Wirtschaftskrise (Finanzkrise)

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von bayer04_princess, 30 Dezember 2008.

  1. Mister-X

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    Dann solltest du mal den thread hier lesen und dann diese user dementsprechend aufkären, die das anders sehen. Ich und Helmut Schmidt sind da die falsche Ansprechpartner.
     
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  3. BoardUser

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    Nee, nee, das Problem ist ein anderes. Nämlich das jetzt hier ausgerechnet die Oma als Beispiel herangezogen wird. Und das erübrigt sich eigentlich. Denn die kannst du eben immer heranziehen. Und damit ist sie kein Beispiel mehr für besonders Betroffenen der Krise.
     
  4. Mister-X

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    IWO! Du machst es wieder komplizierter als es ist. Die OMA ist ein Synonym für kleine Sparer!
     
  5. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nix da. Hier werden Beispiele genannt für Bevölkerungsgruppen, die JETZT die Verlierer seien und von Banken, vertrieben und anderen Schergen geprellt wurden. Und das ist polemisch. Denn genau diese Gruppe ist nicht (nur) jetzt der Verlierer, sondern systembedingt immer.

    Ergo ist das Beispiel einfach blöde. Davon abgesehen ist sowohl die tatsächliche 89-jährige Oma als diese auch als Synonym für die Gruppe der "mental und argumentativ Schwachen" auch zumindest ein Stück weit selbst im Boot. Denn "NEIN"-Sagen können sie eigentlich alle. Nur wenn es um den Zins geht, werden sie häufig weich.

    Oder siehst und liest du täglich Berichte von alten Leuten, naiven Arbeitnehmern und eigentlich-konservativen Bausparerern, die sich massenweise von Brücken stürzen oder freiwillig in andere existenzielle Gefahren begeben. Ich jedenfalls nicht. Und nicht etwa, weil das uninteressant wäre, sondern, weil es diese Leute in dieser Zahl einfach nicht gibt. Weil da nämlich der gesunde Menschenverstand einschreitet. Nur beim Geld bzw. beim Zins setzt dieser immer wieder aus. Komisch....
     
  6. Mister-X

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    Wo werden Gruppen genannt.

    Träum weiter! Erstens muß diese Oma nicht 89 sein. Oder sind wir jetzt dabei uns den lieben Gott mit Rauschebart vorzustellen.

    Ich rede aus der Praxis, du aus der Theorie: Meine Oma ( nicht 89 Jahre) hat 2002 beim Crash nichts verloren. Jetzt hat sie beim Crash ca 25 % des Vermögens wegen Zertifikaten verloren. Nein, meine Oma hat nicht "nein" sagen können. "Nein sagen" setzt voraus, dass man weiß, um was es geht. Wenn man aber seit 30 Jahren vom gleichen Herrn Lotzmann beraten wird, dann läßt man diesen Herrn Lotzmann eben gewähren. Und selbst bei einer Nachfrage würde man als Antwort erhalten:" Zertifikate sind todsicher". Das Wort hört sich ja auch todsicher an. Ergo: Die Bank war von Gier getrieben und hat kleinen Sparern Zertifikate & Co aufgeladen.

    Was soll das denn? Wer stürzt sich den wegen 30-60 % Verlusten von einem Hochhaus. Ich habe mich 2002 auch nirgends runtergestürzt.
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Meinst du jetzt wegen der Finalniederlage gegen Brasilien? :floet:
     
  8. Itchy

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    Sachma nogly, an dem, was Du heute bist, sind da auch die Anderen schuld?
     
  9. Mister-X

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    Meinst du, dass ich nicht mehr arbeiten muß und Zeit habe, dich über die Tagespolitik aufzuklären? Nein, das habe ich mir hart über die Jahre hart und beharrlich erarbeitet.Aber schön, dass mal einer getraut hat sich zu fragen.
     
  10. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Und das alles, weil Du die richtigen Entscheidungen getroffen hast?
     
