Zentralrat der Juden attackiert Bierhoff

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von diamond, 4 Juni 2012.

  1. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Naürlich sollte man die eigene Geschichte kennen.
    Ich bin aber auch der Ansicht, ein Besuch in der Vorbereitungszeit zur EM ist nicht gut.
    Die Nationalmannschaft hätte den Besuch lieber nach der EM machen sollen, dann aber geschlossen.

    Der Besuch des KZs kann belastend sein. Ich weiß aus meinen 3 Besuchen im KZ Dachau, dass ich jeweils anschließend recht mitgenommen/negativ beeindruckt war. Ich weiß auch, dass das KZ Ausschwitz einen noch brutaleren Eindruck hinterlässt als Dachau.

    Ich weiß ja nicht wie es in anderen Bundesländern ist, aber in Bayern steht der Besuch eines KZs auf dem Stundenplan. Für das Thema "NS-Zeit" wird ohne fast ein ganzes Schuljahr geopfert. Das reicht echt.
     
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  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ist ja auch Quatsch, weil "die Juden" sowieso nicht und der Zentralrat auch nicht vorgeworfen hat, dass "die junge Generation" beteiligte Urahnen hat. Es wurde ledigliche Bierhoffs Quatschpläne kritisisch kommentiert. Und das schließe ich mich an. Wieso kommt der Hirni Bierhoff nicht auf die einfachsten Art zu gedenken, denn dafür gibt es ja Gedenkstätten? So schlau wie die Engländer, Holländer und Italiener ist er eben einfach nicht...
     
  4. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Bierhoff ist sowieso ein Idiot - auch ganz unabhängig von diesem Thema.
     
  5. alditüte

    alditüte HSVer

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    Jetzt wissen wa immerhin, warum er Bierhoff heißt.
     
  6. alditüte

    alditüte HSVer

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    Und was erreicht die Nationalmannschaft, was ein Politiker in Auschwitz oder eine Reportage auf Phoenix nicht erreichen würde? Wenn die Nationalelf Auschwitz besucht, denkt dann auf einmal ein Juden hassender Nazi (und andere Leute brauchen dadurch nicht angesprochen werden, weil sie schon wissen, wie schlimm das damals war – oder würde hier im Forum, wo kein Nazi ist, auf einmal irgendjemand signifikant anders über den Weltkrieg und die Juden denken, nur weil die N11 ein KZ besucht?), dass die Juden ja doch ganz lieb sind? Das interessiert die Nazis wenig. Und andere Deutsche brauchen nicht von der Nationalelf aufgeklärt werden – erst recht nicht von der Nationalelf!

    Wie ich bereits sagte: Özil, Podolski und Neuer haben ja auch Juden vergast. Was hat UNSERE Nationalmannschaft mit den Gräueltaten der Rechtsextremen und vieler Mitläufer von vor fast 70 Jahren zu tun? Nichts. Nicht mal unsere heutigen Politiker haben in irgendeiner Form Mitschuld. Ich fühle mich auch nicht schuldig für den Weltkrieg, im Gegenteil, ich weiß, dass ich damit nichts zu tun habe, und darum finde ich es ziemlich armselig, immer wieder darauf angesprochen zu werden, weil ich ja Deutscher bin.

    Es nervt mittlerweile einfach nur noch, dass man als Deutscher immer und permanent von den verschiedensten Leuten – seien es Juden, Ausländer, Deutsche selbst, Politiker oder Antideutsche – für den Holocaust verantwortlich gemacht wird, so wie du es gerade machst, von wegen „es ist die DEUTSCHE Nationalmannschaft“ (ganz richtig erkannt, es ist die Nationalmannschaft, es ist Sport, es hat mit Politik nichts zu tun. In dem Moment, wo Sport und Politik verbunden werden, ist es mit der Welt zu Gast bei Freunden endgültig vorbei!). Irgendwann sollte es auch mal gut sein. Jedes Land hat eine Menge Dreck am Stecken, Deutschland sicher ein bisschen mehr, wofür von den heute Lebenden niemand mehr was kann außer ein paar 90-jährige Greise, die ihren Judenhass sicher nicht durch irsinnige Forderungen des Zentralrates verlieren, aber Leichen vergraben hat auch Israel. Aber kümmert euch doch lieber mal um die Kriege und Ungerechtigkeiten von heute, anstatt permanent mit der Moralkeule zu schwingen und uns vorzuwerfen, dass wir keine Juden mögen, nur weil wir Deutsche sind.

