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Frankfurt: Luxus-Problem im Tor

Bei den Frankfurtern war lange unklar, wer zur Saison 2018/19 der neue Keeper wird. Erst am 7. August konnte man dann Kevin Trapp von Paris St. Germain final loseisen und zu Eintracht bringen. Der aktuell verletzte Stammkeeper wird von Frederik Rönnow ersetzt, der sich in den letzten Wochen zu einer starken Konkurrenz für Trapp entwickelt hat. 

Sowohl in der Europa League (Notenschnitt 2,62) als auch in der Liga (2,5) zeigte Rönnow extrem gute Leistungen. Trapp hat sich seine Rotatorenmanschette in der Schulter Ende September angerissen. Viele hatten schon Bedenken, dass dadurch größere Probleme zwischen den Pfosten entstehen könnten, doch nun steht Trainer Adi Hütter eher vor dem Problem, dass er bald zwei erstklassige Keeper zur Verfügung hat. Auch beim 1:2 gegen Mainz am Montag konnte Rönnow trotz der beiden Gegentore wieder einmal überzeugen, hielt seine Hessen lange im Spiel. 

Rönnow demonstriert derzeit Woche für Woche, dass er mehr als konkurrenzfähig ist, auch wenn Trapp schon deutlich mehr Ruhe im Tor ausstrahlt und bei den Fans sowie beim Rest des Klubs als Identifikationsfigur angesehen wird. Trapp wird im Januar zurückkehren. Fraglich, wie es dann weitergehen wird. „Jetzt schon über etwas zu sprechen, was irgendwann möglicherweise ist, daran habe ich kein Interesse“, so der Trainer zu den entsprechenden Fragen, obwohl er immer wieder voll des Lobes für Rönnow ist: „Er hat wirklich tolle Leistungen gezeigt und uns sicherlich in London vor einem höheren Rückstand bewahrt, er macht eine gute Figur.“ 

Der Skandinavier hat bei den Adlern noch einen Vertrag bis 2022. Mit Felix Wiedwald und Jan Zimmermann haben die Frankfurter noch zwei weitere Torhüter im Gepäck, doch zumindest Wiedwald hat bei einem Einsatz zuletzt bestätigt, dass er definitiv keine langfristige Lösung sein kann. Mittelfristig könnte noch ein Talent hinzukommen, denn die Frankfurter haben wohl ein Auge auf den gerade einmal 18-jährigen Tomaz Stopajnik geworfen, der seit Sommer für den slowenischen Erstligaschlusslichts Rudar Velenje die Bälle hält und wohl für kleines Geld zu haben wäre. Eine wirkliche sportliche Perspektive hätte dieser aber wohl erst in den kommenden Jahren. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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