Werden Fußballprofis zu gut bezahlt?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Markus0711, 14 Dezember 2007.

  1. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Nach einer aktuellen forsa-Umfrage meinen 78% der Bundesbürger, dass Fußballprofis zu viel Geld für ihre Arbeit bekommen. 18% halten die Gehälter für angemessen. 1% finden, dass die Fußballer zu wenig Geld bekämen.

    Deckt sich das mit der Boardmeinung, oder tickt soccer-fans anders als das restliche Deutschland?

    78 Prozent halten Fußballer für zu gut bezahlt - Nachrichten Sport - WELT ONLINE
     
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  3. odie

    odie Zeitzeuge

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    Mal wieder einer herrliche Verallgemeinerung! Die Fussballprofis verdienen zu viel. Super Journalismus!

    Es gibt sicherlich einige, die viel zu viel verdienen. Aber es gibt auch einige die im Rahmen und einige die zu wenig verdienen. Was soll man da jetzt sagen?
    Ich denke nur eine gewisse Höhe sollte der Lohn schon haben, da sonst der Reiz zum Wettbetrug zu groß ist!
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Also ich gehöre zu der Mindermeinung. Im Gegensatz zu vielen Wirtschaftsmanagern, die in ihre Verträge durch einen filzhaften Klüngel bekommen, bekommen Fußballer Verträge entsprechend ihrer Leistungseinschätzung durch den Dienstherren. Ist diese hoch, steigt das Gehalt, bringt er die Leistung nicht, fällt es entsprechend.

    Das einzige was m.E. zu kritisieren wäre, wäre, dass der Markt- und somit Gehaltwert eines Spielers sich an den Leistungen anknüpft, die in der Vergangenheit leigen. Das ist m.E. jedoch nicht oder nur kaum zu ändern.
     
  5. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Glaubst du, dass es im Profifußball wirklich Fußballer gibt, die zu wenig Geld bekommen?
    Ich denke, wenn man als Fußballer "nur" 100.000 Euro/Jahr kassiert, gehört man sicher zu den am schlechtesten bezahlten Fußballern. Und mit 100.000 Euro/Jahr lässt's sich's durchaus leben. Man wird zwar nach der Karriere weiter arbeiten gehen müssen, aber am Hungertuch wird niemand nagen... ;)
     
  6. odie

    odie Zeitzeuge

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    Der Profifussball beginnt in der Regionalliga!
    Glaubst du daß den Spielern dort auch mindestens 100.000€/Jahr gezahlt werden?
     
  7. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Noch nicht :D

    Ich glaube kaum, dass "Vollzeit-Fußballer" viel weniger bekommen...
     
  8. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ein durchschnittlicher Bundesligafussballer verdient mit Sicherheit seine 500.000 - 1.000.000 pro Saison und das finde ich für einen durchschnittlichen Fußballer eigentlich zuviel. Da aber Vereine da sind, die diese Gehälter freiwillig zahlen, kann man trotzdem nichts dagegen sagen, außer den durchschnittlichen Profis zu Ihrem Arbeitgeber zu gratulieren.
     
  9. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ich habe nichts einzuwenden gegen die Gehälter deutscher Fussballprofis.

    Bei vielen ist es so, das die mit dem Geld das sie während ihrer Profilaufbahn verdienen ein Leben lang auskommen müssen.Die können eben nichts anderes.
     
  10. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Angebot, Nachfrage? Mehr noch?

    Da sich dies stets selbst regelt sehe ich nichts verwerfliches an den Gehältern.
     
  11. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Beim KSC verdienen sie eindeutig zu wenig.
     
  12. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    In Karlsruhe ist man wahrscheinlich auch noch auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen... :D
    Dass da nix zusammenkommt, kann ich sogar noch nachvollziehen.

    :undweg:
     
  13. odie

    odie Zeitzeuge

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    Sicherlich richtig. Allerdings ist die Bezahlung teilweise absurd. Wenn jemand 400.000€ in der Woche verdient, kann das nicht mehr normal sein.
    Jeder "normale" Arbeiter müßte sich eigentlich verarscht vorkommen!
    Da ist eine sinnvolle Salary Cap nicht das Schlechteste!
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Typisches Ergebnis der dt. Neider und geiz-ist-geil-Gesellschaft.

