Weltkrieg 2012? Oder 2013?

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von DeWollä, 26 August 2012.

  1. Schröder

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    Warum "angeblich"? Er ist völkerrechtswidrig.
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Legen wir doch mal die Tatsachen auf´n Tisch:

    Wurde Israel von Syrien angegriffen? Nö.
    Bestand die konkrete Gefahr eines Angriffs von Syrien gegen Israel? Auch nicht.
    Gab es ein UN-Mandat für den Angriff Israels? Wieder nix.
    Wurde der Angriff Israels auf syrischem Gebiet durchgeführt und der dortige Luftraum verletzt? Jawohl...

    Möchte wissen, wer da was finden will, um den Angriff völkerrechtlich zu rechtfertigen. Ist ja nicht so, als könnte man das Völkerrecht nach Belieben in alle Richtungen ausdehnen.

    ´n Weltkrieg wirds wohl nicht geben, und weil Israel mal wieder den amerikanischen Freifahrtschein ausgestellt bekommt, hat es auch mal wieder keine schwerwiegenden Konsequenzen. Zeit wär´s aber dafür.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2013
  4. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    <cite>
    Charta der Vereinten Nationen und Statut des Internationalen Gerichtshofes
    Kapitel 1, Artikel 2, Absatz 4

    http://www.un.org/Depts/german/un_charta/charta.pdf

    Selbst der Ausschlussparagraph 51 (Recht zur Selbstverteidigung) zieht nicht, da es dort klar heisst:

    Nach übereinsttimmenden Angaben (auch aus Israel) wurde Israel aber nicht bewaffnet angegriffen.

    Ich nehme aber an, dass Dir das wiederum zu juristisch ist. Dazu sei angemerkt, dass diese juristische Argumentation von Dir mindestens eingefordert wurde, wenn auch nur indirekt.
    </cite>
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ Holgy:
    Du meinst, das ganze ist eine Zeitungsente von sämtlichen Medien weltweit? Der Angriff hat gar nicht stattgefunden und Israel hat´s auch nicht zugegeben, den Konvoi bombardiert zu haben? Vielleicht gibt es Syrien auch gar nicht (ähnlich wie Bielefeld)? Vielleicht leben wir alle auch nur in einer Matrix...

    Ok.

    Hier was zum Völkerrecht:

    Völkerrecht

    Zitat:
    Präventive Selbstverteidigung Das Recht zur präventiven Selbstverteidigung existiert nach einer zuweilen vertretenen Meinung definitiv nicht und nach der überwiegenden Meinung nur dann, wenn ein Angriff nachweislich unmittelbar bevorsteht und ein weiteres Abwarten die Effektivität der Verteidigung untergraben würde.


     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2013
  6. Schröder

    Schröder Problembär

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    Jetzt gibt´s da nur ein Problem: Selbst nach Israelischen Angaben sind auf dem Konvoi Flugabwehrwaffen gewesen. Warum muss man sich gegen reine Verteidigungswaffen präventiv verteidigen?

    Ob das nun wirklich Terroristen waren, steht auch noch nicht fest. Hier sollte die Beweislast auf der Seite Israels liegen.

    Zu Fastenrath: Es geht offensichtlich um die Bundeswehr. Die würde ohne UN-Mandat im Ausland nicht mal ins Gebüsch pinkeln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2013
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn Passagierfleugzeuge das Ziel sind: Das hätte die von Damaskus aus auch geschafft.
     
  8. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Zunächstmal halte ich es für angebracht, dass Du das was Du anderen abverlangst ebenfalls nutzt.

    Ergo, äussere es als Deine Meinung und dann haben wir ne Diskussionsgrundlage.

    Zweitens ...

