Wenn heute Bundestagswahl wäre.....

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Eintracht-Fanatiker, 21 September 2011.

?

Wen würdest du wählen?

  1. *

    CDU / CSU

    11 Stimme(n)
    22,9%
  2. *

    SPD

    10 Stimme(n)
    20,8%
  3. *

    Grüne

    6 Stimme(n)
    12,5%
  4. *

    FDP

    4 Stimme(n)
    8,3%
  5. *

    Die Linke

    6 Stimme(n)
    12,5%
  6. *

    Piraten

    13 Stimme(n)
    27,1%
  7. *

    Sonstige

    4 Stimme(n)
    8,3%
Status des Themas:
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  1. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Auf der Insel, mit dem Verkehr.
     
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  3. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Ohne eine echte Oppositionspartei wie die Linke im Bundestag wären wir deutlich schlechter dran.
     
  4. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Nein, im Ernst, 13 Prozent für eine Partei, die bei der Machtübernahme eine sozialistische, äh Verzeihung stalinistische Diktatur in Deutschland errichten und Deutschland militärisch massiv aufrüsten würde, eine Retro-DDR 1.2 in der Eurozone sozusagen, sind schon beängstigend. Einheitsauto und Einheitslook. Oskar leitet dann mit Sahra im Wechsel das Politbüro.
    Gut das wir stattdessen die Blockparteien der Mitte mit der in der Bevölkerung beliebten wirtschaftskompetenten ehemaligen FDJlerin an der Spitze und Herrn Schaeuble als Finanzminister haben, die den guten Samaras und die Griechen unter Druck setzen, damit die uns nicht unterbuttern und wir kein Geld in Griechenland verbraten und die fälligen Reformen und Kürzungen an der Bevölkerung in den Südländern konsequent und erfolgreich durchgezogen werden, um die Märkte zu beruhigen und die Probleme in Griechenland in ihrem institutionellen Kern angefasst werden. Bis zur Machtübernahme der Linksextremen muss ja nur noch Zeit gewonnen werden. Danach ist es eh aus mit dem Euro. Ach und nicht zu vergessen die marktextreme FDP mit ihren 14,6 Prozent, und die freistaateigene CSU mit ihren immer fachkompetenten stammtischfernen Politikern, die sich zurecht über die einseitige Berichterstattung über die bayerische SPD echauvieren, bei 60%+ Wahlergebnissen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2012
  5. alditüte

    alditüte HSVer

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    Na ja, für jemanden der Publikative liest, scheint das ja genau das richtige zu sein. ;)

    Aber eine Partei, die Linksextremismus als nicht vorhanden bezeichnet und verherrlicht, kommunistische, undemokratische Gruppen innerhalb der Partei aktiv finanziert, extremistische Zusammenschlüsse in der Partei toleriert und akzeptiert sowie der gewalttätigen, linksextremen Antifa nahe steht, ist für mich nichts als der linksextreme Bodensatz der deutschen Parteilandschaft.
     
  6. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    darf ich dich ab jetzt
    Joseph McCarthy nennen?
    [h=1][/h]
     
  7. alditüte

    alditüte HSVer

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    Ach, dann leugnest du also, dass die Linke kommunistische Gruppen finanziert, herrlich! Kannst du noch so oft polemisch negieren, die Wahrheit ist es dennoch, die nicht einmal die Linke leugnen kann. ;)

    Und um das zu erkennen, muss man kein Verschwörungstheoretiker wie McCarthy sein, sondern einfach nur aufhören, auf dem linken Auge blind zu sein; aber dass Linksextremismus gerne mal verherrlicht wird (da leisten die Populisten der Linkspartei ganze Arbeit, Chapeau!), ist ja ohnehin bekannt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2012
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    So, wenn heute Bundestagawahl wäre, dann würde wohl nicht die Volksrepublik Deutschland ausgerufen, sondern:

    CDU 38%
    SPD 26%
    Grü 15%
    Linke 8%
    Piraten 5%
    FDP 3%

    Der Piratenhype scheint abzuflauen.

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ich hatte in den letzten Monaten eher den Eindruck, dass bei einigen Stellen im Land das linke Auge seeehr viel wachsamer ist als das rechte.
     
  10. alditüte

    alditüte HSVer

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    Ich rede jetzt ja nicht von diesem Pseudo-Verfassungsschutz, sondern von der Gesellschaft.

    Das überrascht mich (auch als Piratenwähler bei den letzten beiden Wahlen – Landtag und Bundestag) nicht, wenn man sich die regelmäßigen Berichte über extremistische Aussagen innerhalb der Partei anhört. War wohl nur ein Strohfeuer …
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  11. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die Piraten sind jetzt auch schon extremistisch? links oder rechts?

    Das Problem der Piratenpartei ist wohl eher, dass die kaum was auf die Reihe kriegen und das sie als One-Topic-Partei wahrgenommen (und wohl auch sind) werden. Und damit hat noch nie eine Partei eine Chance gehabt. Das war ein typischer Hype, der eine paar Protestwähler mobilisiert hat. Für die internetaffine Jugend mögen die Piraten noch eine Option sein, aber damit kann man auch keine Wahlen gewinnen. Wenn sie bei der nächsten Wahl nicht über 5% kommen, sind sie wohl für immer weg vom Fenster, soll heißen, eine von den Parteien der Abteilung "Sonstiges".

    Der FDP scheint btw. ähnliches zu drohen.
     
  12. alditüte

    alditüte HSVer

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    Ich meine nicht, dass die Partei extremistisch ist, sondern dass es in den letzten Jahren sehr viele rechtsextreme Aussagen von Anhängern der Partei gab (von denen diese sich natürlich distanziert hat, die sie aber logischerweise in ein schlechtes Licht rücken ließ). ;) Ich kenne jedenfalls einige Ex-Piratenwähler, die daraufhin wieder zu ihrer Stammpartei gewechselt sind, weil sowas eben abschreckt.

    Ob das der Hauptgrund ist, kann ich nicht sagen, aber es ist in jedem Fall mit ein Faktor.

    Das Wahlprogramm der Piraten hat sich im Vergleich zur Anfangszeit der Partei jedoch deutlich ausgebaut. Früher wurde ja wirklich nur auf ein Thema Bezug genommen, was heute nicht mehr der Fall ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2012
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ach so! Ja, das ist wohl definitiv der Fall.

    Parteiprogramme interessieren kaum jemanden, würde ich sagen. Das sind Werbebroschüren. Es kommt drauf an, was die Parteien machen und so von sich geben. Und von den Piraten kommt da hauptsächlich Quatsch und Chaos und Scheitern rüber. Aktuell die Sache mit dem Ponader und dem Flughafenausschuss.

    klar, kann sein, dass das die üblichen Geburtsschwierigkeiten und Kinderkrankheiten einer neuen Partei sind, aber ich bin da eher skeptisch. Die Kernthemen der Piraten können auch zu einfach von den etablierten Parteien übernommen werden.
     
  14. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Was ist eigentlich Linksextrem? Die "gewalttätige, linksextreme" Antifa, klar, aber sonst? Ich habe das Gefühl in Deutschland kneift man bei allen Gedankengängen, die nicht der völkischen Stammtischplatte entspringen reflexartig den Hintern zusammen und denkt an die DDR, Stalin und Mao (oder, noch besser, an Hitler und seine linksextreme Bewegung).

    Dann fallen Begriffe wie Kommunismus, Sozialismus und undemokratisch. Was ist eigentlich Kommunismus, gab es jemals einen Kommunismus? Was ist Sozialismus, ist das überhaupt definiert? Ist Hollande einer der gefürchteten linksextremen, sozialistischen Spinner, die so gefürchtet werden?
     
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Auch bei der stelle ich in aller Regel eher eine Abneigung gegen "linke Spinner" - egal öb Grüne, Ökos, Linke, Peacenicks - fest, als dass jemand ein Problem mit Rechtsextremismus äußern würde.

    Ist ja auch kein Wunder: Die einem fordern Citymaut und (verkehrs-)sichere Bahnhöfe, und kratzen damit an der "Freiheit", die anderen bringen ja nur Türken um.
     
  16. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wo sind die denn schon zum zweiten Mal angetreten, so dass man sich nicht nochmal wählen konnte?
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Vielleicht die hier: MLPD Einen besonders gefährlichen Eindruck machen die auf mich allerdings nicht. Oder die hier: Deutsche Kommunistische Partei :: D K P ?

    Wer Die Linke für linksextremistisch hält, der hat wohl eine Recht weite Definion von Linksextremismus. Ich wohne in Berlin, jahrelang regiert von Den Linken. Da kann ich nur sagen: Ein Unterschied zur SPD ist nicht festzustellen. Leider.
     
  18. alditüte

    alditüte HSVer

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    Linksextremismus ist für mich die versuchte gewalttätige Bekämpfung des Staates und seiner inneren Organe wie z. B. Polizei, wobei praktisch immer die direkte körperliche Konfrontation mit politisch Andersdenkenden gesucht wird (wie im Extremismus meist üblich). Sie streben ein kommunistisch-marxistisches oder alternativ anarchistisch-herrschaftsloses System an und richten sich dabei bei Demonstrationen oder auch Gegendemonstrationen meist auch gewalttätig gegen die Polizei.

    Dass der Kommunismus eine nicht durchführbare politische Ideologie ist, dürfte mittlerweile dem letzten klar sein, 65 Millionen Tote sprechen dabei eine klare Sprache. Und an Herrschaftslosigkeit und Anarchie ist rein gar nichts demokratisch, am Einsatz von Gewalt gegen Polizisten und Gegner ebenfalls nicht.

    Linksextremismus

    Es ist für mich keine weite Definition von Linksextremismus, wenn man eine Partei für linksextrem hält, die, wie ich schon mal betonte, kommunistische, undemokratische (!) Gruppen in der Partei duldet und finanziell aushilft, sowie den Linksautonomen der Antifa nahe steht. Wie gesagt, die Partei selbst, nicht einzelne Mitglieder, die sich möglicherweise davon abgrenzen.

    Hab ich mich falsch ausgedrückt: Wähler, die ankündigten, wieder zu ihrer Stammpartei zu gehen (und daher bei Umfragen auch nicht mehr für sie stimmen würden), wenn die nächste Wahl ansteht.

    Es gibt auch versuchte Morde von Linksextremen, 2010 vier und 2011 drei. Es ist daran nur eben noch keiner zu Schaden gekommen. Und es gibt sicher niemanden, der Linkspartei und Co. als linksextrem bezeichnet, weil sie sich für sichere Bahnhöfe einsetzen. Die NPD ist ja auch nicht rechtsextrem, weil sie eine freundlichere Familienpolitik anstreben.

    Abgesehen davon geht es mir nicht um einen Vergleich von Links- mit Rechtsextremismus, weil beides völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind. Nur weil eines gefährlicher ist, kann man nicht behaupten, dass das andere nicht beachtet werden braucht. Wenn zwei Menschen Diebstahl begehen, bringt man ja auch beide vor Gericht und nicht nur den, der mehr gestohlen hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2012
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Naja, das scheint ja ein besonders Hobby von Dir zu sein. Als Ottonormalverbraucher sage ich mal: Es besteht wohl keine Gefahr drin, dass irgendwelche Gruppen hier irgendwann "den Kommunismus" einführen.

    Das Rechtsextreme regelmäßig losziehen und Leute verkloppen oder töten und Ausländer-, Behinderten- und sonstigen Hass sähen ist dagegen ein tatsächliches Problem.
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Freundlich?

    Meiner Ansicht nach ist auch ihre sog. Familienpolitik rechtsextrem bzw. eben neo-nationalsozialistisch:
    Sie propagieren gute und erwünschte Familien und unerwünschte und schlechte Familien und was mit den unerwünschten der Fall ist, ist auch klar: Die haben keinen Platz in Deutschland.
     
  21. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wenn das heißen würde, dass beides beobachtet wird, weil beides auf unterschiedliche Weise als gefährlich eingestuft wird, ok.

    Wird es aber nicht. Das eine wird beobachtet, das andere, was deutlich gefährlicher ist, aber nicht. Wie passt das in dein Bild?
     
  22. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wobei es halt viele Leute gibt, die ein größeres Problem darin sehen, dass der Benzinpreis um 1,5 Cent steigt.
     
  23. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Richtig, die wenigen gewaltbereiten Linksextremen sollte man natürlich nicht ganz unbeobachtet lassen. Leider gibt es aber sehr viel mehr gewaltbereite Rechtsradikale. Und leider habe ich den Eindruck, dass man die von offizieller Seite nicht wirksam genug bekämpft - während man andererseits ein Riesen-Bohei um ein paar versprengte Anarchos macht. Understand the difference?
     
  24. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Was hat diese "verfassungsschützende" Definition denn nun mit der Linkspartei zu tun?
    Welche undemokratischen Gruppen meinst du?

    Die sogenannte autonome Szene (ich wünsche mir, dass wir alle Autonome sind, ein weiterer Begriff wird zum Schreckgespenst) mit den laut Verfassungsschutz 6400 gewaltbereiten Linksextremen kann ja wohl kaum so viel Angst schüren.

    Wenn es diese Autonomen sind, die dich zur Aussage veranlassen, dass Deutschland aufgrund foreninterner 13% für die Linksextremen "echt den Bach runter geht", kann ich das nicht nachvollziehen.

    PS: Welche 65 Millionen meinst du?
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich denke, sein Bedenken, dass hier in diesem Ländchen eine Diktatur nach dem Vorbild Maos und Stalins errichtet wird.

    Da waren die Deutschen aber schon immer sehr speziell:
    Den Versuch eines, ich nenn's mal, Aufstandes, der dann vielleicht in einer Art sozialistischen Regierungsform hätte enden können, liessen sie mit Hilfe von Freikorps niederschlagen und die Köpfe dieser Bewegung wurden, u.a. nach Folter mit einem aufgesetzten Schuß bzw. durch einen Schuß in den Rücken, getötet.
    Das sah dann 14 Jahre später schon anders aus, denn da wählte man ja die Massenmörder demokratisch an die Macht und liess sie dann machen.

    Nein, ich habe echt keine Angst, dass D'land eine kommunistische Diktatur wird. Beim Extrem auf der anderen Seite würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, dass das nie wieder eintritt.
     
  26. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das Gros der Linken-Wähler ein xenophobes Weltbild oder grundrechts- und demokratiegefährdende Positionen, im Unterschied zu der Wählerschaft anderer größerer Parteien, vertritt bzw. die Partei aus diesen Motivationen wählt und von der Partei, sollte sie Regierungsverantwortung bekommen, im Bund so gut wie ausgeschlossen, und in den Ländern hat man ja Beispiele, in dieser Hinsicht etwas außergewöhnliches und anderes als was sie nach außen trägt, zu erwarten wäre.
    Spinner, Illusionisten, Fundamentalisten, Radikale und auf einem politischen Auge blinde gibt es in den anderen Parteien, insbesondere den jetzigen Regierungsparteien, auch. Das Parteibuch ist da kein ausreichender Hinweis. Und inwieweit die jetzige Innen- Außen- und Europapolitik grundrechtsgefährdend und xenophob ist, kann man auch streiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2012
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    Sie verherrlichen etwas, dessen Existenz sie verleugnen? In der Tat eine merkwürdige Einstellung....
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Oktober 2012
  28. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Also, innerhalb der PdL gibt es natürlich schon radikale Strömungen, von teilweiser bis fundamentaler Opposition zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die nicht fälschlicherweise als extremistisch eingestuft werden, wie die KP, die aber als solche nur einen kleinen nicht dominierenden Anteil der Partei vertritt. Allerdings sollte immer auch der Zweck und die behördliche Entstehung des noch recht jungen Terminus "extremistisch" einbezogen werden. Gute Kontakte eines Teils der Linken zur DKP oder den Antifasanen sind nicht zu leugnen, wobei sich auch ein Teil der Partei davon distanziert. Insgesamt so sagt man, ist auch zwischen den stärker fundamental-kritischen und radikaleren kleinen Gruppen in westlichen Bundesländern und den der Sozialdemokratie näher stehenden Verbänden in östlichen Bundesländern zu unterscheiden, wobei man das natürlich nicht komplett verallgemeinern kann. Hinzu kommt noch die ehemalige WASG. Die Partei ist im Endeffekt als ein Sammelbecken für verschiedene mehr oder weniger links der Mitte liegende Strömungen, die sich programmatisch zwischen der SPD und der DKP verorten lassen gedacht, weswegen es ja bisweilen auch vielerlei Streit gibt/gab wie in den Medien ausführlich ausgebreitet wurde.

    Das linke politische Spektrum neigt schnell dazu, insbesondere aus ideologischen Differenzen, sich in mehrere oder viele kleinere (Splitter)gruppen aufzuteilen und sich so eines politisch-gesellschaftlichen Gewichts zu berauben, was in der PdL zu verhindern versucht wird unter der Inkaufnahme von auch grundsätzlichen Streitthemen. Auch deshalb gibt es jenseits der in die Mitte gerückten und der CDU/CSU insgesamt programmatisch nicht weit entfernt stehenden SPD nur eine und keine andere parlamentarische Opposition, die bspw. die scheinbar in den Grundsätzen alternativlose Krisenbewältigungsstrategie., wirtschaftsliberale und marktorientierte Dogmatik grundsätzlicher und umfassender aufgreift, m.E. zurecht kritisiert und in Frage stellt.

    Ich möchte das mit den Grünen vergleichen und nur den Fall unterstellen, es gebe in der Partei verankerte radikale oder extremistische Öko-Fundis, die Ökologisten, von denen sich die Partei nicht (ausreichend) distanziert, die aber im Kern, mit Ausnahme einzelner Kommunen, keinen außerordentlichen Einfluss auf die Programmatik der Partei haben. Zugleich gäbe es keine andere in ihrer Größe nennenswerte Partei, die für wichtige ökologische Themen ausreichend spricht und sich einsetzt. Viel anders wird es manchen Konservativen, für die die CDU/CSU das kleinere Übel ist, wohl auch nicht sein. Außerdem muss und passt sich Politik immer den realen Gegebenheiten an und gibt politisches Handeln in gewissem Grad vor. Wie das für die Grünen realpolitisch gilt, wobei ich deren ja zum Kosovo-Einsatz für falsch halte, so würde es auch für die PdL gelten, da sie den Euro und die EU-Mitgliedschaft Deutschlands nicht ablehnt und die Forderungen, die sie an eine Koalitionsbeteiligung auf Bundesebene stellt, zu der es in absehbarer Zukunft nicht kommen dürfte, diskussionswürdig aber nicht gefährlich im Sinne der Verfassung sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Oktober 2012
  29. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Flüchtlingscamp und Hungerstreik in Berlin schon seit über einer Woche. Auf Weisung des Berliner Innenministeriums ohne Decken und Isomatten und mit angeblichen nächtlichen Weckrufen. Unterstützung von vereinzelten Bürgern gibt es denoch. Ich hoffe, dass sich die Lage in den nächsten Tagen entspannt, und niemand gesundheitlich zu dauerhaften Schäden kommt. Viele andere Quellen habe ich aus dem nicht-linken Medienspektrum nicht gefunden. Daher die Berliner Zeitung.

    Hungerstreik am Brandenburger Tor: Innensenator verteidigt Polizeieinsatz | Berlin*- Berliner Zeitung
    Refugeecamp: Was die Polizei erlaubt | Berlin*- Berliner Zeitung
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 November 2012
  30. Schröder

    Schröder Problembär

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    Auf der einen Seite Aufmärsche von Neonazis genehmigen und von der Polizei schützen lassen und auf der anderen Seite hungernden demonstrierenden Flüchtlingen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Decken und Schlafsäcke wegnehmen. Dazu die "Pannen" mit der NSU... Ich sehe gefährliche Tendenzen bei den Ordnungsbehörden in der Hauptstadt.
     
  31. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    ...und an der spitze der cdu-innensenator frank henkel.
     
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