  11. Mister-X

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    Ist das nicht alles zu persönlich. Die persönliche Schiene, du verstehst die Schiene, die du doch sogar nicht magst.
     
  12. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Oh, wieso mag ich die persönliche Schiene nicht? Ich mag es nur nicht, wenn jemand persönlich wird.

    Ach ja und die Oma, die sich unter sehr hohen Gewinnversprechen irgendetwas aufschwatzen lässt ist was anderes als der kleine Sparer, den der zukünftige Kurs der Banken treffen wird.
    Soviel mal ohne Helmut Schmidts Aussage im exakten Wortlaut zu kennen. Habe sie nirgends gefunden. Kannste mir vielleicht eine Quelle geben?

    Und wieder drei Zeilen für jemanden, der davon eh nur die eine liest, die er für seine Argumentation lesen will.
     
  13. Mister-X

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    Welch nuancierte Unterscheidung!

    Wer liest hier nicht richtig? Wie oft soll ich es nioch erklären. Was du unter aufschwatzen verstehst, hat mit der Realität nichts zu tun. Meine Oma und viele alte Leute sind seit 30-40 Jahren bei "ihrer Comerzbank" oder ihrer "Dresdner". Dort werden sie seit erdgeschichtlichen Zeiträumen immer von dem Herrn "Sowieso " bedient, der alles für sie "erledigt". "Der Herr Sowieso" mcht das alles für mich". Diese Herr Sowiesos waren in der Vergangenheit seriös und sind wohl intern unter Verkaufsdruck gesetzt worden, und haben Zertifikate bei den Kunden angebracht. Wie läuft das? Papiere werden fällig und der Herr Sowieso, der Banker des Vertrauens,macht einen Vorschlag, dem man letzlich nicht ausweichen kann. Oder soll sich die Oma im Internet über die Risikostruktur von Zertifikaten informieren?

    Und jetzt muß ich mir anhören, dass die alten Leute wegen ihres unermeßlichen Gier selber schuld sind. Meinst du meine Oma hat jemals auf mich gehört, als ich ihr vorschlug zu einer anderen Bank zu gehen, weil die Konditionen besser sind. Nein! Einmal Dresdner immer Dresdner. Einmal Herr Sowieso, immer Herr Sowieso.Gegen den Herrn Sowieso hat selbst der Enkel keine Chance.

    Das ist Populismnus und Polemik gegen die kleinen Sparer, was jetzt hier von Zeitgenossen des Internets unter Voraussetzung (vermeintlicher)vollständiger Information betrieben wird. Empathie? Wo ist sie denn?

    Kursverluste der Banken treffen die Sparer? Ja, im Zinsbereich möglicherweise, abe rauch nicht zwingend, aber es kommt nie zu Kapitalvernichtung, was für ein unsinniger Vergleich. Momentan gehen die Zinsen hoch, weil die Banken Geld brauchen. Hab gerader ein pop-up Fenster der comdirect zugemacht,da war was von 5,xx %.


    Zeit vom 15.Januar 2009 S. 19

    Wenn ich nur eine vertstehe....
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Januar 2009
  14. huelin

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    Glaube kaum, dass das in diesem Falle jemand behaupten würde.

    Und dein Herr Sowieso, ist der für dich "to blame", also ein Schuldiger?
     
  15. Mister-X

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    Das ist kein Einzelfall. Das ist die Regel. Hättest du deinen Kundenberater gefragt: " Sind Zertifikate sicher?", dann hättest du die Antwort ja bekommen. in 99 % der Fälle. Hättest du gefragt, ob eine Fond sicher ist, wäre die Antwort gewesen:" Der Fond schwwankt manchmal, erholt sich aber immer wieder".
    Zu deiner Frage: Ja, das sind alles Mitschuldige. Die Banken kommen ihrer Aufklärungspflicht nicht nach. Das machen sie nur bei Optionen, weil sie hierzu gesetzlich verpflichtet sind und der Kunde einen Wisch unterzeichne muss.
     
