Umwelt am Arsch

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von andon, 6 Februar 2007.

  1. andon

    andon Glubbsau

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    Nach dem Bericht des UNO-Weltklimabeirats, der letzte Woche veröffentlicht wurde, müsste es mittlerweile auch den ignorantesten Klimazerstöreren wie zum Beispiel Herrn Bush oder der deutschen Automobil-Industrie klar sein, dass ein Umdenken besser gestern als heute stattfinden muss.

    Aber in der wirtschaftdiktierten Welt, in der wir leben - Globalisierung ist übrigens ein geiler Euphemismus - schert sich dennoch keiner so richtig drum. Im Moment ist das Thema zwar sehr präsent in den Medien, aber soclhe Phasen hatten wir schon öfter. Passiert ist wenig. Beisüpielsweise haben sich die europäischen Autobauer schon einmal selbst eine Grenze für den CO2-Ausstoß gesetzt, im Zeitraum seit 1998 aber sehr wenig dafür getan, um diese Zielvrogabe zu erreichen. Warum? Weil sich jahrelang keiner mehr dafür interessiert hat.

    Hier noch ein schöner Artikel zu der Thematik:
    Streit über Spritfresser: Killer-Klima für Deutschlands Autobauer - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

    Um auch noch kurz auf everybodys darling Bush und die Vereinigten Staaten einzugehen: Kyoto wurde immer noch nicht ratifiziert und ist mittlerweiel eigentlich veraltet, d.h. führt nicht weit genug.

    Aber da Amerika ja alles am besten kann, kann es auch am besten die Umwelt mit Füßen treten, Angriffskriege führen (ohne sich dafür zu rechtfertigen), oder geltende Übernationale Gesetze missachten.

    Dennoch sollte das Hauptthema die Ignoranz gegenüber unsrer Umwelt sein, nicht die Fehler einer amerikanischen Administration, daher noch ein paar Thesen zu des deutschen liebsten gut:

    Unser Sprit ist immer noch zu billig.

    Braucht jeder nen Mittelklasse-Wagen mit 120 PS, um die 20km zur Arbeit zu fahren? Nein!!

    Die Ökosteuer müsste eins zu eins in den ÖPNV fließen, um diesen auszubauen und für den Verbraucher wieder günstiger zu machen.
     
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  3. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Umwelt am Arsch und keiner sagt was. Das nenne ich echte Betroffenheitswelle, gelle?

    Besonders übel fand ich die erste Reaktion seitens der Autoindustrie auf die Forderung der Emissionsreduzierung: die Androhung von Massenentlassungen.

    Gleich wieder den alten Kampf einführen: Ökonomie gegen Ökologie, was erster immer gewinnt.

    Unsere Regierung von Merkel mit Tiefensee? Wenn überhaupt, kommt nur ein gestafeltes System in Frage. Je größer das Auto, umso größer sein Recht sein Recht auf Dreck.

    Und hallo? Autofahren muß bezahlbar bleiben, auch für die größte Dreckschleuder, ok ok es sei denn einer entzieht sich dem Konsum, indem er ein altes Auto fährt, solche Wirtschaftsterroristen gehören natürlich abgestraft.
    Man darf doch schon gar keinem vorschreiben, was für ein Auto er fährt. Wo führt das denn hin? In einem freien Land? Auch wenn quasi die selbben Damen und Herren, die das vehement verteidigen, am liebsten einen 100%igen Überwachungsstaat einführen würden. Aber was hat das eine schon mit dem anderen zu tun.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das beste an dieser Drohung der Automobilisten war ja, daß die sonst so wachende IG-Metall aufeinmal ganz still und auch die sonstige Entrüstung der Politik nicht zu vernehmen war. Da hat die Automobil-Lobby wieder lehrbuchhaft zusammengehalten - meinen Respekt dafür und da sage noch einer jahrezehntelange Beziehungsgeflechte würden überschätzt.

