Turin: Fans greifen eigene Spieler an

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 9 Januar 2010.

  1. aufpasser

    aufpasser Member

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    Ist Dir entgangen, dass drei Deiner vier Quellenangaben das Wort "Sport" enthalten und somit lt. huelin also unseriös einzustufen sind? Zumal ich den Zusammenhang zur BILD oder 11 Freunde nicht sehe, denn die hatte ich nie als Quelle angegeben.
     
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  3. Brock_Lesnar

    Brock_Lesnar Active Member

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    Du verstehst nicht ganz, dass es weniger an den Namen deiner Quellen, sondern mehr an deren genereller Unseriösität gelegen hat. Die einzig seriöse Quelle von dir (ORF) berichtet außerdem davon, dass es keinen tätlichen Angriff, sondern ein bloßes Packen am Unterarm gab. Selbiges berichtet auch eine deiner zwei eher unseriöseren Quellen.
    Abgesehen davon kannst du bei einer von Bari's Quellen das Sport getrost weglassen, weil die Quelle da nicht mal unbedingt RAI Sport sondern RAI generell ist und ich den italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon als seriös ansehe. Bei SKY ist es ähnlich, wobei Fernsehsender (vor allem so große) wohl generell seriöser sind, als die Websites, die du so als Quelle postest. Und warum gibst du nicht einfach zu, dass du im Unrecht lagst, anstatt dich immer weiter in die Scheiße reinzureden? Dass du Juventus mit Torino verwechselt hast zeigt zusätzlich, dass du dich entweder schlecht informiert oder wieder eine schlechte Quelle verwendet hast...oder auch einfach, dass du 0 Ahnung über den italienischen Fußball hast.
     
  4. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Wow, jetzt haste mich aber erwischt! [​IMG]
    Willst du jetzt eigentlich in jedem Posting auf einem Beitrag von mir rumreiten, der mit einem Zwinkersmiley versehen war? :rolleyes:
     
  5. aufpasser

    aufpasser Member

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    Also entscheidest DU, welche Quelle seriös ist und nicht huelin? Also, einig sein solltet Ihr Euch schon ...
     
  6. aufpasser

    aufpasser Member

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    Wer weiss? Jedenfalls habe ICH den Revolver, mit dem Du Dir ins Knie schiesst, nicht geladen! :zahnluec:
     
  7. Ricardo-L

    Ricardo-L Member

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    Wernn mich etwas anödet, sind das besonders zwei Dinge:

    1. Leute, die BLÖD als Quelle benutzen. (Wer dafür noch irgendeine Begründung braucht, möge das Buch "Der Aufmacher"lesen.)

    und darüberhinaus

    2. Der ewige alberne Streit "Deine Quelle, meine Quelle". Wobei natürlich immer alles falsch ist, was in deiner Quelle beschrieben ist, und alles richtig, was von meiner Quelle berichtet wird.

    Da ich auch für solche "Quellen" arbeite, traue ich 99,5% aller Forenschreiber nicht zu beurteilen zu können, wie seriös oder unseriös die meisten Quellen sind. Das erstens. Zweitens aber - und das ist viel wichtiger - weiss ich, dass es keine Quellen gibt, die bei allen Fussball-Themen seriös sind. Und ebenfalls keine, die grundsätzlich unseriös sind.

    Es gibt eine wenige Regeln, die meist zutreffen (auch nicht immer, aber meist):
    Wer geographisch näher dran ist, weiss es besser. Beim Benzema Transfer habe ich Skysports (wird in England als seriöseste Quelle betrachtet - der Grund ist simpel: Die Redaktion lässt sich einen Tag mehr Zeit mit der Publikation der News,, damit sind sie langsamer, aber auch oft gründlicher) aufgefordert, eine News zu korrigieren, die in der Tageszeitung von Lyon (dort arbeitet ein Freund von mir) ganz anders dargestellt wurde. Skysports war nicht überzeugt, hat die News intelligenterweise aber vorerst rausgenommen. Am Ende hatte das Provinzblatt einmal mehr Recht, es war näher am Geschehen. (nur ein Beispiel von vielen, denn so ist es sehr oft).

    -------------------- Strich drunter ----------------------

    Was das generelle Thema angeht, verstehe ich nicht, warum man in die Ferne schweifen muss, wenn die Gewalt im Fussball so nahe liegt. Oder besser: immer näher.

    Ich glaube nicht, dass man über Italien die Nase rümpfen muss, denn in Deutschland ist die Tendenz auch alles andere als amüsant. In diesem Jahr wird die Diskussion über die Beteiligung der Clubs an den Sicherheitskosten deswegen erstmals sehr ernsthaft geführt werden (müssen), und es wird jeden Tag schlimmer in den Stadien und drimherum. Wer das nicht sehen will, kann nicht gezwungen werden, sollte aber die Alibi-Diskussion über die bösen Zustände im Ausland vermeiden und dringend die eigene Nase suchen. Die Situation verlangt es.

    Noch ist man offensichtlich nicht ganz so weit, die Engländer zu fragen, wie sie eine vollends aus dem Ruder gelaufene Situation bereinigt haben. Kann aber nicht mehr lange dauern.
     
