Wirtschaftskrise (Finanzkrise)

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von bayer04_princess, 30 Dezember 2008.

  1. bayer04_princess

    bayer04_princess Well-Known Member

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    Es wurde viel dadrüber gesprochen in letzter Zeit über die Wirtschaftskrise die wir quasi Amerika zu verdanken haben.

    Was denkt ihr dadrüber und geht ihr optimistisch in Jahr 2009 rein ?

    Mich regt das ganze langsam auf die reden fast über nichts mehr als über die Krise.

    Oder wie Merkel sagte 2009 kommen schlechte Narichten auf uns zu.

    Ich binn trotzdem optimistisch und freue mich auf das Jahr 2009. :prost:
     
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  3. Eintracht-Fanatiker

    Eintracht-Fanatiker Leikeim Kellerbier-Fan

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    Uninformiert, unvollständig und unwichtig.... den Beitrag meine ich jetzt.
     
  4. bayer04_princess

    bayer04_princess Well-Known Member

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    Warum ?
    Ich habe meine Meinung dazu gesagt .

    Sag du doch auch deine Meinung dazu zur Krise.

    Ich will doch nur wissen was andere davon denken z.b.s du ? :floet:
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2008
  5. Eintracht-Fanatiker

    Eintracht-Fanatiker Leikeim Kellerbier-Fan

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    Es geht mir darum, dass man schlecht informiert ist, wenn man z.B. solch einen Satz schreibt: "Es wurde viel dadrüber gesprochen in letzter Zeit über die Wirtschaftskrise die wir quasi Amerika zu verdanken haben." Ich glaube, dass du dich mit diesem Thema nicht genug befasst hast und über zu wenig Hintergrundinfos verfügst. Amerika allein die Schuld zu geben wäre Schwachsinn, erst Recht sollte man das Wort Amerika durch "bestimmte Einwohner und Politiker Amerikas" ersetzen. Meine Meinung (Die zu diesem Thema auch nicht sehr geistreich ist, obwohl ich sonst politisch sehr interessiert bin): Mich interessiert Wirtschaftspolitik 0, mir gehts auch en bissl auf die Nerven, aber es ist wohl schon wichtig, darüber zu sprechen und es zu einem Riesenthema zu machen. Ich persönlich mag die Finanzkrise... ich meine: Das Super/Benzin ist 61 Cent billiger als im Sommer! :D
     
  6. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Weiter so, Maedel ! Lass Dich nicht beirren !
    Geht doch nix ueber fehlende graue Masse, aber diese mit unnachahmlichen Enthusiasmus ! *Es geht voran !* - Fehlfarben...
     
  7. liebe58

    liebe58 Member

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    Ich denke daß diese Finanzkrise wird noch einige Jahre dauern.Tut mir leid daß ich so sage aber das ist die Wahrheit.
    Menschen auf der Erde möchten nichts teilen daß sie besitzen und hier ist das Ergebnis.
    Dieses Ergebnis ist keine Überrashung oder keines ausergewöhnliches Ereignis.
    aber unter Kapitalismus,manche Leute muß ausbeuten und manche muß ausgebeutet sein.
    bis 2011,denke ich leider keine Gute Sachen auf der Welt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2008
  8. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Die Krise wurde ausgelöst durch die Immobilienkrise in Amerika. Insoweit stimmt das schon, was Poldi_Love schrieb.
     
  9. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich denke auch, die Weltwirtschaft wird etwa so lange brauchen, sich zu erholen, wie der BVB nach dem großen Crash vor ein paar Jahren. Schließlich wurde sie ja auch nach dem gleichen Muster in die Scheiße geritten... :rolleyes:
     
  10. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Und wenn sie aus der Scheiße raus ist, geht der ganze Kreislauf von vorne los bis zum nächsten Crash.
     
  11. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    So sieht's aus. Nur diesmal wird die Blase auch noch durch eine nie dagewesene Staatsverschuldung aufgebläht - also noch direkter durch das Geld aller Steuerzahler! X(

    Genau davor hat Steinbrück übrigens heute gewarnt. Recht hat er!
     
  12. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Die Finanzkrise hat mich sehr hart getroffen... meine zukünftige Rente hat sich mehr oder weniger aufgelöst...aber ich hoffe, dass der schlimmste Teil der Krise vorbei ist und dass sich die Wirtschaft schneller erholen wird als gedacht. Ich rechne mit ca 1,5 Jahren.
    Dass sich die Kurse wieder erholen werden, das steht für mich ohne Zweifel fest, so dass Aktien in der Tat wieder sehr reizvoll werden. Aber Renditen in 2-stelliger Höhe werden wir über sehr lange Zeit nicht mehr sehen und das ist auch gut so....
     
  13. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich bin dafür, die ganze Aktienscheiße abzuschaffen und sich wieder auf die Realwirtschaft zu konzentrieren!
     
  14. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    So siehts aus, die künslichen Luftblasen die da ohne reelle Gegenwerte geschaffen wurden, die wollen wir nicht mehr sehen.
     