    Auch befremdlich ist die Dinosaurier-Meinung, daß Technologien, die zu weniger Energieverbrauch beitragen, Energiegewinnung aus anderen Quellen ermöglichen oder die Belastung der Umwelt durch den Energieverbrauch herabsetzen, arbeitsplatzvernichtend wirken. Genau das Gegenteil ist der Fall, neue Technologien schaffen neue Arbeitsplätze und zwar genau in dem sonst so verzweifelt geforderten, innovativen High-Tech- und Forschungs- und Entwicklungs-Bereichen. Genau im sog. "Umweltsektor" wurde in den letzten Jahren massiv eingestellt. Wobei ich hingegen meine Hand nicht ins Feuer legen würde dafür, daß die hochautomatisierten bzw. durch Standardabläufe geprägten Produktionsprozesse der herkömmlichen Automobilindustrie in den nächsten Jahren nicht doch weiter in die sog. "Billiglohnländer" abwandern :floet:
     
  5. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Wunderbar, haben wir mal ein Thema, daß eigentlich jeden interessieren sollte, schon hat keiner mehr eine Meinung.

    Ist aber auch unangenehm, da das eigene liebe Auto, bzw. die feuchten Träume davon, mit ein Hauptinhalt sind.

    Auch schlecht, die Aussage, soll xyz mal machen, passt für den Dümmsten wohl nicht.

    Verdrängung rules. Fuck the living.
     
  6. odie

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    Ich weiss gar nicht, was es groß zu diskutieren gibt.
    Eigentlich sollte jeder sehen, daß man etwas ändern muß und damit am besten bei sich selbst anfängt.
    Daß die Industrie auf sowas keine Lust hat, ist auch nix Neues. Genausowenig wie das Druckmittel Arbeitsplätze.
    Wozu auf einmal die Aufregung. Mit der Umwelt gehts schon seit Jahren bergab und die wenigsten kümmerts. Und jetzt auf einmal ein Aufschrei?

    Da spar ich mir die Diskussion und änder lieber mein Leben soweit ich kann. Die Trottel die sich heutzutage ein benzinschluckendes Monster kaufen, lassen sich von Fakten eh nicht beeinflussen.
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Neu vielleicht nicht aber saudumm - oder bequem und kurzsichtig um netter zu sein- denn da liegen Milliarden "auf der Straße" und ein Markt, der wächst und wächst.
     
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Umwelt im Arsch ist eben medial schlecht ausschlachtbar, weil das Theam zu kompliziert ist. Da muss erst wieder "Die Flut" oder "Der Sturm" kommen, dann kann man vielleicht auch das lange und so schwierige Wort "Erderwärmung" mal wieder im TV aussprechen. Gut, es wird auch dann wieder keiner fordern, dass Mercedes und Konsorten statt 2-Tonnen-Autos kleinere Autos bauen - aber das wäre von den armen Firmen ja auch zuviel verlangt. Und erst recht von den Kunden, schließlich soll ja jeder das Recht haben, soviel Sprit zu verbrauchen wie er will (solange er sich das leisten kann). Man will ja schließlich nicht im Kleinwagen gesehen werden, wenn man beim Bäcker zum Brötchenholen vorfährt.

    Aber eigentlich darf ich mich zu dem Thema gar nicht äußern, schließlich habe ich gerade 'nen Flug nach Neuseeland gebucht...
     
  9. manowar65

    manowar65 Benutzer

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    Auch,wenns nur n Tropfen auf den berühmten heißen Stein ist...ich hab mein Auto abgeschafft.Zugegeben nicht so ganz freiwillig,aber ich muss sagen...ich vermisse es nicht wirklich.Was ich damit sagen will:Das Gemecker über die Industrie ist ja schön und gut (und auch richtig),nur letztlich kann auch jeder einzelne was tun.Wer braucht wirklich unbedingt ne 150-PS-Karre?Muss man unbedingt mitm Auto zum Briefkasten fahren usw...
     
  10. manowar65

    manowar65 Benutzer

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    Cooool..nimmst mich mit?Wäre ja sozusagen ne "Fluggemeinschaft":zwinker:
     
  11. odie

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    Neulich kam ne Reportage auf 3Sat zum Thema aktuelle Modellpolitik der Automobilhersteller in Verbindung mit den Umweltproblemen. Dabei hat ein VW-Manager mehr oder weniger durchklingen lassen, daß es bereits fertige Pläne für spritsparende, umweltschonendere Autos gibt.
    Nur VW hat noch gar kein Interesse die Fabriken teuer umzustellen, da die Politik sowieso nix vorschreibt. Aus lauter Angst vor Arbeitsplatzabbau.
    Die Wirtschaft hat die Politik im Griff. Und nur wenn tatsächlich mal Gesetze kommen ändert sich auch was.
    Also nich so bald!
    Hauptsache der nächste SUV steht in der Garage!:vogel:
     
  12. odie

    odie Zeitzeuge

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    Grad kommts im Radio.
    Der EU-Umweltkomissar hat einen verbindlichen Grenzwert für Autos vorgeschlagen (!). Das ist noch nichmal Gesetz!
    Und selbst beim Vorschlag hat er sich von der mächtigen Automobillobby reinreden lassen. So ist der Grenzwert von den ursprünglich geplanten 120g/km auf 130g/km gestiegen.
    Bis 2012 sollen so 30% weniger CO2 ausgestoßen werden.

    Nur mal so:
    ein durchschnittlicher Porsche hat einen Ausstoß von 300g/km, ein BMW/Mercedes immernoch 180g.

    Selbst wenn ein Gesetz kommen sollte, ist das immernoch Verhandlungssache. Heißt: Porsche kann sich ein Sonderrecht für Sportwägen aushandeln usw...

    Was soll man bei sowas diskutieren?
    Die Industrie will nicht, der Kunde will nicht. :vogel:
     
  13. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich mach dann mal den 1. Vorschlag: Wir schaffen diese ganzen Autorennen wie Paris - Dakar, 24-Stunden von LeMans, Formel 1, Indy-Car usw. ab.
    Bzw. stellen alle Rennwagen auf Solar um. Das ist dann auch ungefährlicher.
    Denn mal ehrlich: Gibt es eine idiotischere Luftverpestung, als mit diesen PS-Monstern 300 km und mehr nur im Kreis zu fahren und sein Leben zu riskieren?

    Vielleicht nur ein kleiner, aber immerhin ein Anfang.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Och, die können gerne alle so weiterfahren. Sollen halt ihre Motoren auf Kraftstoffe umstellen, die rein aus Pflanzen gewonnen werden. Schon passt's wieder mit dem CO2-Ausstoß. Ok, dazu müsste natürlich auch gewährleistet sein, daß diese Kraftstoffe wiederum mit nicht zusätzlich CO2 erzeugenden Energien gewonnen werden.
    Ergo: Eher abschaffen.
     
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Danke, das wäre mein Satz gewesen, so als allgemein anerkannter Querulant vom Dienst :zahnluec:
    Ihr habt das doch gut zusammengefasst. Wenn die ersten 3 Beiträge meine Meinung soweit reflektieren, dass ich da nur wiederholend zustimmen könnte, wozu dann was schreiben?
    Ansonsten gebe ich odie Recht, Leben umstellen, wenn man das kann (und vor allem will) ich habe z.B. seit 1992 kein Auto mehr, was aber nicht heißt dass ich nicht gelegentlich eins fahre. Aber Fahrrad fahre ich übers Jahr etwa genausoviel.
    In der Energiediskussion sind die meisten Argumente leider ideologiebehaftet, da macht ne Diskussion in einem Forum wie diesem hier imho wenig Sinn. Zu Autorennen könnte man polemisch sagen, dass bei Fahrradrennen mehr Autos mehr Schadstoffe produzieren (vermute ich jetzt einfach mal so, wenn ich mir überlege welche Strecken in welchem Tempo und Drehzahlbereich die fahren), aber das wäre wie gesagt polemisch, kaum belegbar und ausserdem nicht zielführend.
    Deswegen ist das Thema hier für mich erledigt.

    Über Kurnaz hat auch keiner ein Wort verloren, das fand ich schade. Wäre bestimmt großes Kino geworden.
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die anscheinend bevorstehenden Haftentlassungen von Mohnhaupt und Klar wollte ich ja schon fast mal thematisieren - dann bekam ich Panik.
     
  17. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    uiuiui, :floet: bist du wahnsinnig? :vogel: Das wäre keine Büchse, das wäre ein ziemliches Fass.:hail: Halt ein!

    Aber das Jucken in den Fingern, das kenne ich.
     
  18. andon

    andon Glubbsau

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    Ich muss dir Recht geben, im Grunde denk ich da genauso, wozu diskutieren, wenn jeder die gleiche Meinung hat. Dennoch freut man sich als Threaderöffner über jede Antwort, gerade auch zustimmende.

    Ich stell mir nur die Frage, ob hier wirklich keiner der Meinung ist, die EU-Kommission gehe in ihren Vorschlägen zu weit oder ob es die entsprechenden Leute nur nicht wagen ihre gewagte These auch zu schreiben?

