Was lest ihr zurzeit?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von zini, 31 März 2007.

  1. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Taal Vitaal....

    meine niederländischen Sprachlernbücher.
     
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    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    :top:

    Ok, kleiner Sprachtest (aber ohne nachzuschauen). Was heißt:

    1. Rittenkaart zonder overstaprecht
    2. Behalve voor fietsen en bromfietsen

    Beides habe ich seit meinem ersten Amsterdam-Urlaub 1974 nie wieder vergessen. ;)
     
  4. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Teil 1 irgendwas mit ohne übertragungsrecht??? (rittenkaart kenne ich nicht)

    2 Nur für Fahrräder und Moppetts

    right?
     
  5. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das zweite stimmt auf jeden Fall. Das erste ist einfach eine Fahrkahrte (Bus, Tram) ohne Umsteigerecht. Zonder overstapprecht - also ohne das Recht, mit der Karte in einen anderen Bus zu stapfen... :)
     
  6. Detti04

    Detti04 The Count

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    Hollaendisch kann ich auch, zumindest ein Wort - naemlich fietswielventieldopje. Wer kriegt's raus? Ist eigentlich ganz leicht...
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Fahrradreifenventilkappe?
     
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Richtig. Wie gesagt, ganz einfach, wenn man die einzelnen Bestandteile des Wortes erkannt hat.
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

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    Uebrigens habe ich gerade (zum 2. Mal) "Incendiary" von Chris Cleave gelesen. Das Buch beginnt mit einem terroristischen Anschlag Osama bin Ladens auf das Spiel Arsenal-Chelsea (und wuerde deshalb auch in den "Bombe in Dortmund"-Thread passen), aber um den Anschlag als solchen geht es gar nicht so sehr. Vielmehr geht es um eine Frau, die bei diesem Anschlag Mann und Sohn verliert, sowie darum, wie sie mit diesem Verlust und der Trauer umgeht, und um die Folgen dieses Anschlags auf das oeffentliche Leben in London. Geschrieben ist das ganze in Form eines Briefes dieser Frau an Osama bin Laden. Das Buch ist ziemlich duester, aber gut, finde ich, und wurde 2008 auch verfilmt; nach allem, was ich gelesen habe, sollte man vom Film aber Abstand halten, weil der nicht so dolle ist (und in ihm anscheinend die Handlung stark veraendert wurde.)
     
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Die Biographie von Joseph Goebbels. Von Peter Longerich. Höchst interessant und spannend.
     
  11. Crippler

    Crippler Member

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    "Morpheus" von Jiliane Hoffman.
    Der erste Band war echt genial.
     
  12. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Gestern fertig gelesen: "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns. In diesem Buch erzählt Wibke Bruhns (die erste Frau, die die Heute-Nachrichten sprach) die Geschichte ihres Vaters Hans Georg Klamroth, der im Zuge des Attentats vom 20.Juli 1944 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Anhand von Unmengen an Briefen, Dokumenten und Erzählungen versucht Frau Bruhns ihren Vater, den sie im Alter von 6 Jahren verlor, besser kennenzulernen und schafft es dabei eine interessante Geschichte zu erzählen, die eben nicht nur das Schicksal ihrer Familie beleuchtet, sondern auch die Geschichte Halberstadts im Kleinen und Deutschlands im Großen.

    Heute angefangen: Heinrich Himmlers Biographie von Peter Longerich. Sieht nach etwas schwererer und lohnender Kost aus.
     
  13. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Aktuell: Stieg Larsson - Verblendung

    Erster Teil der hochdekorierten Millenium Trilogie des 2004 verstorbenen Stieg Larsson, bin gerade erst in Kapitel 3, also viel ist noch nicht passiert, aber eine Empfehlung ist es jetzt schon wert... :)
     
  14. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hat mir auch gefallen. Im zweiten und dritten Teil passiert mehr, aber vielen gefällt die eher übersichtliche Geschichte des ersten Teils am besten.

