Verarschung der Freizeitkicker

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von sportmanager, 14 März 2009.

  1. sportmanager

    sportmanager Member

    Beiträge:
    37
    Likes:
    0
    Warum gibt es hier eigentlich keine Diskussion über die Verarschung der Freizeitkicker durch die großen Sportartikler. Gestern musste ich wieder in der Blöd-Zeitung (Nike Werbeblättchen) lesen, dass Helmes den neuen Nike Schuh T 90 spielt. Zitat: "Helmes exklusive Treter – es ist das neue T90-Model von Nike (140 Euro)." Ein paar Zeilen weiter stand: "Die Schuhe wurden extra für ihn angefertigt." Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass der neue Nike T90 zu SCHLECHT für den Profi ist, aber der bescheuerte Freizeitspieler soll diesen minderwertigen Schuh kaufen. Damit Nike mit diesem Geld neue Söldner kaufen kann. Und alle fallen darauf rein. So jetzt gehe ich erst mal los und kaufe mir den Plastikschuh von Ribery für ein paar Hundert Euros... :kotzer:
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. ArjenRobben

    ArjenRobben Echte Liebe. BVB09

    Beiträge:
    1.127
    Likes:
    8
    kannst ja einen aufmachen wenn dir das so am herzen liegt!!
     
  4. Grazer

    Grazer New Member

    Beiträge:
    22
    Likes:
    0
    Bin ganz deiner Meinung! Wie soll ein Synthetik Schuhe der für die Allgemeinheit produziert wurde, gemütlich sein, und so ein Ballgefühl vorweisen wie ein Lederschuh? Leder hat die gabe, das es sich anpasst. Synthetik hat die gabe das es lange hält, und in allen Farben produzierbar ist.

    Klar, die Profis spielen mit diese Schuhen. Aber Ihr dürft nicht vergessen, das jeder von diesen Profis einen EXTRA angefertigten, und massgeschneiderten Schuh hat.

    Möchte keinen angreifen, der mit Synthetik Schuhen spielt. Überhaupt nicht! Aber mir kann keiner erklären, das die Passform an die eines guten Leders herankommt.

    Über den Preis kann man diskutieren. Aber auch ich finde das dieser zu hoch gegriffen ist.

    PS: Sorry for Offtopic! Vielleicht könnte man diesem Thema auch einen eigenen Thread schenken!

    MFG Wolfgang
     
  5. t10tobi

    t10tobi Active Member

    Beiträge:
    719
    Likes:
    0
    http://www.zum-flohmarkt.de/staende/bilder/16665_1230026344-5_.jpg

    ihr setzt also lieber auf solche schuhe?
    ich sehe das so wie bei einem handwerker oder künstler...ohne die neuste technologie von werkzeugen kann der normale handweerker heute auch nichts mehr großes leisten als sein eigenes können..somit bringen einen diese technologien weiter...da diese auch einiges kosten und vll auch zu wucherpreisen angesetzt werden ist mir eigentlich ziemlich egal...weil man es immer im leben haben wird, dass man sich qualitativ einen comfort leisten möchte...dazu gehören dann halt fussballschuhe...;)
     
  6. nik_p

    nik_p Active Member

    Beiträge:
    192
    Likes:
    0
    Meine Rede :)
     
  7. jambala

    jambala Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.283
    Likes:
    182
    Hallo.

    Aus meiner Sicht werden hier etliche Argumente durcheinandergeworfen - und keines der angeführten stimmt aus meiner Sciht so richtig - und jetzt wird es lang.

