Wirtschaftskrise (Finanzkrise)

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von bayer04_princess, 30 Dezember 2008.

  1. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ich habe letztens im Spiegel einen langen Artikel gelesen, bei dem es darum ging, dass Brasilien nie so richtig von der Krise gebeutelt wurde.
    Die haben anscheinend gut vergesorgt.
     
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  3. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich glaub, da hat der gute Gaviao einfach den Ironie-Smiley vergessen... ;)
     
  4. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Denke ich nicht, dass er ihn vergessen hat.
    Weil, Westfalen-Uli's Nazi-Hinweis spricht nicht gerade für ihn.
    Da ist bei GaviaoDaFiel sicher ihm die Galle hochgekommen und hat sich zu so einer Äußerung hinreißen lassen.

    Nett, waren beide nicht. Nachdem sich beide abgewatscht haben, sollte es jetzt gut sein.
     
  5. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    man sollte bei dem wort nazi nicht immer gleich ausflippen, gleichgültig in welche richtung.
    wir kennen die nazi-zeit nur als geschichte.
     
  6. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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  7. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    :D
    So kurz vor Weihnachten...
     
  8. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Dann sieh zu, dass Du das Ironie-Zeichen nicht vergisst.
    Denn sonst: Garbage in - Garbage out.

    Man stolpert immer wieder ueber einen...
    Wie gut, dass wir sowas hier unten immer noch per Stammesschamanen regeln lassen...




















    :ironie:
     
  9. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Sagen wir einfach ausgedrueckt mal so - das Land hat fast anderthalb Jahrzehnte (1980) in der selbst eingebrockten Sch.eisse gesessen & folgendes daraus gelernt: Einen halbwegs ausgeglichenen Haushalt sollte man schon halten, Cashreserven auch & lass nie die Banken von der Kandarre. Sowas wie die Derivate-Spekulation / Hypothekenblase ist hier unten gesetzlich schon im Ansatz nicht moeglich - nicht, weil sie hier Genies sind, sondern weil sie ihre Pappenheimer kennen. Prophylaxe, die sich ausgezahlt hat.
    Exporteinbrueche wurden halbwegs vom Binnenmarkt aufgefangen, aber wenn Inder und Chinesen wachsen, gehts hier auch wieder mit Exporten los.
    Dazu noch zusaetzliche Primaerrohstoffreserven, mit denen vor 10 Jahren keiner rechnen konnte...
     
  10. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Oki.... lassen wir das.... wünsche trotzdem schöne Weihnachten und:

    [​IMG]
     
  11. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    No problem.
    Frierts Euch nicht ZU sehr einen ab...
     
  12. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Kein Prob, bei uns sinds schon wieder über Null und nur noch Matsch...
     
  13. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Die Arbeitslosenzahlen des letzten Jahres zeigen für Spanien ein erschreckendes Bild:

    1,1 Millionen Menschen haben 2009 ihren Arbeitsplatz verloren. Damit stieg die Quote auf den höchsten Wert seit 30 Jahren, nämlich auf 18,8 Prozent. In Andalusien stieg sie sogar auf 26,3 Prozent, und in der Provinz Málaga auf 27,3 Prozent! Bei uns machte sich die Baukrise besonders bemerkbar, aber auch die geringere Kaufkraft von Besuchern und Einwanderern aus dem Ausland, besonders aus Großbritannien, wo das Pfund ja immer mehr an Wert verliert.

    Noch schockierender die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: 44,5 Prozent aller unter 25jährigen hatten im Dezember 2009 keinen Job! Dazu kommt, dass es nichts vergleichbares wie Hartz 4 gibt - davon können sie hier nur träumen! Nach einem Jahr Arbeitslosengeld gibt's nix mehr vom Staat. Da muss eben die Familie herhalten, weshalb gerade junge Leute natürlich noch überwiegend bei ihren Eltern wohnen.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der nächste Ärger ist schon da:
    Die extreme Verschuldung Griechenlands, Portugals und Spaniens lässt jetzt den Euro wanken.
     
  15. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Der Euro geht in die Hose. Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Und der Kleine Mann ist wieder der Doofe.:nene:

    Es braucht keiner glauben, dass Griechenland den Euro-Raum verläßt. Es wird weiter gewurschtelt wie bisher. Inklusive deutscher EU-Politik als Zahlmeister Europas. Vielen Dank!
     
  16. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Moment. Griechenland ja, Portugal wohl auch, aber Spaniens Staatsverschuldung ist prozentual sogar noch um einiges geringer als die deutsche.

    Führend ist in dieser Statistik allerings Berlusconi:

    Wirtschafts- & Finanzkrise - Wirtschaft - FAZ.NET
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ähm, die aktuelle Verschuldung Spaniens liegt bei 11% des Bruttosozialprodukts. Das ist aber weit über den deutschen 3,2% und auch Deine Quelle zeigt 6%.

    Aktuell reissen aber alle die 3% Grenze und das wird noch sehr, sehr bitter für alle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Februar 2010
  18. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    6% ist das Haushaltssaldo (rot), nicht die Staatsverschuldung (blau), von der ich sprach, und bei der Deutschland prozentual über der von Spanien liegt (72,3% gegenüber 53%).

    Ist aber auch egal, für mich verschulden sich alle Staaten im Moment viel zuviel. Damit machen sie im Prinzip den gleichen Fehler vieler Privatleute, der in den USA (und auch in Spanien) überhaupt erst zu der Krise geführt hat.
     