    Ich lese zur Zeit einen ziemlich bekannten Schmöker, der mich in die Zeit vor 1000 Jahren, ins tiefste Mittelalter zurückversetzt. "Der Medicus" von Noah Gordon (erschienen 1986) ist eine Art Road Movie aus einer ziemlich brutalen Zeit. Ein 8jähriger Junge aus London verliert seine Eltern und geht als Gehilfe eines Baders (so eine Art Mischung aus Gaukler und Arzt für Arme) auf Tour durch England. Er interessiert sich dabei immer mehr für Medizin, und macht sich zehn Jahre später auf die beschwerliche Reise nach Isfahan in Persien, um bei dem berühmten Arzt Avicenna zu lernen.

    Das Buch liest sich locker und flüssig, es ist immer was los. Man erfährt viel über die verschiedenen Berufe, Orte, Länder, Völker, Sprachen und Religionen aus der Zeit. Auch die Dialoge sind gut geschrieben, sie wirken natürlich und zeitlos, ohne Anbiederungen an typische Ausdrucksweisen der heutigen Zeit.

    Fazit: das Buch ist ein absolutes Lesevergnügen.
     
  15. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Heinrich Böll - Die verlorene Ehre der Katharina Blum
     
  16. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Die würde mich interessieren. Die andere ist höchst interessant gewesen.
     
  17. Layard

    Layard Dschungel-Kronprinz 2014 Moderator

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    Boah, ewig nicht mehr in diesen Thread geschreiben. Naja, schon etwas länger hab ich durch:

    Titel: Tod und Teufel
    Autor: Frank Schätzing
    Verlag: Goldmann
    Stimmen:
    Kölnische Rundschau

    speakeasy Krimimagazin

    Express

    Kölner Stadt-Anzeiger

    Der Roman spielt im Jahre 1260. Es geht um den Dieb Jacop der Fuchs. Er wird durch einen Zufal Zeuge eines Mordes an den Kölner Dombaumeister. Allerdings wurde Jacop als Zeuge entlarvt und befindet sich demnach auf der Flucht vor dem Mörder. Dabei gerät er in einen Machtkampf zwischen dem Kölner Erzbischof und den Patriziern.

    Die Geschichte beginnt sehr flott und unterhaltsam. Es gibt spritzige Dialoge während die Handlung schnell voranschreitet. Nach etwa 100 Seiten aber stagniert die Handlung etwas. Das liegt an einem etwa 50 Seiten langen Teil, indem Schätzing das historische Wissen vermitteln will. Das mag zwar am Anfang interessant sein, wird aber schnell langweilig. Man hat beim Lesen teilweise das Gefühl, dass Frank Schätzing unbedingt die gut recherchierten Inforamtionen irgendwie unterbringen wollte. Leider passen diese aber nicht sonderlich gut zur eigentlichen Handlung.
    Nach einiger Zeit nimmt die Geschichte glücklicherweise wieder etwas an Fahrt auf und wird zum Ende noch etwas spannender. Auch weil der geschichtliche Teil fast weggelassen wurde.
    Leider zeigen die Charaktere wenig Facetten und bleiben über die gesamte Zeit hinweg einseitig. Die Rollen sind klar verteilt, da es nur „das Gute“ und „das Böse“ gibt.
    Gut gefallen hat mir der Sprachstil. Die Handlung ist temporeich,einfach erzählt und ist realistisch.
    Abschließend lässt sich sagen, dass „Tod und Teufel“ ein ordentlicher Mittelalterkrimi ist. Empfehlen kann man das Buch allen, die Krimis mögen und gleichzeitig sehr an der mittelalterlichen Geschichte Kölns interessiert sind.
    Punktzahl:

    7/10
     
  18. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die Autobiographie von Motörhead Lemmy. Der schreibt wie Dilbert! Wer das mag, wird bestens unterhalten, und erfährt einiges aus den wilden Jahren der Rockmusik, denn Lemmy war und ist nicht nur Mastermind von Motörhead, sondern war u.a. auch Roadie bei Jimmie Hendrix und Mitglied der heute fast vergessenen Hawkwind.
    ("White Line Fever", 8,95 €, 320 Seiten, Heyne)

