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Gladbach: Kramer findet die Tabelle geil

Die Gladbacher schauen derzeit natürlich gern auf die Tabelle. Auch Christoph Kramer findet sie „geil“, warnt aber wie eigentlich alle Beteiligten vor zu viel Euphorie und verweist dabei mit einem Vergleich auf den Adventskalender. 

Eigentlich sagen Spieler und Verantwortliche in solchen Fällen immer gerne, dass sie nicht auf die Tabelle schauen und sich nur auf die neuen Aufgaben konzentrieren. Kramer hingegen gesteht offen, dass er sich die Tabelle jeden Tag anschaut „und denke: Sieht geil aus. Freut mich.“ Freuen ist erlaubt, doch blenden lassen will sich der Mittelfeldspieler von den 4 Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger nicht. „Das einzige Problem ist jetzt, dass wir noch 23 Spiele zu spielen haben“, so der Weltmeister von 2014: “Sonst ist kein Problem da – aber das ist halt sehr groß. 

Fakt ist, dass 4 Punkte Vorsprung sehr schnell verspielt werden können, denn die Tabelle ist so eng beisammen, dass man schnell bis auf Rang 9 durchgereicht werden könnte. „Es passiert so viel in so kurzer Zeit, jetzt kann man schon wieder Adventskalender kaufen. Man muss sich im Fußball ganz krass alles immer wieder erarbeiten. Man soll träumen, die Fans sollen Schalen ausschneiden. Aber ich glaube, jeder weiß, dass das eine Überraschung ist“, so Kramer weiter, der aber auch sagt, dass der Höhenflug der Fohlen für ihn kein Zufall ist: „Im heutigen Fußball ist der Trainer die wichtigste Instanz eines Vereins. Aber dass wir jetzt den Kader zwischen vier und acht haben (also den viert- bis achtbesten der Liga, d.Red.), ist schon ein ganz, ganz krasses Lob für den Verein und die Arbeit der letzten zehn Jahre. Wenn wir zehn Jahre zurückblicken, ist das eine Arbeit, die man gar nicht hoch genug loben kann. Die ist sensationell gut.“

Den großen Vorteil an Gladbach sieht er darin, dass man im Vergleich zu einigen Konkurrenten „hier nich im Erfolgsfall abhebt, man wirft im Fall einer Niederlagenserie nicht alles um. Man hat einen klaren Plan und eine klare Vision, das spürt man einfach. Das zeichnet einen Verein im heutigen Fußball aus. Die Wellenbewegungen, dass heute alles cool und morgen katastrophal und übermorgen wieder cool ist, darf man nicht mitmachen. Das macht das Arbeiten für alle Beteiligten einfacher. Alle Neuzugänge haben überdurchschnittlich gut eingeschlagen, und auch als Typen sind sie total sauber und angenehm.“

Ein großer Anteil des Erfolgs steht laut Kramer auch dem Trainer Marco Rose zu, der vor allem auf menschlicher Ebene überzeugt. Fakt ist aber auch, dass der neue Spielstil sehr viel Einsatz und Körner beansprucht. Die Gladbacher werden die Winterpause definitiv zum regenerieren brauchen. Nun liegt der Fokus voll auf dem Spiel gegen Union Berlin am Samstag, wo die Gladbacher aus ihren bisher 25 Punkten 28 machen wollen. e

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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