    Ich bin fast schon überzeugt, dass sich schon ein paar hier für die einfache und polemische These erwärmen könnten "warum sollen immer wir die Vorreiter in solchen Dingen sein?".

    Ich werf mal noch ne These hier in Raum, um das Thema vielleicht doch noch zu beleben: Tempo 120 auf allen deutschen Autobahnen!!! Nicht nur sicherer und von sich aus schon Umweltschonender, sondern vielleicht hilft auch dabei, dass der gemeine Verbraucher beginnt, umzudenken.

    Was den Motorsport angeht, wird wohl so schnell nichts geschehen, "Brot und Spiele" ist das Stichwort, der Pöbel schreit regelrecht danach. Und der radsport erledigt sich bald hoffentlich von selbst.

    Edit: den Klar-Thread machen wir dann auf, wenn der Horst das Ding endlich unterschrieben hat, okay.....
     
  19. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Also nee, die paar Male wo ich auf 4 Rädern unterwegs bin habe ich es schon manchmal eilig, und wozu gibt es so schöne Bahnen wie die A5 Richtung Basel oder die A8, wenn sie irgendwann nach der nächsten WM mal fertig ist :zahnluec:
    Die Freiwilligkeit und Einsicht muss in die Köpfe, dann kann man sich auch mal ein paar Ausnahmen erlauben, finde ich. Man muss ja nicht gleich der Purist sein und in die Höhle ziehen, aber bei der Ernährung drauf zu achten wann im Jahr man welche Produkte kauft die wo produziert werden, da fängt es doch schon im Kleinen an. Ich habe kein Mitleid mit Leuten, die über LKW-Stau jammern, den Kühlschrank aber voll haben mit Sachen die von weiß-der-Geier her kommen (selbst die Milch, oder das Bier z.B. hallo?).
    Und man muss auch nicht den Junggesellenabschied in Riga oder Barcelona machen, nur weil man da billig hinkommt. :suspekt:

    Ich will gar nicht den Moralapostel spielen, soll jeder halten wie er will. Aber bitte nicht jammern, wenn es zu spät ist.

    Achso: Meine erste Antwort auf deine Eröffnung wäre gewesen: Ja, der Sprit ist viel zu billig.
     
  20. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Umweltschonender mag sein, wird jedenfalls immer erzählt.

    Sicherer? Nach dem, was ich immer aus den Stellungnahmen des Verkehrsgerichtstag verstehe, nicht. Und dessen "Geladene" sind nicht zwingend alle Lobbyisten, nur, weil es sich bei ihnen um Menschen handelt, die eher selten mit einem 3-Liter-KFZ unterwegs sein dürften.

    Vielleicht isses Einbildung, vielleicht auch der Drang, schneller zu fahren, wenn es der Verkehr erlaubt (ohne damit indes richtig Zeit gutzumachen), aber ich stelle bei mir fest, daß penetrante 130 km/h-Fahrten durch Rheinland-Pfalz oder 100 km/h-Fahrten durch den Pott mich ziemlich unaufmerksam machen.

    Ansonsten? Jeden Scheiß regelt man bei uns. Aber man kann sich nicht dazu durchringen, jedenfalls abgestuft irgendwelche Schadstoffgrenzwerte runterzufahren und somit irgendeinen Einfluß auf Leistung und Verbrauch der Fahrzeuge zu nehmen. Schade eigentlich.

    Ich meine, daß das verbraucherverträglich und Stück für Stück geschehen sollte. Immerhin gibt es nun wirklich Menschen, die in Zeiten wie diesen dann doch auf ein KFZ angewiesen sind. Und wenn nun plötzlich der 3-Liter-Astra oder Golf nochma 10.000 Tacken mehr kostet, dann gibt's sicher 'nen Bürgerkrieg.

    Ich meine wie Rupert, ohne Ahnung zu haben, daß die Investition von Arbeitskräften in eine solche Entwicklung mehr nutzen könnte als schadet. Warum man das nicht macht? Keine Ahnung. Ich befürchte, daß man vorübergehende Einbrüche beim Absatz als Risiko scheut. Muß man eben auf der Überholspur entwickeln.