  19. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Wirtschaftskrise: Die dritte Stufe der Eskalation | Wirtschaft | ZEIT ONLINE



    Das Thema ist noch nicht durch.....




     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  20. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ganz interessanter Artikel auf Spiegel online zur Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen für die Mittelschicht:

    Soziale Gerechtigkeit: Die Mittelschicht betrügt sich selbst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Nach der Definition (Mittelschicht = Familie mit 2 Kindern ab 2100 netto) würden allerdings in Málaga schätzungsweise 80% der Leute zur Unterschicht gehören. Und soviel billiger ist das Leben hier inzwischen auch nicht mehr... :rolleyes:
     
  21. diavo

    diavo Member

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    Leider driftet der Spiegel immer mehr nach links ab,

    Früher war das mal ein seriöses Blatt.

    Die "Reichen" zahlen bei uns mehr als alle anderen zusammen.

    Steueraufkommen-Reiche zahlen auch viel Steuern
     
  22. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ich glaube, den Kritikeran an der Weiterentswicklung des Steuersystems kommt es hierauf an:
    Aus der gleichen Quelle.
     
  23. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    So'n Quatsch, sorry! Früher war der Spiegel mal ein seriöses, linkes Blatt. Heute ist er eher eine Mischung aus Boulevard, einigen linken und einigen eher "rechten" Schreibern. Die Leserschaft, die ich über Leserbriefe und Foren bereits seit den 60ern verfolge, ist zudem eindeutig von links in Richtung "Mitte" gerutscht.

    In deinem Artikel wird doch sogar bestätigt, dass die "Reichen" im Schnitt 34% Steuern zahlen, wie es in dem Spiegel-Artikel heißt. Die Überschrift wird zudem im Laufe des Artikels weiter relativiert.

    In Deutschland können Vermögende durch komplizierte Winkelzüge sehr viel absetzen, ich weiß nicht, ob das in die Statistik mit einfließt. Außerdem sind Aktiengewinne neben Flugbenzin wohl das einzige, was immer noch überhaupt nicht versteuert wird. Schon gar nicht, wenn diese Einnahmen direkt auf ein Schweizer Konto fließen...
     
  24. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Gestern war übrigens die Anhörung von Chuck Prince (ehemals Citygroup-Chef, 2007 gefeuert) und Robert Rubon, ehemals Verwaltungsratspräsident Citigroup.

    Rubin erklärte bei der Anhörung, er könne sich an nichts erinnern.:D

    Darauf einer von der Komission "man kann offenbar bis an die Spitze gelangen, ohne zu wissen, was die Untergebenen tun". Und weiter: "Wofür werden sie eigentlich bezahlt, wenn sie nichts wissen, nichts verstehen und nichts ahnen?" :lachweg:

    Quelle: Tagesanzeiger Printversion heute.

    Soviel zum Thema Verantwortungsbewusstsein. :D
     
  25. diavo

    diavo Member

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    Aktiengewinne werden sehr wohl besteuert. Seit 2009 sogar direkt an der Quelle, sprich bei den Banken.

    Stichwort: Abgeltungssteuer.
     
  26. diavo

    diavo Member

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    Dennoch bleibt es dabei, dass die "Reichen" viel mehr bezahlen als alle anderen zusammen.

    Mit den Steusätzen sollte man als Laie vorsichtig hantieren.

    Ein Durchschnittssteuersatz von 34 % kann sehr wohl mit einem Grenzsteuersatz von annähernd 50 % erzielt werden.

    Und 50 % sind schon ne Menge, oder?
     
  27. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nöö. Finde ich nicht.
     
  28. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Auch bei Schweizer Banken? ;)

    Ich weiß, die Materie ist sehr kompliziert, aber ich behaupte einfach mal: das betrifft mal wieder hauptsächlich den "kleinen Mann" mit seinen paar mühsam zusammengesparten Aktien.

    Die großen Finanzjongleure dagegen finden sicher immer einen Weg, diese Steuer mehr oder weniger zu umgehen. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass in zunehmendem Maße weit mehr Geld in den Kapitalmarkt investiert wird als in die Realwirtschaft. Und zwar auch oder gerade nach der Wirtschaftskrise... :rolleyes:
     
  29. diavo

    diavo Member

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    Alle Aktiengewinne sind zu versteuern, unabhängig davon, wo sie angefallen sind.

    Die Investitionen in den Kapitalmarkt nehmen überwiegend zum Leidwesen der Realwirtschaft die Banken selbst vor.

    Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann das.

    Die Realwirtschaft, die das Geld benötigt, bekommte es nicht bzw. nur zu miesen Konditionen.

    Die Banken bekommen das Geld fast zum Nulltarif und spielen wieder Roulette.

    Ein Skandal, der nicht von der Politik geduldet werden dürfte.
     
  30. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Vielleicht theoretisch - aber bei der globalen Verflechtung des Kapitalmarkts bekommt doch der deutsche Fiskus von vielen Transaktionen kaum etwas mit.

    Dem Rest deines Postings stimme ich uneingeschränkt zu.
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mal ehrlich:
    Wenn ich mir anschaue, wie es um die meisten Mittelmeerstaaten der Eurozone steht, dann mache ich mir die geringsten Sorgen um die Höhe der Besteuerung von Aktien in D'land.