    Dazu passend dazu die Umfrage, dass die Vorurteile gegen Homosexuelle und Muslime abnehmen, die gegen Arbeitslose aber zunehmen. Endlich hat die lange Sozialneid und Entsolidarisierungkampagne der Medien von Spiegel bis zu BLÖD eingeschlagen. Danke!
     
  15. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    bemerkenswert ist allerdings, dass viele als fußballer in einem jahr so viel verdienen, wie viele nichtfußballer in 40 jahren berufstätigkeit.
     
  16. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Richtig. Allerdings gibt es Leute, die verdienen in einem Jahr soviel oder sogar mehr als Fussballer während ihrer ganzen Karriere....das ist auch bemerkenswert.....
     
  17. Detti04

    Detti04 The Count

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    Die Frage kann ja wohl nicht ganz ernst gemeint sein... Natuerlich verdienen Fussballprofis zu viel.

    Und alle, die hier mit Angebot und Nachfrage kommen: wenn Angebot und Nachfrage das einzige sind, was zaehlt - wieso werden Arbeitslose dann vom Staat unterstuetzt? Schliesslich ist deren Arbeitslosigkeit auch eine direkte Konsequenz des Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage: ihre angebotene Arbeitskraft ist naemlich nicht nachgefragt.

    Oder kurz gesagt: "Angebot und Nachfrage" ist keine Antwort auf die Frage, ob jemand zu viel verdient. Angebot und Nachfrage beschreibt nur das Grundprinzip des Kapitalismus, bewertet aber nicht, was dieser letztlich zur Konsequenz hat (hier: die exorbitanten Gehaelter der Fussballprofis).
     
  18. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Und was hat die Stütze der Arbeitslosen mit den Gehältern der Fussballer zu tun?

    Klar hast du recht wenn du meinst, dass in der Wirtscchaft weniger Arbeitskraft nachgefragt als angeboten wird. Der Rest, die soziale Abfederung dieses marktwirtschaftlichen Prinzips nennt man soziales Netz. Deswegen funktioniert der Markt aber dennoch so.

    Und im Fussball und in anderen Bereichen ist es eben umgekehrt, da ist das Angebot an qualifizierter Arbeitskraft eben geringer als die Nachfrage, und deswegen steigen die Gehälter - manchmal eben auch exorbitant.

    Die Rechtfertigung dieser ergibt sich aus der Bereitschaft, diese Gehälter auch zu zahlen. Währenddessen ergibt sich die Rechtfertigung von Massenarbeitslosigkeit und / oder existenzieller Unterentlohnung eben auch zum einen aus der (durch Zwang) erzeugten "Bereitschaft", für sowenig Geld arbeiten zu gehen bzw. gar nicht gehen zu zu können und der dennoch halbwegs funktionierenden sozialen Abfederung.

    Solche Abfederungen gibt es am oberen Ende und auf der anderen Seite auch. Sie nennen sich nur anders, nämlich Haftungsbeschränkung und Insolvenzverfahren.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Und das ist schlicht Käse. Es laufen Fußballspieler zu Hauf rum. Allerdings will ich Dich jetzt nicht aus Deinem Traum wecken, daß diese alle unqualifiziert sind :D
     
  20. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... und weshalb werden diese von Dir nicht näher genannten teuer bezahlt?
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weil vielleicht nicht jeder 1 Mio. verdienen kann? :huhu:
    Oder machst Du jetzt exorbitantes Gehalt zum einzig ausreichendem Kriterium für Qualifikation? :D

    Die von mir nicht näher benannten, werde ich Dir auch nicht näher benennen, lieber face, da ich es nicht zu meiner Aufgabe zähle, Dich über den Amateur- bzw. nicht Bundesligafußballbereich aufzuklären. Kannst Dich ja mal selbst aufschlauen, falls Du Interesse daran hast. Go for gold.
     
  22. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... was soviel heisst wie ---> keine Nachfrage, weshalb steht doch auf einem anderen Blatt..
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Aber sicher, schon klar.
     
