Wie die Wirtschaftskrise Menschen tötet.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von NK+F, 22 September 2009.

  1. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Gekürzte Hilfsprogramme: Finanzkrise begünstigt Ausbreitung von Aids - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Es werden Banken gerettet, um den Absturz der Weltmärkte zu verhindern.
    Es werden Firmen gerettet, um Wahlen zu gewinnen.
    Doch Menschenleben werden wohl in Kauf genommen. Besonders wenn es Schwarze oder Asiaten sind, die ganz weit weg leben.

    Es ist abartig, dass da Gelder abgezogen werden und auch hochgradig verwerflich.
    Ein Fingerzeig auf die Pharmaunternehmen ist da übrigens unangebracht.
    Gerade in Deutschland wird wegen fehlender Verhandlungen über Arzneimittelpreise viel zuviel für Medikament ausgegeben.
    Wenn man nur ein Teil des Geldes, welches durch Verhandlungen eingespart würde für Medikamente gegen das HI-Virus und das Endstadium AIDS abdrücken täte, wäre vielen Menschen in ärmeren Gebieten schon geholfen.

    Natürlich dürfte auch kein Cent der bisherigen Zuwendungen gestrichen werden.
    Doch es ist, wie es immer ist. Weit weg = scheiss egal.
    Ist ja nicht wichtig um in den Bundestag zu kommen.
     
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  3. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    das ist aber auch was menschliches, dass man etwas, was man nicht direkt spürt, weniger im Sinn und Blickfeld ist
     
  4. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Also ich finde es eher unmenschlich andere krepieren zu lassen (hat jetzt aber nichts mit dir selbst zu tun, sofern du nicht im Bundestag sitzt oder eine Führungsposition in der freien Wirtschaft inne hast).

    Aber egal wie sehr man diese Sichtweise verteidigen mag, ändert es nichts daran, dass anderswo Leute auf Medikamente hoffen.
    An diesen wichtigen Stellen wird aber das Geld abgezogen und die Folgen kaum bedacht bzw. die Folgen sind egal.
    Ganz arme Vorstellung unserer Regierung und der Wirtschaft.
    Denn es ist ja nicht so, dass sich ein Staat oder ein Unternehmen übernehmen müsste, um anderen zu helfen.
    Solche Hilfen kamen immer schon zu kurz, weil es anscheinend auch nur wenige Menschen wirklich interessiert.
    Mich persönlich interessiert auch wie es Menschen anderswo geht.
     
  5. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    es steht zumindest einer menschlichen Moral entgegen, sagen wir es so. Aber dass einen ein Schicksalsschlag einer nahestehenden Person mehr trifft, liegt nunmal auch in unserer/m emotioalen Wahrnehmung und Bewusstsein. Ich finde bloß, dass man dies bedenken sollte.

    Ich stimme aber auch grundsätzlich mit dir überein und finde generell, dass in ärmeren Ländern vor allem soziale Einrichtungen und Infrastruktur gebraucht werden.
     
  6. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Es ging mir im Anfangspost vorangig um unsere Politikelite, nicht um den einfachen Müller/Meier/Schmidt.
    Diese Leute denken eben von Wahl zu Wahl. Wenn es kurz vor der Wahl eben mal ein paar Staatshilfen auf Kosten von Leben (Leben von Menschen die ganz weit weg wohnen) gibt ist das für die auch in Ordnung.
    Hauptsache die Partei bekommt viele Stimmen.
     
  7. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    ich meinte das aber auch auf die Politik bezogen, denn diese Menschen haben viell. mehr Mittel in der Hand und sind viell. nicht so stark dem wirtschaftlichen Wettbewerb ausgesetzt, aber auch nicht eine ärmere Klientel um sich rum, vermute ich.

    Anders wäre es, wenn sie tatsächlich hautnah mit den hiesigen Umständen und betroffenen Leuten konfrontiert wären.