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Bayern: München über Lewandowski

Mit dem 1:2 gegen Leverkusen und dem 1:2 in Mönchengladbach haben die Bayern gleich zwei Niederlagen in folge einstecken müssen und jeweils blieb Robert Lewandowski ohne eigenen Treffer. Zufall? Eher nicht, denn die Bayern sind schon die komplette Saison sehr abhängig vom Polen. 

Unter anderem hat Thomas Müller nun sich selbst und seine offensiven Kollegen in die Pflicht genommen. Vor dem Spiel gegen Tottenham in der Champions League wurde er gefragt, ob der FCB zu abhängig vom Angreifer aus Polen ist. „Wenn man die letzten beiden Spiele nimmt, lässt sich das sicher feststellen“, so die Antwort von Müller: „Die Tore haben uns gefehlt und kein anderer ist in die Bresche gesprungen.“

Müller selbst konnte nach einer halben Ewigkeit gegen Leverkusen mal wieder treffen und Perisic erzielte gegen Gladbach die Führung, doch am Ende war ein Tor jeweils zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen. Chancen waren bei weitem genug vorhanden, doch im Netz landete der Ball nicht. „Wir hatten viele Situationen, in denen der entscheidende Pass zehn Zentimeter in den Rücken gespielt wurde oder das Timing nicht gepasst hat“, so Müller weiter: „Da muss man schon ein bisschen kritisch mit sich selbst sein.“ Insgesamt 16 der 35 Tore in der Bundesliga hat Lewandowski erzielt. Lediglich die Düsseldorfer (19 von 16 Toren durch Rouwen Hennings) und die Wolfsburger (7 von 15 Toren durch Wout Weghorst) sind von einem einzelnen Spieler noch abhängiger. Dabei haben die Bayern eigentlich einen Kader, in dem viele Spieler für Tore zu gebrauchen sind. „Es würde uns gut tun, wenn wir noch mehr Optionen hätten, die die Tore schießen“, so Müller, der damit aber nicht auf mögliche Neuzugänge anspielen möchte: „Wir anderen Offensivspieler müssen in die Bresche springen. Vielleicht muss der ein oder andere sein Spiel verändern und in Richtung des Torschützenspiels gehen.“

Wie gewohnt nimmt Müller sich selbst nicht aus der Kritik. Mit 9 Vorlagen ist er zwar der beste Vorlagengeber der Bayern, ein einziger Treffer spricht aber nicht gerade für seine Trefferquote aus früheren Zeiten. Im Hinspiel gegen Tottenham hatte man mit 7 Toren noch die volle Offensivpower blicken lassen, doch seitdem hinken die Münchner der eigenen Form hinterher. „Die Spielzüge hatten wir in der jüngeren Vergangenheit auch, aber eben nicht die Abschlüsse. Deshalb ist es wichtig, uns für die Spielweise wieder zu belohnen, um die Bestätigung zu bekommen, dass das der richtige Weg ist“, so Müller mit Blick auf die nächste Partie gegen die Spurs am morgigen Mittwoch: „Vielleicht schaffen wir ja wieder ein Ausrufezeichen.“

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