    Motörhead - Killed by Death (Wacken 2009) - YouTube
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 August 2011
  19. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Nach dem "Medicus" bin ich in den letzten Monaten einfach mal im Mittelalter geblieben. Bisher hatte ich aus dem Zeitalter ja nur "Die Säulen der Erde" von Ken Follett (1990) gelesen, und so machte ich mich erst mal an die Fortsetzung dieses epischen Werks, das 2007 erschienene "Die Tore der Welt".

    Das Buch gefiel mir mindestens genauso gut wie die "Säulen", und im Vergleich zum Medicus gibt es hier nicht nur eine, sondern gleich mehrere Hauptfiguren. Dafür spielt es fast ausschließlich an einem einzigen Ort, nämlich in der fikitven englischen Ortschaft Kingsbridge, die unter kirchlicher Herrschaft steht. Und wir sind inzwischen im 14. Jahrhundert angelangt, als die Pest sich über fast ganz Europa ausbreitete.

    Seit einigen Wochen bin ich nun bei einem spanischen Buch, das fast ausschließich in Barcelona während der gleichen Epoche spielt. Es heißt "Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones und ist 2006 erschienen. In Spanien wurde es ein großer Verkaufserfolg, während es in Deutschland noch nicht so bekannt ist, so dass es nicht einmal einen Wiki-Artikel darüber gibt. Anfänglich fand ich es nicht ganz so gut wie die "Tore zur Welt", aber inzwischen bekommt es für mich auch seinen ganz eigenen Reiz.

    Hier geht es wieder vor allem um eine Hauptperson, dessen Kindheit auch einen großen Raum einnimmt. Als bettelarmer Waisenjunge arbeitet er sich vom Steinträger zu einem angesehenen Bürger Barcelonas hoch. Interessant auch die strenge Zunft-Organisation der Handwerker im damaligen Barcelona, die sich eher an nördlichen Ländern orientiert. Immerhin ist die Stadt damit wesentlich fortschrittlicher als ihre Umgebung, in der ein finsteres, zeimlich brutales Feudalsystem herrscht.
     
  20. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Den zweiten Band der Weitseher-Trilogie von Robin Hobb mit dem schmissigen Namen "Des Königs Meuchelmörder". Die Verfilmung von "Game of Thrones" hat mich dazu veranlasst, seit langem mal wieder einen Fantasy-Zyklus in Angriff zu nehmen, bisher liest sich das durchaus gut. Eigentlich recht sachlich, die fantastischen Elemente werden nicht übertrieben eingesetzt, es wimmelt also nicht vor Elfen, Hobbits, Zauberern und Drachen. Stattdessen gibt es so eine Art Zombie, das ist immer ein Pluspunkt. :D
     
  21. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Da kann ich ja gleich mal an das letzte Posting anknüpfen. Lese seit ein paar Tagen "Wachen! Wachen!" von Terry Pratchett (Originaltitel "Guards! Guards!"), das 1989 im Rahmen der Scheibenwelt-Reihe erschien.

    Ich merke aber auch bei diesem Buch wieder, dass Fantasy einfach nicht mein Genre ist, auch wenn ich es in Buchform noch besser finde als im Film. Natürlich hat das Werk einiges an Sprachwitz (der in der Originalausgabe sicher noch besser zum Tragen kommt), aber die Handlung ist mir manchmal einfach zu langwierig und verworren. Zwerge und Drachen sind halt einfach nicht mein Ding, obwohl mir die symbolische Bedeutung meist schon klar ist.