  16. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hmm, kenn mich da ja nicht so aus, aber ich weiß, dass bei privaten Rentenversicherungen den Älteren immer die konservativsten Modelle nahegelegt werden.
     
  17. Mister-X

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    Da verdienen die Banken auch an jedem Modell gleich viel. Private Rentenversicherung ist wie eine Kapitallebensversicherung ein lukratives geschäft, weil über lange Zeiträume Gelder vom Kunden kommen.
     
  18. DeWollä

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    was ich wirklich sehr interessant finde ist der Umstand, daß die gleichen Leute, von denen ich denke, daß sie überhaupt keine Ahnung von Fußball haben ....ach was vergeßt es....


    Geschäftsbanken sind für mich nun zu dem degradiert, was sie immer schon waren aber im Größenwahn nicht wahrhaben wollten....


    Zwischenhändler !
     
  19. Itchy

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    Schon klar, irgendwelche hohe Zinsversprechen sind gar kein Grund, ins Grübeln zu kommen, daß da kein Risiko darin liegen könnte. Oder wurden mit vorgehaltener Pistole gezwungen.
    Ich verteidige hier gewiss nicht die Banken, aber die meisten der unmittelbar Beschissenen haben anhand der versprochenen Zinsen alle Vorsicht fahren lassen. Und sowas ist schlicht eigene Gier. Man ist auch dafür verantwortlich, wem man sein Eigentum anvertraut.

    Nu hab ich die Zeit vom 15.01. leider nicht zur Hand. Bei Zeit online habe ich aber ein Essay von Schmidt gefunden. Darin steht u.a.:

    "Die allzu gutgläubigen Käufer dieser Papiere – darunter vieler Hypotheken-Derivate – waren Pensionsfonds, Hedgefonds, Investmentbanken, Geschäftsbanken einschließlich aller deutschen Landesbanken! Und es waren ganz normale Sparer, leider auch in Deutschland."

    NORMALE Sparer, nicht kleine Sparer. Issen Unterschied, sagt nämlich nicht, daß der, der seine Notgroschen, sondern einige oder viele, die ihr Geld bislang konservativ angelegt haben, so "gutgläubig" (O-Ton Schmidt) waren, was lediglich eine nette Umschreibung ist.

    Aber garantiert bin ich jetzt wieder Wortklauber.
     
  20. BoardUser

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    Du schreibst doch selber, dass sie auch als Synonym für jemanden anders stehen könnte.



    Ja genau. Und "Nein" sagen können und sich selber eingestehen können, dass man keine Ahnung hat und dann lieber beim Sparbuch bleibt und lieber kleine Zinsen nimmt, ist auch praktisch möglich. Und wie man sieht zuweilen sogar sinnig. Im übrigen. So wie du jemanden kennst, der jetzt ein Viertel verloren hat, kenne ich jemanden, und sogar einige Jemande, die den ganzen Hype um höhere renditen gar nicht erst mitgemacht haben. Die konnten "Nein" sagen. Aber eben auch nur, weil sie vom höheren Risiko wussten oder sich eingestanden haben, dass sie vorsichtshalber kleine Brötchen backen.


    Damit wollte ich was ganz anderes ausdrücken. Nämlich, dass jeder imstande ist, "Nein" zu sagen auf irgendwelche Aufforderungen, di von Dritten kommen. Kommt immer auf den Inhalt an.

    Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass das Beispiel von der Oma oder dem Opa etwas ganz bestimmtes ausdrücken sollte. Für was stehen denn "Oma und Opa"? M.E für Personen ab 50, die der Geschwindigkeit unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr ganz so doll folgen können, die kurz vor ihrer rente stehen (oder schon Rentner sind) und ihr Kapital nicht mehr unbedingt mehren müssen oder wollen, sondern Wert auf Kapitalerhalt (bei angemessener Verzinsung) legen und überhaupt regelmäßig von Finanzprodukten außerhalb von Girokonten, Sparbüchern und Festgeld wenig bis keine Ahnung haben.

    Ich erinnere nochmal an dein Beispiel mit der Sparkasse, der Oma und den 10 Riesen, die sie in Zertifikate angelegt bekam.

    Sowohl theoretisch als auch praktisch geht da ohne Zustimmung der Oma nix. Und eine Festanlage scheitert regelmäßig nicht am Widerstand des "Beraters", eher ist es umgekehrt, eine höher riskante Anlage scheitert maximal am Widerstand des Anlegers. Und leider leisten den zu wenige bzw. die, die ihn leisten müssten, nicht. Und wer der Verlockung nach höherer Rendite oder den Überredungskünsten von Bankern nicht widerstehen kann, riskiert eben auch seinen Kapitalstock bzw. gibt sich wissend und weltmännisch ohne es zu sein.

    Ich selbst bzw. meine Frau hat dieses "Nein"-sagen auch geschafft. Da gehört nicht viel dazu, ausser der Bemerkung das andere Anlagen ausser festgeld oder Sparbuch nicht in Frage kommen. Und die bank meiner Frau hat selbstredend dann die Kohle fest angelegt und sie nicht etwa mit ihrer Kohle nach Hause geschickt. Und "Nein" sagen setzt nicht in erster Linie voraus, zu wissen worum es geht, sondern schon vorher, sich einzugestehen, nicht zu wissen, worum es geht und es deswegen nicht zu machen.
     
  21. Mister-X

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    Mehr als es 100 mal erklären, kann ich nicht. Ich rede nicht von dir (ohnehin konservativ) und deiner Frau, sondern von Leuten, die aufgrund gewachsener Beziehung zu ihrem Berater, in die Falle gelockt wurden. Nein! Nein sagen kann man eben gerade nicht, wenn man nicht merkt, dass man "angeflunkert" wird.

    Stichwort: "Zertifikate sind sicher" Welches Wort hört sich sicherer an ?

    Bei diesem Crash haben gerade nicht die Habgierigen verloren. 2002 haben die habgierigen verloren. Neuer Markt Hype da wollte fast jeder dabei sein.
    Ich habe in den letzten 4-5 Jahren keine privaten Habgierigen kennengelernt. Die meisten waren geheilt von 2002 und zudem gab es keinen Hype um Aktien.
    2002 haben die Leute auf der Weg zum Arbeit im Zug Champagner gesoffen und sich über Aktien unterhalten, die sie morgen kaufen.
     
  22. Mister-X

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    Es hat keinen Zweck mehr! Also, ja wenn alle nur so klug und verantwortunsvoll wie du wären, hätten wir alle keine Probleme. Omi würde nicht mehr ihrem Anklageberater vertrauen, sondern im Internet recherchieren um ihr Geld verantwortungsbewußt und selbstbestimmt anzulegen.
    Warum schaffen wir denn nicht gleich die Notare bei Grundstückkäufen ab? Pah Notar? Wer braucht denn schon Beratung? Jeder ist doch selbst verantwortlich, wem und ob er sein Grundstück verkloppen will. Kein Thema!

    Zu Schmidt: " gutgläubig": das heißt im guten Glauben an das vom Anlageberater versprochenen. Muß Omi jetzt schon Betrug wittern?
    Lese Schmidt im Zusammenhang und nicht in diesem Fetzen auf Zeit-onlie. In jeder Zeitausgabe liegt eine Beilage mit einem Interwiev von Giovanni die Lorenzu mit Helmut Schmidt. Wenn du diese reglmäßig über die Jahre lesen würdest wie ich, würdest du den Kontext der Passage auch verstehen und wissen , dass Scmidt bestimmte Ausdrück enicht in den Mun dnimmt. So liest du nur "gutgläubig".:lachweg:

    Zu den Banken: dewöllah hat es oben richtig beschrieben: Zwischenhändler!
    Beratung steht nur auf dem Papier. Ich habe 6 Jahre in Frankfurt gearbeitet und hatte da mit allen Großbanken zu tun.Eine der großen Banken hat einem Arbeitskollgen "Premium Beratung" ( ab 100.000 Euro Kapital nur möglich) aufgeschwarzt mit allen möglichen Versprechen: Umfangreicher Research zu Einzeltiteln, Frühwarnsystem, Risokostreuung etc. Der Kollege hatte das Geld aus einer Erbschaft und wollte sicher anlegen. Als die Märkte einbrachen, hat sich keiner von denen gemeldet. Das Kapital war von 140T auf 85 T geschrumpft. Als meine Kollege sich beschwerte hieß es:" Sie müssen erstmal 15.000 Euro nachschiessen, vorher können wir sie nicht weiterberaten". Das Depot war z.B. mit Enron bestückt, deren Aktie sukkzesive abschmierte . Man hätte den Totalverlust verhindern können, wenn man aufgepasst hätte. Aber selbst in der kurzen Zeit haben die Berater 3mal gewechselt, weil keiner Bock auf Kundenbetreuung hat.
    Den Rest kann ich nicht erzählen.

    Nein ich betrachte es als ein "hilflosen Zappeln".

    Ich versuch es mal mit Logik. Ein Sparer, ob klein, groß, mittelgroß oder normal, ist und bleibt ein Sparer und ein Sparer will sparen, also risikolos Geld in Verwahrung geben. Der Sparer, der verloren hat- so Schmidt- war gutgläubig. Er gat das Geld im Vertrauen, dass es risikolos angelegt wird, gegeben, er war im Guten glauben, also niemals gierig oder im Gewinnrausch. Dieser Begriff "gutgläubig" ist auch ein Begriff des Sachenrechts und wird dort auch in diesem Sinne verwendet. z.B. ein Freund verkauft dir eine geklaute CD. Du weißt nichts davon. Also bist du gutgläubig und kein Hehler. Oder wolttest du als Hehler verhaftet werden? Nein. ODer hättest du dich erst informieren müssen, dass die CD vielleicht geklaut ist, als aufgeklärter, selnstverantwortlicher Bürger?. LÄcherlich! Genausowenig möchte meine Oma als habgierig bezeichet werden.
    So ich denke , jetzt ist alles erklärt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  23. huelin

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    Wie bitte, keinen Hype um Aktien? Den gibt es doch schon seit Jahren, sogar bei den öffentlich-rechtlichen! Oder wie würdest du diese ständigen mega-aufdringlichen Börsenberichte sonst bezeichnen?

    Auch zu Zeiten des "Neuen Marktes" wurden den Leuten Aktien aufgeschwätzt; diesmal waren es eben auch noch andere Anlageformen. Das Prinzip ist aber das Gleiche: Jeder will möglichst schlau sein und sein Geld auf unverhältnismäßige Weise vermehren.

    So was kann nie gut gehen, das ist wie der Turm von Babel. Hätte ich dir aber auch schon vor 10 Jahren sagen können...
     
  24. Mister-X

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    Das ist ei Relikt aus dem Hype 2000.. Zähl mir mal die Börsengänge auf seit dem Crash am neuen Markt? Damals gabs jede Woche 5 Stück und alle gnadenlos überzeichnet.

    Meiner Oma hat 2001 keiner Aktien aufschwätzen können. Zertifikate hatte sie jetzt genug. Meine Oma wollte nie besonders schlau sein.
    Die kriminelle Enegie bei den banken hat sich verfielfacht, während 2001 die Leuet alleine kamen
     
  25. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Auch wenn ich der Ansicht bin, dass man die Leute schon seit Jahren verarscht: in dem Punkt gebe ich dir allerdings recht.
     
  26. Mister-X

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    Der Wandel der Banken vollzog sich doch vor unser alle Augen.

    In den 60ern proapagierten die Banken lautstark das kostenlose Girokonto für "jeden".
    Heute tuen sie, also ob der Kunde frech wäre, wenn er ein kostenloses Konto wolle.

    Früher als ich Kind war gab es Weltspartage und die Sparkassen und Banken kamen in die Schulen und verteilten Heftchen (KNAX; GOLDI) und Sparbüchsen .
    Meine Tochter kennt sowas gar nicht.