    ... fallen mir hier zwei Merkmale auf, die einen immensen Spielraum zulassen.
    Zu ersterem, natürlich gibt es diese Völkerrechtler, genaus wie es die gibt, die dem widersprechen. Nur sind genau das eben Auffassungen oder auch Interpretationen des Vökerrechts. Da halte ich mich doch lieber an die Grundsätze der UN-Charta, die, obwohl mal so eben hergegoogelt, die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens darstellen. Das man mit google diese Dokumente heute schnell findet, dafür kann ich nichts. Sie sind aber eben öffentlich. Zudem sei eben angemerkt, dass die schnell herbeigegoogelten Textpassagen eben nicht irgendeine Interpretation sind, sondern das Dokument, was von den Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde. Dem räume ich zumindest einen höheren Stellenwert ein, als irgendein zitierte Buchpassage.
    Zudem bringe ich mal klassisch an, dass Israel klar die Unverletzlichkeit seiner Grenzen propagiert und dies, unter Androhung von militärischen Sanktionen, vehement einfordert und dies im Umkehrschluss aber eben nicht einhält.

    Zu zweiterem: Wer Terrorist ist und wer nicht ist stets ne Frage des Blickwinkels. Ich darf gar nicht dran denken, wenn der Iran auf israelischem Gebiet einen Konvoi angegriffen hätte ... . In deren Augen sind die Israelis nämlich die Terroristen. Das trifft umgekehrt genauso zu. Daher ist es zwingend notwendig, die Grenzen zwingend zu respektieren, solange kein Angriff unmittelbar bevorsteht oder stattfindet. Von beiden kann man angesichts der Verlautbarungen nicht ausgehen.

    Weiterhin ist anzumerken, dass die Bücher die Du als Quelle benennst eben auch nur Auffassungen bzw. Interpretationen sind. Die nehme ich natürlich zur Kenntnis, bilde mir aber eben alleine deshalb keine Meinung darüber. Du scheinbar schon. Dann nehme ich mir nämlich auch Bücher zur Hand, die aus dem anderen Blickwinkel argumentieren. Dann hat man nämlich den umfassenden Darstellung bzw. Interpretation vorliegen.

    Daher der Rat an Dich sich etwas differenzierter und vor allem eingehender mit einer Matrie zu beschäftigen und keine einseitigen Äusserungen, die zufällig Deiner Meinung zu entsprechen scheinen, als "Tatsachen" hinzustellen, sondern diese bitte als Deine persönliche Meinung zu kennzeichnen (verlangtest Du ja von anderen auch schon öfters). Aber das wurde Dir ja schon mehrfach nahegelegt. Das Du es nicht machst weiss ich und ich kann damit auch beruhigt leben. Daher. Was solls?
     
  9. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    All das zeigt mir, dass Du gar nichts verstanden hast. Israel pocht auf strikte Einhaltung der Grenzen und argumentiert mit jener Charta. Im gleichen Atemzug verletzen sie dieselbe, auf der sie pochen. Sehr wohl hole ich genau diese Charta genau dann vor und reibe sie jenen unter die Nase, auf deren Grundlage diese sonst argumentieren. Zudem habe ich meine Meinung dargestellt. Das Du mit dieser nicht konform gehst, akzeptiere ich.

    ... und dennoch positionierst Du Dich klar?

    Du drehst und windest Dich und bekommst nicht mit, dass Du Dich stets widersprichst und zudem anderen stets Eier ins Nest legst, die dies ausdrücklich mehrfach dementiert haben (Bsp. "dass Assad ein cooler und rechtschaffender Staatsmann ist und nur die Bösen tötet")

    - - - Aktualisiert - - -

    ... und die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten. Aber das war zu erwarten.

    http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-israel112.html
     
  10. BoardUser

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    Nun. Ungeachtet dessen, dass einem das natürlich zusteht, und demzufolge (eigentlich) dann auch, den Assad und seine Sicht der Dinge gut zufinden, ist das genau die Krux.

    Die Krux nämlich, sich einzubilden, zum einen unabhängig einer differenzierten Sicht auf bestimmte Formalien zu pochen, diese aber ebenso unabhängig auf eine gewisse andere differenzierte Sicht dann selbst nicht mehr einhalten zu wollen bzw. sich einzubilden, dies nicht mehr zu müssen.

    Das hatten wir ja an anderer Stelle schonmal. Wenn sich "der Westen", ich verallgemeinere mal gezielt, "herausnimmt", der restlichen Welt zu erklären, was Menschenrechte, Völkerrechte, Freiheits- und Demokratierechte etcpp. sind, und dies nicht nur zu erklären, sondern - je nach Lage der Dinge dies auch einzufordern bzw. durchzusetzen, dann darf man sich in der Tat nicht wundern, wenn einem genau die gleichen Argumente um die Ohren gehauen werden, auch wenn sie mal gegen einen laufen.

    Und damit tut sich der Westen zumindest auf internationaler Ebene ziemlich schwer. Auf nationaler zuweilen auch, auch in Deutschland stoßen wir damit immer mal wieder an unsere Konflikte, sei es bei der Zuwanderung, beim Demonstrationsrecht, beim Umgang mit Links- und Rechtsextremismus, mit der RAF, selbst beim Umgang mit Schwerkriminellen gibt es immer mal wieder Tendenzen, die mit dem, was wir so als Land nach draussen verkünden, wie unsere grundsätzliche Haltung sei, überhaupt nix zu tun haben.

    Nun, solange man da innerhalb des Volkes verschiedene Meinungen hat, isses auch nicht soo das Problem. Problematisch - weil unehrlich - wird die ganze Kiste dann, wenn man sich als Staat selbst mal so und dann wieder genau anders - nämlich zu 100% interessengesteuert - positioniert.

    unter Zivilpersonen nennt man sowas dann unaufrichtig bzw. opportunistisch.

    Und man kann sich überlegen, ob man - so mal ganz grundsätzlich - solches verhalten akzeptabel findet. Wobei man sich natürlich - so mal auf Staatsebene - auch im Klaren werden sollte, was die Alternative ist.

    Ich für mein Teil wäre dann schon eher der Ansicht, dass man auch und gerade nach draussen wenigstens so ehrlich und offen sein sollte, zu verkünden, dass die eigenen Werte und Moralvorstellungen ihre Grenzen darin finden, dass eigene Interessen berührt werden bzw. zu verletzt werden drohen. Dann wissen wenigstens alle, woran sie sind. Und was daraus dann folgt, ist wohl auch allen klar.
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nö zumindest nicht so, wie ich das "interessengeleitet" meine, nämlich, dass man die Normen flugs ändert oder schlicht nicht anwendet, wenn sie einem nicht in den Kram passen.

    Beispielsweise hat ja gerade deswegen der deutsche Staat die Grundrechte als Abwehrrechte gegen Eingriffe des Staates ins Grundgesetz geschrieben. Genau an dieser Stelle hat er ja (konsequenterweise) in Kauf genommen, dass die Grundrechte keine politischen Floskeln sind, sondern Rechtsnormen, auf die man sich direkt berufen kann, wenn man sich bezüglich einer staatlichen Maßnahme eingeschränkt fühlt. Und damit in Kauf genommen, dass dem Staat seine eigenen Grundsätze wie ein Spiegel vorgehalten werden, wenn er übertreibt. Und das wird auch gemacht.

    Im internationalen Maßstab gesehen würde das bedeuten, dass sich alle Unterzeichner der KSZE, der UN-Charta und anderer völkerrechtlich bindenden Verträge direkt auf diese berufen können, wenn sie die darin verankerten Rechte verletzt sehen.

    Passiert aber nicht. Weil es weder eine Sanktionsmöglichkeit gibt - schlimmer noch - es gibt nicht mal ein durch alle Unterzeichner anerkanntes Gericht. Und nu rate mal, wer u.a. ein solches nicht will.

    Bingo!

    Möglich wäre dies alles, wenn man seine eigenen Moralvorstellungen und Ethiken wirklich so hoch hängt, wie es zuweilen propagiert wird.

    Das was diverse nicht wollen ist, dass einem die eigenen Moralvorstellungen bzw. die von einem selbst unterzeichneten Verträge durch andere - möglicherweise sogar unabhängige Dritte - um die Ohren gehauen werden. Und das ist und bleibt (für mich zumindest) unaufrichtig bzw. opportunistisch.

    Und genau deswegen werden immer wieder - bei allen möglichen Meldungen wie solche hier im Thread - diverse Schreiberlinge den Finger rumdrehen und auf das "eigene" System zeigen. Das ist zwar (möglicherweise) in vieler Hinsicht besser. Hinsichtlich ausgeklügelter Propaganda jedoch nicht. Das können wir genausogut wie der Iran, Syrien, China,, Kuba oder Venezuela.
     
  12. Schröder

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    Diese interessegeleiteten Normen und Gesetze sollte man aber nicht anderen aufzwingen wollen und dann für sich selbst in beliebiger Weise umdefinieren.
     
  13. Schröder

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    Wenn du all diese Ungerechtigkeiten erkannt hast, wundert es mich, das du sie auch noch verteidigst. Zumal nicht mal behauptet wird, das sei ein humanitärer Einsatz gewesen.
     
  14. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Genau. Und deswegen müssen wir natürlich mitmachen. Deswegen sagen wir allen immer wieder, sie sollen (gefälligst) die Verträge einhalten, (sonst setzt es was), deswegen sanktioniert der Westen mit Handelsbarrieren, Entzug von Unterstützung oder - wenn es gar nicht anders geht - militärischer Drohung. Bestenfalls noch gemeinschaftlich.

    Interessen "durchsetzen", insbesondere gegen bestehende Abmachungen sieht unsere gesamte Rechtsordnung überhaupt nicht vor. Es sei denn man kündigt deswegen die verabredung oder verhandelt sie neu. Aber einfacher Vertragsbruch? Daran hängt das gesamte westliche System.

    Ansonsten ist die Beschreibung des IST-Zustandes entbehrlich, meine ich. Denn wie es IST, was wissen wohl die meisten. Viel spannender ist die Frage, ob das so in Ordnung ist und warum.
     
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  15. Schröder

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    Also eigentlich sollten Polizei, Richter und Armee das festgeschriebene Recht durchsetzen und sich dabei selbst daran halten.
    Wenn sie sich nicht daran halten, sind sie auch nicht besser als die, die sie bekämpfen bzw. bestrafen sollen.
     
  16. Schröder

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    Gegen bestehendes Recht hat erstmal bloß Israel verstoßen. Auf die Verurteilung warte ich noch.
     
  17. Schröder

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    Kann man vielleicht. Nur auf welcher rechtlichen Grundlage man zu dieser anderen Meinung kommt, würde mich dann schon interessieren.
     
  18. Schröder

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    Dann sollte man aber aufhören, genau dieses "irgendein Recht" anderen vorzuschreiben und zu behaupten, man würde zur Durchsetzung genau dieses "irgendein Rechts" auf der ganzen Welt zur Not auch mit militärischen Mitteln eingreifen.

    Sonst ist das doch ziemlich verlogen, oder nicht?
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2013
  19. Schröder

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    Sollte man, weils sonst unglaubwürdig ist, wenn man sich selbst nicht an dieses "irgendein Recht" hält, dieses aber von anderen einfordert. Führt für mich dazu, das der betreffende Staat den Status des "Rechtsstaates" verliert.

    Letzteres dürfte kaum einer in Abrede stellen und ist hier auch nicht das Thema. Das nicht alles, was erlaubt ist, auch gut ist, dürfte klar sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2013
  20. Schröder

    Schröder Problembär

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    Jadoch! Das sollte dann aber auch für alle gelten. Dementsprechend wären Gesetze und Verträge, die Grenzen und Hoheitsgebiet anderer Staaten (auch Israels) schützen sollen (und um genau dieses Recht geht es hier), dann wohl unnütz. Denn warum sollte Israel mehr Recht und Schutz bekommen als Syrien?
     
  21. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    mannmann, schröder!
    weil israel die usa in geiselhaft hat (finanziell) und D (moralisch) und die sich auf diesem planeten benehmen können wie eine offene hose.
    die interessiert doch, wie sie selbst sagen, keine uno und kein sonstwer.
    hast du das nicht bekommen bisher?
    was liest du denn?
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ihr könnt Euch jetzt 'nen Wolf diskutieren über Völkerrecht, Angriffsaktionen, Rechtmäßigkeit der Selbstverteidigung eines Staates, die Geschichte der letzen 60 Jahre im nahen Osten, etc. etc.; alles entweder eine Definitionsfrage oder eben, wie es so schön heisst: Historisch gewachsen.

    Was eine Tatsache ist, und das meine ich jetzt mal ohne Wertung:
    Israel ist ein Ländchen mit sehr überschaubarer räumlicher Ausdehnung, umgeben von, ich nenn es mal Gesellschaften, die es teilweise nicht sehr gut mit ihm meinen, genau deswegen auch hoch angreifbar mit Waffen von außen, weil es eben keine "Puffer" gibt und daher hoch empfindlich reagierend auf eventuelle Waffen und Waffenstationierungen der Gattung Raketen, Flugzeuge und alles was aus einer gewissen Reichweite heraus, ohne dass eine Verletzung des eigenen Bodens stattfindet, eben das eigene Territorium und die Bevölkerung bedroht.
    Genau deswegen ist auch, gibt ja wikipedia gut wieder, das "primäre Ziel der israelischen Steitkräfte": "(...) die strategische Initiave an sich zu reißen und den Krieg schnell und mit möglichst wenigen eigenen Verlusten zu Ende zu führen. Deshalb stehen offensive Taktiken im Vordergrund."

    Egal welches Land, welche Region, welche Bevölkerung man auf dem Erdball nimmt: Auf eine direkte Bedrohung, die Leib, Leben und Territorium betrifft, reagieren alle mit den maximalen Mitteln, die die jeweiligen Streitkräfte eben hergeben.

    Was es also immer ist, ist eine Frage der Möglichkeit der Machtdurchsetzung.
     
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  23. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn die weiter eine derart aggressive Siedlungspolitik betreiben, dürfte sich das "überschaubare Ländchen" noch etwas vergrößern. Ob dieses dann dazu führt, in Zukunft etwas friedlicher mit seinen Nachbarn auszukommen, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ist anscheinend auch von Israel so gewollt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Das mit den USA mag hinkommen, aber ob die uns nun moralisch an den Eiern haben, dürfte weltpolitisch eher zweifelhaft von Bedeutung sein. :D

    Mich interessiert auch nicht, ob das so ist, sondern warum Holgy das anscheinend auch noch gut findet.
     
  24. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    USA warnen vor Flächenbrand: Israel muss mit Angriff rechnen - n-tv.de

    Es war zu erwarten, dass solche Reaktionen folgen.
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zitat:
    "Dies sind Waffen, die Israel große Sorgen bereiten", sagte Brom am Donnerstag in Tel Aviv. Israels Luftwaffe ist häufig im libanesischen Luftraum im Einsatz und wäre durch hochmoderne Abwehrraketen stark gefährdet.
    ----

    Das ist ja extra-dreist.
    Dann ging es gar nicht um evt. Passagierflugzeuge, sondern die hatten Angst, das ihre illegalen Übergriffe auf libanesisches Hoheitsgebiet zu gefährlich würden. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, das der Libanon diese Manöver genehmigt hat (jedenfalls nicht freiwillig).

    Also quasi als würde ein Einbrecher den Wachhund erschießen mit der Rechtfertigung, der könnte ihn ja sonst beißen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Februar 2013
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  26. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Bravo, einer der wenigen Beiträge, der nicht vom reinen schwarz (böser Aggressor Israel) - weiß (unterdrückte Palestinänser) - Denken geprägt ist, sondern versucht eine Situation zu beurteilen. Dieser Beißreflex Israel angehend kann manchmal schon nerven. Warum sollte man nicht einerseits z.B. aktuelle israelische Siedlungspolitik kritisieren, andererseits aber durchaus darüber nachdenken dürfen, ob ein derartiger Angriff nicht vielleicht nachvollziehbar sein könnte. Wer, warum, mit welcher Begründung angegriffen wurde, spielt ja in der Diskussion fast gar keine Rolle.
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    Dazu müsste man ja erstmal wissen, was überhaupt getroffen wurde. Bis jetzt steht die Aussage Israels (Konvoi) gegen die Aussage Syriens (Forschungslabor). Ich wüsste jetzt nicht, warum ich dem einen mehr Glauben schenken sollte als dem anderen. Fest steht nur, das Israel ohne UN-Beschluss einen Luftangriff auf fremdes Staatsterritorium durchgeführt hat.