    Deutschland hat für das Judentum in den letzten 50 Jahren schon DEUTLICH mehr getan, als die meisten anderen Staaten für die von denen tyrannisierten Menschen getan haben (allen voran die Kolonialisierer und Entdecker – also halb Europa –, die Amis, die Araber und die Kommunisten im Osten), egal ob es Religionen, „Rassen“, Ureinwohner, Andersdenkende oder Volksgruppen sind, die durch die Staaten misshandelt wurden.

    Aber als Dank wird man vom jüdischen Zentralrat vollgeheult, während alle anderen Länder mit dem Finger auf Deutschland zeigen und die eigenen Straftaten gekonnt unter den Teppich gekehrt werden.

    Na, das wird die Meinung über die Juden und den Weltkrieg in England ja extremst verändern!:huhu:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Auch hier wieder lauter angebliche Vorwürfe, die aber gar niemand gemacht hat, die aber herbeifabuliert werden. Seltsam auf was hier einige Leute so kommen...

    Kritisiert wurde ganz zu recht die blöde Idee von Bierhoff, die deutschen Nationaspieler während eines "Kamingesprächs" über die Greultaten der Nazis aufzuklären. Was wohl kaum nötig ist und auch völlig sinnlos ist. Stattdessen ist völlig Usus an so einer Gedenkstätte mal der Vergangenheit zu gedenken. Und das hat weder mit perönlicher Verantwortung, noch mit irgendwelchen Vorwürfen zu tun, oder hat macht irgendjemand die Holländer, Italien oder Engländer verantwortlich und die haben deshalb der Gedenkstätte einen Besuch abgestattet?
     
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Vielleicht dachte Bierhoff, naiv wie er ist, dieser Forderungssteller vom Zentralrat (sein Name ist mir entfallen, der der den Besuch angeregt hat eben) möchte mit den Menschen sprechen, die er dort haben wollte und keine Medienkampagne draus machen.

    Hat er sich halt getäuscht, macht doch nichts.
     
  9. alditüte

    alditüte HSVer

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    Und warum ist das Usus für Nationalmannschaften, sich irgendwelche Gedenkstätten anzugucken, von Geschehnissen, die ewig her sind? Das sollte doch jedem seine persönliche Sache sein, das mitzumachen, bei einem Privaturlaub. Es gibt schlicht keinen Grund dafür. Ganz einfach.
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die einen möchten halt gedenken (Italien, Holland, England) die anderen (Bierhoff) kommen auf die hirnrissige Idee, ihren Spielern was am Kamin über die schlimmen Nazis erzählen zu wollen, die anderen nicht (die nicht da waren). Ich finde es gut, an so was zu Gedenken, um die Erinnerung wach zu halten, um den Opfern zu gedenken, in der Hoffnung das sowas nie wieder passiert. Das ist ein Grund, warum Gedenkstätten erichtet werden und besucht werden (Gibt auch noch andere und auch andere Anlässe: Natinalfeiertage, Geburt eines Religionsgründers, Widervereinigung usw. usf.). Aber einige Deutsche müssen dann ja immer sonst was für eine Gewese drum machen und erzählen was von Vorwürfen etc. pp., die nie jemand gemacht hat. Seltsam, seltsam.
     
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Und warum sollte jemand gedenken, der das gar nicht will, sondern sich lieber auf die EM vorbereitet? Hätten ja alle hinfahren können, bis auf 3 hatte halt keiner Bock drauf, sich jetzt mit sowas zu befassen / belasten. Und da alle mehr oder weniger erwachsen sind, ist das auch OK so.

    Die Jungs werden da für´s Kicken bezahlt. Daher sind derartige Zwangsveranstaltungen nun wirklich nicht sehr produktiv, auch nicht für den ZdJ. Und bloß weil andere Mannschaften da geschlossen hinreisen müssen, ist das für uns noch lange keine Pflicht. Freiwillig kann das natürlich jeder machen.

    Abgesehen davon hat sich Bierhoff mit dem "man könnte ja in einem Gespräch..." doch nur ein Hintertürchen offen gelassen, um aufkommende Kritik an dem Rumpfteam in Auschwitz abzufedern. Wenn die Jungs daran kein Interese haben, wird´s auch keine Gesprächsrunde (egal wie man die nennt) geben, und davon geht die Welt auch nicht unter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012
  12. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Was nie wieder passiert?

