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Dortmund: Helmers Abrechnung

Seit nunmehr drei Pflichtspielen haben die Dortmunder keinen Sieg mehr einfahren können. In der Liga musste man sich zuletzt gleich zweimal die Punkte mit den Gegnern teilen und das, obwohl man jeweils in Führung lag. Die Frage ist nun, warum die Dortmunder ihren eigenst gesetzten Zielen derzeit überhaupt nicht nachkommen können. 

Mit dem 2:2 gegen die Bremer haben die Dortmunder nun auch zum ersten Mal in dieser Saison vor heimischer Kulisse Punkte liegen lassen. Dadurch hat man 3 Punkte Rückstand auf die Bayern, die aktuell an der Tabellenspitze liegen. Erst einmal kein Weltuntergang, doch der Platz 8, auf dem der BVB gerade rangiert, gefällt nun wirklich niemandem. „Die Borussen dachten selbst, dass sie in ihrer Entwicklung weiter sind“, so Thomas Helmer in seiner aktuellen Kolumne im kicker.

Nachdem man im Sommer Lob aus allen Richtungen für die getätigten Transfers bekam, rief man beim BVB selbst nach der Vize-Meisterschaft in der Vorsaison die Meisterschaft als großes Ziel auf. War dieser Schritt nun doch zu viel für das Nervenkostüm der Spieler? „Das war genau richtig“, so Helmer, der aber auch anerkennen muss, dass es auf dem Platz derzeit anders aussieht: „Offenbar kann die Mannschaft nicht mit dieser Zielsetzung umgehen.“ Vor allem der Angriff lässt die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen, man lässt zu viele Chancen liegen und wieder einmal wird man daran erinnert, dass man seit Robert Lewandowski im Jahr 2014 keinen beständigen Goalgetter mehr in den eigenen Reihen hatte. „Einen wie ihn, der allein den Unterschied ausmacht, haben sie nicht“, konstatiert auch Helmer: „Wünschenswert wäre ein Plan B, der dann greift, wenn der Gegner den schnellen Dortmunder Spielern keinen Raum gestattet.“

Neben dem Sturm ist aber auch die Verteidigung von Standards das mit größte Problem der Borussen. „Vielleicht wäre es wirkungsvoller, die nicht sehr groß gewachsenen Marco Reus und Mario Götze an den Pfosten zu stellen, statt sie in Kopfballduelle zu schicken“, so Helmer, nachdem beim 2:2-Ausgleich der Bremer von Marco Friedl beide Pfosten nicht besetzt waren. Das Thema Reus als Kapitän wurde ebenfalls nochmal aufgegriffen. Tatsächlich hat er gegen die Nordlichter wieder einmal getroffen, doch Helmer bezweifelt, dass der Nationalspieler sich als Kapitän so wirklich wohl fühlt: „Reus als Kapitän in eine Rolle gedrängt, die er eigentlich nicht will. Er sollte sich besser auf dem Platz als Führungsspieler zeigen – mit seinem wunderbaren Fußballspiel. Alles andere ergibt sich dann.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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