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Köln: Wie schlägt man Bayern?

Die Kölner haben am kommenden Samstag eine schwere Aufgabe vor der Brust. Als wäre diese mit den Bayern als Gegner nicht schon wer genug, kommt nun auch noch der Ausfall von Mittelfeldspieler Birger Verstraete hinzu. Der Belgier war bisher einer der großen Leistungsträger in dieser Saison, musste nun aber am Außenmeniskus operiert werden und wird in der Folge 2-3 Wochen ausfallen.

Am Mittwochabend hat Achim Beierlorzer vor dem Fernseher gesessen, allerdings hat ihm der Auftritt von Roter Stern Belgrad bei den Bayern keine Antwort auf die Frage geliefert, wie er die Münchner nun am Wochenende knacken könnte. „Wir haben gesehen, wie es eine Mannschaft versucht hat mit extremem Tiefstehen und Fünferkette und wenig Räumen im Sechzehner – und trotzdem kommt am Ende ein 3:0 heraus“, so der 51-Jährige, „es ist unheimlich schwierig, die richtige Balance zu finden. Deshalb ist es wichtig, das wir mutig sind, nach vorne verteidigen. In welcher Höhe wir das machen, müssen wir immer wieder entscheiden. Wir dürfen ihnen aber nicht so viel Raum geben, um sich durchzukombinieren, wie es gestern immer wieder der Fall war.“

Bei aller Qualität der Bayern sind die Kölner natürlich ganz weit davon entfernt, schon vor dem Spiel die Flinte ins Korn zu werfen. „Wenn man mit dem Begriff Schadensbegrenzung in ein Bundesligaspiel geht, wäre ich der falsche Mann hier“, so der Coach weiter, „natürlich rechnet man sich etwas aus. Weil es schon ganz viele Mannschaften geschafft haben, auch in München zu punkten. Es ist die stärkste Mannschaft in der Bundesliga, aber auf Schadensbegrenzung zu gehen, ist nicht mein Ding. Und ich glaube, dass ich das der Mannschaft auch nicht vermitteln könnte.“ Bei der Mission „Punkten in München“ wird Birger Verstraete nicht dabei sein. Der 25-Jährige hat sich schon mehrere Wochen mit Problemen im Außenminiskus herumgeschlagen und dadurch, dass die Schmerzen nicht weniger wurden, fiel dann die Entscheidung zur Operation. „Birger hat gesagt, so könne er nicht weitermachen. Die Behandlung helfe ihm immer nur zwei, drei Tage“, so Beierlorzer, der mitgeteilt bekam, dass der Meniskus wohl angerissen gewesen war: „Das war wohl die Ursache für die Probleme.“ 

Derweil ließ der Coach noch offen, wer für Verstraete in die Startelf rücken wird. „Wir haben etliche Sechser in unserem Kader, die ihn sofort ersetzen könnten. Es gibt aber vielleicht auch noch andere Ideen, wie wir noch kompakter sein wollen.“ Des Weiteren gibt es unter anderem die Überlegung, gegen die Bayern nur mit einem Stürmer zu spielen. So könnte aus der defensiven Viererkette schnell eine Fünferkette werden. „Es ist für uns als Mannschaft unheimlich wichtig, dass wir auch mal individuell bei Spielen mit einer anderen Elf auflaufen. Und derjenige, der dann mal nicht aufläuft, sagt: Okay, ist vielleicht für dieses Spiel das Beste für die Mannschaft“, so Beierlorzer. Bleibt abzuwarten, wie die Kölner antreten werden und vor allem, ob sie am Ende wirklich etwas Zählbares mitnehmen können.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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