    Und was erzählst du dauernd von Bierhoffs Kamin, das hat er dem Zentralrat doch angeboten nachdem da Forderungen kamen, wollte er nicht von sich aus. Jedenfalls hab ich das so mitbekommen. ;)
     
  13. osito

    osito Titelaspirant

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    Ist doch keine Pflichtveranstaltung, sich so kurz vor der EM mit dem Schrecken des 2.WK, stimmungsmaessig runter ziehen zulassen. Immer das gleiche. Woanders kann es krachen, das interessiert keine S**. Aber wenn es in Deutschland mal Pupp's macht, kommen die Moralisten gleich aus ihren Loechern gekrochen. Das die Hollaender, Englaender und Italiener geschlossen hin sind, kann auch andere Gruende haben. Auf jeden Fall werden die jetzt die richtige Einstellung haben, wenn es gegen uns "boese" Deutsche geht.
     
  14. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Medienaufmerksamkeit.

    Politiker / Reportagen: sind stink langweilig.


    alditüte, du brauchst Dich nicht schuldig fühlen, wenn Du nicht daran beteiligt warst. Ist doch logisch.
    Aber ich sage Dir was, als jemand der in Dachau & Umgebung aufgewachsen ist:
    Die dunkle Vergangenheit Deutschlands ist da, sie lässt sich nicht weg diskutieren.
    Muss man sich persönlich schämen dafür? - Nein, sage ich, schließlich kann man nichts dafür.
    Hat man Verantwortung daraus? - Ja, sage ich, das ist das Vermächtnis an die Zukunft. Geschichte/Tradition/Vergangenheit beerdigt man nicht so ohne weiteres. - Die Nationalmannschaft spielt ja schließlich auch in Trikotfarben, die noch aus Kaisers Zeiten stammen, nicht aus der BRD.

    Aber wie gesagt, ich bin über x-zig Tausend Mal am KZ Dachau vorbei gekommen. Mir war es (meist) egal. Das Ding ist halt da. Auf dem nahe gelegenen ehem. SS-Schießplatz (wo die SS Tausende von Russen ermordet hat), habe ich als Kind sogar gespielt.
    Aber wenn ich dann in Dachau die Haufen Touristen (auch Japaner und Italiener :rolleyes: ) sehe oder in München angesprochen werde, wie man nach Dachau kommt, dann weiß man sofort, ja unsere, die deutsche Vergangenheit, vor allem die NS-Zeit hat enorm tiefe Spuren hinterlassen. Und dies wird sich nicht schnell ändern.
     
  15. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Schön und gut. Aber dann muss man nicht so einen Aufstand machen, wenn jemand nicht an so einem Besuch einer Gedenkstätte teilnimmt? Eine Pflichtveranstalltung wäre hier doch eh ein völlig falsches Signal. So nach dem Motto "Na ja, ist zwar lästig mir den Scheiss hier anzugucken, aber ich mache mal einen auf betroffen, damit die Presse zufrieden ist."
    Übrigens hat die US Nationalmanschaft bei der WM 2002 Gedenkstätten in Hiroshima oder Nagasaki besucht?
    Ausserdem wird oft vom ZdJ vergessen, das es auch tausende anderer Opfer gab z.B. Sinti und Roma (sogenannte "Zigeuner") .
     
  16. Fussballgott

    Fussballgott Best one ever

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    Und was würde diese Medienaufmerksamkeit ändern? Auch ich bleibe bei der Meinung, dass niemand aufgrund des Besuches unserer NM seine Meinung gegenüber Juden ändert. Weder im positiven, noch im negativen Sinne.

    Gut, sehe ich genauso.

    Ich habe eine Verantwortung daraus ... hm, welche denn? Das "so etwas" nicht mehr passiert? Ich bin kein Nazi, ich betreibe keinen Ausländerhass, ich lebe ein normales Leben. In wie weit betrifft mich diese Verantwortung noch? Gar nicht! Und nochmal: Ein Besuch der Gedenkstätte ändert daran auch nichts.

    [/QUOTE]... dann weiß man sofort, ja unsere, die deutsche Vergangenheit, vor allem die NS-Zeit hat enorm tiefe Spuren hinterlassen. Und dies wird sich nicht schnell ändern.[/QUOTE]

    Und was schließen wir daraus? "Die Deutschen" bleiben die Bösen. Egal ob man ein ehemaliges KZ besucht oder nicht. :weißnich:

    Gruß FG
     
  17. alditüte

    alditüte HSVer

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    Wenn ich das Wort schon lese, kommt mir die Galle hoch. Aber da hast du leider recht.

    Dem widerspricht auch kein Bierhoff und keine Alditüte der Welt. Aber sie ist eben genau das – Vergangenheit.

