Zentralrat der Juden attackiert Bierhoff

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von diamond, 4 Juni 2012.

  1. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Özil müsste sich nicht krank melden.
     
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  3. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    DFB-Team besucht Auschwitz

    Wer hat eigentlich die Jacken ausgesucht, der Betroffenheitsbeauftragte?
     
  4. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Sie haben sogar alle einheitliche Regenschirme dabei gehabt. Taubenblau mit braunen Holzgriffen.

    EDIT: Dunkelblau siehe Bild 6 und 8.

    Die haben scheinbar für jeden Anlass, ein separates Outfit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Juni 2012
  5. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Fehlen nur noch Gummistiefel, Fettnäpfchen stehen ja genug rum.
     
  6. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Die Maskenbildner haben samma mal immama au Högschdleistung gebracht.
     
  7. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Der Lahm im zugebundenen Trenchcoat und Schirm in der Hand sieht aus wie ein Inkassounternehmer.
     
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Was macht Löw eigentlich auf dem ersten Bild? Schreibt er da liebe Grüße in ein Gästebuch?:gruebel:
     
  9. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Zum Thema Argentinien 78:

    Fußball-WM 1978: Sport und Mord | Sport | ZEIT ONLINE

    Zum Thema heute - zu den aktuellen "Schieflagen" in der Ukraine möchte sich der DFB nicht äußern, zu den Verbrechen aus dem dritten Reich muss er es qua Diktum von Herrn Grossmann...
    Wenn das mal kein Fall für den Empörungspolizisten H.M. Broder ist...
     
  10. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Selbigen sogar im Bild. Da hilft das Botox.
     
  11. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Das war aus der Not geboren. Ein Externer hat am Vormittag noch darauf hingewiesen, daß die braunen oder schwarzen Outfits u.U. in dem ein oder anderen falschen Hals landen könnten.
     
  12. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Aus Gründen der Ausgewogenheit hätte Graumann darauf pochen sollen, daß eine deutsche Delegation auch die Ukraine hätte besuchen müssen, und zwar in Babyn Jar. Habe ich aber nichts von gehört. Ist Babyn Jar nicht so geschichtsträchtig wie Auschwitz ? Oder will Graumann warten, ob D das Endspiel in Kiew erreicht ( nahe Babyn Jar ) ? Um dann mal eben vorher einen Abstecher ( fieses Wortspiel unbeabsichtigt ) dorthin zu machen ? Ich weiss es nicht. :weißnich:

    Schild: Besser is datt :ironie:
     
  13. Rossi

    Rossi Berliner Nachteule Moderator

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    Oh man. Mit solchen Aussagen schafft der Zentralrat sicher nicht mehr Verständnis und auch nicht mehr "Gedenken". Wie hier schon mehrfach erwähnt, ist mir nicht klar, wieso sie das überhaupt von Fußballern/Sportlern geradezu zu verlangen scheinen. Und dann noch maßregeln, in welcher Form, in welcher Besucherstärke und in welcher Besuchsdauer dies zu geschehen hat. *kopfkratz*

    Erwartet man dies eigentlich auch von allen anderen Einreisenden/Besuchern des Landes? Ein Gedenkstättenbesuchsnachweis statt Einreisevisum oder Passstempel?

    Wenn man sich dann auch noch am Wörtchen Kamingespräch hochzieht...ich weiß ja nicht... Hätte das Goebbels, Hess oder Konsorten zu ihrer Zeit verwendet, OK, dann hätte man das dahinter vermuten können, was sie nun Bierhoff vorwerfen. Aber heutzutage, über 60 (in Worten: sechzig) Jahre später, wo dieser Begriff in der Tat für einen Diskussionsabend steht und allerorts verwendet wird, wird's echt albern.

    Nein, natürlich sollte man die einstigen Geschehnisse nicht vergessen und weiterhin z.B. im Schulplan behandeln, aber es ist über ein halbes Jahrhundert her...langsam sollte es gut sein und auch die Juden sollten langsam aufhören, dies den heutigen jungen Generationen geradezu vorzuwerfen, dass sie unter Umständen Ahnen und Urahnen haben, die seinerzeit überhaupt dabei oder beteiligt waren.
     
  14. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Sorry, aber das ist doch die reine Polemik. Die deutsche NM wurde doch deshalb gebeten die Gedenkstätte zu besuchen, weil das öffentlich eine gewisse Signalwirkung hat, die man mit anderen Mitteln kaum erreichen könnte. Und es handelt sich nicht um irgendeine Nationalmannschaft (oder wie du schreibst: Irgendein Einreisender), sonder die DEUTSCHE Nationalmanschaft. Also die sportliche Vertretung eines Landes, das für den Holocaust verantwortlich war.

