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Frankfurt: Bobic über Sitzplätze

Fredi Bobic schaut mit besorgten Blicken auf die meisten Stehplätze in Deutschlands Fußballstadien. Der Sportvorstand der Frankfurter hofft nicht, dass es zu einer Entwicklung ähnlich der in England kommt. 

„Der Bogen darf nicht überspannt werden – ob mit Pyrotechnik, Raketen und Maskierten, die auf den Platz stürmen“, so Bobic gegenüber dem Kicker: „Man muss gegensteuern und Leute, die gegen das Gesetz verstoßen und damit nicht zuletzt andere vorsätzlich in Gefahr bringen, aus den Stadien verbannen.“ So hat es beim Berliner Duell zwischen der Hertha und Union unschöne Szenen gegeben und auch die Frankfurter sind keine Kinder von Traurigkeit. Unter anderem haben Fehler schon zu Fan-Ausschlüssen in der Europa League für die Spiele gegen Lüttich und Arsenal London gesorgt. Vor allem das Spiel in London am 28. November wäre für die Anhänger wohl wieder ein absolutes Fest geworden. 

Einen solchen Ausschluss können sicherlich auch die Ultras nicht für gut heißen, die oft gegen die Limitierungen des Vereins sind. “Meine große Sorge – und die teile ich mit vielen Kollegen – ist“, so Bobic weiter, „dass irgendwann wirklich mal etwas ganz Schlimmes passiert, der Gesetzgeber daraufhin wie in England und anderen Ländern einschreitet und Stehplätze verboten werden. Das möchte sicherlich niemand, kein Normalo und auch kein Ultra. Die Vereine werden dann aber keine Möglichkeit mehr haben, ein solches Gesetz zu verhindern.“

Bobic geht fest davon aus, dass reine Sitzplatzstadien in Deutschland vieles verändern würden, aber nicht zum positiven. „Preise, die deutlich steigen werden, Stimmung, Fankultur, soziale Vielfalt“, so der Verantwortliche der Eintragt, der es selbst nicht so weit kommen lassen würde:  „Wir wollen, dass das Stadion für alle zugänglich ist: für den sozial Schwächeren genauso wie für den Reichen, der sich eine Loge leisten kann. Der Fußball ist für alle da.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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