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Dortmund: Wieder kein K.O.

Wenn die Dortmunder richtig ins Rollen kommen, kann man sie kaum bremsen. Aktuell fehlt es dem BVB aber wie schon in der letzten Saison am nötigen Killerinstinkt. Wenn der Gegner eigentlich schon am Boden liegt, müsste man den Sack deutlich schneller zu machen. Im Spiel gegen die Frankfurter am gestrigen Sonntag verpasste man dann aber auch wieder, nach der Führung nachzulegen. Letztendlich schenkte man sich dann selbst noch einen Treffer ein und musste mit einem 2:2 leben. „So spielt keine Spitzenmannschaft“, so Sportdirektor Michael Zorc nach der Partie. 

Auch Marco Reus verlor nach der Partie im Interview noch die Nerven und lieferte damit einen echten Internet-Hit. Unter anderem fiel der Satz „Mir geht diese Mentalitätsscheiße so auf die Eier“, was binnen weniger Stunden zum echten Kultkracher wurde. Aber ist da eventuell doch etwas dran? Genau diese fehlende Mentalität wurde dem BVB auch schon in der letzten Saison immer wieder vorgeworfen, als man einen 9-Punkte-Vorsprung auf die Bayern noch aus der Hand gegeben hat. Fakt ist, dass den Dortmundern vor des Gegners Tor zu oft die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Schon beim 0:0 in der Champions League gegen den FC Barcelona wäre eigentlich deutlich mehr drin gewesen und so auch beim 2:2 gegen die Frankfurter, als man sogar auch Witsel verdient in Führung gehen, diese aber nicht rechtzeitig ausbauen konnte. 

„Für mich haben wir die Punkte in der ersten Hälfte verloren“, so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc: „Nach unserem 1:0 war die Eintracht sichtlich am Boden. Ich will nicht sagen, sie war klinisch tot, aber sie war sichtlich angeknockt. Wir aber haben nicht fokussiert auf das nächste Tor gespielt, sondern ein bisschen rumgedaddelt. Wir hätten eine Entscheidung erreichen müssen. Diese Chance haben wir leichtfertig vertan.“ Die vergebenen Chancen vorne haben dann natürlich auch Auswirkungen auf die Verteidigung. „Zwei Tore auswärts, das muss für Borussia Dortmund eigentlich reichen“, so Eigentor-Schütze Thomas Delaney, „aber wir haben nicht mit unserer vollen Stärke verteidigt, hatten zu viele einfache Ballverluste, hatten zu selten die Kontrolle. Wir sind selbst schuld, dass es so ein unruhiges Spiel wurde.“

Nach der ersten halben Stunde konnte man quasi dabei zusehen, wie die Dortmunder sich immer sicherer wurden, dass sie das Spiel gewinnen werden, dabei wurden unter anderem Faktoren wie die steigende Fehleranzahl nicht berücksichtigt. Die Frankfurter konnten sich im Verlauf in erster Linie durch Dortmunder Fehler wieder ins Spiel Zurückkämpfen. So musste sich der BVB am Ende mehr als ärgern, dass man mit nur einem Punkt aus der Partie ging, während die Konkurrenz aus Leipzig und München jeweils dreifach gepunktet hat. „So spielt keine Spitzenmannschaft“, so Zorc klipp und klar. Wenn man in dieser Saison am Ende die Schale in Händen halten will, sollte man solche Spiele bestenfalls schon frühzeitig unter Dach und Fach bringen. 

 

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