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Dortmund: Zagadou in der Krise

Zehn Monate sind mittlerweile vergangen, seitdem Dan-Axel Zagadou seine absolute Zufriedenheit artikulierte. „Es war ganz klar die beste Entscheidung, nach Dortmund zu gehen“, so der Verteidiger, „es hat sich alles erfüllt, was ich mir erhofft habe.“ Mittlerweile hat sich der Innenverteidiger aber eher zur Randfigur beim BVB entwickelt. Nun steht natürlich die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte? 

Der Franzose kam 2017 von Paris St. Germain in den Pott, äußert sich aber in diesen Tagen nicht zu seiner Situation. Fakt ist aber, dass man ihn nur noch selten lachend antrifft. Unter Lucien Favre spielt er nahezu keine Rolle mehr. Lediglich im Pokalspiel gegen Gladbach bekam er eine Chance in der ersten Elf. In drei weiteren Partien wurde er nur eingewechselt, davon zweimal kurz vor Schluss in der 90. Minute. Doch was ist passiert? Es gab Gerüchte, dass Favre seit dem katastrophalen Auftritt gegen die Bayern beim 0:5 im April nicht mehr wirklich mit ihm plant. Dann müsste der Schweizer nach der letzten Schlappe in München aber die halbe Mannschaft auf die Tribüne setzen. 

Manuel Akanji hingegen, der bisher eine schlechte Hinrunde spielt, wird weiter aufgestellt.  Dem 20-jährigen Zagadou fehlt der nötige Rückhalt und das Vertrauen im Verein. So könnte man davon ausgehen, dass er auch in der Öffentlichkeit seinem Ärger Luft macht, doch der Verteidiger beweist Charakter und hält sich bedeckt. Vor seinem Wechsel zum BVB entschied er sich gegen Manchester City und Leipzig, weil Dortmund für die Förderung von jungen Talenten bekannt ist. Sportdirektor Michael Zorc adelte ihn begeistert als „le mur jaune“, die gelbe Wand, die zweite nach der Fankurve. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war Zagadou „aus der Dortmunder Spektakeltruppe nicht mehr wegzudenken“. Vor allem seine Physis, Robustheit, Kopfballspiel, die Präzision im Spielaufbau und sein starker linker Fuß haben in seinen ersten Monaten auf sich aufmerksam gemacht. 

Der Verteidiger selbst hatte einmal gesagt, dass cool bleiben die beste Option ist. Wie lange er das in der aktuellen Situation noch aushält, bleibt fraglich. Gut möglich, dass er aufgrund der fehlenden sportlichen Perspektive schon im Winter einen Wechsel anpeilt. Die Verantwortlichen wollen dazu noch nichts sagen, da sie sich so früh nicht öffentlich mit der Transferphase im Januar beschäftigen wollen. „Wir haben jetzt noch eine ganz entscheidende Phase bis Weihnachten“, so Zorc. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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