Typen und ewige Talente

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von DeWollä, 8 März 2009.

  1. Busti

    Busti Well-Known Member

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    Ewige Talente / vergeudete Talente: Marco Reich, Marco Haber
     
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  3. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Ich finde überhaupt nicht, dass er irgendein Image verkauft hat. Völler hatte Prinzipien, wechselte nicht vorschnell zu anderen Vereinen (Bayern) , sondern hat bei allen Vereinen wo er war das Beste gegeben und was hinterlassen. Im Gegensatz zu Karrierehüpfern wie Klinsmann, der bei weniger Talent wahrscheinlich das 10 fache an Kohle gescheffelt hat. Man muß nur mal daran denken,dass der AS Rom ihn als Trainer geholt hat, auch wenn die Mission scheiterte. Diese Image des " intergeren" Menschen ist klein Image , sondern Realität. Everybodys Darling passt ja wohl kaum zu Dünnhäutigkeit und diesem Auftrit damals".

    Wenn er sich nur "verkaufen wollen" hätte er noch eine ganz anderer Karriere machen können bei seinem Können.

    Welche anderen Auftritte denn?
     
  4. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Mit Sicherheit. Aber wenn er seine Seele nicht an den Chemiekonzern verkauft hätte, wäre er mir vielleicht nicht ganz so unsympathisch, wie er mir inzwischen ist. :hammer2:
     
  5. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Ja , als er dem Waldi mal den Marsch geblasen hat. Eiin echtes Zeitdokument, wie die Trap-Rede.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ja, die war auch komisch. Das war's dann auch.
     
  7. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Du bist wegen Voreingenommenheit entschuldigt!:D

    Wenn du mir jetzt bitte noch bestätigen könnetst, dass Managerin SUSI beim BVB eine echte Type ist, ist alles geklärt.:lachweg:
     
  8. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Na zum Beispiel als er Bierhoff völlig unsachlich wegen seiner fußballerischen Fähigkeiten attackierte.

    Nicht dass wir uns missverstehen: ich bin auch kein Bierhoff-Freund, aber ihn als "Malta"-Kicker hinzustellen, ging unter die Gürtellinie und hatte außerdem mit dem Thema nicht das geringste zu tun.

    Völler ist einer von denen, denen es immer unheimlich wichtig war, es allen recht zu machen, bei allen beliebt zu sein. Lange Zeit hat er sich auch dank einer guten Presse in diesem Image gesonnt.

    Das klappt allerdings nur solange, bis irgend jemand es wagt, ihn zu kritisieren (z.B. Waldi damals). In dem Moment wird er plötzlich völlig dünnhäutig und zeigt, dass er alles andere als kritikfähig ist.
     
  9. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Waldi hat den Hintzergrund ja neulich erläutert. Völler sei damals direkt nach dem Spiel ins Studio gelotzt worden (normal ist da eine Pause von 10 min) und hat dann aus dem Studio auf dem Schirm gesehen, wie Netzer und Delling "von diesem absolutem Tiefpunkt " sprachen.

    Also ich kann da keine mangeldne Kritikfähigkiet sehen. Was ist dann mit Hoeness, bei dem es reicht, dass der Reporter ihn ein wenig schief anschaut, um in die Luft zu gehen. Kenne im BULIalltag keine Verbalausfälle bei Rudi.

    Und zu Biehoff: Da ging es doch darum, dem Herrn Bierhoff mal sein großes Maul zu stopfen. Einfach man zu zeigen, dass er nicht den Fussball erfunden hat und über die Liga bestimmen kann, wie man Fussball zu spielen hat, und wie man zu trainieren hat. Da hat der Bierhoff eindeutig überzogen, und wie ich schon sagte, dann reagiert ein Völler. Ich fands gut von Rudi. Weil ich für mich teile da tendenziell ein:

    Bierhoff: Nein
    Völler: Ja
     
  10. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Völler wurde/wird ja auch im Gegensatz zu Hoeneß/Bayern kaum angegriffen. Wenn es allerdings tatsächlich mal passiert, dann kriegt er gleich die Krise.

    Mit Leverkusen hat er sich doch damals regelrecht die Nähe zum DFB erschleimt. Der Verein der Skibbe, Holzhäuser und Ramelow, des heulenden Medienlieblings Calli. Und in der Nationalmannschaft hat er dann mit Nibelungentreue an seiner Ramelow-Seilschaft festgehalten - nach dem Motto: nur ja bei niemandem anecken!

    Erst der von dir so geschmähte Klinsmann hatte den Mut, daran was zu ändern, übrigens auch, die vom DFB regelrecht aufoktruierte Zentrale von Leverkusen nach Berlin zu verlegen.

    Und dass Völler nicht zu Bayern gegangen ist, lag sicher nicht an seiner angeblichen Integrität - er hatte halt einfach nie das richtige Angebot zur richtigen Zeit.

    Übrigens: Wer dagegen sehr wohl bei Bayern gespielt hat, war dein Superidol Martin Jol. :D
     
  11. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Vor einigen Jahren ist Völler mal in Wolfsburg ausgerastet, fast so fuchtig wie damals auf Island. Es ging um den Spieler D'Alessandro, der immer wieder provoziert hatte, in dessen Folge 2 L'kusener Spieler vom Platz gestellt wurden. Ich glaube, Völler hatte damals nicht ganz unrecht in seinem Zorn, der kleine Argentinier war wirklich eine linke Wehe.
    Ich habe auch dazu einen -> link gefunden
     
  12. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Achso! Der arme Hoeness wird immer angegriffen, obwohl er sich immer so bescheiden im Hintergrund hält.

    vergiss nicht, dass Hoeness zu Rudi sagte:" Rudi, warum machst du nicht einfach den Nationaltrainer?"

    So wie ich weiß hatte er sehr wohl ein Angebot der Bayern, zeigte aber Charakterstärke (Augenthalerfoul)

    Der hat da nie gespielt, war nur mal kurz unter Vertrag!
     
  13. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    die schwarze Sau version kenne ich nicht, höre ich das erste mal und für mich ist er ein Typ, Tante Käthe halt...aber Deine Meinung ist schon ok, wir müssen ja nicht immer übereinstimmen. Kumpelhaft kann ich nichtmal sagen, ich denke da an die Weißbier Geschichte, der kann ganz gut abgehen....ich finde seine Art und Weise nicht so schlecht....Geschmacksache eben.
     
  14. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    absolut meine Einschätzung...wegen Bierhoff muß man schon sagen, der macht auf mich eher den Eindruck eines gut erzogenen Aristrokratensohnes, der überhaupt nicht verstehen kann, daß er daneben liegen könnte, es läuft doch sonst auch immer wie Papa es einfädelt....
    da ist mir ein Weißbier Völler abgestanden noch erfrischender....



    und zum Thema


    Völler wurde WM "nur" 2.ter in Südkorea....und nicht glanzvoller Dritter daheim....um mal in die Verbale zu gehen.
     
  15. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ewiges Talent: Michael Anicic.
     
  16. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Es geht doch nicht darum, wer sympathischer ist, sondern dass Völlers Attacken damals viel zu persönlich und dazu sachlich völlig unpassend waren. Aber wenn einer jahrelang nur gebauchpinselt wird, ist er es halt nicht gewöhnt, wenn man ihn mal kritisiert.

    Hör auf, das Gewürge von 2002 war doch noch schlimmer als 2008. Und um längen unattraktiver als der erfrischende Fußball von 2006.

    Abgesehen davon: das Thema ist nicht das Abschneiden bei der WM, sondern "Typen und ewige Talente". Und selbst bei aller Sympathie, die man für Völler meinetwegen haben kann: er ist und bleibt ein biederer Langweiler, sorry.
     
  17. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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  18. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Ich muß da aber Hulle recht geben. Man mag ja Völler noch recht sympathisch finden, aber ausser Frisur hatte er nie sehr viel, was ihn zum Typen machen würde. Da war ja der Schwatte in Leverkusen noch mehr Typ mit seiner Boxerfresse.
     
  19. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das meinst du nicht wirklich ernst, oder? :staun:

    Für mich war das eine der miesesten WMs seit meiner ersten, und die war immerhin schon 1966. Viel zu viele attraktive Teams und Spieler kamen mit den Bedingungen nicht zurecht und scheiterten frühzeitig, dann die diktaturmäßig einstudierte "Fan"-Choreographie der Koreaner und deren Manipulationen gegenüber Italien und Spanien, und eine hyperdefensiv auftretende deutsche Mannschaft, die bis auf das erste und das Endspiel nicht ein halbwegs gutes Spiel ablieferte... :frown:

    Nach dem absoluten Tiefpunkt von 2000 und einigen Verletzungen vor der WM waren halt die Erwartungen damals sehr niedrig. Deshalb, und weil man im Endspiel Pech hatte, haben viele Leute am Römer so gejubelt. Attraktiv sieht aber wirklich anders aus!
     
  20. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Naja, die WM 2002 und die EM 2008 sind eigentlich in etwa gleich einzuschätzen. 2002 hatte man das Glück, erst im Finale auf die erste wirklich starke Mannschaft zu treffen und hat da bezeichnenderweise sein bestes Spiel des Turniers verloren.

    Aber rundeherum waren ja eigendtlich auch nur miese Turnierleistungen, 1998, 2000, 2004 war alles nicht viel bis wenig. Da sticht die WM 2006 wirklich sehr positiv heraus, weil da zumindest mit Herz gespielt wurde und sich daraus auch teilweise ansehlicher Fußball entwickelt hat. Was ja aber dann doch Klinsmann in erster Linie zu verdanken war, was Löw Samstag ja auch offen zugegeben hat.

    Von diesem Herz ist mittlerweile aber gar nix mehr da. Und das liegt auch und vor allem in der Verantwortung eines Trainers, bei der NM umso mehr denn bei einem Vereinstrainer.
     
  21. Junker

    Junker Altborusse

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    Mein Zwischenfazit : Es gibt immer mehr ewige Talente und immer weniger Typen, weil sie heute mehr Schiss haben Typ zu sein. Früher haben die nicht darüber nachgedacht, was getan und gesagt wird, heute hat jeder seinen Berater. Die Folge, es wird langweiliger:(
     
  22. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Was die Typen betrifft, einverstanden, aber ewige Talente gab es wirklich schon immer, denke ich. Und warum sollte das auch heute anders sein?
     
  23. Junker

    Junker Altborusse

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    Hast natürlich Recht :huhu: auch wenn du ein falscher Borusse bist;):zahnluec:
     
  24. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Wie soll man aber im Fußball Typen erwarten, wenn es die in der Gesellschaft auch kaum mehr gibt. Seit den 80ern haben wir doch eine gleichmacherische Gesellschaftsbewegung, in der der Einzelne nur mehr nach betriebswirtschaftlichen, juristischen und technokratischen Maßstäben gemessen wird und Nonkonfirmismus eine immer höhere Ablehnung erfährt.
     
  25. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    naja, Itchy, das kannst Du so nicht verallgemeinern. Ist schon noch Platz da für Nonkonformisten, man muss halt unbequem bleiben oder werden. Eine gleichmacherische Bewegung ist mMn weniger auf die Gesellschaft allgemein zurückzuführen denn auf die Bequemlichkeit oder Desinteresse des Einzelnen, sich von der Gesellschaft abzuheben.
    Wenn das board hier einen Teil der Gesellschaft widerspiegelt, sind unter den zahllosen usern doch welche dabei, die man als Nonkonformisten bezeichnen kann, also TypInnen ( grausame Wortschöpfung, aber egal :rotwerd: ), die durchaus ein Profil und ein Wiedererkennungsmerkmal aufweisen.
    Darunter sind Weiblein und Männlein, bei denen ich schon beim Anblick des Portals weiss, was ich von deren posts erwarten kann. Da bin ich eigentlich noch nie enttäuscht worden, was ich jetzt ganz wertfrei meine.
    Und ich finde, das muss auch so sein, nimm es mir nicht krumm, wenn ich jetzt mit Rosa Luxemburg ankomme. Mit einem leicht angelehnten Zitat: "Die Freiheit zu posten ist auch immer die Freiheit des anders denkenden posters" :weißnich:
    Kurzum: dieses board hat sehr wohl einige Nonkonformisten :top:
     
  26. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hier geht's ja auch nicht um viel Geld. Wo das Geld immer wichtiger wird, ist für Nonkonformismus immer weniger Platz.
     
  27. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Nu verwechselst Du aber weitgehend konsequenzenloses Board mit wahrem Leben. Nonkonformisten neigen im wahren Leben dazu, unbequem zu sein, andere Gedanken zu denken. Nicht mehr gefragt.
     
  28. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    "Es gibt nur einen Rudi Völler"
    Den einzigen Slogan, den ich einmal gesungen habe.

    Nicht umsonst ist Rudi Völler in die Herzen der Fans und auch in mein Herz gelangt. Leider wird das verkannt, was Rudi Völler ausmachte. Ein grundehrlicher, integrer Mensch, ein fairer Verlierer im Sport, der alles andere als Plattitüden von sich gibt. Ein Vorbild, das habe ich immer gespürt. Wenn ihm die Hutschnur hochging, dann zurecht. Einer der der liebenswürdigste Mensch sein kann, aber dann für andere einspringt.
    Um das geht es bei Rudi Völler und nichts anderes. Was das mit Angepasstheit oder Anbiederei zu tun hat, kann ich nicht verstehen.


    Leichter ist es andersrum:

    Pantelic ist kein Typ
    Effenberg war kein Typ
    Basler war kein Typ
    Ribery ist jein Typ usw
     
  29. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Kein Slogan, Ballermannmucke.

    Und hieß es nicht "ein Rudi Völler"?

    Hat nur bei Doping Marseille gespielt, natürlich nix gewusst. War stets ein Herd völliger Inspiration löw´schen Ausmasses.

    Ich finde es (heiko) herrlich, wie man doch interpretieren kann, wenn verschiedene Leute die gleichen Dinge tun.
     
  30. Junker

    Junker Altborusse

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    Pantelic, weiss ich zuwenig über ihn, Effe ein Typ, wenn auch ne Sau, Basler ein Typ, Ribery keine Ahnung, Völler: zu lieb
     
  31. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    So isser halt, unser nogly, für ihn gibt's nur Helden oder Versager.
    Und Rudi ist halt einer seiner Helden... :hail: