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Bremen: Klub-Legende gibt sich kritisch

Rune Bratseth konnte sich zwischen 1986 und 1995 als Abwehrchef zu einer echten Vereinsikone entwickeln. In einem Interview gab der Norweger nun eine Prognose für die Rückrunde seines ehemaligen Klubs ab. Unter anderem hatte er dabei ein Kompliment für Neuzugang Kevin Vogt im Gepäck, der in etwa die gleiche Rolle übernehmen wird, wie er selbst damals. 

Bratseth gewann mit den Norddeutschen insgesamt zwei Deutsche Meisterschaften, zweimal den DFB-Pokal und 1992 den Europacup. Der 58-Jährige ist heute Vorstandsmitglied seines Heimatklubs Rosenborg Trondheim, ist aber noch immer voll im Bild, wenn es um die Bremer oder den internationalen Fußball im Allgemein geht. Es blieb also auch ihm nicht verborgen, dass die Bremer in diesem Jahr einen ziemlichen Rückschlag hinnehmen mussten. „Trainer Florian Kohfeldt hat bis jetzt sehr gute Arbeit geleistet, und es spricht nichts dagegen, dass er diese so fortsetzt. (…) Ich erwarte, dass Bremen um die europäischen Plätze mitspielt“, so die Aussagen vor der Saison, die sich mit der Meinung zahlreicher Experten deckte. 

Doch dann kam den Nordlichtern vor allem die Verletzungsmisere in den Weg. So stehen die Bremer nun laut Bratseth vor allem vor einer psychologischen Herausforderung: „Es ist eine mentale Geschichte, ohne Zweifel. Die Mannschaft hat lange gut gespielt, aber immer wieder die Punkte weggegeben. Das kann man im Einzelfall Pech nennen. Doch wenn es sich so oft wiederholt, dann ist es kein Pech mehr“, so der ehemalige Verteidiger, der sich auch zu den Folgen äußerte: „Mit den ausbleibenden Erfolgen hat die Mannschaft dann Sicherheit und Selbstvertrauen verloren. Das lässt sich nun nicht wieder einfach so herbeireden – sondern man kriegt es nur zurück, wenn man gewinnt. Der Auftakt beim direkten Konkurrenten in Düsseldorf ist natürlich auch deshalb sehr wichtig.“

Immerhin sei es „ein gewisser Vorteil, obwohl sich die Situation jetzt vielleicht noch ein Stück schwieriger darstellt“, dass die Bremer aus den letzten Jahren den Abstiegskampf schon kennen. Bratseth geht fest davon aus, dass der Trainer nach wie vor der große Trumpf bleiben wird: „Ich finde es richtig, dass Florian Kohfeldt angekündigt hat, weiter auf die spielerischen Stärken zu setzen. Man muss das beibehalten, woran man glaubt und was einen stark macht.“ Unter anderem hatte er auch ein großes Lob für Kevin Vogt übrig, den man bis zum Saisonende aus Hoffenheim ausleihen konnte. „Ich finde, dass er als Neuverpflichtung passt. Ich habe einige Spiele von ihm mit Hoffenheim in der Champions League und Europa League gesehen. Als Typ und von seiner Spielweise her besitzt er Autorität auf dem Platz. Das ist gerade in dieser Situation wichtig“, so Bartseth, der keine leichte, aber eine realistische Prognose für den Rest der Saison abgab: „Alle müssen sich auf einen langen Kampf bis zum Ende der Saison einstellen. Aber Werder wird es wieder schaffen, drinzubleiben.“ 
Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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