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Frankfurt: Hoffnung auf die UEFA

Die Frankfurter haben ein Problem, bzw. die Fans der Hessen, die teilweise natürlich schon Flüge und Hotels sowie die restliche Anreise zum Europa-League-Auswärtsspiel beim FC Arsenal gebucht haben. Zwischenzeitlich hat die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA am 17. Oktober entschieden, dass die Frankfurter in den Spielen gegen Lüttich und London ohne eigene Fans antreten müssen. Es gibt aber noch Hoffnung für die Partie bei Arsenal, denn laut aktueller Informationen berät die UEFA am 13. November über den Einspruch der Hessen.

Es passierte alles nach dem Auswärtsspiel bei Lazio Rom am 13. Dezember 2018. Seitdem befanden sich die Fans auf Bewährung. Nach den Vorkommnissen beim Spiel in Mailand am 14. März, wo neben den Pyros auch Leuchtraketen gezündet wurden, wurde die Bewährung verlängert. „Wir können uns glücklich schätzen, dass man uns noch diese letzte Chance gelassen hat. Ich habe die große Hoffnung, dass nun jeder begriffen hat, wie mit dieser Verantwortung umzugehen sein wird“, so Vorstand Axel Hellmann damals in einer Vereinsmitteilung.

Beim Spiel in Guimaraes am 3. Oktober wurde dann aber klar, dass es immer noch nicht alle Idioten bei den Frankfurtern verstanden hatten. Beide Fangruppierungen provozierten sich und warfen mit Sitzschalen. Die Folge war klar und so wurde die Bewährung von der UEFA am 17. Oktober widerrufen und bestrafte die Unruhen mit einem Fan-Ausschluss für das Spiel in London. Guimaraes kam hingegen mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro davon, obwohl Fans der Portugiesen nicht nur Sitzschalen warfen, sondern auch Pyrotechnik zündeten. Nach dem 2:1-Sieg gegen Lüttich am 24. Oktober kündigte Hellmann dann an, dass die Eintracht bei der UEFA Einspruch gegen den Fan-Ausschluss für das Spiel bei Arsenal einlegen wird und das ist mittlerweile schon passiert. 

Fakt ist aber auch, dass man sich keine zu großen Hoffnungen macht, allerdings muss die UEFA nun begründen, warum ein vergleichbares Vergehen eines anderen Klubs nicht mit einer identischen Strafe belegt wurde. Sollte der Asschluss noch bis zum kommenden Mittwoch abgewickelt werden, könnte auch die Ticketabwicklung der Frankfurter noch rechtzeitig über die Bühne gehen. Derweil ist in Lüttich nicht nur das Stadion sondern der gesamte Stadtgebiet bis Freitagmittag Sperrgebiet für die Frankfurter Fans. Eine entsprechende Verbotsverfügungging den Frankfurtern von der Polizei vor Ort zu.

Hellmann kritisierte das in einer Pressemitteilung: „Die Verfügung ist in Form, Inhalt und Veröffentlichung unklar und zum Teil widersprüchlich. Nicht erst seit Marseille ist uns diese zweifelhafte Verfügungspraxis aus vereinzelten Rechtsräumen bekannt. Pauschale und unbestimmte Aufenthaltsverbote für ganze Städte aus dem bloßen Anlass eines Fußballspiels ohne konkrete Gefährdungslage zu verhängen, ist rechtlich hochgradig fragwürdig und mit unserer Auffassung von einem gemeinsamen Europäischen Rechtsverständnis völlig unvereinbar“, so der Vorstand: „Es besteht in der Kürze der Zeit nur keine juristische Handhabe gegen diese Maßnahme, so dass uns in Rücksprache mit unseren belgischen Rechtsexperten nur bleibt, allen Anhängern zu raten, der Verfügung zu entsprechen. Wer das Spiel oder die Stadt dennoch besucht, läuft Gefahr, abgewiesen zu werden und den Heimweg antreten zu müssen.“

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