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Wolfsburg: Mbabu spricht Klartext

Die Wolfsburger befinden sich weiterhin in einer faustdicken Krise. Nur 4 Punkte aus den ersten 4 Spielen seit dem Start der Rückrunde sind definitiv zu wenig wenn man bedenkt, dass die Niedersachsen gerne das europäische Geschäft erreichen würden. Heute gab es dann eine Aussprache mit dem Trainer und seinem Team, an welchen Stellen es gerade hängt. Unter anderem sprach nun Rechtsverteidiger Kevin Mbabu über die aktuelle Situation bei den Wölfen. 

Am Vormittag suchte man die Profis des VfL Wolfsburg vergebens auf dem Trainingsplatz. Nach zwei freien Tagen gab es zunächst eine Einheit im Kraftraum und dann eine Analyse des schlechten 1:1 gegen die Fortuna aus Düsseldorf. Es sei wohl zwischenzeitlich auch laut geworden, letztendlich habe es aber laut Kevin Mbabu einen produktiven Austausch zwischen Trainer Oliver Glasner und der Mannschaft gegeben. 

Der Coach konnte seine eigene Spielidee noch immer nicht komplett auf die Truppe übertragen. „Dem Trainer“, so Mbabu, „war es wichtig, einige Dinge anzusprechen. Und er wollte wissen, wie wir darüber denken.“ Nach den schlechten ersten 45 Minuten gegen Düsseldorf und der erstaunlichen Leistungssteigerung in Unterzahl konnte der Österreicher die Partie nicht umkommentiert lassen. „Er war ein gutes Meeting“, so das Fazit von Mbabu.

Für den Schweizer hat sich seine Situation am Wochenende verändert. Nachdem er in der Hinrunde nur auf 5 Einsätze kam, konnte er sich nach der Umstellung auf eine Viererkette auf der rechten Seite etablieren. Mit schlechten Spielen zu Beginn der Rückrunde verspielte er seinen Stammplatz allerdings wieder. 

Durch den Ausfall von Williams wird Mbabu seine rechte Abwehrseite zurückbekommen und das auf unbestimmte Zeit, da sein Konkurrent sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. „Unter solchen Umständen will ich eigentlich nicht zu Einsätzen kommen„, betont Mbabu, „ich will mir meinen Platz durch Leistungen verdienen.Ich will zeigen, dass ich es kann.“ Dabei hat er natürlich ich die EM im Sommer im Kopf, an der er gerne mit den Schweizern teilnehmen möchte. Um sich dafür zu empfehlen, muss er natürlich im Verein entsprechend gute Leistungen zeigen. Zuletzt hat sich der Verteidiger aber vor allem bei gegnerischen Standards nicht von seiner besten Seite gezeigt. Er ist immer mit vollem Einsatz dabei, doch hier und da merkt man, dass er technisch noch nicht auf der Höhe ist. 

So konnte er selbst nachvollziehen, dass er zwischenzeitlich wieder auf der Bank sitzen musste: „Meinetwegen haben wir ein Tor kassiert. Auf diesem Level werden Fehler direkt bestraft. Dass muss ich lernen“, so der 24-Jährige:  „Ich weiß, wenn ich Fehler mache. Was ich gut und schlecht mache, das muss mir niemand sagen.“ Nicht nur in Wolfsburg, auch bei seinen anderen Stationen gab es stets Höhen und Tiefen. „Das stimmt“, so der Rechtsverteidiger, „ich muss zur Stabilität finden.“

Das gilt allerdings auch in gleichem Maße für alle anderen Wolfsburger, die bislang noch weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind. Das Spiel gegen Düsseldorf hat wieder einmal viele Schwächen aufgezeigt, an denen nun gearbeitet werden muss, wenn man im Rennen um Europa noch eine Rolle spielen will. „Wir hatten gegen Düsseldorf zwei verschiedene Mannschaften auf dem Platz“, erzählt Mbabu: „Wir versuchen herauszufinden, warum das passieren konnte. Es gibt ein paar Dinge, die wir verändern müssen – und damit müssen wir gegen Hoffenheim beginnen.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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