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Wolfsburg: Die Krise ist da

Die Wolfsburger haben nicht viel Zeit, sich vom schwachen 1:3 in der Europa League gegen die KAA Gent zu erholen, denn schon am Sonntag kommt es in der Bundesliga zum Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen. Wenn man die Werkself schlagen will, ist definitiv eine Leistungssteigerung notwendig. 

Stürmer Wout Weghorst war nach dem Abpfiff nicht wirklich gut gelaunt. Eigentlich wollten die Wölfe einen großen Sieg in Richtung Zwischenrunde der Europa League machen, doch stattdessen machten die Niedersachsen nun einen großen Schritt zurück. Trainer Oliver Glasner muss gerade dabei zusehen, wie es für ihn und seine Truppe nach einem starken Start in die Saison langsam aber sicher bergab geht. Aber ist es nicht normal, dass nach einem solchen Hoch auf ein kleines Tief folgen kann? Oder ging nur die Souveränität verloren? Fakt ist, dass es in den letzten 6 Pflichtspielen keinen Sieg gab. 

Es hat in den letzten Wochen definitiv Warnsignale gegeben, nachdem man sogar zwischenzeitlich auf einem Champions League Platz gastierte. Die Wölfe haben zwar immer Punkte geholt, haben spielerisch aber nicht immer überzeugen können und sind daher noch keine Spitzenmannschaft. Die ersten Gegner, die eher nicht zu den Topteams zählen, haben es nur nicht fertig gebracht, die Fehler der Wölfe auszunutzen. Bis zur Winterpause kommen nun die schweren Gegner und schon läuft es nicht mehr rund. 

Vor allem die Offensive blieb zu oft einfallslos. In der Liga liegt man mit gerade einmal 45 herausgespielten Chancen auf einem Level mit Augsburg, Düsseldorf, Paderborn, Mainz, Union Berlin und Köln. Die große Stärke war die Defensive, doch auch diese hat in den letzten 3 Spielen an Stabilität verloren. Das 1:6 gegen Leipzig war herb, das 0:3 gegen Dortmund kann passieren, doch das 1:3 gegen Gent nach Führung war extrem ärgerlich. Die Mannschaft aus Belgien ist wahrlich kein Topteam, dennoch ging nach der verdienten Führung nichts mehr für den VfL. „Wir verlieren das Vertrauen in uns“, so Trainer Glasner: „Wir schaffen es nicht den Glauben an uns wiederzufinden.“

Die Mannschaft wird sich sicherlich ihre Gedanken machen, wie gut sie wirklich ist. Ein Sieg gegen Leverkusen würde dabei helfen, sich wieder auf die eigene Qualität verlassen zu können. Es darf aber nicht vergessen werden, dass derzeit Torwart Koen Casteels, Xaver Schlager, Admir Mehmedi und Daniel Ginczek ausfallen, die aber bald wieder zur Verfügung stehen dürften. Vor allem in der Offensive dürften damit die größten Lücken wieder geschlossen werden. Glasner hat es mit seinem neuen System unter anderem noch nicht geschafft, Jerome Roussillon richtig einzubinden, der im letzten Jahre noch einer der besten Kicker der kompletten Liga war. Gestern saß der Franzose gar 90 Minuten auf der Bank. 

Immerhin bleiben die Spieler in der Öffentlichkeit sachlich und versuchen nicht, die derzeit schwachen Leistungen zu beschönigen. „Ich weiß nicht, was momentan in unseren Köpfen vorgeht. Aber wir müssen schnellstmöglich den Schalter umlegen“, so Maxi Arnold. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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