    Das ist 'ne Aufgabe.
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das wäre in der Tat der GAU - aber recht bezeichnend für die vorherrschende Haltung beim Auto: Wenn der Bürger wo was einspart, in dem Falle Energie, muß man ihm's auch gleich wieder nehmen. Der Gedanke "Wer viel verbraucht zahlt mehr und kommt auch für die Schäden auf" der spielt ja kaum eine Rolle.

    Wobei es mir ohnehin schleierhaft ist, warum ein 3l Auto denn dann soviel teurer sein müsste auf Dauer. Zu Beginn kann ich's mir noch mit den geringeren Produktionsstückzahlen erklären aber wenn sich das eingeschwungen hat, dann ist ein kleiner Motor wohl nicht preisintensiver als ein 4l Achtzylinder Monstrum.
     
  22. odie

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    Das ist doch genau dasselbe wie mitm Rauchverbot. Sogar in Europas Kneipenland Nr. 1 Irland schafft man ein generelles Rauchverbot. Nur in Deutschland klappts wieder nicht.
    Deutschland wird von den Lobbys kontrolliert/lässt sich kontrollieren.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ein guter Teil des Ländchens lebt ja auch gut mit diesem Status Quo.
     
  24. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Wollte schon immerma Lobbyist sein :zahnluec: :

    Ichsachma
     
  25. Itchy

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    Den Vergleich finde ich eh hübsch.

    Wenn ein Nichtraucher sich am Rauch in einem Lokal stört, soll er es nicht besuchen. Machen das ausreichend NR so, dann wird es ganz schnell auch NR-Läden geben, denen umgekehrt der Raucher ja fernbleiben kann. Eigentlich ganz einfach. Aber wie, was? Eigeninitiative? Wozu gibbet Gesetzgeber und Vollziehungsgehilfen, ne?

    Da isse die Umwelt schon ein wenig anders. Das CO2 fragt nicht, wen es besucht.
     
  26. odie

    odie Zeitzeuge

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    Es sollte kein Vergleich sein, eher ein Beispiel für Lobbyisten.

    Aber schon mal was von Nichtraucherschutz gehört? Wozu auch.
    Das ist genau die Einstellung, die zuviele Leute haben. Wenns jemand nich paßt, er muß ja hier nich leben. Daumen hoch sag ich da!
    Rücksichtnahme? Tolleranz? Wozu?
     
  27. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Was wird das 'ne lustige Diskussion, wenn's erssma so weit ist.
     
  28. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Schatzeken, genau von Toleranz red ich doch.

    Die Forderung nach gesetzlichen Maßnahmen hat damit herzlich wenig zu tun. Es geht darum, daß es Nichtraucher und Raucherlokale geben soll und daß die sich finden sollen, ganz ohne große Vorschriften.

    Dann kann ja jeder entscheiden, was ihm wichtiger ist. Quarzen/Nichtquarzen oder die gemeinsame Freizeitgestaltung mit Freunden/-nichtgestaltung mit Ex-Freunden.

    Mal ehrlich, braucht es dafür wirklich den Staat?
     
  29. odie

    odie Zeitzeuge

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    Ich kenn leider nicht eine Kneipe, die freiwillig ein Rauchverbot eingerichtet hat. Weil es ja auch so funktioniert (Umsatz mein ich). Soll ich (und andere Nichtraucher) jetzt erstmal ein Jahr lang keine Kneipe mehr besuchen nur damit der Wirt merkt: Hoppla, mir fehlen ja Gäste? Das wird so nicht funktionieren. Leider.
    Deswegen ein generelles Rauchverbot. Wer rauchen will geht kurz raus, fertig. Das ist doch eigentlich nicht so wild oder?
    Wie gesagt, in vielen anderen Ländern funktionierts auch ohne Probleme.
     
  30. odie

    odie Zeitzeuge

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    Ich glaub die sparen wir uns. Is ja Ansichtssache!
     
  31. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Nur mal eines.

    Immer nach dem Staat zu schreien, selbst bei solchen Problemen, die eigentlich zum Bereich zwischenmenschliches Miteinander gehören, sind für mich ein echter Ausdruck einer selbstständigen Gesellschaft, die ihre ganzen Freiheiten zu Recht besitzen.

    Und in anderen Ländern haben zum Tode Verurteilte doch tatsächlich danach so gut wie keinen mehr umgebracht. Funktioniert doch ganz gut. (Bewußt überzogenes Beispiel)