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Düsseldorf: Noch über dem Strich

Die Fortuna bewegt sich gerade noch so über dem ominösen Strich, von dem viele Abstiegskandidaten gerne sprechen. Nur die bessere Tordifferenz platziert die Düsseldorfer derzeit über Union Berlin und dem 1. FC Köln auf dem 15. Platz in der Tabelle. Natürlich wäre ein Absturz auf einen Abstiegsplatz auch moralisch keine große Hilfe, auch wenn Trainer Friedhelm Funkel hier seine ganz eigene Meinung vertritt. 

Die Fortuna hat bisher nur magere 4 Punkte gesammelt und wartet seit nunmehr 6 Spielen auf den zweiten Sieg der Saison. Heißt im Klartext, dass man gegen die Mainzer nun eigentlich nicht verlieren darf. „Ich spüre nicht den Druck, sondern sehe die Chance, etwas geradezurücken gegen Mainz“, so Linksverteidiger Niko Gießelmann. Die schlechteste Leistung zeigte man vor der Pause beim 1:3 in Berlin. Bleibt abzuwarten, ob sich in den zwei Wochen etwas getan hat, sodass die nötige Aggressivität und Konsequenz wieder am Start ist.

„Eigentlich kommen wir immer über den Kampf“, so Trainer Friedhelm Funkel weiter: „In Berlin ist uns das allerdings überhaupt nicht gelungen. Sicherlich kann man Situationen auch spielerisch lösen, aber halt nicht immer.“ Darum will der Übungsleiter von seinen Schützlingen in erster Linie mehr Robustheit sehen. Diese Qualität bringt unter anderem Alfredo Morales mit, der gegen die Hertha eingewechselt wurde, seine Sache sehr gut machte, wegen einer Gruppe aber momentan noch nicht einsatzbereit ist. Marcel Sobottka war in der Aufstiegssaison als Aufräumer einer der ganz wichtigen Säulen. Nach einigen Verletzungen steht er nun zumindest wieder im Kader. Man kann aber schon jetzt davon ausgehen, dass es nicht für einen Einsatz über die kompletten 90 Minuten reichen wird. 

Mit einem Erfolg gegen die Mainzer will man nun die Trendwende einleiten, gleichzeitig aber auch den Absturz auf einen Abstiegsplatz verhindern. „Es wäre vermessen zu glauben, dass wir niemals auf einem Abstiegsplatz stehen würden“, so Funkel mehr oder weniger gelassen: „Und wenn wir mal drauf sind: Na und? Dann kämpfen wir uns wieder von diesem Platz über den Strich.“ Der Routinier ist zu lange im Geschäft, um sich von einer solchen Aktion noch aus der Ruhe bringen zu lassen. Dennoch ist die Situation natürlich auch für ihn selbst gefährlich, wenn er mit seiner Mannschaft nach 6 Spielen noch keinen Sieg feiern konnte.   

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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