    Die englische NM besucht im übrigen Auschwitz geschlossen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012
  15. osito

    osito Titelaspirant

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    Ohne unsere Vergangenheit herunterspielen zu wollen. Aber es gibt Laender, und Regionen auf dieser Welt, die auf die Englaender noch weniger gut zu sprechen sind als auf uns. Nicht weil sie uns mehr moegen als die Briten, sondern weil sie ganz einfach am eigenen Leib erfahren haben was eine Besatzungsmacht sein kann. Es gibt immer ein schlechter oder besser! Es kommt immer darauf an, von wessen Seite aus man es betrachtet.
    @diamond- Sportliche Vertretung die fuer den Hologaust verantwortlich ist? Komm mal wieder runter. Dann machen wir ab heute jedes Land dafuer verantwortlich, was ihre Vorfahren irgendwann begangen haben. Laecherlich. Vergessen sollte man es nicht, aber sich immer und immer wieder selber auspeitschen. Davon halte ich nix.
     
  16. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das aber relativiert jetzt aber doch. Hat ein aber so an sich.
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Jup, ganz peinliche Aktion von Bierhoff.
     
  18. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Man darf nicht vergessen das der ZdJ knappe fünf Jahre nach Auschwitz gegründet wurde, zu einer Zeit in der das soziale Klima gegenüber Juden in Deutschland in die Richtung 'Was machst du Wahnsinniger denn hier? Geh weg, ist besser für uns beide' (Auch gegenüber z.B. Veteranen des ersten Weltkrieges die dann die Nazizeit überlebten und ihre Deutschlandliebe trotzdem nicht verloren) ging. Der Klub war voll mit Holocaust Überlebenden die sich eben diesem Klima ausgesetzt sahen, und sich - wie ich denke verständlicherweise - so ihre Gedanken machten.

    Graumann ist übrigens in diesem sozialen Klima aufgewachsen.

    Und das hat dann natürlich die Diskussionskultur, den gesamten Diskurs innerhalb des ZdJ und natürlich dessen Öffentliches Auftreten bestimmt.

    Sicher - das soziale Klima Juden gegenüber hat sich in Deutschland mittlerweile denkbar drastisch geändert. Aber wenn du als Jude die Adenauer- bzw. deine Eltern die Hitlerjahre erlebt haben, dann färbt das auch auf die politische Einschätzung diverser Gesellschaftlicher Ereignisse ab, und zwar langfristig.

    Sicher - der ZdJ lebt in der Vergangenheit, sieht Gefahren wo keine sind, macht aus Mücken Elefanten.

    Aber historisch gesehen ist dieses Verhalten durchaus verständlich. Einen Vorwurf mache ich ihnen nicht. Man warte noch einmal zehn, fünfzehn Jahre, dann dürfte sich der ZdJ 'Normalisiert' haben, hauptsächlich weil die ganzen Leute die die schlimmen Zeiten noch erlebt haben friedlich in ihren Betten entschlummert sind.

    Von daher: Nicht unnötig aufregen.
     
  19. Fussballgott

    Fussballgott Best one ever

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    Das was du schreibst ist eben genau ein Grund um sich darüber aufzuregen. Das Klima gegenüber Juden hat sich komplett gedreht. Mal abgesehen der rechtsradikalen Idioten, die hier noch rumlaufen (die gibts aber auch überall sonst) habe ich, seit ich auf der Welt bin, noch nie etwas von aktuellem Judenhass mitbekommen.
    Scheinbar sieht das der Zentralrat der Juden anders. Wenn man sie nicht streichelt, verhätschelt und ganz dolle lieb hat ist man scheinbar automatisch gegen sie.

    Gibt es dort denn keinen vernünftigen Menschen, der den "Oberen" mal sagen kann, was sie da für einen Mist verzapfen? Keinen vernünftigen Menschen, der diejenigen, die so verbohrt und so in ihrer eigenen Welt leben wie Graumann, ablösen kann?

    Ich rege mich seit Jahren darüber auf, das "die Deutschen" immer noch die bösen sind. Ich bin 27 Jahre alt. Dass das, was damals passiert ist schlimm war steht ausser Frage. Aber das ich mich als Deutscher immer noch beschimpfen lassen muss, für das, was damals passiert is? Nö, sehe ich nicht ein.

    Selbiges gilt für die NM. Da kommt jetz einer und sagt "Ihr wart damals so böse, jetz geht das gefälligt besuchen, sonst weine ich". Was haben die aktuellen Nationalmannschaftsspieler damit zu tun? Ein Teil der Geschichte Deutschlands. Ja. Aber sonst?
    Ein Signal? Was für ein Signal? Ich glaube nicht, dass auch nur irgend ein Mensch zu Hause sitzt und sich denkt "Wow, die besuchen Auschwitz! Das verändert mein ganzes Leben!!"

    Gruß FG
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012
  20. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Bierhoff hat doch immer so peinliche Ideen. Ein Kamingespräch mit den Nationalspielern über den Holocaust? Der Typ hat sie nicht mehr alle.

    Alles richtig macht indessen der Kapitän der Nationalmannschaft, Philipp Lahm.
    „Wir müssen zeigen, dass wir unsere Geschichte kennen, wir müssen für unsere Vergangenheit Verantwortung übernehmen, auch wenn unsere Generation dafür nicht verantwortlich ist“, hat er gesagt. Lahm zeigt damit eine Reife, die nicht selbstverständlich ist für den DFB.


    Die Vergangenheit des DFB :
     
  21. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    das ist alles lächerlich. ich sehe keinen zusammenhang mit der EM.
    der holocaust wird in der schule jedem nahegebracht.
    alles andere, wie besuche in gedenkstätten, sind jedermanns persönliche entscheidung.
     
  22. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    ja, er hätte klarstellen sollen, dass jeder, der den wunsch hat, dort hinfahren kann - ohne offiziellen rahmen.
     
  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nö, ganz offiziell, so wie es auch die Engländer, Holländer und Italiener gemacht haben. Und nun haben sie es ja auch nachgeholt, wenn auch nur zu dritt. Immerhin.

    Aber Bierhoff ist halt völlig Stulle. Wie war das bei der WM in Südafrika? Da wollte er die Knastzelle von Mandela in deutschen Quartier nachbauen lassen, damit die Nationalspieler nachempfinden können sollten, wie das so ist. Der Typ hat echt nen Knall! :vogel:
     
  24. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Zumindest in Bayern ist auch das im Lehrplan verankert.;)

    Oje, jetzt werden solche Phrasen schon als Reifegrad herangezogen...

    Das ist peinlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012
  25. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Phillip, der Interview-Gott halt.
     
  26. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich hab ja zuerst gedacht, du willst uns hier veräppeln. Aber es stimmt tatsächlich! :staun:

    Deutsches WM-Quartier in Südafrika: Bierhoff wollte "Mandela-Zelle" bauen
     
  27. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Natürlich stimmt das! :hammer2: Und jetzt will er im Kaminzimmer den deutschen Nationalspielern erzählen, wie schlimm das bei den Nazis damals war, als ob die noch nie von gehört haben? Wahrscheinlich noch mit Powerpoint? Oder lieber mit einem Gläschen Cognac in der Hand bei flakerndem kaminfeuer am Kaminsimms angelehnt Gruselgeschichten aus der Nazizeit erzählen? Arg! :aua:
     
  28. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Die Idee find ich gar nicht so schlecht. Da hätte man Ballack reinsetzen können.
     
  29. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Und die gegenwärtige Führung des ZdJ hat die Zeiten vor diesem Wandel miterlebt. Sie ist sich auch bewusst das solche Stimmungswechsel sehr schnell zustandekommen können - von Emanzipation zum Vernichtungslager in sechs Jahren z.B. Soll schon mal vorgekommen sein.

    Sicher sind ihre Sorgen im gegenwärtigen Gesellschaftlichen Klima irrational - aber wer den Holocaust überlebt bzw. im Klima der Adenauerjahre lebt (Mit den Ex-Wehrmachsangehörigen die brav CDU wählen und damals in Russland mit einer 1 : 10 Wahrscheinlichkeit oder so auch mal einen Juden erschossen haben als Nachbarn die einem sagen das man doch bitte verschwinden soll), nunja, da ist ein bisschen Irrationalität kaum verwunderlich und etwas das man vergeben kann. Wir werfen Vergewaltigungsopfern ja auch nicht vor das sie zehn Jahre danach immernoch nervös sind und ihr Pfefferspray etwas fester umklammern wenn sie in einer dunklen Gasse einem fremden Mann begegnen, nicht wahr?

    Nebenbei bemerkt - seit Michael Friedmann und Paul Spiegel abgetreten sind ist das öffentliche Auftreten und die Kritik vom, bzw. die Debatte mit dem ZdJ mMn entschieden reifer und deutlich weniger polemisch geworden. Auch anerkennenswert, möchte ich mal behaupten.

    Und zu guter letzt behaupte ich einfach mal das Graumann's Kritik angesichts gewisser Vorfälle in der Bundesliga garnicht soweit hergeholt ist - das die Nationalmannshcaft hier mit ihrer Vorbildfunktion etwas dazu beitragen könnte solche Vorfälle zu reduzieren bzw. solche Fanszenen zu isolieren ist, denke ich, nicht weit hergeholt. Und das Handlungsbedarf besteht machen solche Vorfälle wohl ebenfalls klar.

    Wenn andere Nationalmannschaften spontan einen Erinnerungsbesuch abstatten können können wir das ja wohl auch. Nicht weil die gegenwärtige Generation Verantwortung für die Vergangenheit trägt, denn das tut sie nicht. Sondern weil die gegenwärtige Generation dafür Verantwortung trägt das sich solches nicht wiederholt.

    Und das tut sie.
     
  30. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Hab schonmal gefragt: Welche denn?
     
  31. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Wenn ich nun auf Günters Märzenpoetik
    und die dort geäußerte Israelkritik,
    blicke, dann find' ich, trotz aller Ernstigkeit,
    ein Freudsches Versehen voll Lustigkeit.


    Ernste Thematik, ich weiß, aber ich habe mich gerade beinahe bemacht, noch dazu, weil mir so ein ähnlicher in einem Seminar auch mal vorgekommen ist.

    Es ging da indes um Barzel, den ich 1989 im Überschwang meines Redeflusses versehentlich Barschel nannte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2012