    Natürlich haben wir die „Verantwortung“, dass so etwas wie damals nicht noch mal passiert (wobei „Verantwortung“ vielleicht ein bisschen hoch gegriffen ist, denn wer will die Nazis wieder oben sehen, abgesehen von den Nazis selbst? Da braucht man sich wenig bis keine Sorgen machen). Aber es ist niemandem geholfen, wenn bei jedem Turnier 60 Jahre später irgendwelche Gedenkstätten besucht werden, um „ein Zeichen zu setzen“. Solche „Zeichen“ wirken eher wie Alibiaktionen, damit man sagen kann, man würde sich gegen Rassismus aussprechen. Genau wie wenn ein Deutscher vor einer Reise nach Israel extra einen „No racism“-Schal aufs Armaturenbrett legt, um ihn nach der Reise wieder abzunehmen. Man hätte ja ein Zeichen gesetzt. Nur wen hilft's?
    Es ist immerhin Sport. Zeichen sollten Politiker setzen. Zeichen sollten Wähler setzen, im Zweifelsfall Demonstranten, Menschenrechtler, Sozialwissenschaftler. Aber doch keine Sportler, die in ein Land reisen, um dort ein Turnier auszutragen, die vielleicht politisch nicht einmal interessiert sind und trotzdem vor der Kamera darüber reden müssen, weil die Medien das so wollen.
    Und wie gesagt: Inwiefern wäre irgendjemandem geholfen, wenn die Nationalelf nun Auschwitz geschlossen besucht hätte? Welcher Nazi hätte dadurch seine Meinung geändert? Klar, die Medien würden darüber ellenlang berichten. Ein paar denken vielleicht: „Super, endlich zeigen sie Reue.“

    Für mich ist das einfach das falsche Zeichen (als ob Deutschland noch mehr Zeichen setzen müsste, irgendwann muss auch mal gut sein). Natürlich schadet es niemandem, wenn die Nati die Gedenkstätten des Nationalsozialismus besucht. Aber Nutzen hat's auch nicht, weder dem Zentralrat der Juden noch den Ewiggestrigen gegenüber.

    Ja, das Stigma werden wir nie los werden. Daran muss man sich wohl gewöhnen. Daran ändert, wie oben vom Fußballgott geschrieben, aber auch ein KZ-Besuch nichts.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  18. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Zumindest hätte die DFB Elf den Anstand haben können, und Israel beim Freundschaftsspiel gewinnen lassen können. :suspekt:
    Aber nee, da zeigt sich wieder der Judenhass. Nachdem man sich von der Schweiz demütigen lässt schiesst man die Israelis ab (ups, darf man das Wort abschiessen in dem Zusammenhang verwenden? :isklar: )
     
  19. alditüte

    alditüte HSVer

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    Ach was, nun wollen wir doch kein Öl mehr ins Feuer gießen! :D
     
  20. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Bitte nicht falsch verstehen. Ich halte vom Besuch von Ausschwitz zu diesen Zeitpunkt mit dieser Präsenz auch nichts. Ich stimme zu, dass das eine reine Alibi-Veranstaltung war.
    Den Besuch hätte man im Anschluss an das letzte Freundschaftsspiel gegen Polen, im letzten September machen sollen. Dann aber von der ganzen Mannschaft. Das wäre sinnvoller gewesen.


    Die "Deutschen" werden immer die "Bösen" bleiben, bis auch die Enkelgeneration der Kriegsgeneration tot ist. Dann liegt der 2. WK fast ähnlich weit zurück, wie die Napoleonischen Kriege heutzutage. Um 1860 war nämlich auch der Rückblick auf diese Kriege noch recht "frisch".
     
  21. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    ...und der reife papst dazu!
     
  22. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    äußerungen, die zwar niemand gemacht...

    meinste da sowas?
     
  23. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Und keine Alibi-Veranstaltung mehr, Punkt. Moment: Fragezeichen?



    Hör mir bloß mit 1860 auf, die haben gerade noch gefehlt...
     
  24. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Natürlich gibt es einen Grund. Die Mannschaft soll ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, auf die sie sich so gerne beruft.
     
  25. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Also ein Besuch des ehemaligen Lagers in Auschwitz finde ich im Zusammenhang einer EM in Polen/Ukraine durchaus angebracht. Ein Besuch mitsamt der Eindrücke und Informationen, die man gewinnt, ist Bestandteil grundlegender politischer Bildung und nochmal etwas ganz anderes als die Vermittlung im Schulunterricht, die im Geschichtsunterricht in der Mittelstufe oftmals zu kurz kommt, da man gar nicht so weit mit dem Stoff kommt. Es geht hierbei auch nur nachrangig um Verantwortung oder gar Schuld qua Nationalität oder Verwandtschaft 2. oder 3.Grades. Mir erscheint dieses hier hervorgebrachte Argument damit verknüpft, sich davon frei zu sprechen, obwohl man dazu gedrängt würde. Man mag das von sich postulieren, m.E. geht das aber leicht damit einher, sich unbewusst möglicher Lehren, die für die Zukunft weiter gültig sind, zu entziehen. Zu sagen das geht mich nichts weiter an, ich hatte damit nichts zu tun, ist gegenüber der konstitutionellen Bedingtheit, Herrschaft und den verselbständigten Prozessen des Massenmordes m.E. kurzsichtig. Ein Besuch kann dazu dienen, zu sehen, zu welchen Grausamkeiten Menschen mittels Ideologien, Anschauung, Rassismus und einem Klima von Gewalt und Autorität (Milgram-Experiment) fähig sind. Ich halte daher auch einen Besuch der ganzen NM für sinnvoll. Über den Zeitpunkt lässt sich streiten. Nach dem Turnier gehts in den Urlaub und werden je nach Turnierverlauf auch nicht viele Spieler wollen. Dass nur 3 Spieler die Möglichkeit des Besuchs wahrgenommen haben, wirft m.E. eher ein Licht auf die Spieler, die aber momentan vielleicht auch nicht den Kopf dafür haben. Ich finde es richtig, ihnen der Besuch der Gedenkstätte nahezulegen. Vielleicht hätte man es im Rahmen eines Freundschaftsspieles wenige Monate vor dem Turnier tun sollen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wisst Ihr, was ich null nachvollziehen kann?
    Dass sich etliche persönlich angegriffen fühlen, wenn das Thema Auschwitz oder Holocaust auf'n Tisch kommt.
    Warum denn bitte das?
    Das sind geschichtliche Fakten, denen man gewahr sein sollte als denkender Mensch und aus denen auch heute noch die Lehren gezogen werden sollten. Aber warum fassen das immer so viele als Kritik an sich auf? Kapier ich nicht. Fehlt mir völlig dieses Gefühl.
     
  27. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Dann frag ich mal in die Runde: Wer fühlt sich, wie Rupert erkannt hat, angegriffen?
     
  28. alditüte

    alditüte HSVer

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    Und da wurde ja schon zu gesagt, dass diese „Vorbildfunktion“, dieses „Signal-setzen“, rein gar nichts bringt, denn Menschen, die gegen Juden sind, werden das auch weiterhin sein und Menschen, die nichts gegen Juden haben, haben auch weiterhin nichts gegen sie, vollkommen egal wer welche Gedenkstätten besucht.
     
  29. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich verstehe ueberhaupt nicht, wieso man bei einem Besuch in Polen und/oder der Ukraine unbedingt Vernichtungslager besuchen muss, insbesondere als Deutscher. Gab es in anderen Laendern etwa keine Lager - in anderen Laendern wie dem eigenen vielleicht? Muss die NM dann auch vor jedem Laenderspiel in - sagenwamal - Muenchen erst mal Dachau besuchen? Ein Spiel in Polen ist schliesslich was anderes als ein Spiel in Israel, bei welchem ein Besuch der NM ja tatsaechlich von vorneherein politisch aufgeladen ist.

    Abgesehen davon eine bloede Wortwahl von Bierhoff, aber sicher unabsichtlich und gedankenlos. Ich finde, man kann Empfindlichkeit auch uebertreiben.
     
  30. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Das sehe ich anders, denn ich glaube man kann viele (jugendliche) Fußballfans durch so einen Besuch erreichen bei einzelnen womöglich sogar eine grundthematische Sensibilisierung. Es hängt aber auch davon ab, wie ein solcher Besuch und dessen Zweck dargestellt wird. Insbesondere bei Jugendlichen, die meinen, was geht mich das an, war vor meiner Zeit oder die nichts mit dem Holocaust verbinden.
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    Das brauchst Du nicht zu fragen, da reicht das Lesen der Beitraege hier voellig aus. Einige von denen sind ganz klar im Verteidigungsmodus des "da hab ich nix mit zu tun" geschrieben.

    Uebrigens wurde mir in meinem ganzen Leben noch nie (tatsaechlich nie, kein einziges Mal) vorgeworfen, dass ich irgendwie an der Nazi-Zeit Schlud waere oder Juden umgebracht haette oder aehnliches, dabei hab ich Bekannte aus aller Herren Laender. Mich wundert daher immer, wie Leute behaupten koennen, dass ihnen die Nazizeit vorgeworfen wird.