  15. Mister-X

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    Aktien abschaffen ist kontraproduktiv. Wenn es keine Aktien gäbe, gäbe es keine Eisenbahn und keine Telfongesellschaften. Ohne das Kapital unzähliger Klein ktionäre wären große Unternehmungen gar nicht möglich gewesen. Ohne Aktien gäbe es dieses Forum nicht.Wörüber man nachdenken kann ist die Handelbarkeit von Aktien einzuschränken oder endlich die Tobinsteuer einzuführen, was Lafontaine 1998 schon gefordert hat.

    Steinbrück ist für mich ein Ahnungsloser. Viel zu zögerlich. Paul Krugmans Kritik war zutreffend. Die deutschen Politiker haben garnicht das Format die Krise einzuschätzen.
     
  16. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    @nogly

    Ich gehe noch einen Schritt weiter! Kein Mensch auf dieser Welt kann auch nur annähernd einschätzen, was diese Krise noch alles bewirken wird. Ich hoffe, dass die Munition ausreicht, um die Weltwirtschaft am Laufen zu halten. Zweifel habe ich.....leider.

    Noch sind viele der Verluste, die da sind, nur reine Buchverluste, die abgeschrieben werden müssen, aber wie viel Kohle genau abgeschrieben werden muss, das kann kein Mensch auch nur annähernd erahnen.

    Letztendlich ist jeder Einzelne wichtig, der einen Kredit/Darlehen hat und ihn zurückzahlen muss.
    Es dürfen nicht so viele Kredite platzen, dann kommen wir mit 2 blauen Augen davon. Werden es mehr, dann kommt es nochmals zu dieser gigantischen Kettenreaktion.

    Viele Banken schreiben seit 2-3 Quartalen schon Papiere ab. Noch können sie diese durch die Bürgschaften ausgleichen. Aber wenn ich wie gestern lesen musste, dass die Hälfte des Kapitals, welches zur Verfügung gestellt wurde, schon aufgebraucht ist, dann wird mir schummrig.
    Inwieweit es dann auch noch andere große Unternehmen treffen wird, wie z. B. auch alle Versicherungen oder die Automobilindustrie und noch viele andere wird die Zukunft zeigen. Wer weiß, welche Kettenreaktionen da noch auf uns zukommen... Da ist auch noch nicht alles gegessen.
     
  17. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Hulle, sorry - SO formuliert ist das haarstraeubender Kappes. Es geht eher darum, die Spekulationsmoeglichkeiten mit Finanzinstrumenten wie Aktien einzudaemmen und zu regulieren. Da kann man gleich mal mit so Manoevern wie short selling anfangen und sich zu so Sch.eiss wie Derivaten, Subprimes & wasauchimmer rueberarbeiten.
    Aber ohne einen Aktienmarkt per se bricht Dir deine realwirtschaft ziemlich schnell zusammen...
     
  18. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Die Idee, dass man sich als Unternehmer Geld holt, um z.B. neu zu investieren ist doch im Grunde genommen eine sehr gute Idee, da dadurch neue Gewinne realisiert werden können. Ohne Aktien gäbe es heute viele Dinge nicht.....

    BTW
    Und dass du als BVBler dagegen wetterst ist schon fast paradox! Wie viele Kapitalerhöhungen hat der BVB gebraucht, um sich auf Kosten der Aktionäre zu regenerieren und fast komplett zu entschulden? Wenn er das aus eigener Betriebstätigkeit gemacht hätte ok, aber so kann der BVB mehr als froh sein, dass es diese verflixte Börse gab! Ohne Börse hätte man im Jahr 2000 den Laden dicht machen können..... Schon da war der Verein eigentlich überschuldet.....aber das ist wiederum ein anderes Thema....
     
  19. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Hmmm...mit Dir war doch diese Diskussion hier, irgendwann so im Maerz/April, nachdem Bear Stearns abgekackt war. Einsteigen oder Aussteigen ? Hatte zu dem Zeitpunkt schon die Haelfte der Aktien abgestossen gehabt. Danach hab ich von der verbliebenen Haelfte bis Juni nochmal 90% abverkauft. Du bist damals wieder eingestiegen, wenn ich mich nicht taeusche. Ich habs als Cash gelassen. So laeufts Leben...
    Glaube jedoch, dass sich Renditen in zweistelliger Hoehe schneller erwirtschaften lassen werden, als Du denkst. Wird einfacher sein, als vor dem Crash...
     
  20. Mister-X

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    Natürlich sind in Zukunft wieder hoche zweistellige Renditen möglich (auch mit Bluechips), alles nur eine Frage der richtigen Auswahl und ob man im Bargeld schwimmt. Nur die richtige Auswahl , und der richtige Zeitpunkt sind die beiden großen Unbekannten. Wann der Boden erreicht ist kann dir leider keiner Sagen. Nach meine Erfahrungen 2000 kommt die Bodenbildung viel später als man denkt, also ich habe damals immer viel zu früh investiert und einen Haufen Geld verbrannt. Es geht immer noch tiefer...
     