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wenn es Fußballer zuhauf gäbe, die qualifiziert sind, in der ersten Liga (oder in der zweiten) dieses Niveau zu erfüllen, so dass jeder Verein aus dem Vollen schöpfen kann, dann würden wir erstens spannendere Meisterschaften haben, zweitens international besser dastehen und drittens ein geringeres Gehaltsniveau im Profifussball haben. Ist m.E. ganz klar. Wer als Noch-Amateuer Profifußballer werden will, der nimmst zunächst auch "unterbezahlte" Verträge an. Wenn es solche wirklich zuhauf geben würde, dann würde sich dies bis in die erste Lige hinauf fortsetzen und auch dort das Gehaltsgefüge sinken.
     
  25. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Das ist der alte Witz mit dem Wortspiel "Arbeitgeber" und "Arbeitnehmer". Weil nämlich der, der als Arbeitnehmer bezeichnet wird, ja eigentlich der Arbeitgeber ist, weil er ja seine Arbeit "abgibt".
    Deshalb hinkt ja auch dein Beispiel, weil es ja weniger um angebotene Arbeitskraft geht als um fehlende angebotene Arbeitsplätze, die nicht nachgefragt werden können.
    Wenn Stellen abgebaut werden, wäre es sehr zynisch zu behaupten, dass dies an mangelnder Nachfrage zu angebotener Arbeitskraft läge. Just my 2 cent :weißnich:
     
  26. Detti04

    Detti04 The Count

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    Dass ueberhaupt Arbeitslosigkeit existiert, liegt natuerlich schon daran, dass nicht genuegend Arbeitsplaetze nachgefragt werden koennen; dass ein spezieller Mensch arbeitlos ist (also "ausgerechnet der und der") liegt aber daran, dass seine Arbeitskraft nicht nachgefragt wird.

    Dasselbe beim Stellenabbau: der Arbeitgeber sieht keinen Bedarf, also keine Nachfrage, fuer die Arbeitskraft seiner Leute und entlaesst sie deswegen.
     
  27. Detti04

    Detti04 The Count

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    Nein, nein und nochmals nein! Nur, weil etwas gemacht wird, ist es noch lange nicht gerechtfertigt! Wenn es gerechtfertigt ware, den Kapitalismus unreguliert schalten und walten zu lassen - wieso greift der Staat dann bei den Gering- oder Garnichtverdienern ein? Wenn man also erkennt, dass der Kapitalismus vielleicht doch nicht so ein tolles System ist, weil er unannehmbare Ungerechtigkeiten erzeugt - wieso wird dann nicht auch bei den Vielverdienern eingegriffen?

    Oder ganz kurz: wieso gibt es Mindestloehne, aber keine Maximalloehne? Wieso bleibt der Kapitalismus am einen Ende der Einkommensskala unreguliert, wenn er am anderen reguliert wird?
     
  28. Böhser_Domi

    Böhser_Domi Well-Known Member

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    Bei uns in der Regionalliga sind alle Mann im Kader Vollzeit-Fußballer. Doch auf 100000 kommen die sicherlich nicht im Jahr. Marjo Maric als Topverdiener bekommt an die 20000 im Monat. Dagegen liegt der Durchschnitt zwischen 3000-7000 Euro.
    Ist zwar immer noch nen schönes Gehalt, von dem man mehr als gut leben kann. Allerdings is dann nix mit 35 in Rente gehen.

    Im Durchschnitt verdienen die Bundesligaprofis allerdings viel zu viel.
    Ich empfinde diese Entwicklung mit den Gehältern mehr als negativ. Es geht in diesem Sport fast nur noch ausschließlich um die Kohle, der eigentliche Sinn dieses Sports geht total verloren...
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    BU, langsam, nochmal....
    Hab kein Wort verstanden; echt: Keins!
     
  30. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Komm ma aus deiner Scheinwelt, Markus! In den kleineren Vereinen der zweiten Liga bekommen höchstens die Top-Stars an die 100.000€. Wie sollten denn die Vereine das sonst aufbringen? Der Niedrigstverdienst von dem ich weiß, war in der letzten Saison 1000€ für einen Spieler pro Monat. Und dieser hat regelmäßig gespielt. Ich weiß nicht ob du so nen Job annehmen würdest...

    Keiner verdient unter 100.000... ich lach mich schlapp! :D
     
  31. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Gut, die 100k sind vielleicht etwas hoch gegriffen.
    Die Spieler müssen auf jeden Fall nicht mit sparen anfangen ;)
    Ob`s jetzt 80.000 oder 100.000 sind, darauf kommt doch auch nicht mehr an :floet: