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Bremen: Lasche Vorbereitung?

Heute durften die Bremer Profis in ihrem Trainingslager einen freien Tag genießen. Solche Auszeiten sind bitter nötig, da die körperliche Belastung in der Vorbereitung sehr hoch ist, vor allem in der finalen Phase vor dem Start. Die Bremer schalten im Vergleich zur Konkurrenz aber einen Gang zurück. Bleibt fraglich, ob das im Hinblick auf die physischen Voraussetzungen die richtige Herangehensweise für den Abstiegskampf ist, der in der Rückrunde oberste Priorität haben wird. 

„Jeder macht etwas Verschiedenes. Einige spielen vielleicht Play-Station, schauen Serien, haben Behandlung“, so Davy Klaassen, „natürlich verbringen wir auch Zeit gemeinsam. Das ist sehr wichtig. Aber jeder weiß, was das Beste ist für seinen Kopf und Körper.“ Schon am Dienstag war auf dem Feld mit einem lockeren Radfahren und Ausdehnen nach dem Testspiel gegen den AC Monza (2:2) eher ein Schonprogramm angesagt. Hinzu kommt noch, dass gegen den italienischen Drittligisten mit Ausnahme von Maximilian Eggestein alle Profis nur maximal 50 Minuten auf dem Platz standen. 

Aus Rücksicht für diese Partie gab es zuvor am Sonntag auch nur eine intensive Einheit. In bislang 6 Tagen Trainingslager gab es also nur 4 Mannschaftseinheiten und ein Testspiel. Am Donnerstag wird die Intensität dann wieder gesteigert mit insgesamt 3 Einheiten vor der Abreise am Freitagnachmittag. Trotz der lockeren Atmosphäre bestätigte Klaassen, dass derzeit schon ein gewisser Druck herrscht. „Rein körperlich, vom Training her, ist es diesmal vielleicht weniger intensiv als sonst“, so der Mittelfeldspieler weiter. Kohfeldt wird einen Plan dahinter sehen. Könnte es eine Reaktion auf die Aussagen von Manager Frank Baumann sein, der im Sommer noch die fehlenden Regenerationsphasen bemängelte? 

Fakt ist aber auch, dass für den derzeitigen 17. der Tabelle eine schwere Rückrunde ansteht. Sollte man da nicht jede Möglichkeit zum Trainieren nutzen? Kohfeldt erwähnte immer wieder die fehlenden Automatismen im Spiel, die man nur im Training einstudieren kann. Außenstehende bekommen durch das aktuelle Training den Eindruck, dass die Bremer in der zweiten Saisonhälfte physische Probleme bekommen könnten. Vielleicht strafen Kohfeldt und seine Jungs aber auch alle Kritiker lügen, indem sie bestens ausgeruht starten und schnell die nötigen Punkte zum Klassenerhalt einfahren. Einen ersten Maßstab gibt es dann schon direkt zum Auftakt im Spiel gegen die Düsseldorfer, die ebenfalls tief im Keller stecken. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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