Was der Verbraucher so könnte...

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Itchy, 5 September 2011.

  1. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Animiert wurde ich durch einen Beitrag in der Sendung "ttt" in der ARD.
    Da gab es einen Hinweis zu einer Dokumentation mit dem Titel "Taste the waste". Selbige behandelt die Massen an Lebensmitteln, die verrotten oder vernichtet werden, schlichtweg, weil von Seiten des Handels oder des Verbrauchers diese nicht mehr an den Mann zu bringen scheinen. Ob es nun Kartoffeln sind, die aufgrund von Form oder Beschädigungen gar nicht erst geerntet werden oder Milchprodukte, die bis zu einer Woche vor Ablauf des Verfallsdatum aus dem Handel genommen und weggeschmissen werden, obwohl diese Verfallsdatum weit vor der tatsächlichen Ungenießbarkeit angesetzt ist. Unterm Strich könnte mit den nicht genutzten, bzw. vernichteten Lebensmittel die Weltbevölkerung dreimal ernährt werden. Darüberhinaus entsteht durch die Verrottung ein Methanausstoss, der eine Umweltbelastung darstellt, die mindestens der der Hälfte aller Automobile weltweit entspricht. Soweit die Inhalte dieser Doku.

    Hat mich ins Nachdenken gebracht. Was also könnte der Einzelne tun?
    Es betrifft ja auch Arbeitsplätze. Industriell hergestellte Lebensmittel sind günstig, zumal dann beim Discounter gekauft, wo wiederum möglichst wenig Menschen arbeiten. Dort, wo Menschen arbeiten, sagen wir, wo es eine Fleischtheke gibt, heißt das Motto, was der Kunde auch will, ist da, sprich Vorhaltung, sprich 2/3 wird weggeschmissen.
    Daß wir dann, ohne jegliche Gegenleistung, diese produktionellen Einsparungen in Herstellung und Verkauf über Steuern und Sozialleistungen bezahlen, scheint unseren geistigen Horizont ebenso zu übersteigen.

    Haben wir genau das, was wir verdienen?
     
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Da es dem Verbraucher bei Lebensmitteln ja völlig wurscht ist, was er in sich reinstopft, verdient er's auch nicht anders.
     
  4. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    nein, wir haben genau das, was die industrie will und was die willfährige politik entsprechend zum goldenen kalb erhoben hat: wachstum.

    ps.
    allerdings haben wir diese politik demokratisch gewollt und insofern das alles auch verdient.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2011
  5. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Was jeder Einzelne tun könnte. Sein Kaufverhalten überdenken und Supermärkte meiden, dann gäbe es die Massenproduktionen vermutlich nicht mehr in dem Maße. Und folglich wird dann weniger weggeschmissen.

    Und was das Kartoffelbeispiel betrifft, da müsste der Vebraucher einfach gedanklich weg von der Normkartoffel, die vorgewaschen und praktisch abgepackt zu haben ist. Meine Kartoffeln kaufe ich seit ich denken kann beim Bauern um die Ecke, bzw. hole sie bei der Verwandtschaft (die bauen selbst an).

    Aber da die meisten Verbraucher nach dem Motto hautpsache billig, schnell und viel Auswahl (wer braucht eigentlich 30 Joghurt-Sorten ?) einkaufen, wird sich da wenig tun.
     
  6. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    das musste dann nur noch jedem einzelnen verklickern! ;)

    was mich betrifft, werd ich jetzt mal 50 km zum nächsten bauern um die ecke fahren...
    bis später also! ;)
     
  7. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    ..nö, die meisten Verbraucher sind doch alt genug um zu wissen was sie essen wollen :weißnich: Und sie wissen doch auch unter welchen Umständen ihre Nahrung produziert wird und nehmen es in Kauf.

    Und wer gerne Massenproduktion und Massentierhaltung unterstützt kann das ja tun. Dann wird sich eben auch nichts ändern, und dann hats der Verbraucher wohl nicht anders verdient, ja und ich schätze sogar dass es manchem Verbraucher schlicht egal ist.
     
  8. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Letztendlich, muß man sich fragen was ist der Verbraucher bereit auszugeben? Das betrifft nicht nur Lebensmittel. Die "geiz ist geil Mentalität" trifft doch auf alles zu.
    Es ist doch auch kaum jemand bereit für Service noch Geld zu bezahlen. Und Service sprich Arbeitskraft kostet Geld.
    Ob nu Lebenmittel, Banken, versicherungen, Telefon, Internet oder Unterhaltungselektronik, alles muß immer billig billig billig sein.
    Somit ist auch der Sinn der "Normkartoffel" zu erklären. Durch die Normgröße lässt diese sich besser (Billiger) ernten Transportieren, abpacken usw.
    Also entweder keiner geht mehr zu den Billigheimern oder das wird noch viel schlimmer werden.
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich war das letzte mal 1992 bei einem Billigdiscounter und ich lebe noch. Ist also alles machbar. Aber wem es scheißegal ist, was er isst oder was das für Folgen hat, dem ist es eben egal und Ausreden findet auch jeder für sich selbst. Und wie unser Mann vom KGB schon richtig sagte: das trifft auf alles zu, nicht nur auf's Essen.

    Das ein gewisser Anteil von Lebensmitteln im Müll landet, wird man aber kaum verhindern können, da eine perfekte Steuerung nicht möglich ist. Wenn der EDEKA 25 kg Kartoffeln im Angebot hat, er aber nur 20 kg verkauft und die anderen 5 kg vergammeln, muss er die halt wegschmeißen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2011
  10. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Man sollte sich vielleicht auch fragen, was kann der Verbraucher ausgeben? Die Schere zwischen "arm" und "reich" geht immer weiter auseinader. O.K. hier braucht normaler niemand zu hunger. Aber in Zeiten von Lohndumping gucken halt immer mehr auf den letzten cent und schliesslich möchte man sich auch noch etwas anderen gönnen wie z.B. mal eine Woche Urlaub. Ausserdem kann mir niemand erzählen das Billigpreise nicht doch irgendwo "locken" und man sich denkt: "Hmm, hier kriege ich die Ware billiger - warum nicht mal ausprobieren??"
    Das darunter oft die Qualität leidet ist auch logisch. Mal als Beispiel - wir haben am Samstag gegrillt. Normalerweise holen wir das Fleisch frisch vom Metzger - diesmal weil es zeitlich etwas knapp war, gestern schnell in den Supermarkt und abgepackt aus der Tiefkühltheke. Der Unterschied war mehr als deutlich. :isklar:
     
  11. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Hmm, Du holst deine Kartoffeln beim Bauern, o.k. aber ich denke mal das Du nicht nur davon lebst.
    Aber ich denke mal nicht, das der Dich "vollwertig" versorgen kann. Alternative also? Bioladen? Schön und gut, aber schweineteuer.
    Und ob man 30 Sorten Jogurt braucht - nööö nur die, die ich mag - alle anderen können weg. ;)
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Selbst der so genannte "BIO-Anbau", die "BIO-Haltung" oder die "BIO-Herstellung" gib nur ein gewisses Maß an Sicherheit, aber eben keine Garantie. Und selbst wenn, dann heißt das nur, dass man im Falle eines Verstoßes haftet. Wenn man denn seinen Anspruch geltend macht.

    Und auch der Bäcker, Fleischer, Hähnchenzüchter, Gemüsehändler oder Bauernhof "seines Vertrauens" setzt eins voraus: Vertrauen nämlich. Vertrauen darin, dass es da gut, mindestens besser läuft als im Massenvertrieb.

    Und dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, dass dieses Vertrauen auch verletzt werden kann. Bei aller Garantiegebung. Diese schützen uns auch nicht vor der Verfehlung selbst sondern nur vor den Folgen. Und manchmal nichtmal das, weil viele Garantien den Schaden mit Geld kompensieren.
     
  13. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    @ Simtek da hast Du vollkommen Recht, es gibt Leute, die bei Discountern kaufen müssen, weil sie nicht genug Geld zur verfügung haben um im Bioladen zu kaufen. Von denen rede ich ja auch nicht, sondern von denen für die "Geiz ist geil" ein Sport und kein notwendiges Übel ist.
    Und davon kenne ich genug.
     
  14. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Das ein gewisser Anteil, der lebensmittel nicht abverkauft wird und somit im Müll landet kann man nicht verhindern aber viel schlimmer ist, das Lebensmittel vernichtet werden, die noch nicht mal in den Handel gekommen sind. Bzw überproduktionen auch noch subventioniert werden.
     
  15. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Die Frage ist wie Definiert man nicht genung Geld zur Verfügung?
    Nicht genug (bzw. grade mal) um überhaupt Satt zu werden werden bzw. weil man etwas spaaren möchte um sich auch noch etwas anderes schönes zu gönnen, wie z.B. den angesprochenen Urlaub.
     
  16. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Jep. Dat Ding, in dem wir leben, heisst aber nunmal "Kapitalismus" (also von Geld und Kapital, von Eigentum und Besitz) und nicht etwa Salvereismus (also "Gesund sein")

    Insofern, weil das so ist, und nun wirklich jeder zunächst auf Eigentum und Besitz erzogen wird, im drastischsten Fall durch die Gesellschaft selbst, braucht man sich auch nicht wesentlich beschweren.

    Selbst ändern heisst die Devise. Also wenn man "will" und "kann" und "durchhält".
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Pff, wir leben halt nun mal im Land der unmündigen Lebensmittelverbraucher.
    Während es jedem hier einleuchtet, dass ein BMW um ein Vielfaches teurer ist als ein Hyundai ("Ja, klar, is' ja auch 'n BMW"), will es keinem einleuchten, dass ein Gockel, der halt ein Jahr auf der Wiese rumrennt auch entschieden teurer ist als ein 30-Tage Masthuhn, das unter Missachtung aller Vorgaben hochgefettet wird.

    Insofern: Sollense weiter Müll in sich hineinstopfen.
     
  18. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Nö nicht nur von Kartoffeln, gibt ja noch Eier,Gemüse und Salat, auch vom Bauern meines Vertrauens bzw. aus der Verwandtschaft, oder aus dem Bio-Laden meines Vertrauens.
    Schweineteuer ? Kommt auf die Prioritäten an. Ich gebe lieber Geld für gescheite Lebenmittel aus als für Zigaretten, Alk, Klamotten usw.

    Aber wie gesacht, jeder kann ja das in sich reinstopfen was ihm gefällt und was ihm schmeckt auch wenns ernährungstechnisch der letzte Müll ist.
    Nur ändert sich dann eben nichts an der Überproduktion.
     
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    So gesehen bin ich fast schon froh, dass die große Mehrheit Billigfraß kauft, denn wenn die alle anfangen würden, solch hochwertige Lebensmittel zu kaufen, dann wird a) das Angebot langsam knapp und b) steigt die Wahrscheinlichkeit der Betrügereien.

    Seid "Bio" so "in" ist und jeder Lebensmittelkonzern auf einmal "Bio"-Produkte herstellt, steigt a) der Beschiss, weil man mit "Bio" jetzt ordentlich Kohle machen kann und b) werden solche Mogelzertifikate wie das EU-Biosiegel eingeführt.

    Als allein die "Ökospinner" Biolebensmittel herstellten und kauften, war man wenigstens sicher: Das sind Überzeugungstäter! Und zum Großteil ist das ja auch noch so in den Bioläden.

    Daher: Kauft weiter bei Aldi, Leute!


    Das ganze hat aber sowieso mehrere Aspekte:
    1. gesunde Ernährung, das kann man auch, wenn man seine Äpfel bei Aldi kauft.
    2. "Bio-Esssen" (Verzicht auf Pestizide etc. pp.) ist ja dann nochmal eine andere Entscheidung als 1., aber mehr Vitamine hat ein Biopfel auch nicht, daher ist 1. möglich.
    3. Kommt ja noch die soziale Frage hinzu, also was Arbeitsbedingungen und Entlohnung der Beschäftigten angeht.
    4. Umweltaspekte (Transport usw.)
    5. Unnötige verschwendung durch "Normkartoffeln" u.ä.

    Da hat dann wohl jeder seine eigenen Schwerpunkte, die er bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen möchte.

    Ach ja, die Geldfrage: Bioläden sind zwar teurer, aber es ist auch nicht alles unerschwinglich. Die Grundnahrungsmittel und das Saisongemüse/Obst kann sich jeder leisten. Ich hab auch schon als Student fast nur im Bioladen eingekauft.
     
  20. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Hat dein Bauer auch z.B. Bananen, Orangen und diverse andere Südfrüchte? ODer kommt das erst gar nicht auf den Tisch?

    Wie schon oben angesprochen, ich möchte mir auch noch mal etwas andere gönnen. Und ich rauche nicht, aber ich möchte mir trotzdem mal das ein oder andere gönnen. Urlaub, Pay TV, Auto (und bestimmt kein Ferrari), nächstes Jahr geht es vielleicht wieder zum F1 Rennen - mal gucken was die Kriegskasse sagt. , Handy.
    Ich brauche bestimmt keine vergoldete Kloschüssel oder keine 1000 €uro Armbanduhr, aber ich will meine Kleidung auch nicht aus der Altkleidersammlung zusammensuchen.
    Das nicht alles was "frisch vom Bauern" (ich nenn es mal so) unersschwinglich ist bzw. deutlich teurer ist, will ich auch nicht behauptet. Dazu geh ich allerdings nicht in den Öko Laden sondern auf den Wochenmarkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2011
  21. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Nur weil man mehr Geld für Lebensmittel ausgibt, bedeutet das nicht dass man sich seine Kleider aus der Altkleidersammlung zusammen suchen muss. Wenn deine Prioritäten bei Urlauben, Formel 1-Rennen und Handys liegt ist das doch völlig in Ordnung, jeder wie er mag.

    Ich bevorzuge saisonales Obst und Gemüse, das ist auch günstiger. Südfrüchte kaufe ich dann eben im Bioladen, wenn es denn sein muss.
     
  22. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Genau das isses. Und die Mehrheit der Menschen in solchen Gesellschaften wie unsere, möglicherweise auch in den anderen, ist auf die Erfahrung des kurzfristigen Nutzens, auf Wollen, Mögen und dem Verdrängen von Notwendigem gepolt, meine ich.

    Das Notwendige, unvermeidbare, muss möglichst preiswert sein, da isses auch fast egal, ob mir das langfristig sogar schadet. Hauptsache es hilft kurzfristig. Das Mögbare, kurzfristig Kick Versprechende darf dann umso teurer sein. Natürlich darf das dann auch oder gerade ungesund sein.

    Und so folgt das dann bei der Ernährung: Wenn ich hunger habe, und das ist auf so eine Woche gesehen mehrfach absehbar, dann muss dieser Hunger gestillt werden. Das soll möglichst billig geschehen, weil das nämlich (in der Häufigkeit) zwar notwendig ist, aber eben keinen Kick verspricht. Das Sättigungsgefühl ist eben "kicklos".

    Anders isses dann, wenn der Appetit dazukommt. Dann kann auch ruhig geklotzt werden. Döner, Bratwurst, die gepresste Pizza, dazu noch Chips, die süssen Getränke. Kostet alles zusätzlich Geld, gibt aber Kick. Und das isses dann wert. Das gespart und in gute Lebensmittel gesteckt würde zwar mittel- und längerfristig mehr bringen, kurzfristig macht es aber (kicklos) auch "nur satt". Naja und deswegen, so meine Denke, stillt man sich den hunger mehrheitlich eben möglichst billig.
     
  23. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nach der Denke diverser Überzeugungstäter-Gruppen braucht man das hierzulande gar nicht. Denn die Devise heisst: Regional und saisonal ernähren (jeweils natürlich nach Möglichkeit) ist am gesündesten. Wenn dann das jeweilige Produkt auch "gesund" hergestellt wurde.

    Und dazu braucht es keine Südfrüchte.
     
  24. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Leider ist der glückliche Gockel von der Wiese ne Ausnahme. Bei unserem pro Kopf Verbrauch an Fleisch haben wir viel zu wenig (Grün)Fläche, um Tiere artgerecht aufwachsen zu lassen. Selbst wenn wir alle wollen würden, ginge das nicht, es sei denn, wir essen weniger Fleisch. Wenn ich allerdings so manchen Mitmenschen über sein Konsumverhalten zuhöre, bin ich ebenfalls der Meinung, sollense weiter ihren Fraß ausem Lidl futtern. Mancher kann sich aber auch nichts anderes leisten, dass muss man auch mal sehen.
     
  25. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Einerseits ja, aber andererseits muss man ja auch mal sagen, dass die Indusrieproduktion von Lebensmitteln Folgen und Folgekosten hat, die dann allen aufgebürdet werden, und nicht nur denen, die das Billigfood kaufen und sich dafür lieber teureres Sonstwas kaufen.
     
  26. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das stimmt natürlich.. Deswegen sind ja die neuen Hatz-IV-Sätze ebenfalls verfassungswidrig, meint eine Studie im Auftrag der Gewerkschaften: Hartz-IV-Sätze laut DGB-Gutachten weiter verfassungswidrig | tagesschau.de

    D
    as Problem ist: Hebst du die auf Bio-Laden-Niveau an, gehen die Empfänger trotzdem zu Norma, Lidl & Co. und fahren für die Differenz einmal mehr in die Toskana. Übertrieben gesprochen.
     
  27. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Vermutlich denken die Verbraucher mehrheitlich so, sonst würde das Geschäft ja nicht funktionieren. Das bewusste Essen bleibt halt auf der Strecke bei diesen Menschen, aber das suchen sie sich ja selbst so aus - von daher wird sich da in absehbarer Zeit nichts ändern.

    Dass aber vielen tatsächlich so egal ist was sie essen werde ich persönlich vermutlich nie verstehen.
     
  28. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Mag sein, aber wenn es danach geht, das ich nur noch das konsumieren sollte was lebensnotwendig ist, dann jage ich mir besser eine Kugel duch den Schädel. Denn dann macht das Leben keinen Spass mehr. :suspekt:
     
  29. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das ist schon klar. Deswegen habe ich ja auch weiter oben angeführt, dass es "notwendige" und "mögbare" Dinge im Leben gibt. Und dass m.E. das Geld überwiegend für "mögbare" Dinge ausgegeben wird und die "notwendigen" dafür möglichst billig sein müssen. Und dass sich der Nutzen (auch m.E.) eher andersrum verhält. Und das betrifft nicht nur den Lebensmittel-Bereich. Aber eben den auch.

    Das soll aber kein Vorwurf sein, sondern eher eine Erkenntnis. Türlich kann das jeder machen wie er will. Sind ja in einem freien Land.

    Ich sehe es da eher wie Holgy: Diese Denke hat auch Vorteile. Also für den Bewussten. Der kann sich nämlich das "Bewusst leben" besser leisten und kann sich auch sicherer sein, dass das betrugsfreier abläuft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2011
  30. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    alles könnte so einfach sein:

    man nehme zwei gesetze:

    1. alle lebensmittel werden so hergestellt, dass sie echtem biostandard entsprechen; andere gibt es nicht mehr.
    2. alle löhne und gehälter und sozialleistungen erhalten einen mindeststandard, der es jedem ermöglicht, diese lebensmittel zu erwerben
     
  31. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Damit verhinderste den Betrug auch nicht. Meiner Auffassung nach wir der daruch sogar gefördert.

    Umdenken heisst für mich das Zauberwort. Nur dann wird was.