  8. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hä? Dieser Revolver besteht wahrscheinlich nur in deiner Phantasie. :vogel:
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich befuerchte, die moegliche Antwort wuerde hier auch nicht gerne gehoert werden: Anhebung der Eintrittspreise auf ein Niveau, welches sich der Mob nicht mehr leisten kann. Durch die so erreichte Befriedung der Stadien Erschliessung komplett neuer Zuschauerschichten - Mittelstandsfamilien, nicht mehr nur Mittelstandspapas - und somit letztlich sogar Erhoehung der Zuschauerzahlen.

    Mal sehr, sehr vereinfachend gesagt.
     
  10. Ricardo-L

    Ricardo-L Member

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    Ich weiss schon, worauf du hinaus willst (und es ist mir egal, wer hier etwas evtl. gerne hört oder nicht). Nur glaube ich nicht an dieses Thermometer "Je mehr Geld jemand für eine Eintrittskarte ausgeben kann/will, desto friedlicher ist er". Reicher = friedlicher ist ein Trugschluss (so wie Habenichts = gewalttätig).

    Das kann also nicht einmal theoretisch die Lösung sein. Vor allem nicht der einzige Massstab hin zur Veränderung der Lage. War und ist er auch in England nicht.

    Aber nur die Ruhe, diese Diskussion wird uns das ganze Jahr lang in stetig zunehmender Weise beschäftigen, oder ich müsste mich sehr irren. Und vor allem: Nicht nur in Italien.
     
  11. Detti04

    Detti04 The Count

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    Nicht zwingend im Einzelfall, aber in der Gruppe. Ein angetrunkener sozial schwacher Halbstarker, der nicht weiss wohin mit seiner Kraft und angestauten Aggression, ist kein wirkliches Problem, Hundert dieser Sorte schon. Genauso, wie ein gewaltbereiter Zuschauer auf einem 100 Euro-Platz eben durch Hundert andere, nicht-gewaltbereite Zuschauer vom Randalieren abgehalten wird, weil ihm schlichtweg die Partner zur Randale fehlen. Man darf eben nicht vergessen, dass Gewalt beim Fussball bzw. unter Fussballfans in allererster Linie ein Gruppenphaenomen ist.
     
  12. Ricardo-L

    Ricardo-L Member

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    Dass es überwiegend ein gruppendynamisches ist, wird niemand ernsthaft anzweifeln wollen. Ich habe jedoch auch da meine Zweifel. Sehr oft sind die (gelangweilten?) Kinder aus "bürgerlichem Hause" mindestens so sehr, oft noch mehr bereit zu zweifelhaften (gewalttätigen) Abenteuern. Solche sind mir (besonders angetrunken) nicht mehr als Herz gewachsen als die erwähnte sozial schwache Klasse. Es mag jedoch, da will ich dir gern Recht geben, eine höchst explosive Mischung sein, wenn sich beide (aus verschiedenen Motiven heraus, spielt aber hier keine Rolle) zur Prügelgemeinschaft zusammenschliessen.
     
  13. Brock_Lesnar

    Brock_Lesnar Active Member

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    Aber will man wirklich dieselbe Situation in England erreichen?
    Die Fanszene dort ist doch komplett für'n Arsch. Wenn es solche Zustände auch zu uns schaffen, sieht man mich persönlich nicht mehr im Stadion. Ein Fußballspiel mit schlechter Atmosphäre kann ich mir genauso gut im Fernsehen ansehen.
     
  14. Ricardo-L

    Ricardo-L Member

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    "Schlechte Atmosphäre" wird regional/national durchaus unterschiedlich definiert.

    Ich würde die positiv-konstruktive der negativen Sichtweise vorziehen:
    Was muss denn getan werden, dass es einen akzeptablen Kompromiss zwischen Sicherheit und Atmosphäre geben kann? Was würdest du wie verändern, wenn du jetzt allein zu entscheiden hättest?
     
  15. aufpasser

    aufpasser Member

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    Und genau das werden sie auch tun, Wenn es im Stadion nicht klappt, dann halt gerne auch mal zur 3. Halbzeit irgendwo auf dem freien Feld! Aber die "Bereinigung" dieses Problems ist und kann nicht nur Sache des Fußballs sein, denn er hat dieses Problem nicht verursacht sondern nur für eine weitere Ausprügung gesorgt.

    So lange die Prügelbereiten neidzerfressen und frustriert auf alle schauen, die sich aus irgendwelchen Gründen zum Feindbild eignen, wird sich daran nichts ändern. Guck Dich mal um, wie die Politik uns das tagtäglich vorlebt, indem sie Gegnerschaften schafft: Raucher gegen Nichtraucher, Nacktscannerbefürworter gegen Nacktscannergegner, Schweinegrippenimpfer gegen Schweinegrippennichtimpfer, Bankensubventionen in Milliardenhöhe gegen null HartzIV-Änderung, ... Frust ist beliebig potenzierbar und somit auch die Gefahr, Probleme aller Art als Hooligan zu "beseitigen".

    Die Lösung wäre realtiv einfach aber aufwändig! Ich kenne ein solches Beispiel aus XXXXX. Dort wurde in der Innenstadt nach etlichen Gewaltakten (u. a. Schiessereien) eine Bannmeile geschaffen. Durch massive Polizeipräsenz mit/und Personenkontrollen hat man die Leute, die für diese Bannmeile Platzverbot haben, recht gut im Griff.

    Wenn die Polizei also endlich mal mit Fan-Projekten zusammenarbeiten würde, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass was positives dabei rauskommt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19 Januar 2010