    Ebenso bewusst ist mir, dass Pratchett bei vielen Kult ist, weshalb er mir auch mehrfach wärmstens empfohlen wurde, teilweise von Leuten die ich sehr schätze. Vielleicht waren die Erwartungen so einfach zu hoch. Aber irgendwie mag ich's doch lieber realistisch, auch wenn's nur das Mittelalter ist. Immerhin: auch wenn ich es häufig als zäh empfinde: ich werd das Buch dennoch zu Ende lesen, und nicht abbrechen, so wie vor 40 Jahren den "Herrn der Ringe". Ist ja schließlich auch nicht ganz so lang. ;)

    So, und jetzt dürfen die Pratchett-Fans gerne auf mich :hammer2:
     
  22. Dhünnufer

    Dhünnufer Gieriger Pillenfresser

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    Ich stecke gerade mitten in Homers Ilias, dem ältesten Buch von ganz Europa. Es handelt vom Trojanischen Krieg. Die Brutalität des Krieges wird dem Leser unglaublich drastisch geschildert: Da wird z. B. beschrieben, wie jemandem der Speer durch die Zähne oder auch durch die Blase fliegt - und das in Versform! Auf solch eine Verbindung von archaischer Rohheit und Poesie käme heutzutage wohl niemand mehr. Dem Übersetzer der Fassung, die ich lese, gelang es immerhin, das Versmaß des Originals beizubehalten. Ein echter Genuss!
     
  23. Mischa

    Mischa Guest

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  24. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Bundesliga 94? Du bist wohl ein historisch interessierter? ;)
     
  25. Mischa

    Mischa Guest

    das waren noch Zeiten als Leipzig eine 1.Ligamannschaft hatte!
     
  26. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ist ja bald wieder so weit. :D
     
  27. Mischa

    Mischa Guest

    es wird irgendwann so kommen&dann geht es oft in den Gästeblock(wie Diesen Samstag RBL-HFC)
     
  28. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hab grad einen deutschen Thriller von 2010 fertig gelesen, nämlich "Oktoberfest" von Christoph Scholder. Zwar etwas übertrieben die Handlung, aber ziemlich spannend. Liest sich jedenfalls in einem Rutsch...

    Fiktives Wiesn-Attentat: Russen kapern das Oktoberfest - Autoren - FAZ
     
  29. MiSp

    MiSp Achtelfinalist <3

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    Habe bis heute morgen Erebos gelesen :top:
     
  30. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Gestern "Altstadtrebellen" von Andreas Giebel (vielleicht dem ein oder anderen u.a. aus "Ottis Schlachthof" bekannt) durchgelesen. Hat zwar die ein oder andere Länge, aber insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant und Giebels Schreibstil erinnerte mich stellenweise ein wenig an Wolf Haas. Der Herr Giebel darf also, wenn es nach mir geht, gerne weiter Bücher schreiben.

    Jetzt ist wahrscheinlich "Machen Sie sich frei!" von Vince Ebert dran, parallel zu "90 Jahre Karlsruher FV". Bis zum neuen Jahr würde ich gerne noch "The Stand" von King zu Ende lesen und den dritten Band der Weitseher-Trilogie von Hobb. Mal schauen wie weit ich komme. ;)
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    Die Kombination aus Thriller und real existierendem wiederkehrenden Ereignis erinnerte mich jetzt an den meiner Meinung nach besten deutschsprachigen Thriller (und vielleicht ueberhaupt Roman) der juengeren Vergangenheit: "Opernball" von Josef Haslinger. Falls Du das Buch noch nicht gelesen hast, kann ich nur dazu raten, das zu aendern - das Buch ist der absolute Hit. Ohne zuviel zu verraten kann ich sagen, dass es dabei um einen Anschlag auf den Wiener Opernball geht; das Buch startet mit diesem Anschlag und droeselt anschliessend auf, wie dieser Anschlag von verschiedenen Seiten wahrgenommen wurde und welche Ursachen er hatte. Das Buch wurde auch als Fernseh-Zweiteiler verfilmt (mit Heiner Lauterbach in der Hauptrolle), aber obwohl der Film nicht wirklich schlecht war, kam er an das Buch lange nicht ran.