    Und das halte ich dann für verurteilenswert. Wird bei allen anderen Staaten ja auch verurteilt. Nur scheint Israel außerhalb jeder Gerichtsbarkeit zu liegen, warum auch immer.
     
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  28. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Man sollte hier den Kontext nicht vergessen.

    Und der Kontext ist der das die Hisbollah vor einigen Jahren einige Israelische Soldaten auf Israelischem Territorium entführte, Israel daraufhin einen Monat lang versuchte die Hisbollah militärisch zu schlagen, und dabei mit einem 1 : 3 Verlustverhältnis das schlechteste Verlustverhältnis seiner Geschichte einfuhr (Und das trotz totaler Luftüberlegenheit, Artillerie und Panzern über die die Hisbollah nicht verfügte) und an den Verhandlungstisch gezwungen wurde - die Hisbollah ist, bzw. war (Der Syrienkonflikt stört ihre Unterstützung durch Iran und Syrien doch sehr) die dritt-schlagkräftigste Armee der Region nach der Türkei und Israel.

    Es sollte nicht wirklich verwundern das Israel seine Sicherheit gefährdet sieht wenn die Hisbollah zusätzlich zu ihren bereits existierenden Fähigkeiten auch noch eine respektable Luftabwehr-Fähigkeit entwickelt. Das die Hisbollah nicht abwartet sondern auch selber gerne losschlägt hat sie ja bereits bewiesen, hier also von einem fundamentalen Aggressionsbedürfnis Israels zu sprechen ist, na, sagen wir mal, diskussionswürdig.
    Naja. Mit Jordan hat Israel bereits diverse militärische Übereinkünfte getroffen, und mit den Saudis kooperiert man inoffiziell - man stellt unter anderem sicher das man die jeweils anderen Streitkräfte logistisch unterstützen kann (Daher das Israelische Interesse daran das Deutschland den Saudis Panzer verkauft - im Merkava stecken eine ganze Reihe Leopard-Kompatibler Bauteile).

    Probleme gibt es mit den Palästinensern und den Iran-gestützten Syrern/ Hisbollah. Ägypten, Jordan und Saudi-Arabien sind keine Probleme, die letzten beiden sind potentielle Alliierte gegen den demographisch absurd dominanten Iran.
     
  29. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    hoppla, kaum mal 2 Tage mit Fieber im Bett schon gehts los....ohne mich....

    durchgelesen und abgehakt, irgendwie kommen wir da nicht auf einen Punkt, weder die kühlen Technokraten noch die emotionalen Gerechtigkeitsfans werden diesen gordischen Knoten kappen. Wenn man Mitgefühl hat, dann bedauert man schlichtweg das Unrecht, geschehen über Jahrhunderte und fast ausschließlich begründet in religiöser Zwietracht untereinander. Das ist die Wurzel des Übels, die Habgier natürlich, geschwängert mit Angst und einer Portion trotziger Eigenüberschätzung, genährt aus zweitausend Jahren Gehirnwäsche....schade, diese dumme Menschheit, diese Würmer....hinfort mit Ihnen!

    Na ja, mein kleiner Poet hatte den Wunsch seinen Spruch loszuwerden, ich habe vielleicht noch Fieberwahn?
     
  30. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    habe jetzt mal die Medien Spiegel und Focus angeklickt, im Spiegel nichts auf Seite 1 darüber gefunden, Focus hatte da etwas mit Erweiterungsthemen

    Israel auf Iran-Angriff vorbereitet: Netanjahu ist bereit &#132;den Knopf zu drücken

    Klingt nicht beunruhigender als was wir schon seit geschätzten 15 Jahren hören, oder noch länger. Frage ist für mich nur, schlagen sie erst dann los, wenn ich nicht mehr daran glaube? Dann müßte es aber morgen los gehen.....
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    Du schreibst verworren wie eh und je, von daher biste wohl wieder gesund. :D Freut mich.
     
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