Welche Mitsprache-Möglichkeiten sollten Fans und Mitglieder haben?

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von Holgy, 14 Mai 2013.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Anlässlich des Verzichts Schalkes auf Effenberg als neuen Trainer mit der Begründung, dieser wäre vielen Fans nicht vermittelbar, weil er Bazi ist, stellt Kommentator "Die Wurst" Kahn mal eine interessante Fragen. Oder man denke an "Koan Neuer": Der FCB hat drauf geschi...

    Vor diesem Hintergrund stellt sich grundsätzlich die Frage, welchen Einfluss und welche Mitsprache-Möglichkeiten die Fans und Mitglieder in ihren Klubs haben sollten. Begreift der Verein seine Anhänger lediglich als Kunden und Konsumenten oder als aktiven Teil des Klubs, dessen Meinung ernst genommen wird? In Zukunft wird es für die Klubs immer wichtiger werden zu wissen, was die Mehrheit der Fans und Mitglieder denkt. Wie repräsentativ sind die Banner in der Kurve? Spiegelt sich in den Sprechchören der organisierten Fanklubs wirklich die Meinung der Mehrheit wieder oder wird von diesen Fanklubs nur Politik in eigener Sache betrieben?
    Q


    Welche Einfluss sollten Fans und Mitglieder auf Entscheidungen ihrer Vereine haben?
    Wie soll man diese in Erfahrung bringen?
    Ist die Kurve nur eine Minderheit?
    Oder sollten die Vereine da gar nicht drauf hören?
     
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  3. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Kommt auf den Verein an.
    Es gibt Vereine, da lassen sich die Fans vom Vorstand zusammenfalten, wenn dem was nicht passt und halten dann die Backen dicht.
    Bei anderen Vereinen würde der Manager die Jahreshauptversammlung nicht heil verlassen.
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ist ja auch gut so, was haben die Fans schon für eine Ahnung vom Fußballgeschäft. Könnte man sagen.
     
  5. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Jep, einfach nur die offiziell von Verein lizenzierten Fähnchen schwingen und offiziell genehmigten Liedchen singen. ;)
     
  6. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Meint der Kahn jetzt Fans oder Mitglieder?

    Die Meinung der Mitglieder erfährt man spätestens auf einer Mitgliederversammlung. Das musste auch Kahn selber schon erfahren, als selbst er es nicht schaffte seinen Papa ins Präsi-Amt zu hieven.
     
  7. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Mir ist es schon wichtig von meinem Club ernst genommen zu werden, denn sonst könnte ich mich niemals so identifizieren wie ich es tue. Ich sehe mich selbst auch nicht als Kunden sondern eben als Fan.

    Natürlich soll der Verein schon irgendwo machen was er denkt, aber schon auch im Sinne der Fans. Es sollte jederzeit ein Dialog da sein. Fans sollten negative Punkte ansprechen können und der Verein sich zumindest bemühen diese umzusetzen. Zumindest guten Willen zeigen.

    Bei Grundsatzfragen haben in MG die Mitglieder Mitspracherecht und der Verein sieht dass auch nicht als Gefahr, sondern hat die Fans bei Ihrem Anliegen sogar unterstützt.

    Wählbarkeit des Vizepräsidenten, der für den sportlichen Bereich zuständig ist, durch die Mitgliederversammlung.

    Diese Position wird zurzeit von Rainer Bonhof bekleidet. Die Mitgliederoffensive erkennt diese Forderung als logische Schlussfolgerung der Analyse der letzten zehn Jahre, in denen es wirtschaftlich gut, aber sportlich katastrophal lief. Deshalb sollen die Mitglieder den höchsten Entscheider im sportlichen Bereich künftig selbst bestimmen.

    Und der mir wichtigste Punkt:

    Vereinsanteile dürfen nicht ohne Mitgliederbeschluss veräußert werden.

    Unsere Satzungsanträge - Mitgliederoffensive 2007/2011

    So kann ich besten Gewissens sagen, Borussia wird immer mein Club sein und wäre als Tattoo Motiv erste Wahl und ich muss keine Angst haben, dass meine Borussia irgendwann zum Spielball irgendeines Scheiches oder Großkonzern wird.
     
    Holgy und derblondeengel gefällt das.
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Es gibt diverse Satzungsversionen, ich glaube in jedem Verein ist es ein bisschen anders. Knackpunkt finde ich ist, wer gewählt wird von den Mitgliedern und wer nicht und wer zu dieser Wahl wie kommen kann.

    Beim VfB sieht man ja gerade, dass die dortige Konstellation unglücklich sein kann. Da wird der Präsident vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, bevor er gewählt wird. Ohne den Aufsichtsrat geht dort nix. Der Aufsichtsrat wird wiederum vom Ehrenrat zur Wahl vorgeschlagen, dieser wiederum vom Vorstand. So kann man seinen Klüngel prima im Griff behalten.

    In Karlsruhe ist das Hauptproblem, dass es einen Verwaltungsrat gibt, der die Arbeit insbesondere das finanzielle Gebaren des Vorstands kontrollieren soll. Leider hat er das in der Vergangenheit nicht immer so getan wie ich es mir vorstellen würde. Da müssen spätestens auf jeder MGV die Karten auf den Tisch. Ist immer eine Gratwanderung zwischen zuviel Nähe zum Präsidium und Bremserei.

    Als Fan und Mitglied brauche ich auch keine Ahnung vom Fussballgeschäft haben, es reicht wenn der den ich wähle das hat.
    Papa Kahn hatte es auf jeden Fall mal nicht, und deswegen wurde er auch nicht gewählt damals.
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Fans sollen gar kein Mitspracherecht in Fragen bzw. Entscheidungen, die den Verein betreffen haben und haben es auch nicht.
    Wollen sie das haben, so sollen sie Mitglieder im jeweiligen Verein werden.
    Als Fan kann man sich ja so verhalten wie jeder Konsument das eben tut: Kaufen oder Nicht-Kaufen.

    Ausserdem würde ich ohnehin zwischen aktiven Mitgliedern und passiven Konsummitgliedern (wohl die überwältigende Mehrheit der meisten Mitglieder in den Großvereinen) unterscheiden.
    Erstere gestalten den Verein ja wirklich und partizipieren am Vereinsleben, die zweite Gruppe will (Profi)fußball im Stadion sehen und das war's auch schon.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Mai 2013
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Nun, durch sein Kaufverhalten hat ein Konsument ja durchaus einen gewissen Einfluss auf die Entscheidungen einer Firma. Mal ganz unabhängig vom Fussball.

    Ansonsten stimme ich deinem zweiten Satz
    absolut zu.
    Nur dann sollten die Vereine auch eine Satzung haben, die dieses erlaubt. Wie ich beschrieben habe ist das nicht überall der Fall.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Schon klar; haben wir hier in München ja gleich zweimal vorhanden ;)
    Obwohl ich die FCB Satzung gar nicht kenne und die Sechzger gerade ihre Satzung etwas demokratischer gestaltet haben aber auch immer noch so ein unsägliches Aufsichtstat-/Verwaltungsrat Vorschlag- und Bestellwesen drin haben.

    Ich bezog mich halt nur auf die, sehr oft vernommene, Klage "Der Verein hört nicht auf die Fans".
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Jo. Vor allem, wer sind denn "die Fans"?
    Die Satzung der Bayern lässt auch nicht mehr zu, da wird ja auch vorher vereinbart wer welchen Posten kriegt.