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Hertha: Viele Vorsichtsmaßnahmen

Bei den Berlinern der Hertha hat die neue Trainingswoche ohne Leistungsträger Marko Grujic begonnen. Der Leihspieler vom FC Liverpool hat beim 2:1 über den SC Paderborn einen Schlag auf den Spann abbekommen, der mittlerweile leicht angeschwollen ist. Der Serbe blieb somit heute in der Kabine und absolvierte nur eine kleine individuelle Einheit. 

Zumindest gehen derzeit alle davon aus, dass der Auftritt gegen die Kölner am Sonntag nicht in Gefahr ist. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme“, so Trainer Ante Covic nach der ersten Einheit der neuen Woche: „Aller Voraussicht nach kann Marko am Mittwoch schon wieder mit der Mannschaft trainieren.“ Dedryck Boyata verließ derweil heute mit einer bandagierten linken Wade vorzeitig den Trainingsplatz. Der Belgier hatte schon gegen Paderborn in der Schlussphase mit kleineren Krämpfen zu tun. Eigentlich war der Plan, dass er nicht das komplette Training mitmacht. Auf eigenen Wunsch verließ er dann das Training schon frühzeitig und verschwand in die Kabine. Auch hier handelt es sich laut Covic nur um eine Vorsichtsmaßnahme. 

Neben Arne Maier (Innenbandriss im Knie) und Peter Pekarik (Muskelverletzung in der Wade) sowie Grujic waren auch Jordan Torunarigha, Sidney Friede, Daishawn Redan, Maurice Covic und Dennis Smarsch nicht mit dabei. Das Quintett wird für Herthas U23 auflaufen, die morgen in der Mill Farm des AFC Fylde in der nordwestenglischen Grafschaft Lancashire im Rahmen des Premier League International Cup gegen Benfica Lissabon spielen wird. Covic war lange Trainer der U23 und kennt diesen Wettbewerb aus eigener Erfahrung. „Die Jungs sollen Spielminuten in einem sehr guten Wettkampf sammeln“, so der Kroate am Dienstag. Neben dem B-Team von Benfica spielen dort auch noch die U-23-Mannschaften der Blackburn Rovers und von Newcastle United in der Gruppe der Herthaner, die bereits zum 4. Mal hier vertreten sind. Im letzten Jahr konnte sich die U23 der Bayern den Titel sichern. 

Im Training der Berliner ging es jedenfalls schon gut zur Sache. „Man merkt an der heutigen Stimmung, dass wir uns nicht auf dem Sieg (gegen Paderborn, d. Red.) ausruhen wollen“, sagte Covic: „In der Re-Analyse haben wir gesehen, in welchen Bereichen wir uns verbessern müssen. Es ist auch ein gewisses Durchatmen zu spüren, aber es darf nicht zu lange durchgeatmet werden. In Köln wollen wir den angefangenen Weg weitergehen.“ Am Sonntag kommt es dann schon zum nächsten Duell mit einem Kellerkind. Gegen die Kölner will dann auch Geburtstagskind Dodi Lukebakio wieder eingreifen, nachdem er gegen Paderborn über 90 Minuten auf der Bank sitzen musste. „Ich habe heute im Training eine Reaktion von Dodi gesehen. Er versucht, sich im Training aufzudrängen. Das wünscht man sich als Trainer, dass der Spieler nicht kampflos seinen Platz aufgibt, sondern den Kampf annimmt“, so Covic. 

Davie Selke ist die Nummer 1 im Sturm, wartet aber gleichzeitig auch noch auf Treffer Nummer 1 in dieser Saison. „Davie ist ein mannschaftsdienlicher Spieler. Es war klar, dass wir gegen Paderborn auf Umschaltspiel bedacht sind und längere Wege zum Tor haben. Deswegen habe ich mich für Davie entschieden. Ich glaube, dass er viele Bälle versucht hat festzumachen und viele Freistöße rausgeholt hat. Wichtig wird sein, dass beide – Davie und Vedo, mit dem ich vorher auch nicht unzufrieden war – die Erfolgserlebnisse in der Liga bekommen. Bis zum ersten Tor verkrampfen Stürmer ab und zu mal. Dazu dürfen wir es bei den beiden nicht kommen lassen“, so der Coach weiter.  

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