Zentralrat der Juden attackiert Bierhoff

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von diamond, 4 Juni 2012.

  1. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Kritik nach DFB-Besuch in Auschwitz: Zentralrat der Juden attackiert Bierhoff scharf

    Einige Ansichten vom Zentralrat sind bisweilen sicher kritikwürdig, aber hier muss ich ihm recht geben.

    Empathie kann man offenbar nicht lernen, Oliver Bierhoff, und wenn man auch noch so oft meint, sich auf alles professionell vorbereiten zu können.
     
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  3. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Wieso will "man" junge Menschen erreichen, geht der Zionistennachwuchs aus?

    Versteh eh nicht, was eine Fußballnationalmannschaft da soll.
     
  4. scard

    scard Active Member

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    Also aus dem Artikel geht mir jetzt nicht so recht hervor was denn jetzt wieder so schlimm gewesen sein soll (gibts irgendein Video oder so von der Rede?)
    Etwa das Wort Kamingespraech?! Lol ... das Wort Kamin war sicherlich von OB so gemeint wie es ihm ausgelegt worden ist, dieser dreckige Judenhasser... [bevor jemand darauf antwortet: IRONIE]

    Was die ganze N11 da soll weiss ich auch nicht? Fuehlt man sich dann besser wenn die alle da waren und sagen wie schlimm es damals war und ein trauriges Gesicht machen?!
     
  5. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    janeeisklaa, drei spieler in auschwitz sind ein "fatales Signal an die Welt", elf spieler dagegen würden uns grauman zum freund machen.
    da kann ich drauf verzichten.
    vielleicht sollten wir die EM nutzen, und die spieler statt auf den platz auf gedenkstättenrundreise schicken.
     
  6. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Der Zentralrat der Juden ist, zumindest seit den späten 90ern (zu vorher hab ich keinen Bezug) eine Gruppe, die sich immer mal wieder gerne selbst lächerlich macht.
    Momentan haben sie leider keinen der das so gut kann, wie ehemals der Vize-Boss, Michel Friedman.

    Nichts gegen ernste Diskussionien, aber der Zentralrat der Juden in Deutschland dürfte wohl auch den Israelis peinlich sein.
     
  7. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Im günstigsten Fall war es überhaupt nicht irgendwie gemeint, sprich Bierhoff hat ohne Nachdenken irgendwas gesagt. Schlimm genug.
    immerhin scheint man sich wenigstens ein bisschen bewusst zu sein wer und wo man ist, schonmal ein Fortschritt verglichen mit 78. Damals hatten sie ja "keine Lager gesehen".
     
  8. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Vogts sagte er habe "keinen politischen Gefangenen " gesehen.
    ----------------------------------------------------------------------

    Trotzdem muss man sich schon fragen, warum nur drei Spieler (darunter die beiden "Polen" Klose und Poldi) anwesend waren, während z.B. beim FORMEL 1 Rennen alle dabei waren.

    Und der Ausdruck "Kamingespräch" fällt wie HT schon sagt gedankenlos oder die Gedanken werden ausgeblendet bei der Suche nach einem betont gebildeten Terminus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Juni 2012
  9. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    ich hab das gefühl, er will damit nur von der israel-u-boot-affäre ablenken bzw. vorbeugend einen kontrapunkt setzen.
     
  10. scard

    scard Active Member

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    Nicht falsch verstehen und auch nicht gehaessig gemeint: Ich geh mir auch lieber ein F1 Rennen anschauen, als einen Ort an dem tausende Menschen getoetet wurden.
    Dazu haben sind die meisten mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit schonmal ein KZ besucht. Ich kenn kaum jemanden der es noch nicht war. Sind ja grossteils junge Leute, da war man mindestens mal mit der Schule da.


    Naja ... Wenn wir jetzt anfangen zu ueberlegen, welche Woerter wir bei welchen Bevoelkerungsgruppen benutzen duerfen und welche nicht... ja wo kommen wir denn da hiN? (Vorallem bei so banalen Dingen)

    Theoretisch sind wir ja alle Menschen und welche Woerter wir im Beisein welches Menschen sagen, sollte mMn keine Rolle spielen.
    Ist schon lustig genug, dass sich "dunkelhaeutige" gegenseitig N... nennen und wenn man das als "andersfarbiger" Mensch sagt ist man gleich'n Rassist. Hat natuerlich auch was von "Rassendenken" oder nicht?! ^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Juni 2012
  11. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit Israel und der dortigen Politik ziemlich wenig zu tun, auch wenn das irgendwie immer gleichgesetzt wird.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Sehr schön, dass nicht nur ich mich das frage: "Warum fahrt Ihr da mit 3 Spielern hin?" Dann spart es Euch halt ganz, das Alibi.
     
  13. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    ...und das ist auch gut so.
     
  14. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    im günstigsten Fall dahin, erst nachzudenken und dann zu reden, völlig unabhängig davon, worum es geht sondern so generell.
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Die Kamelle ist derartig alt, dass sie gelutscht ist:

    Fußball-Nationalmannschaft: Diskussion um Auschwitz-Besuch - Fußball-EM - Sport - Tagesspiegel

    Aus März. Wortwahl hin oder her (eher her):

    Ich weiss auch nicht, ob es angesichts der im Artikel genannten Momente des Gedächtnisses im Sinne des Gedächtnisses ist, vor oder während eines laufenden Turniers von irgendeiner Nationalmannschaft, auch nicht von der deutschen, zu erwarten, in voller Mannschaftsstärke eine Gedenkstätte zu besuchen.

    Und ich kann völlig wahrheitsgemäß behaupten, ich unterhalte regelmäßige Kontakte nach Israel und bin immer dafür, bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu gedenken - aber alles zu seiner Zeit und die ist jetzt nicht gegeben.
     
  16. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Halte ich für nicht richtig, diese Ansicht. Das ist ein Zeichen guten Willens. Wenn man das nicht so sehen will, schade.
     
  17. scard

    scard Active Member

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    Generell seh ich das genauso, aber mein PUnkt war ja auch ein anderer.
    [Rest loesch ich mal wieder]
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Juni 2012
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Eben, deswegen könnten sie ja den Besuch einfach auf später verschieben, wenn's halt passt.
     
  19. alditüte

    alditüte HSVer

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    Zitat: Mitte März hatte Graumann dem DFB vorgeworfen, er sende ein "fatales Signal an die Welt", wenn gerade die Deutschen im Rahmen der EM in Polen und der Ukraine keine Holocaust-Gedenkstätte besuchten.

    Aha, sowas also. Das ist also ein fatales Signal an die Welt. Was redet der Zentralrat eigentlich für einen Schwachsinn? Wenn die USA irgendwo im Ausland ein Spiel bestreitet, muss die Nationalmannschaft dann JEDES VERDAMMTE MAL eine öffentliche Entschuldigung abgeben für das, was der STAAT diesem Land vor ich weiß nicht wie vielen Jahren mal angetan hat? Nein, müssen sie nicht. Wenn die Türkei ein Auswärtsspiel in Österreich hat, besuchen die Türken dann Gedenkstätten von der Belagerung des Osmanischen Reichs vor Wien? Nein, tun sie nicht. Wenn Japan ein Gastspiel in New York hat, meckert dann Obama über Pearl Harbor? Hab ich jedenfalls noch nicht mitbekommen.
    Es tut mir leid, aber allmählich nerven mich diese Keiner-hat-uns-lieb-Juden. Besonders schön auch: „Gerade die Deutschen“. Ahja, Özil, Podolski, Neuer und Co. haben auch Juden vergast und umgebracht. Gut zu wissen. Ganz ehrlich, die Moralkeule ist mir egal, und wenn „gerade der jüdische Nationalrat“ von mir fordern würde, als Deutscher müsse ich Ausschwitz besuchen, dann würde ich süffisant grinsend erklären, dass mich das nicht die Bohne interessiert.

    Was soll die Nationalelf da bitte? Das ist Sport, nicht Politik. Das ist 70 Jahre her, Mann. Wenn Graumann Bierhoff „kolossale Gefühllosigkeit und Geschmacklosigkeit“ vorwirft, ist das an Lächerlichkeit schwer zu überbieten: Es ist also nicht geschmacklos, sich wie ein Kind, dem ein Lolli weggenommen wurde, darüber aufzuregen, dass nicht jeder Deutsche auf der Welt Ausschwitz besucht um vorm Gedenkstein zu beten.

    Zitat:
    "Natürlich greifen wir die Holocaust-Thematik mit den Spielern auf", hatte Bierhoff im März gesagt und ergänzt, es sei noch nicht entschieden, in welcher Form dies geschehen werde: "Es kann ein Kamingespräch sein oder ein Vortrag."

    Und wozu? Die Spieler wissen, was vor 70 Jahren passiert ist, sie waren trotzdem nicht dabei. Es nützt WEDER den Deutschen NOCH den Juden etwas, wenn andauernd Wunden wieder GEÖFFNET werden, indem alle möglichen Juden und Deutsche wieder vom Holocaust anfangen. Es ist Geschichte und da sollte es auch bleiben! Schlimm genug, was damals passiert ist, aber heutzutage hat KEIN LEBENDER mehr die Schuld daran und das ändert sich auch nicht, wenn irgendjemand Gedenkstätten besucht oder nicht besucht.
    Bierhoff soll sich mal lieber um das Turnier kümmern, damit Deutschland Europameister wird, anstatt von Politik zu reden.

    Zitat:
    Die Benutzung des Wortes Kamingespräch, sagte Graumann nun am Sonntag in Hamburg, sei unerträglich vor dem Hintergrund, "dass in Auschwitz Menschen, zum Beispiel meine Großeltern, vergast, verbrannt und durch den Kamin gejagt wurden".

    Scheiß dich mal nicht ein, Graumann. „Kamingespräch“ ist ein stehender Begriff, der nichts mit irgendwelchen Gaskammern zu tun hat. Genau wie „Negerkuss“ nichts mit Verfolgung von Schwarzen zu tun hat und „Bombenstimmung“ nicht bedeutet, dass man Bombenangriffe auf Afghanistan befürwortet. An dem Wort ist in dem Kontext auch nichts unüberlegt. Es ist einfach die deutsche Sprache. Man kann jetzt nicht den Menschen verbieten, im Gespräch mit Juden irgendwelche Wörter, die nur halbwegs etwas mit Gas zu tun haben könnten, zu benutzen.

    Zitat:
    Den Besuch einer DFB-Delegation am vergangenen Freitag mit drei Nationalspielern in der Gedenkstätte Auschwitz wertete Graumann darüber hinaus als verpasste Chance. "Wenn die komplette Nationalmannschaft gekommen wäre, hätte man damit Hunderttausende junger Menschen erreicht, mehr als mit tausend Gedenkreden", sagte der Präsident des Zentralrats der Juden und fügte hinzu, der DFB habe einen Besuch aller Spieler mit dem Hinweis abgelehnt, sie seien dafür zu sensibel.

    Die Nationalmannschaft würde sogar Millionen junger Menschen erreichen, wenn sie Europameister wird. Und die „jungen Menschen“ wissen selbst gut genug, wie scheiße es damals abgelaufen ist, aber nochmal: Das ist nicht erst ein paar Jährchen her, es ist zwei Generationen her. Also bitte, Graumann, schließ dich ein und blubber deinen Zentralrat voll.

    Zitat:
    Kritik äußerte Graumann auch am Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das IOC hatte den Vorschlag zurückgewiesen, der israelischen Sportler, die bei den Spielen vor 40 Jahren in München ums Leben gekommen waren, während der Eröffnungsfeier der Spiele in London mit einer Schweigeminute zu gedenken. Graumann nannte diese Ablehnung "gefühlskalt und unmenschlich".

    Lächerlicher kann sich der Zentralrat nicht mehr machen. Alles, was den Juden nicht passt, ist „gefühlskalt und unmenschlich“. Die Leute vom Rat fühlen sich angegriffen, bei Dingen, die mit Politik nichts zu tun haben.
     
  20. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Was würde denn der Herr Graumann dazu sagen?

    "Ach, passt's vielleicht beim Freundschaftsspiel 2017 in Krakau?"

    Ich glaube, das hätte man gar nicht richtig machen können. Nur das "Kaminfeuer" war unbedacht, aber eben auch nur "unbedacht".
     
  21. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Gut dass ich bei meiner Antwort auch dachte, die lösch ich mal lieber wieder :D
     
  22. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    vielleicht, weil das keine klassenfahrt ist?
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das erklärt natürlich alles und nichts, pauli.
     
  24. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Du kennst doch Kompromisse. Also. Gibdichenstoß und sehe das mal so.
     
  25. scard

    scard Active Member

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    Hehe ^^...
    Da sind wir dann wieder beim Thema erst denken dann schreiben :D
     
  26. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ist aber auch die Schuld des Zentralrats selbst, der die israelische Politik meist recht kritiklos verteidigt.
     
  27. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Das Wort Kamingespräch war unbedacht -wie ichsachma ja richtig sagte- ; also ich habe das Wort nicht in meinem Wortschatz, ist wohl eher Managerterminologie. Wolfgang Niersbach hätte so nicht geredet. Aber egal.
    Was mich stört ist folgendes. Grassmann hatte ja angeregt, dass die NM eine Gedenkstätte besucht. Darauf bekam er die Antwort von Bierhoff, dass das wohl nicht geplant sei, man sich aber Kamingespräche vorstellen könne. Und da muss ich dann Rupert recht geben. Entweder fahre ich da mit der Mannschaft hin und gehe auf den Vorschlag ein, oder ich sage ab und verweise nicht auf irgendwelche Kamingespräche. Wie sollen denn solche Gespräche konkret aussehen? Werden da im Trainingslager Vorträge zum Thema gehalten oder Filme gezeigt ?
     
  28. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Wäre wahrscheinlich noch sinnvoller als der Besuch.
     
  29. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Aber nur, wenn es logo-Beiträge sind.
     
  30. diamond

    diamond Well-Known Member

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    oder der 7.Sinn! (für Bierhoff speziell)
     
  31. diamond

    diamond Well-Known Member

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    wieso soll das sinnvoller sein?