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Frankfurt: Die verflixte erste Halbzeit

Die Frankfurter haben im Spiel gegen Gladbach nicht zum ersten Mal in dieser Saison die erste Halbzeit mehr oder weniger verschlafen. Die Gäste konnten beim Spiel gegen die Fohlen erst mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 wieder aufatmen und aktiv am Spiel teilnehmen. Am Ende war aber mit dem 4:2 kein Punktgewinn drin. 

Die Liste ist lang. In den Matches gegen Straßburg, Mannheim, Augsburg, Düsseldorf oder  Gladbach – immer blieben die Fohlen vor allem in den ersten 45 Minuten hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Kein Wunder, dass sich mittlerweile sowohl die Spieler als auch der Trainer Gedanken über diese Tatsache machen. Eine Erklärung dafür gibt es nicht, Djibril Sow bemängelte nach dem Gladbach-Debakel lediglich die „zu passive“ Spielweise und den fehlenden „Mut im Spiel nach vorne. „Es kam mir so vor, als wären wir in der ersten Hälfte verschlafen gewesen“, so der zur Pause eingewechselte Dominik Kohr. „Wenn du auswärts zwei, drei oder fünf Tore schießen musst, um zu gewinnen, ist das schwer …“, sagte Sechser Gelson Fernandes.

Immerhin geht Trainer Adi Hütter nicht davon aus, dass es seiner Mannschaft an der nötigen Einstellung mangelt. „Die Einstellung stimmt bei unserer Mannschaft grundsätzlich. Es haben die notwendigen Mittel gefehlt: Wir waren zu unruhig am Ball, hatten zu einfache Ballverluste, und Gladbach hat unglaublich schnell umgeschaltet“, so der Österreicher: „Die Borussia ist im ersten Abschnitt die aggressivere Mannschaft gewesen, wir haben zu wenig Durchschlagskraft entwickelt.“ Immerhin konnte er im zweiten Durchgang eine deutliche Leistungssteigerung beobachten: „Da waren wir ruhiger am Ball, haben die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen, waren bissiger, mutiger, haben überzeugender Fußball gespielt und uns viel mehr Chancen herausgearbeitet.“

Trotz des besseren Spiels haben die Hessen aber auch in der zweiten Halbzeit zwei Tore kassiert. „Vier Gegentore sind zu viel. Da ist es schwer zu gewinnen“, so Hütter, „wenn zwei Auswärtstore nicht genügen, passt einiges nicht. Das waren zu leichte Tore.“ Vor dem ersten Treffer verlor Daichi Kamada in der gegnerischen Hälfte unnötig den Ball, der zu einem Gladbacher Konter führte, bei dem sowohl David Abraham als auch Makoto Hasebe und Danny da Costa alles andere als gut aussahen. Bei den anderen Gegentreffern waren es ebenfalls individuelle Fehler, die den Hessen den Sieg unmöglich gemacht haben. Alles in allem heißt das aber auch, dass die Frankfurter in der Analyse wissen, wo sie ansetzen müssen. Schon am Mittwoch hat man im Pokalspiel gegen St. Pauli die Chance auf Wiedergutmachung. Dann soll auch die erste Halbzeit deutlich erfolgreicher gestaltet werden. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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