    Zum Thema Sonderanfertigungen für Elite-Spieler: Damit hat es doch schon in den 50ern angefangen. Was war denn mit ein Grund, weshalb Deutschland 1954 Weltmeister wurde? Technisch stärker waren eigentlich die Ungarn, die Deutschen hatten aber einen entscheidenden Materialvorteil: Die Schraubstollen. Und die gab es erst mal nur für den DFB. Adidas machte sie erst einige Jahre später jedem, der das Geld aufbringen konnte (und das war für damalige Verhältnisse sehr viel Geld) verfügbar und die anderen Hersteller fingen an, sie aufgrund der positiven Ergebnisse, die beim Einsatz der Stollen erzielt wurden, auch zu produzieren.
    Seit dem ist es bei jedem Hersteller, der sich auch im Profibereich umtut, gängige Praxis, die Vertragsspieler mit maßgefertigten Schuhen zu versorgen. Auch die Textilien, die Elitesportler (in allen Sportarten) als Ausrüstung erhalten, sind mit den Serienprodukten hinsichtlich des Materials oftmals nicht vergleichbar, da wesentlich leistungsfähiger und eben auf die extremeren Anforderungen im Hochleistungsbereich ausgelegt.

    Das mit dem Werkzeug ist eigentlich ein guter Vergleich (wobei zum richtigen Einsazt auch entsprechendes handwerkliches Können gehört, egal ob jetzt an der Drechselbank als auch auf dem Fußballplatz, die Technik allein bringt es nicht).
    Denn ein maßgefertigtes Kleidungsstück ist einfach vom Tragekomfort nicht zu schlagen. und mit dem eines Serienproduktes nicht zu vergleichen. Deshalb kaufen sich auch etliche Leute in gehobenen Bürojobs maßgefertigte Anzüge. Von daher ist das Argument, daß der Serienschuh zu schlecht sei, aus meiner Sicht Schwachsinn. Ich wage zu behaupten, wenn diese Schuhe auch für den normalen Endkunden nach Leisten gefertigt zu einem bezahlbaren Preis angeboten würden, würde es auch genügend Amateure geben, die sie sich zulegen würden, das zeigen sowohl die Zahlen von MiAdidas.
    Adidas hat da mit MiAdidas einen guten Schritt getan, vor allem für ein angesichts des mit der Fertigung verbundenen Aufwand geringen Aufpreis an den Fuß angepasste Schuhe anzubieten. Ein Kleinserienhersteller wird dies niur eingeschränkt können, vor allem hinsichtlich Forschung und Entwicklung von neuen Materialien.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären: Synthetik gegen Leder: Ein entsprechend hochwertiges Synthetik kann heute den gleichen Tragekomfort (dazu zähle ich auch das Ballgefühl) bieten wie ein entsprechendes Leder - daß es auch genügend Leute gibt, die mit der Paßform von Synthetikschuhen zurecht kommen, zeigt ja dieses Forum. Aber es gibt noch Vorteile, die Leder als Naturprodukt nur eingeschränkt bieten kann.. Nicht nur die Farbgestaltung kann frei gestaltet werden, geringe Wasseraufnahme, geringes Gewicht und ggf. höhere Abriebfestigkeit (je nach Art des Materials) kann man bei Leder nur zu einem gewissen Grad beeinflussen.

    Daneben gibt es auch noch einen ideologischen Hintergrund.
    Neben der Umweltbelastung, die auch bei der Erzeugung von Leder entsteht und zum Teil heftiger ist als bei Synthetik (Methanentstehung bei der Verdauung von Rindern, was für die Ozonschicht noch schädlicher ist als FCKW; Vernichtung von Regenwaldfläche zur Gewinnung von Ackerland zum Futtermittelanbau, was Artensterben, Verödung der Landschaft und zusätzliche Belastungen für die Ozonschicht hat; Belastung von Wasser im Rahmen der Gerbeprozesses mit Schwermetallen) ist die Gewinnung von Leder auch teilweise mit Tierquälereien verbunden, speziell was Känguruleder anbelangt. Was z. B. der Grund dafür ist, daß Beckham schon seit ein paar Jahren nur noch Schuhe aus Synthetik trägt und auch andere Profisportler engagieren sich hier.
    Ich bin kein "Baumkuschler", aber wenn man sich manche Zahlen anschaut, die von neutralen, gemäßigten Organisationen veröffentlicht werden, kann es einem schon bange werden.

    Das Preisargument kann ich teilweise gelten lassen. Zur Zeit meiner Ausbildung Anfang der 90er wäre es ein Unding gewesen, einen Fußballschuh für vierhundert bis sechshundert DM ins Sortiment zu nehmen - man wäre gnadenlos drauf sitzen geblieben. Schuhe wie die Equipment von Adidas oder der erste Predator, die um die 200,- DM gekostet haben, hat man nur sporadisch verkauft. Hier hat sich seit Einführung des Euro ein schleichender Verteuerungsprozeß eingestellt, der teilweise bedenkliche Formen angenommen hat. So weit stimmt das Argument.

    Nur wurden schon immer Schuhe angeboten, die deutlich über dem durchschnittlichen Preissegment gelgen haben.
    Heute ist es aber so - und da haben auch die Sportartikelhersteller und die Medien eine Mitschuld dran - daß sich der Verbraucher zu Käufen verleiten lässt, die er früher nicht getan hätte. Man möchte gerne haben, was die Profis tragen - und die Hersteller bieten es mit geringer zeitlciher Verzögerung an.
    Was aber wichtiger ist: Sport wird heute teilweise intensiver betrieben, so daß auch die Anspüche an die Ausrüstung steigen.
    War es früher bei vielen Kreisklassevereinen so, daß die halbe Mannschaft samstags losgezogen ist und am Sonntag halb besoffen auf dem Platz gestanden hat und grade mal ein bis zwei Trainingseinheiten absolviert hat, ist das heute die absolute Ausnahme. Zwei bis drei Trainingseinheiten sind Standard, Trainingslager vor der Saison sind auch in der C-Klasse keine Seltenheit, das Spiel ist insgesamt schneller geworden. Gleiches gilt für wettkampforientierte Läufer. Früher ist man einfach so losgelaufen, eventuell mit einer Uhr und das wars. Heute ist der Herzfrequenzmesser mit GPS und eingespeichertem Trainingsplan für die aktuelle Trainingseinheit dabei, damit die Zeit beim nächsten Marathon keine Überraschung, sondern geplantes Ereignis ist. Und darauf haben die Sportartikelhersteller reagiert.

    Ein weiterer Grund für das verändere Kaufverhalten ist auch, daß sich das Verbraucherverhalten dank Internet und der Möglichkeit des Vergleichens und interantionalen Einkaufs verändert hat. Heute ist es kein großes Problem mehr, sich ein Paar Schuhe in England zu besorgen, früher wäre es fast unmöglich gewesen. Herzfrequenzmesser haben sich als nützlcih beim Training erwiesen und sind dank größerer Nachfrage zm Teil günstiger geworden als früher.
    Je größer die Auswahl wird, umso größer werden auch die Begehrlichkeiten - und damit auch die Bereitschaft, mehr Geld zu investieren. Die Hersteller wären aber blöd, wenn sie diese Tendenz nicht ausnutzen würden, es sind schließlich Wirtschaftsunternehmen.

    Daß die Qualität früher per se besser gewesen sein soll, wage ich anzuweifeln. Es gab immer wieder Marken und Modelle, die nicht das Gelbe vom Ei waren: Die einfachen Modelle von Lotto wie der Albertini, die binnen kurzer Zeit eingerissen sind; die ersten Adidas-Turfs mit dem "Knochen", der ausgebrochen ist; die Air Brasilia von Nike, deren Fersenkappe ins Fleisch geschnitten hat.
    Da sich die eingesetzten Materialien auch verändert haben und auch die Anforderungen an das Material gewachsen sind (siehe oben), kann man es per se nicht vergleichen, in Teilen ist es aber zutreffend, daß die Qualität früher etwas stärker auf Haltbarkeit - mit allen Vor- und Nachteilen - ausgelegt war.

    Aus meiner Sicht kann man das Ganze so zusammenfassen: Der Kunde bekommt genau das, was er will. Das war so, ist so und wird auch immer so sein. Da er heute die Möglichkeiten hat, aus einer wesentlich größeren Auswahl sich seinen Wunschartikel auszusuchen, sind natürlich die einzelnen Hersteller bemüht, einen möglichst großen Kundenkreis anzusprechen. Daß es dabei zu preislichen Ausuferungen und teilweise auch Problemen mit der Produktqualität kommen kann, ist eine logische Folge - regelt sich aber auch in der Regel durch den Markt von selbst. Einiges ist heute schlechter als früher - dafür aber auch etliches wie die Verfügbarkeit und die Auswahl um einiges besser.
    Und eines bleibt Fakt: Den Unterschied, ob man einen hochwertgien Schuh am Fuß hat oder einen qualitativ einfachen merkt man. Daß man für einen höherwertigen Artikel mehr ausgeben muß, ist nun mal eine Tatsache, an der sich seit der Einführung des monetären Zahlungsverkehrs nichts geändert hat. Und da hilft Jammern gar nix.

    Und wegen der Länge wäre es ganz nett, wenn ihr auf Komplettzitate verzichten könntet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 März 2009
  8. Flankengeber

    Flankengeber Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.257
    Likes:
    7
    Man das du dir für so einen Threat so viel Zeit nimmst....

    Da wäre mir die Zeit viel zu schade...
     
  9. jambala

    jambala Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.283
    Likes:
    182
    Hallo.

    Ich schreibe 10 Finger blind, da ist die Tipperei kein großer Akt (habs länger nicht getestet, denke aber, daß ich auf 1500 bis 2000 Anschläge komme). Und als guter Verkäufer (der ich bin :D) ist das Formulieren auch kein großer Akt.

    Und außerdem nervt es mich, wenn jemand so eine plumpe Thekenargumentation in den Raum wirft, ohne sie wirklich zu brgründen. Zumal wenn die gleichen Ergüsse an drei Stellen gepostet werden, wo sie teilweise in keinem Zusammenhang zum Originalpost stehen, statt einen eigenen Thread aufzumachen.
     
  10. t10tobi

    t10tobi Active Member

    Beiträge:
    719
    Likes:
    0
    :D:D mir ist das schoin zu anstrengend , dass zu lesen :D:D... ich stimme dir trotzdem mal blind zu :D:D
     
  11. patpat

    patpat Member

    Beiträge:
    144
    Likes:
    0
    jambala hatte in der Schule früher bestimmt immer 'ne 1 in Deutsch-Aufsätzen :D
     
  12. Lionel_Messi_10

    Lionel_Messi_10 Member

    Beiträge:
    95
    Likes:
    0
    glaub ich auch^^
     
  13. jambala

    jambala Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.283
    Likes:
    182
    Ne, in der Realschule bis zur Mittleren Reife war's ne 3. Aber beim Fachabi war's dann wirklich ne 1 mit Gewinn des Scheffelpreises - bei gleichem Schreibstil.
     
  14. SuperGonzOo

    SuperGonzOo Member

    Beiträge:
    107
    Likes:
    0
    Ist doch nicht schlimm wenn das Niveau angehoben wird ;)
    Bin auch ganz deiner Meinung das dieser ganze Plastikquatsch nichts ist im Vergleich zu einem guten Lederschuh.
    Ich meine ein Ribery trägt solch einen Schuh wahrscheinlich auch nur weil er dafür sein Milliönchen kassiert. Ich versuche immer das Aussehen beim Kauf erstmal auszublenden, aber natürlich kann ich mit hübschen Tretern auch besser Kicken. Es sollte einfach nur nicht zu dick aufgetragen sein finde ich.
     
  15. jambala

    jambala Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.283
    Likes:
    182
    Ich bin aus eigener Erfahrung weder ausschließlich Pro Leder oder Pro Synthetik. Beide Materialarten haben ihre Vor- und Nachteile, die sich aber nicht nur auf ein Argument beschränken lassen, da die Vielfalt innerhalb der Werkstoffe schlicht zu groß ist. Und darauf wollte ich hinaus.

    Ich finde, jeder sollte für sich rausfinden, mit welchen Schuhen er zurecht kommt und mit welchen nicht und wenn ich dabei helfen kann, tue ich dies gern. Sich dabei nicht von irgendwelchen althergebrachten Überzeugungen vom Probieren abhalten lassen, das ist aber jedem selbst überlassen.

    Ich kann für mich sagen, daß ich mit meinen Fs zufrieden bin, genau so aber auch mit meinem Mundial Team und meinen Asics, die aus Leder sind, mehr als zufrieden bin. Und da die Entwicklung eben stark in Richtung Synthetik geht, würde es mich nicht wundern, wenn z. B. der iTunit mit einem Material versehen sein wird, das die Vorteile von beidem, Leder wie Synthetik, in sich vereint.
    Aber in dieser Hinwendung zum Synthetik eine Verarsche durch die Hersteller zu sehen und dies mit schlechter Qualität in Verbindung zu setzen ist etwas zu oberflächlich aus meiner Sicht.
     
  16. sportmanager

    sportmanager Member

    Beiträge:
    37
    Likes:
    0
    Zunächst einmal freue ich mich, dass mein bewußt provokativ formulierter Beitrag als Ausgangspunkt für diese interessante Diskussion dient.

    jambala spricht es oben an. Die Freizeit- bzw. Amateurfußballer wollen DIE Schuhe haben, die von den Profis getragen werden. Und genau das ist nicht mehr der Fall, wenn die Profis maßangefertigte Schuhe haben. Den Käufern wird aber suggeriert, dass er die Schuhe vom Profi trägt. Dabei unterscheidet sich der Schuh aus dem Laden hinsichtlich des Aufbaus, des Leders und der Verarbeitung (z.B. Nähte) vom maßangefertigten Schuh des Profis. Dafür ist das Design aus verkaufstechnischen Gründen identisch. Aus diesem Grund spreche ich von "Verarschung". Denn die Sportartikler sagen in ihrer Werbung ja nicht, dass nur das Design gleich ist und der Profi ansonsten einen komplett anderen Schuh trägt. Zumindestens kenne ich so eine Werbung nicht.
     
  17. Flankengeber

    Flankengeber Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.257
    Likes:
    7
    Kannst du dies belegen denn soweit ich weiß spielen die Spieler mit dem selben Material spielen wie die Schuhe auch zu haben sind.

    Der unterschied ist nur dieser dass die Schuhe dem Fuss des jeweiligen Spieler genau angepasst werden also Form und Größe aber ansonsten sind die Schuhe die selben...

    Daher ist es keine Werbemaßnahme oder sonstiges....

    Der Schuh ist der selbe vom Material her Nähte etc. nur die Passform wird dem Fuss angepasst mehr nicht....
     
  18. SuperGonzOo

    SuperGonzOo Member

    Beiträge:
    107
    Likes:
    0
    Da muss ich Flankengeber recht geben und ich meine das wird doch auch bei Lederschuhen gemacht oder nicht?
     
  19. sportmanager

    sportmanager Member

    Beiträge:
    37
    Likes:
    0
    Ich würde so eine provokante These nicht aufstellen, wenn ich es nicht belegen könnte. In den letzten Jahren sind zahlreiche Publikationen zu diesem Thema erschienen. Nehmen wir mal die Sport Bild 24/2008 Seite 17.

    Messi: "Der Argentinier hatte sich den Mittelfuß gebrochen, seither ist die Innensohle des Schuhs speziell gepolstert. Zudem wurde stoßfestes Kevlar verarbeitet." Wer von euch spielt den Messi Schuh mit gepolsterter Innensohle und Kevlar?????

    Mertesacker: "An der Ferse fehlen NÄHTE, die sonst drücken. Der Schaft ist aus ganz dünnem und weichem Material, so Adidas-Mann Fröhlich" Wer von euch spielt den Mertesacker Schuh mit diesem speziellen Schaft????

    Metzelder: "... trägt er einen Spezialschuh, der den Fuß stabilisiert und die Sehne schont."

    Das bedeutet, dass nicht nur die Passform anders ist, sondern dass es sich um komplett unterschiedliche Schuhe handelt mit Ausnahme des Designs. Das ist aus verkaufstechnischen Gründen immer gleich.
     
  20. Flankengeber

    Flankengeber Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.257
    Likes:
    7
    Nein das Stimmt so nicht der Schuh ist trotzdem der selbe nur werden vielleicht extras dazu gemacht aber der Schuh ist zu 90% identisch mit dem was es auf dem Markt zu kaufen gibt.

    Natürlich werden den Profis bei problemen Lösungen angeboten was ja auch verständlich ist...

    Aber ansonsten ist der Stoff oder das Leder genau das selbe...
     
  21. sportmanager

    sportmanager Member

    Beiträge:
    37
    Likes:
    0
    Das sehe ich nicht so. Wie kann es denn der selbe Schuh sein, wenn u.a. die Passform, der Aufbau, die Nähte, die Sohle, der Schaft und die Materialien (siehe Kevlar) anders sind???????

    Ich bin zwar kein Mathe-Genie, aber das sieht nicht nach einer 90 prozentigen Übereinstimmung aus. Mir stellt sich vielmehr die Frage, was ist mit Ausnahme des Designs eigentlich identisch??????
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 März 2009
  22. Flankengeber

    Flankengeber Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.257
    Likes:
    7
    Das was du hier aufzählst sind ausnahmen und nur bei Spielern wird was verändert die Probleme mit den "normalen" Schuhen haben...

    Es ist ja normal das ein Profi seinen Schuh maßgeschneidert bekommt also auf seinen Fuss angepasst. Klose konnte auch nicht mit Adidas spielen also ist er auf Nike umgestiegen aber sowas gibt es immer wieder.

    Ausserdem ist es so wie du schreibst ja bei jedem Spieler etwas anderes und nicht jeder Schuh hat Kevlar oder andere Nähte das sind wie gesagt ausnahmen.

    Von daher bleibe ich dabei das die Schuhe zu 90% identisch sind...

    Auch du kannst zu deinem Schuhmacher gehen oder zum Ortho. gehen der fertigt dir auch spezielle Sohlen an wenn du sie benötigst von daher ist es keine Verarschung in meinen Augen...Denn der Schuh selber ist der selbe genau so wie das Material...
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 März 2009
  23. sportmanager

    sportmanager Member

    Beiträge:
    37
    Likes:
    0
    Du meinst also, dass Klose nur aus Passformgründen zu Nike gewechselt ist???? Sorry, aber wenn die Profis ihre Schuhe doch sowieso maßangefertigt bekommen, dann ist es doch vollkommen egal, ob er in Adidas, Nike oder Puma spielt. Auch wenn ich wieder provoziere, aber es kommt ausschließlich aus finanziellen Gründen zu den Ausrüsterwechseln.
     
  24. Flankengeber

    Flankengeber Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.257
    Likes:
    7
    Das kommt sicher hinzu aber bei Klose war es so das er schmerzen am Fuss hatte...

    Aber ich denke das sich die Spieler trotzdem mit dem Schuh und der Firma identifizieren sollten und müssen...Es würde keinen Sinn machen z.b Kuranyi jetzt einen Nike Vertrag zu geben da er jetzt schon jahrelang mit Adidas spielt...
     
