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Bremen: Kopfballungeheuer Bittencourt

Leonardo Bittencourts besorgte mit einem Flugkopfball die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Bremer gegen Wolfsburg. Für seinen Trainer Florian Kohfeldt hatte die Entschlossenheit in der Situation Symbolcharakter für die gesamte Partie, in der die Bremer sich endlich wieder einen Sieg erkämpfen konnten. Die Kopfballstärke trauten die meisten dem 1,70 Meter Spieler nicht wirklich zu, allerdings hatte Bittencourt selbst dafür eine Erklärung und gab sich direkt kämpferisch vor dem nächsten Spiel gegen den SC Paderborn. 

„Viele hätten diesen Ball mit dem Fuß genommen“, so Bittencourt über seinen sehenswerten Treffer, „aber bei meiner Größe kann man ihn eben auch mit dem Kopf nehmen.“ Ein positiver Ausrutscher soll die Aktion derweil nicht gewesen sein: „Ich treffe fast jede Saison mit dem Kopf. Das kommt noch aus meiner Jugendzeit in Cottbus. Da haben wir viel mit langen Bällen gespielt, deshalb hat man da Kopfbälle trainiert. Davor bin ich nicht verschont geblieben, habe daher ein ganz gutes Timing. Wenn man nicht auf mich achtgibt und der Ball auf meinen Kopf fällt, kann er schon mal reingehen…“

Damit konnten die Bremer gegen Wolfsburg die Serie von 8 Spiele ohne Sieg beenden. Dabei waren die Bremer nie so wirklich schlecht. Die Basis für den Dreier soll dann aber doch erst in der letzten Trainingswoche gelegt worden sein: „Wir haben die Basics an oberste Stelle gesetzt. Das war auch das Thema der Woche. Die fußballerischen Qualitäten haben wir. Aber Einsatz, Leidenschaft, das muss immer 100-prozentig dasein. Wie wir das in Wolfsburg umgesetzt haben, darauf bin ich stolz. Auch wenn wir nicht den allerbesten Fußball gespielt haben“, so Bittencourt, der unbedingt möchte, dass diese Leistung nun auf die restlichen Spiele das Jahres umgemünzt werden kann: „Wenn du so arbeitest und so viel Leidenschaft reinwirfst, wirst du belohnt. Mit dem Einsatz und Willen gewinnst du die Spiele. Aber: Wir können die drei Punkte nur dann vergolden, wenn wir jetzt auch zuhause gewinnen. Ich möchte mit der gleichen Leidenschaft, der gleichen Intensität, dem gleichen Herzen auch Paderborn schlagen. Wir dürfen keinen Schritt weniger machen.“ 

Die Bremer wollen so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben, doch aktuell kann sich im Keller alles extrem schnell ändern. „Es ist immer noch eng unten, aber mit zwei Siegen kannst du dich in die richtige Richtung bewegen“, so Bittencourt, der aber auch davon ausgeht, dass die Bremer im kommenden Jahr nichts mehr mit dem Keller zu tun haben werden. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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