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Hoffenheim: Dabbur will sich durchsetzen

In den letzten Tagen ging für Munas Dabbur alles sehr schnell. Am Dienstag wurde der Transfer für rund 12 Millionen Euro unter Dach und Fach gebracht und noch am selben Abend stieß er zu seinem neuen Team in Marbella. Das war möglich, da er vorher in Sevilla nur rund 140km entfernt war. Die Hoffenheimer konnten ihn vom FC Sevilla loseisen und schon am Mittwoch folgte sein erstes Training mit dem Team. Donnerstag gab es direkt das erste Testspiel und nun geht es heute mit dem Flieger zurück in den Kraichgau, seine neue Heimat. 

Gegen den Haag spielte der neue Stürmer zwar nur 30 Minuten, zeigte aber schon, dass man mit seinen Qualitäten rechnen kann. Ein Tor blieb ihm letztendlich aber noch verwehrt. „Ich habe mich über mein erstes Spiel im TSG-Trikot sehr gefreut. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, leider haben wir trotzdem verloren, das trübt die Freude über meinen ersten Einsatz“, so Dabbur, „ich habe erst ein Mal mittrainiert, aber es fühlt sich gut an, die Qualität im Team ist sehr hoch. Die nächsten Spiele werden auf jeden Fall besser werden.“

Am Ende kam er immerhin auf drei Abschlüsse gegen den abstiegsbedrohten niederländischen Erstligisten, die schon zeigten, welche Stärken er bei der TSG einbringen soll: Einen Kopfball setzte er knapp neben den Kasten, einen Schuss nach Dribbling ging vorbei  und einen Abschluss mit seinem schwachen linken Fuß konnte er nicht gut genug platzieren. Insgesamt sah man aber, dass die neue Nummer 10 durchaus spielfreudigen und technisch stark veranlagt ist, der das Spiel mit seiner guten Übersicht von jetzt auf gleich beschleunigen kann. „Das ist gut, dass er da ist, es ist wichtig, dass wir einen weiteren Spieler vorne haben, der auf engem Raum spielen kann, das ist für unser Spiel extrem wichtig“, so Trainer Alfred Schreuder, „wenn wir dominant spielen wollen, brauchen wir Spieler, die auf engem Raum ballsicher sind und etwas gestalten können, das hat man schon gesehen.“

In der Hinrunde brachte er es für Sevilla nur auf schlappe 2spiele in der Liga, daher kann man nicht erwarten, dass der Angreifer schon jetzt sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Über mehr Spielpraxis soll er nun nach und nach an seine Form herangeführt werden. „Ich bin sehr froh, jetzt hier zu sein. Und dass es so schnell ging. Klar habe ich einige Tage gegenüber den Kollegen im Trainingslager verpasst, aber ich gebe mein Bestes, um so schnell wie möglich auch auf dieses Level zu kommen“, so Dabbur. Bei seinem Start im neuen Team hilft ihm unter anderem Diadie Samassekou, mit dem Dabbur in Salzburg erfolgreich spielte, oder aber auch Ilay Elmkies, der trotz seiner erst 19 Jahre schon mit Dabbur in der israelischen A-Nationalmannshaft kickt: „Das ist für mich sehr wichtig, das hilft mir sehr, mich schnell zurechtzufinden, das macht es natürlich einfacher.“

Am Samstag in einer Woche geht es dann zum Auftakt der Rückrunde vor heimischer Kulisse gegen Frankfurt zur Sache. Ob Dabbur dann schon in der Startelf stehen wird, ist noch nicht klar. „Ich bin eigentlich topfit, aber natürlich brauche ich noch Eingewöhnungszeit mit dem Team. Aber wir haben noch eine Woche Zeit, wir werden sehen, wie es im Training läuft, und dann wird der Trainer entscheiden, was das Beste ist und ob ich schon so weit bin“, so der Stürmer selbst zu seinen Chancen. Sein Trainer gibt sich derweil noch etwas zurückhaltend. 

„Normalerweise braucht er noch ein bisschen, aber wir werden sehen nächste Woche, wie er drauf ist“, so der Coach, der immerhin auf einen selbstbewussten Neuzugang trifft: “Ich bin sicher, dass es bei der TSG funktionieren wird und ich dieser Mannschaft helfen kann. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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