  25. jambala

    jambala Moderator Moderator

    Beiträge:
    2.283
    Likes:
    182
    Wobei dann auch die Frage ist, ob Nike Kuranyi überhaupt will bei der Form, die er die letzten zwei Jahre zeigt..;-)

    Aber zum Thema Umbauten aus medizinischen Gründen: Wenn es nach einem Fußbruch oder Bänderabriß Probleme gibt, kann ich auch als Amateursportler mir von einem qualifizierten Orthopädieschuhmacher den Schuh so modifizieren lassen, daß er sitzt. Die Frage ist dann nur der Preis, der natürlich vom Umfang der Änderungen abhängt. Das ist bei den Profis eben im Rahmen des Ausrüstervertrages dann inbegriffen, stellt aber nichts dar, was sich der Amateur (im Gegensatz zur Fertigung nach dem eigenen Leisten) nicht anfertigen lassen könnte. In soweit gebe ich Flankengeber recht.

    Da die Profischuhe bei Adidas in Deutschland produziert werden (Nike bin ich jetzt nicht auf dem Laufenden), kann es natürlich aufgrund des räumlichen Abstandes zur Standardproduktion beim Leder Unterschiede geben (anderer Zulieferer). Bei den Synthetikschuhen aber eher nicht, da es hier nicht so viele Hersteller gibt. Von daher ist aus meiner Sicht der Schuh so weit als möglich identisch beim Profi und beim Amateur.
     
  26. Suutsch

    Suutsch Member

    Beiträge:
    194
    Likes:
    0
    naja, (sport)bild-artikel für fundierte argumentationen zu nehmen ist schon mal bedenklich. aber das, was da angesprochen wird, sind spezialfälle der spezialfälle.

    laut meinem informationsstand (quelle: adidasperson) sind die "maßgefertigten" modelle für die adidas-vertragsspieler "lediglich" miadidas-anfertigungen. und dabei handelt es sich letztlich auch nur um anfertigungen, die stetig skaliert sind (wenn auch in kleineneren längen- und breitenabständen im vergleich zum normalen schuh). abgesehen vom design, kann man also bei miadidas zwischen vielen, vielen größenvarianten wählen und zudem die dämpfung seinem fuß / laufverhalten anpassen. und all das kann auch jeder hans, solange er dafür bezahlt (wie gesagt: adidas-modelle).
    das, was du anführst, sind wieder spezialfälle, die auch JEDER bekommen kann. wenn dich die nähte in deinem schuh stören, kannst du (mal ganz einfach gesagt) zum schuster gehen und diese umnähen lassen - oder dir kevlar einsetzen lassen. und natürlich gibt es so diesen schuh nicht zu kaufen. denn wer weiß, ob ich meine sehne schonen muss, mal abgsehen davon, on ich überhaupt in den schuh von metzelder passe ;)

    ergo: für das passende kleingeld kriegt auch ein kreisligist schuhe, die an gewissen stellen auf ihn abgestimmt sind (vom guten schuhmacher seines vertrauens). ich hab in dem thread zur einlegesohle erwähnt, dass ich für meinen früheren x-boot ii von umbro spezielle orth. einlagen hatte. für diese wurden in einem schuhladen auch fußabdruck sowie abrollbewegung genommen und dann paar wochen später geliefert. die firma war die gleiche, von der michael ballack auch seine speziellen einlagen bezieht.

    ergo2: dass profis es nun mal einfacher haben an - ich nenne es mal - spitzenleistungen zu gelangen, sollte wohl jedem verständlich sein. sei es die anpassung der schuhe oder auch die medizinische betreuung (4 wochen nach verletzungen, die unsereins karriere und job kosten, stehen profis wieder auf dem platz). das heißt aber nicht, dass kunden - in dem maße, wie du es betonst - verarscht werden.

    ich würde es eher verarsche nennen, wenn messi seinen "eigenen" f50 bekommt, seit der wm06 aber nur mit den f30s spielt ;)