    Früher ,wenn ich mit Oma in der Commerzbank war, dann waren fünf Schalter offen, an jedem Schalter wurde mit dem Kunden getrascht und es gab Kinderspielecken mit Monitoren und kleinen Filmchen und bunte Heftchen uns Süßigkeiten am Schalter.

    Heute hat ein Schalter geöffnet und man wird mürrisch bedient. Für jeden Kleinkram muß man Termine ausmachen, wo man früher einfach in die Bank gegangen ist.

    Letzte Woche wollte ich das Ersparte meiner Tochter bei der Sparkasse zählen lassen mit einer Maschine. Das geht nur noch für Sparkassenkunden, sagte man mir. Als ich meine Kundenkarte nicht dabei hatte, wollte man mir 7 Euro abknöpfen fürs Zählen. " Nur für Kunden". Aber wer weiß schon, dass ich Kunde bin? Wer kennt mich da schon? Niemand!
     
  27. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das hast du hervorragend beschrieben, nogly! :top:

    Und warum das Ganze? Abgesehen von den allgemeinen Rationalisierungstendenzen hauptsächlich deshalb, weil die Banken sich inzwischen fast nur noch für ihre Investmentkundschaft interessieren. :(
     
  28. Mister-X

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    Richtig. Und alle Mitarbeiter nur noch auf die vermeintlich lukrativen Positionen wollten und keiner mehr Bock hat im normalen Kundengeschäft zu arbeiten. So gab es keine Konstanten mehr im direkten Kontakt. Der Kundenbetreuer yx ist morgen auf einer besseren Position oder hat gekündigt um zu einer anderen Bank zu wechseln.

    Der normale Kunde ist zum Feind geworden!
     
  29. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Und? Als die Gebühren plötzlich eingeführt wurden, hätten doch alle wechseln können. Haben aber zu wenig gemacht. Zu bequem, keine Ahnung wohin. Oder einen anderen Grund. Und nur deswegen sind die Gebühren überhaupt solange abkassiert wurden. Kostenlose Girokonten gab es zu jeder Zeit.

    Auch selber schuld. Oder am falschen Ort wohnhaft :D. Bei uns gibt es sowas immer noch.

    Wechsel die Bank. Es ist eigentlich so einfach. Geh dorthin, wo dir der beste Service geboten wird. Und wenn dieser wieder schlechter wird, wechsle wieder.

    Vor allem die Finanzwirtschaft macht Riesengeschäfte vor allem wegen der Bequemlichkeit der Kundschaft. Massenbewegungen wie Nomaden von einem Institut zum nächsten hätten den Service mit Sicherheit hochgehalten.
     
  30. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Und ich rede gerade davon, dass man trotz jahrelanger guter Beziehungen zu seiner Bank und den "Beratern" auch "Nein" sagen kann. Oder können sollte. Da braucht man nichtmal besonders mutig zu sein. Nur ehrlich zu sich selbst und ein bissle hartnäckig.

    Ansonsten liegst du mit deiner Einschätzung über meine Lebensphilosophie oder Anlagestrategie völlig falsch.

    Ich mag nur nicht, wie es zuweilen vorkommt, Erfolge für sich zu verbuchen und bei Misserfolgen die Schuld bei anderen sucht.
     
  31. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    absolut...

    als ich in der Volksbank eine Krankenzusatzversicherung für meinen Kleinen abschloß und der Antrag zurückkam, weil er bei der Logopädie war und die mehr wissen wollten, mich in der Gegend rumzuschicken um das Risiko zu berechnen und ich dann zu einer PKV ging, die nicht so rumzickte, hat man mich schlichtweg spüren lassen, daß ich ein böser Kunde bin....

    so sind die drauf, angeheizt von den Assekuranzleuten für ein Appel und Ei Provision, `nen Schachtel Pralinen und Sitzungen am Whiteboard mit Namen und Sternchen sehen die nur noch Kunden zum rupfen...

    wenn der Kunde keine Ahnung hat ist er ausgeliefert....