Union Berlin - Sponsor oder Mäzen?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Neutro, 26 Juni 2009.

  1. Neutro

    Neutro Member

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    Wer lässt Ball und Gegner laufen? Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen? Na? :D

    Haarscharf vorbei. Ist ja alles in Ordnung. Nicht der Westen kauft, sondern ein dubioses Konsortium (da sieht keiner durch), gemeldet in Dubai, steigt groß ein. Hat Union seinen "Mäzen" gefunden?

    Präsentiert wurde Unions neuer Hauptsponsor "International Sport Promotion" (ISP), doch der Umfang des Engagements übersteigt den Wert.

    - 2 Mio. freie Sponsorengelder jährlich über erst einmal 5 Jahre
    - finanzielle Hilfe beim Stadionausbau
    - finanzielle Hilfe beim Schuldenabbau
    - Transferaktivitäten (Kauf, Vermarktung, Verkauf)

    Der letzte Punkt ist entscheidend. Das Konsortium möchte Union als Schaufenster für Spieler nutzen (europäischer Markt), die bei ihnen unter Vertrag (Rechte) stehen, vorwiegend aus Afrika und Südamerika. Funktioniert so ein Deal, kassiert Union 20% von der Ablösesumme.

    Anders als bei anderen Vereinen behält Union weiterhin die volle Kontrolle. Mal abgesehen von den Fremdspielern die kommen sollen ... Der Berliner Kurier witzelt deswegen auch schon, man glaube wieder an den Weihnachtsmann wenn Kader und Aufstellungen zu 100% von den Berlinern bestimmt werden.

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  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    da witzel ich mal mit: wenn die ihr geld geben, damit sie ihre spieler ausstellen können, werden sie sicher not amused sein, wenn die dann nicht aufgestllt werden. das wird also nix mit 100% selbstbestimmung.

    finde ich deshalb etwas dubios diesen deal...
     
  4. Berliner

    Berliner Member

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    Das zeigt nur, wie schwierig es für die Vereine in den unteren Ligen inzwischen ist, überhaupt noch an Geld zu kommen. Da ist man eben auch gezwungen, ungewöhnliche Wege zu gehen. Meiner Meinung nach macht Unions Vereinsführung alles richtig. Nach der schweren Zeit nach der Wende wurde da nach krassen Abstürzen nun sehr viel wieder aufgebaut. Der Lohn ist der Aufstieg in die zweite Liga. Ich drücke den Eisernen alle Daumen, dass sich in Liga 2 halten können und langfristig aufsteigen!
     
  5. Detti04

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    Fuer mich klingt das alles ein bisschen dubios. Die Summen scheinen mir ziemlich hoch fuer eine Mannschaft an der Grenze zwischen 2. und 3. Liga und ich denke, dass Holgy recht hat: wenn ISP Union als Schaufenster fuer seine Spieler nutzen will, dann werden diese wohl auch spielen muessen. Das muss - rein sportlich - ja erst mal kein Nachteil fuer Union sein (Krampen verkaufen sich schlecht), andereseits geht das sicher extrem auf Kosten der Planbarkeit, wenn Spieler ge- oder verkauft werden, ohne dass Union dabei was zu sagen hat.
     
  6. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Was ist denn dubios daran, wenn die Kohle stimmt? Dann braucht auch keiner was zu sagen zu haben.

    Wie dieser Präsident in Hoffenheim, den keiner kennt.
     
  7. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich wuesste nicht, dass es Hopps Absicht ist, Spieler einzukaufen, bei Hoffenheim einzusetzen, sie anschliessend fuer mehr Geld zu verkaufen und den Gewinn in die eigene Tasche zu stecken. Den Unterschied zwischen Hopp in Hoffenheim und dem beabsichtigten Vorgehen von ISP bei Union sollte eigentlich jeder Depp erkennen.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wieso bringst du denn jetzt den Hopp ins Spiel?
    Ich habe nur gesagt, solange die Kohle stimmt, braucht man als Präsident auch nix zu sagen zu haben.

    Aber wenn DU ihn schon ansprichst und Parallelen abstreitest: Er hat durchaus gesagt, dass gewinnbringender Verkauf von Spielern ein Ziel des Vereins werden muss. Das biss sich zwar mit einer anderen Darstellung des Projekts, aber egal. Und es geht eben genauso wenig direkt in seine Tasche wie in Berlin, sondern wie dort über den Umweg von Firmen an denen er beteiligt ist. Er hat immer gesagt, dass er sein Geld irgendwann wiedersehen will. Er ist doch nach seinen eigenen Worten eben kein Mäzen, à la Abramovich, dass betont er doch immer, sondern Investor.
    Danke!
    Natürlich erkennt jeder Depp die Unterschiede, den Vollidioten bleiben dagegen die Gemeinsamkeiten verborgen. :huhu:
     
  9. Neutro

    Neutro Member

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    Der Baum brennt jedenfalls schon hinter den Kulissen. Gleich nach Unterzeichnung des Deals schickte ISP 4 Brasilianer nach Berlin zum vorspielen. Das fand Trainer Neuhaus gar nicht lustig und verweigerte Dreien das Probetraining mit der Bemerkung, "Wir suchen Spieler die uns sofort weiterhelfen können." :D
    Lange dauerte es wohl nicht bis ISP durchklingelte. Jedenfalls erhöhte sich die Zahl einen Tag später auf zwei. Und um deutlich zu machen wer in Zukunft bei Union das sagen hat, haute ISP-Geschäftsführer Fietz gleich noch hinterher:

    "Paulinho ist ein Torjäger. Wenn er Union nicht helfen kann haben wir etwas falsch gemacht."

    Na das kann ja was werden!

    PS: Apropos Fietz, Dieter Fietz ... der war in den 70iger Jahren Trainer bei Union und noch in den 80iger Jahren in Ostberlin berüchtigt für "heiße" Verbindungen. Später zog es ihn in die weite Welt, z.b. zu ZSKA Moskau. Bis heute fehlt es ihm nie an Geld+nötige Verbindungen nach Russland und Saudi-Arabien.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Juli 2009
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Union hat sich übrigens von seinem merkwürdigen Sponsor getrennt, Anlass war die von "spiegel online" aufgedeckte Stasi-Vergangenheit des ISP-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Czilinsky. Ist wohl wirklich besser so. Mit den Leistungen, dem Stadion usw. wird sich schon ein neuer Sponsor finden...

    Union verzichtet auf Millionen - 2. Liga - kicker online
     
  11. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Es wär besser als der Stasi Sponsor, aber ob das Ideal is??
    Ich steh nich so auf geschichten mit Geldgebern, die sollen alle ordentlich wirtschaften dann gibts auch so wieder Geld...
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Waren die jetzt Hauptsponsor oder Investor?
    Egal, dass ausgerechnet bei Union Berlin der Chef des Hauiptgeldgebers eine Stasi-Vergangenheit hat, ist natürlich mehr als pikant.

    Dabei ist mir Union äußerst sympathisch.