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Borussia Mönchengladbach – kann das Team die Tabellenspitze halten?

Die Fans von Borussia Mönchengladbach haben zurzeit sehr viel Grund zum Feiern. Ein Sieg über den AS Rom kommt schließlich nicht alle Tage und der Blick auf die Tabelle der Bundesliga verrät auch, dass es läuft. Was natürlich im Umkehrschluss bedeutet, dass es für andere Teams nicht so gut läuft, doch ist das nicht immer so? Schließlich wären auch die Bayern nicht ständig Meister geworden, hätte es bei dem Rest der Liga keine Krise gegeben. Die Borussia aus Mönchengladbach steht auf Rang 1 der Bundesliga und ist zurück in der Europa League. Aber kann das auch was werden?

Abbildung 1: die Worte Bundesliga und spannend gehörten in den letzten Jahren nicht unbedingt zusammen – wird es dieses Jahr anders aussehen?

Der Erfolg Gladbachs – ein kleiner Rückblick

Es kommen immer die Stimmen auf, dass das bisherige Abschneiden der Gladbacher überraschend sei. Aber warum eigentlich? Schon in der letzten Saison lieferten sich die Fohlen mit Borussia Dortmund hitzige Duelle um die Spitze, bis Gladbach schließlich in ein Formtief geriet. Ein Formtief, ja, doch stimmt das?

  • Direkte Qualifizierung – die Gladbacher schafften in der vergangenen Saison Platz 5, was den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League bedeutete.
  • Abstand – es waren gerade einmal drei Punkte Rückstand auf Bayer Leverkusen. Drei Punkte mehr und Gladbach würde heute nicht gegen AS Rom, sondern Atlético Madrid in der Champions League spielen.
  • Saisonverlauf – zugegeben, Gladbach startete im DFB-Pokal nicht unbedingt grandios. Dennoch kam ein Sieg dabei heraus und in der Liga gab es nach einem Unentschieden gegen Schalke auch einen Sieg gegen Mainz. Die Europa League begann mit einer Klatsche gegen Wolfsberg, doch schon gegen Düsseldorf im Pflichtprogramm setzte sich Gladbach durch. Und so ging es weiter. Es gab starke Siege (Hoffenheim, Augsburg; Frankfurt), erkämpfte Punkte (Istanbul) und Niederlagen.

Im Grunde genommen bieten die Fohlen aktuell eine recht harmonische Saison, die Luft nach oben, aber auch Abstand nach unten lässt. Wichtig ist zu sehen, dass sich am Bökelberg etwas aufbaut, das mithalten kann. Hätte man letzte Saison noch behaupten können, der Ausflug nach oben war Glückssache, so ist jetzt klar, dass es Können ist.

Doch da diese Bundesligasaison aktuell alles ist, was sich ein Fußballfan erhoffen kann, ist auch klar, dass ein wenig Unvermögen mitspielt.

Wie überraschend ist der Tabellenstand Gladbachs?

Wie gesagt, er überrascht nicht, denn auf ihn wurde hingearbeitet. Überraschend ist eigentlich nur, dass der Fußballgott sämtliche Würfel, Zettel und Gesetze in eine Tonne geschmissen zu haben scheint, die Tonne hat von einem Berg runterrollen lassen, sodass die Karten endlich wieder ordentlich gemischt sind. Fußballfans freut, denn sie brauchen die »echte« Meisterschaft nicht mehr insgeheim zwischen 17 Teams ausmachen.

Aktuell lässt sich einfach nur sagen, dass alles passieren kann. Und genau das ist selbst für Sportwettler absolut grandios, denn die Spannung bleibt im Spiel. So lassen sich je nach Anbieter attraktive Quoten für Gladbach-Spiele realisieren. Das Mr. Green Casino bietet hier auch für Sportfans tolle Angebote, die interessante und spannende Wettstunden versprechen. Und wer die teils wahnsinnigen Ergebnisse der letzten Wochen korrekt getippt hat, der wird dem Fußballgott vermutlich danken. Aber was ist dort eigentlich los?

  • HöhenflügeWolfsburg, Freiburg – das sind sicherlich die Teams, mit denen niemand im oberen Drittel gerechnet hätte. Dabei standen beide schon vor den Bayern und Dortmund. Einzig Gladbach mogelte sich daran vorbei.
  • Der Boden der Tatsachen – den dürften die Leipziger gefunden haben. Denn trotz der Schwäche aller anderen schaffen auch sie es nicht, sich nach oben abzusetzen. Gladbach profitiert. Auch die Dortmunder starteten suboptimal, standen gar unter dem Erzrivalen aus Gelsenkirchen, doch sie schienen sich wieder gefangen zu haben. Dann kam die 4:0 Pleite in München.
  • (K)eine Krise – ob sich die Bayern in einer echten Krise befinden, ob sie am Trainer lag? Nein. Schon in der letzten Saison warnten Experten, dass die Qualitätslücke zwischen den Bayern und anderen europäischen Teams gewaltig ist und der Stand in der Bundesliga nur durch die Schwäche der Verfolger zustande kommt. Immerhin waren die Bayern auch letzte Saison in einer mächtigen Krise und bezwangen diese nur, weil es so schien, als wollten beide Borussen-Teams nicht Meister werden. Und heute? Die Liga hat aufgestockt und schlichtweg die Lücke zu Bayern geschlossen, während die stehen geblieben sind.

Genau genommen spiegelt die aktuelle Saison das Idealbild des Fußballs wider: Etliche Teams sind beinahe gleichauf und geben sich nichts. Wer jetzt den Meister tippen möchte, der hat es schwer – könnte aber am Ende richtig absahnen.

Wie könnte es am Ende der Saison aussehen?

Nun, theoretisch kann der SC Paderborn Deutscher Meister werden. Rechnerisch wäre das ebenso möglich, als dass die Abstiegsplätze vom FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig belegt werden. Wahrscheinlich ist das natürlich nicht, doch lässt sich aktuell noch kein wirklicher Rückschluss ziehen. So oft reißen Serien ein, ein Team spielt die erste Saisonhälfte grausig, gewinnt dafür dauerhaft in der zweiten Hälfte – und umgekehrt. Fans des Fußballs können nur hoffen, dass es genau so bleibt, wie es aktuell ist. Und was ist mit den Fohlen aus Gladbach? Vielleicht wäre es an der Zeit, die Liebe zur Statistik zu entwickeln:

  • Drei Spiele an der Spitze – Fans müssen deutlich vor 1977 geboren sein, um das zu wissen. Doch das letzte Mal, an dem die Gladbacher drei Spieltage lang die Bundesliga anführten, endete in der Deutschen Meisterschaft.
  • Keine Schale – die meisten Jahre, in denen die Bayern in den ersten zehn Spielen nicht die Tabellenspitze hielten, gewannen sie auch nicht die Schale.

Eine Liga, in der alles kann, aber nichts muss, ist aus deutscher Sicht schon so ungewohnt, dass sie beinahe wie vom anderen Stern erscheint.

Abbildung 2: Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

Fazit – die Statistik kann es richten

Manchmal sollte man auf die Statistik vertrauen. Daran glaubt sicherlich jeder Borussenfan aus Gladbach, denn die Zeichen stehen statistisch betrachtet für die Meisterschaft. Doch ob das so eintrifft oder ob nicht gar Union Berlin Meister wird? Unwahrscheinlich, doch was diese Saison bis jetzt lehrt: Nichts ist unmöglich und der Glaube allein beamt eventuell die Meisterschale in die eigenen Hände.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ Lesly Juarez / Unsplash.com

Abbildung 2: @ Thomas Serer / Unsplash.com

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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