungen in dieser Saison und dazu noch 5 Spiele, in denen er über die volle Distanz auf der Bank Platz nehmen musste. Vor allem kam er zuletzt deutlich weniger zum Einsatz als noch zum Beginn der Saison. „Das hat mich voll überrascht“, so der Kroate.

Durch die gute Leistung und den wichtigen Treffer zum 1:1-Ausgleich hat Brekalo seine Wölfe im Spiel gegen Malmö wieder auf die Siegerstraße geführt und eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Doch wo kommen nun die Schwankungen in der Leistung her? „Es ist schwierig für mich, als junger Spieler dranzubleiben, wenn ich zwei, drei Spiele mache und dann wieder zwei, drei Spiele nicht“, so die Erklärung des jungen Kroaten und gleichzeitig ein Hinweis an seinen Trainer Oliver Glasner, dass er gerne mehr spielen würde, um in seinen eigenen Rhythmus zu finden.

Der Österreicher sieht aber selbst einen Grund im Alter seines Schützlings. „Man vergisst immer, dass er erst 21 Jahre ist“, so der Coach, der auch weiß, dass er sich vor allem in der Defensivarbeit noch steigern kann: “Er hat in den letzten Wochen richtig gut trainiert. Ich habe immer wieder mit ihm gesprochen. Er bleibt dran und hat gezeigt, wie gut er ist. Ich habe nur auf dem Trainingsplatz gezeigt, dass ich bereit bin für die erste Elf. Ich habe einfach Gas gegeben und immer daran geglaubt, dass mein Moment wieder kommen wird. Ich hoffe, jetzt ist es so weit.“

Mit der guten Leistung am Donnerstag hat er sich definitiv wieder empfehlen können. Vor allem hat er auch mit seinem schwachen Fuß getroffen, was seinen Trainer ganz besonders freut. „Die Gegner bereiten sich vor, denken, Josip geht nach innen à la Robben und Ribery“, so Glasner: „Wir sagen, du bist unberechenbarer, wenn du mal auf deinem linken Fuß bleibst, weil er auch hier einen guten Abschluss hat.“ Der Dribbler selbst freut sich bereits auf das Rückspiel in Schweden und vor allem darüber, dass es ein knappes Spiel war, was den einen oder anderen natürlich erstaunt: „Ich bin glücklich, dass wir nicht mit 3:0 gewonnen haben. Das ist Fußball, solche Spiele und solche Momente können uns großmachen. Ich freue mich einfach auf das zweite Spiel, wenn das ganze Stadion gegen uns, die Stimmung geil ist.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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