  21. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Yep...ich lasse die Patte deshalb auch derzeit als Cash liegen...man weiss einfach nicht, wo man es reinstecken soll (ok, was hier unten ist, liegt in Staatsanleihen und etwas wird gerade als Edelholz angepflanzt...)...man wartet lieber, da es noch tiefer gehen kann...hmm - die beruehmt-beruechtigte Liquiditaetsfalle...
    Bin mir halt auch noch nicht sicher, dass der Boden erreicht ist...
     
  22. Mister-X

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    In die Liquiditätsfalle kommen wir bald , die Zinsen sind ja schon nahe 0. Aber das ist ja ein volkswirtschaftliches Thema.

    Wenn der Boden erreicht ist, dann kommt das nächste Problem: Auswahl der Einzeltitel.
     
  23. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    In deinen Hintern, du Kapitalistenschwein!
     
  24. Mister-X

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    Wieso? Er ist doch nur ein Marktteilnehmer!:D
     
  25. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Hätte da noch ne bessere Idee, statt US-GAAP und IFRS das HGB als heilige Bilanzierungs- und vor allem Bewertungsmethode weltweit einführen.
    Würde dem Oushing der Assets, also dem aufblasen der Vermögenswerte einen Riegel vorschieben und wenn die nächste Blase platzt ist sie dann wesentlich kleiner und ungefährlicher.

    Hat natürlich den Nachteil, das Manager, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Ratinagentur auch weniger verdienen. Aber gerade die drei sind es ja, die in der Hauptsache versagt haben.
    Manager, weil sie ihren Pflichten zur seriösen Unternehmensführung nicht nachgekommen sind, die Wirtschaftsprüfer, weil sie die Gefahren nicht entdeckt haben und die Ratingagenturen, weil sie den Scheiß gutgeheißen haben.
    Natürlich haben auch Kleinanleger Schuld, die mit auf den Zug aufegesprungen sind.
     
  26. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Irgendwo da kann man / sollte man den Hebel ansetzen. So einige CEOs / Geschaeftsfuehrer haben am Ende Werte verdient, die in keinem vernuenftigen Kosten/Nutzen bzw. Risk/Return Verhaeltnis mehr stehen. Wer SO verdienen will, soll Unternehmer werden & fuer das Risiko den Kopf hinhalten...
     
  27. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    YEEAAAH !!! DER ist jetzt GUT GEPOLSTERT !!
    Cyber-Prolet !
     
  28. Mister-X

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    Es würde reichen wenn du den "ordentlichen Kaufmann" nach HGB einführen würdest.:D. Jede Bilanzierungsmethode hat ihre Vor-und Nachteile, auch wenn man nach HGB nur sehr schwer non-valeurs in die Bilanz bekommt.

    Naja, man weiß ja ,dass Prüfungen unter "gebührenpflichtiger Belästigung" läuft und die Prüfungsgesellschaften, die zu prüfenden Unternehmen nicht verlieren wollen. Gefahren enttdecken ist da doch gar nicht möglich, wenn man auf eine Wand des Schweigens läuft, oder Betrug vertuscht werden soll. Die Prüfer haben ja keine Ermittlungspflicht, sondern stützen sich auf Plausibilitätsprüfungen und das Material, das man ihnen zur Verfügung steht. Und wenn man dann noch sieht mit welchen kleinen Teams die Prüfunggesellschaften anrrücken , dann muß man nur noch lachen. Hinzu kommt, dass das Personal auch mehr in EXCEL-geschult ist, als in selbständigen Denken.
     
  29. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    [/quote]



    Tja, wenns denen aber um die Berufsehre und nicht ebenso ums Geld gehen würde (und wenn ich mir die Milchbubies bei KPMG und PWC so ansehe um die Profilierungssucht) dann würde sie es machen, wie es sich in solchen Fällen gehört, kollektiv den Stempel verweigern.
    Nur wenn man sein ok gibt, dann muss man auch mit den Kopf hinhalten.

    Und selbst Excel beherrschen sie nicht richtig;) Aber klar ist, , der gesunde Menschenverstand und vor allem die praktische Erfahrung in dem zuprüfenden Bereich muss vorhanden sein. Aber sowa bekommste halt anner Uni beim Junggesellenstudium nicht gelehrt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2008
  30. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Ich kenne Ratingagenturen, die die gleiche Software zur Risikobewertung von Modellen einsetzen wie die Banken, die die Modelle entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Und nun wundern sich alle, wieso die Risiken nicht erkannt wurden.... :lachweg:
     
  31. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Ja das Prüfungspersonal ist zum größten Teil der Witz. Würde man das Testat einschränken, würde der Prüfungsauftrag im nächsten Jahr an die Konkurrenz gehen.

    Schneider war grob fahrlässig, aber gegen gutgetarnten Betrug hast du in der Regel keine Chance.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2008