Was lest ihr zurzeit?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von zini, 31 März 2007.

  1. Katniss

    Katniss Member

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    hab ich letztens auch gelesen. gutes buch, find ich...

    jetzt lese ich "cupido" von jilliane hoffmann und dann den zweiten band von "die tribute von panem"
     
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  3. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Soon Ok Lee: Lasst mich Eure Stimme sein - Sechs Jahre in Nordkoreas Arbeitslagern

    ... erschütternd ...
     
  4. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Gerade durch:

    "Der Patient" von John Katzenbach

    Das Buch handelt von dem Rachefeldzug eines Psychopathen gegen alle, die seine Mutter jemals im Stich gelassen haben. Darunter ist auch der Psychiater Starck, der die volle Wucht des Hasses zu spüren bekommt und vor die Wahl gestellt wird entweder selbst zu sterben, oder ein Familienmitglied zu opfern.

    Das ganze fängt (wie oft bei Katzenbach) ziemlich gemächlich an, nimmt aber rasant Tempo auf. Die Lösung, die Starck schliesslich findet ist durchaus kreativ, und das Buch bleibt spannend bis zur letzten Seite.

    Sicher nicht die tiefgründigste Literatur, aber ein prima Schmöker für einsame Abendstunden, der nach gewissen Anlaufschwierigkeiten durchaus zu fesseln weiss.
     
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nebenbei les ich auch immer mal ein paar Kapitel von "The Dirt", einer Art Bandbiografie der Superasi-Rockstars von Mötley Crüe.

    Man weiss da nicht, ob man lachen oder nur mit dem Kopf schütteln soll. Ein Ameisen sniffender Ozzy (Koks war alle), im Drogenrausch zerlegte Autos, abgefuckte Groupies, versiffte Buden, kaputte Hotelzimmer. Crüe haben den Mythos des Rockstars wirklich auf jede erdenkliche Art und Weise gelebt. Das schlägt wirklich jede noch so abgedrehte Wacken-Party (und glaubt mir, unsere Wacken-Partys sind absolut legendär...Wenn auch ohne illegale Drogen).
     
  6. Jonas

    Jonas Gooner

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    Es war.. super!

    Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll, und das das ganze Buch über. Albee schildert das Problem der amerikanischen Kultur anfang des 20. Jahrhunderts, "The American Dream" verleitet hier zu Zwecksheirat und Abstumpfung von Gefühlen. Beschrieben wird eine "After Party" von zwei Ehepaaren - George & Martha, er in die Jahre geratener Geschichtsprofessor und sie die laute, abgedrehte Tochter des Universitätsleiters, sowie Nick & Honey, ersterer neuer Biologieprofessor, gutaussehend, klug, berechnend, sie das dumme Blondchen. Im Laufe des Buches wendet sich quasi jeder gegen jeden, Träume werden zerstört, Illusionen eingestampft, die Wahrheit dieser Gesellschaftsgruppe kommt auf den Tisch. Ein grandioses Drama, hoffentlich sehe ich das Stück irgendwann auch auf der Bühne. Gerade die Spiele zwischen George & Martha, die hinter Beleidigungen und Illusionen ihre Gefühle füreinander verstecken, fand ich klasse.

    Nach der Klausurphase kommt jetzt Orwell mit 1984 dran. Da werde ich aber nicht allzu viel zu schreiben, liest ja eh keiner. :D
     
  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Spotte nicht!

    Ich hab "1984" fast geschafft, aber irgendwie wurde es von Seite zu Seite immer anstrengender zu lesen. Dann hab ich´s genervt "für ein paar Tage" zur Seite gelegt und mir ein anderes Buch geschnappt... und dann noch zwölf...
     
  8. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hab gestern abend mal wieder eines meiner Lieblingsbücher begonnen, Wenn ein Reisender in einer Winternacht von Italo Calvino, aus dem Jahr 1979. Ist auch nicht so wahnsinnig lang, aber dafür um so origineller und ungewöhnlicher - so eine Art Buch im Buch, mit ganz verwirrenden Wendungen. Und trotzdem liest es sich sehr locker.

    Kann ich jedem nur empfehlen, der das mal in die Hände kriegt.
     
  9. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Momentan noch "Das Böse in uns" von McFadyen... ziemlich pathetische 08/15-Thriller-Kost... aber jetzt bin ich bald fertig, also zieh ich es durch.

    Danach wartet: Peter Longerich - Heinrich Himmler
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Imperial Bedroom von Bret Easton Ellis. Hab erst das erste Fünftel hinter mir, daher noch zu früh für ein Urteil. Aber das heißt auch, es reißt einen nicht von Seite 1 an total vom Hocker..., wobei der grade der Anfang lustig ist, in der sich Clay über "unter Null" und deren Verfilumng auslässt und wie schlecht er in Buch und Film getroffen wurde. :D
     
  11. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Ich lese triviales:

    Herbert Knebel

    Jetz is wo in der Vergangenheit die Zukunft war.
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    ich habe ein paar knebel CDs, ist der als buch auch so lustig?
     
  13. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Juri Andruchowytsch, 12 Ringe. Nicht so gut wie der Vorgänger, Moscoviada.
     
  14. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Nachtrag: vorher hatte ich ne Bret Easton Ellis Phase, aus dem wurd ich aber nicht so richtig schlau.
     
  15. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Da ich fast alles von Knebel kenne und auch weiss wie er es ausspricht, kann man das Buch gut lesen... Ist geschrieben, wie er spricht.
    Allerdings ist in diesem Fall einwandfrei zu sagen:
    Das gesprochene Wort ist bei diesem Comedian eindeutig vorzuziehen :warn:
     
  16. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Ich auch nicht..... Schon alleine der Name oder Titel schreckt mich ab :schock:

    :D
     
  17. Detti04

    Detti04 The Count

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    Jepp, das ist ein nettes Buch. Das Buch ist auch Teil der "50 grossen Romane des 20. Jahrhunderts" in der SZ-Bibliothek.
     
  18. Jonas

    Jonas Gooner

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    Ich meinte nicht das Buch, sondern die Posts. :D
     
  19. HoratioTroche

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    Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg - von George Orwell und
    Der kurze Sommer der Anarchie: Buenaventura Durrutis Leben und Tod. Von Hans Magnus Enzensberger

    Als Vorbereitung für ein Wochenende in Barcelona
     
  20. huelin

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    Lass dir aber nix von den Katalanen erzählen. Geschichte ist Geschichte. Die haben heute mehr Rechte als jede andere Minderheit in irgendeinem Land der Welt, und jammern trotzdem rum und schauen oft überheblich auf die restlichen Spanier herab. :hammer2:
     
  21. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Deswegen will ich es ja lesen. Orwell und Enzensberger traue ich da eine gewisse Objektivität zu. Das dritte Buch im Bunde ist dann Der Abend vor der Schlacht von Hemingway.
    Der spanische Bürgerkrieg ist im Rest Europas ja recht vergessen. Sollte er nicht.
     
  22. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das Buch von Orwell ist allerdings aus den Dreißigern und das von Enzensberger von 1972. Frag einfach mal einen Spanier aus Madrid oder Andalusien, wie er das mit Katalonien heute sieht. Und mach dich mal schlau, was man unter dem von Zapatero befürworteten Estatut versteht.

    Da geb ich dir natürlich recht.
     
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wieso? Mein Interesse ist ein historisches. Der heutige "Konflikt" juckt mich wenig. Deswegen fahr ich nicht nach B. sondern weils ne schöne Stadt sein soll.
     
  24. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hmm, wenn ich irgendwo hinfahre, interessiert mich in der Regel die Gegenwart mehr als die Vergangenheit.

    Aber ne schöne Stadt isset zweifellos. ;)
     
  25. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Schon. Die manifestiert sich dann z.B. in der Speisekarte :D
    Allerdings denke ich, dass die Vergangenheit immer Teil der Gegenwart ist. Und mich interessiert je nach Reiseziel mal das eine mehr als das andere. In diesem Falle eher die Gegenwart.
     
  26. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Schon klar.

    Was mir persönlich halt bei vielen Katalanen nicht so gefällt, ist dieses Nachtragende an ihrem "Nationalismus", diese Überbetonung der Vergangenheit.

    Franco ist nun auch schon über 30 Jahre tot, und inzwischen haben sie alle Rechte, fast wie ein eigenes Land (bis auf die Außenpolitik) - und meckern trotzdem ständig rum und gebaren sich als was besseres...
     
  27. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Solange sich der Madrilene zumindest gefühlt für was besseres hält...

    Das kann ich als Karlsruher gut nachvollziehen.
     
  28. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Tut er das? :gruebel:

    Nicht dass es in Madrid keine Idioten gäbe, aber dort wird dir wirklich nicht auf Schritt und Tritt vorgeführt, wie toll doch das einheimische Volk und die einheimische Kultur seien - was in Barcelona schon eher der Fall ist.
     
  29. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... und jetzt wo ich fertig mit dem Lesen bin einfach nur unfassbar, zu was Menschen fähig sind. Wer das liest und sich in diese Lebensbedingungen (obwohl das "Leben" da nichts drin zu suchen hat) reinversetzen kann, der wird begreifen, in welch unglaublichem Luxus wir leben.
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Der letzte Kick" von John King

    Das Buch ist die Vorlage für den Film "The Football Factory". Abgesehen von ein paar Namen hat die Handlung aber so gut wie nichts mit der Geschichte im Film zu tun.

    Vielmehr handelt es sich um einzelne Episoden, je nach dem Gegner von Chelsea heisst auch das Kapitel im Buch, und ein paar Nebenhandlungen sind eingeschoben. Ich hab das Buch bis jetzt zu etwa 2/3 gelesen. Die Begeisterung hält sich in engen Grenzen. Der Schreibstil ist anstrengend, Endlossätze und Halbsätze reihen sich aneinander. Die Erlebnisse werden grösstenteils in Gossensprache aus der Sicht der Hauptperson beschrieben. Dialoge werden oftmals verwirrend wiedergegeben, weil man teilweise gar nicht weiss, wer da gerade mit wem spricht.

    Ich werd mich da bis zum Ende durchquälen, aber ob ich das Buch in ein paar Jahren nochmal lese, wage ich stark zu bezweifeln.

    Spätere Auflagen erschienen aus Vermarktungsgründen unter dem Namen des Films.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 März 2011
  31. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    "Middlesex" von dem in Berlin wohnenden Amerikaner Jeffrey Eugenides.

    Meine Frau hat mir dieses Buch empfohlen, und bisher hab ich die Lektüre nicht einen Augenblick lang bereut. Es geht um die Familiengeschichte eines griechischstämmigen Hermaphroditen (daher der Name), der als Frau geboren wurde und später zum Mann wurde - biologisch, denn von seinen Empfindungen und Verhaltensweisen her bleibt er in vielem noch weiblich, weil er als Mädchen erzogen wurde.

    Interessant auch der historische Hintergrund, denn seine Großeltern stammen aus der heutigen Türkei, wo es Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine große griechische Kolonie gab. Zudem werden die Probleme von Einwanderern in den USA geschildert - und das ganze auf eine sehr feinsinnige, amüsante Art, in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil.

    Das Buch, das 2002 erschien und den Pulitzer-Preis bekam, ist auf jeden Fall empfehlenswert! :top: