Traumjob Hartz IV

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 11 Februar 2008.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wieso eigentlich arbeiten gehen, wenn man fürs rumlungern genau soviel Kohle bekommt?

    Zusatzleistungen wie Zahnersatz oder gar Implantate die richtig heftig Geld kosten sind natürlich auch all inklusive.

    Achtung es folgt eine provokante und nicht ernstgemeinte These, die wahre Intention meinerseits ist, dass die Lohnnebenkosten sinken sollen oder die Löhne steigen, damit Arbeit sich lohnt. Hartz 4 ist das Existenzminimum und da kann natürlich niemand ernsthaft fordern, dass zu kürzen!
    *Ironie an*Hartz4 um 50 % kürzen und schon passt das ganze wieder. Mehr Lohn wird ja wohl kaum noch jemand fordern, in Zeiten wo Firmen aufgrund völlig überzogener Lohnforderungen eh schon ins Ausland abwandern. *Ironie aus*

    Hartz IV: Wenn Stütze mehr einbringt als Arbeit - NachrichtenWirtschaft - WELT ONLINE
     
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  3. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Genau, fantastische Idee. War heut Stammtisch?
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nicht jammern, André, einfach machen - ist nicht so schwer sich für Hartz IV zu bewerben. Du schaffst das!
     
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Schonmal was von Ironie gehört? :suspekt:
     
  6. Eintracht-Fanatiker

    Eintracht-Fanatiker Leikeim Kellerbier-Fan

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    Also ich schließ mich mal dem Traumjob ohne Ironie an.
     
  7. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Ich dachte Ironie ist böse?
     
  8. Eintracht-Fanatiker

    Eintracht-Fanatiker Leikeim Kellerbier-Fan

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    Deswegen ja ohne Ironie.;) Arbeit ist böse.
     
  9. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Sagt wer? :rolleyes:
     
  10. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Das ist nun wirklich allerfeinste Ironie :top:
     
  11. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Lassen wir das, hat eh keinen Sinn.
    Und was wolltest du jetzt mit deinem Einstiegsbeitrag aussagen? Ist er durchweg ironisch gemeint, oder nur Abschnitte?
    War das jetzt allerfeinste Medienschelte von dir? :D
     
  12. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Du müsstest mal 1 oder 2 Monate von Hartz IV leben, dann würdest du so etwas nicht mehr schreiben.
    Mein Onkel lebt seit 1,5 Jahren von Hartz IV.Er hat davor 26 Jahre gearbeitet.Dann gab es 1 oder 1,5 Jahre ALG1.
    Dem geht es richtig dreckig.


    Sollte das dein Ernst sein?
    Zum Vergleich:

    Reallohnveränderung zwischen 2000 und 2006

    Irland +17,1 %
    Grossbritannien +14,6 %
    Dänemark +11,2 %
    USA +9 %
    Niederlande +7 %
    EU-Durchschnitt +6,2 %
    Deutschland +1,1 %

    Quelle:Spiegel 02.02.2008


    Anscheinend haben die keine Probleme mit abwandernden Firmen.


    Im übrigen glaube ich nicht das du den Beitrag ironisch gemeint hast.
    Du wärst wohl ein astreiner Politiker.:huhu:
     
  13. Herr_Tank

    Herr_Tank Sympathieträger

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    Jawoll, Hartz2 für alle!!!
     
  14. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Schreib mal die Reallohnentwicklung seit 1949 auf, dann haben wir wenigstens eine statistische Grundlage.

    Ansonsten ists so wie es ist. Man kommt nicht umhin, entweder die Regelleistungen zu kürzen, oder aber dafür zu sorgen, dass das Lohnniveau ansteigt. Wer arbeitet, soll auch was davon haben, und damit meine ich nicht nur Stress, Anstrengunen oder Berufskrankheiten, sondern vor allem Geld, und zwar mehr als einer, der nicht arbeitet.
     
  15. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    hattest DU die nicht verboten? :suspekt:
     
  16. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    hartz IV = sozialhilfe.

    und die soll um 50% gekürzt werden?

    man sollte also den menschen, die nicht selbst geld verdienen können, nur noch ein halbes bett, ein halbes dach überm kopf und halbe mahlzeiten geben?

    was sind das für spinner, die sich so äußern?
     
  17. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Meine Fresse alles klar bei Dir?

    Hast Du mal gelesen wie ich mich bsp. im Nokia Thread geäußert habe?

    Nokia bezahlt den Arbeitern in Rumänien 219 Euro brutto, und manche hier finden das völlig legitim.

    Von daher habe ich provokant die These aufgestellt, dass der Lohn nicht erhöht werden könne und um das Verhältnis grade zurücken so dass Arbeit sich wieder lohnt und folglich die Halbierung von Hartz 4 die einzige Möglichkeit ist.

    Dies war eine provokante Formulierung an alle die meinen Deutschland sei ein Hochlohnland.

    Hartz4 ist das Existenzminimum und sicher kein Luxus, wenn aber jemand 200 Stunden arbeitet und 50 Euro mehr bekommt als das Existenzminimum dann kann doch hier was nicht stimmen, oder?

    Und dieser jemand muss sich dann noch anhören, das er eigentlich viel zu gut verdiene, da die Leute im Ostblock das für 200 Euro im Monat machen.

    Dann möchte ich die Leute im Ostblock aber mal sehen was die mit Ihren 200 Euro machen, wenn sie 50 Cent für ein Brötchen oder 20.000 Euro für einen neuen Golf zahlen müssen.

    Also nochmal: Hartz 4 ist Exstenzminimum und folglich nicht zu kürzen, da Arbeit sich lohnen sollte, müssten hier die Löhne steigen oder noch besser die Lohnnebenkosten sinken. That´s it!
     
  18. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ich glaub ich weiß schon wofür ich hier angeblich die Ironie veroten haben soll. :rolleyes:
     
  19. WhiteEagle

    WhiteEagle Dauernörgler

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    Also hier frage ich mich auf über die Sinnmäßigkeit des Ausgangspostings.

    Ganz üble polemische Aussage.

    Da wird suggeriert, dass es den Hartz 4 Empfängern sowas von toll geht und dies alles fürs NICHTS tun.
    Den normalen Arbeitnehmern geht es dagegen sowas von schlecht, dass da immer weniger bei rauskommt als bei Hartz 4 Empfängern.

    Und dies ist definitiv nicht so!

    Natürlich gibt es etliche Beispiele, wo Hartz 4 Empfänger besser dran sind als Arbeitnehmer, weil die Sozialleistungen auf die persönlichen Gegebenheiten (verheiratet, 3 Kinder z.B.) besser passt als das Gehalt eines Alleinverdieners (der vielleicht auch noch im Osten lebt).

    Wo liegen aber jetzt das Problem?

    Ganz einfach:

    Der Hartz 4 Empfänger bekommt nicht zu viel (auch hier gibt es sicher die ein oder andere Ausnahme), sondern so mancher Arbeitnehmer bekommt einfach zu wenig.

    Da gibt es heiße Debatten über Mindestlöhne, die so manche Partei ja nun gar nicht will.
    Da gibt es Unternehmen, die Tarifverträge aus der Ferne betrachten und sich denken, wie dumm doch die Firmen sind, die dabei mitmachen.
    Und da sind die Arbeitnehmer, die für eine handvoll Dollar ähhh Euro sich den Arsch aufreissen und jeden Groschen 3 mal umdrehen müssen, um irgendwie die Familie über Wasser zu halten.

    Der Skandal ist also nicht Hartz 4, skandalös ist so manches Gehalt / mancher Lohn.
     
  20. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    schön, dass du das um 8:08 und 8:13 h richtig gestellt hast!
    dein eingangsposting kam nicht so rüber, leider.
     
  21. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Habe ich gemerkt, und da das ganze kollektiv wohl so verstanden wurde, habe ich es jetzt ausdrücklich nochmal richtig gestellt auch im Ausgangspost.
    Im Nachhinein hätte ich diesen Satz wohl deutlicher als Ironie kennzeichnen müssen.

    Aber das Ihr mir tatsächlich zutraut, dass ich sowas fordern könnte, enttäuscht mich jetzt ein wenig. :hammer2:
     
  22. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Das ist genau der Punkt. Statt sich über die aufzuregen, die in einem Sozialstaat ihre berechtigte Hilfe bekommen, sollte man sich lieber überlegen wo in Zeiten des propagierten Aufschwungs (War das nun Ironie?) eine anständsige Beteiligung der Bevölkerung an ebem Diesem bleibt. Nein, da werden lieber Millionen von Menschen in Niedriglohnjobs vermittelt und dieses feiert Politk und Wirtschaft (Wirtschaft ist klar daß die feiern, billiger kommen die nie an Arbeiter).

    Im gleichen Gegenzug werden Unternehmenssteuern gesenkt und die Steuer, die ausschlißlich Privatpersonen betrifft erhöht. Von den mit den Reformen eingeleiteten Steigerungen der Lohnnebenkosten , ich sage nur Gesundheitsreform, die nichts als steigende Beitragssätze und imemr weniger Leistungen gebracht hat, zusätzlich die Eintrittsgebühr fürn Arzt und alles was nötig ist, muss man dann noch selbst bezahlen (Brillenträger wissen was ich meine) . Und auch die nun wieder geplante neue Reform ist Eine, die ausschließlich auf den Rücken der Arbeiter und Angestellten reformiert wird, Arbeitgebersatz wird eingefroren, der Einheitsbeitragssatz wird wesentlich Höher sein als der jetzig teuerste Satz, wenn dsa Geld dann den Krankenkassen nicht ausreicht, können dies dann nochmal zusätzlich den Arbeitern und Angestellten in die Taschen greifen.

    Soll sich hier in Deutschland mal jemand über die Lohnnebenkosten aufregen, die sind nicht das Problem. Das Problem ist das du hier mittleerweile das Doppelt als vor der Euro-Umstellung verdienen must, damit du real gesehen einen gleichen Lebensstandard hast.

    Und Mindestlöhne? Ja, aber keine 7,50€, die Höhe wäre dann staatlich verordnete Sklaverei. Wir Deutschen sind ja mittlerweile soweit, daß wir das Ausland immer als Beispiel hernehmen. Nehme ich nun mal Dänemark als Beispiel: Mindestlohn (von den Tarifpartnern verhandelt)sind um die 90 Kronen (12€) für Anfänger, der Mindestlohn steigt mit Qualifizierung Betriebszugehörigkeit etc..
    Lebenshaltungskosten und Abgaben? War früher mal im Vergleich zu Deutschland exorbitant hoch, heute ist es soweit, daß ich immer wenn ich dort bin größere Einkäufe tätige. Gesundheitssystem dort? Wesentlich besser als in Deutschland! Arbeitsmarkt? Dänemark sucht händeringend Arbeitskräfte.
    Das ist es also was ein menschenwürdiger Mindestlohn so mit sich bringt.

    Aber das ist wohl wieder ein Beispiel, daß unsere Politker nicht mögen. Rauchverbote ausm Ausland als Beispiel, da weiß man, das der Widerstand nicht zu groß wird, aber die Unternehmen haben eine starke Lobby, da müsste man mal richtig kämpfen. Und außerdem wären die Aufsichtsratposten nach den Politikerkarrieren wohl dann futsch........
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Lohnnebenkosten senken - da habe ich zwei große Einwände:
    1) Die Lohnnebenkosten sind die Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, wobei die Renten- und Krankenversicherung den Löwenanteil hier ausmachen. Einfach mal so kürzen würde ich da nichts, denn ohne gleichzeitige Effizienzsteigerung bei der Verwaltung und Verwendung des Geldes baden das genau diejenigen aus, denen das Geld zu Gute kommen sollte.
    2) Selbst wenn es jemand kurz- bis mittelfristig hinbekommen sollte, die Lohnnebenkosten sinnvoll um 2 oder 3% zu senken, dann hat der Lohnempfänger maximal 2 bis 3% mehr Geld in der Tasche und die Löhne sind immer noch um ein Vielfaches höher als in den sog. Billiglohnländern.

    Um den Verlust der Arbeitsplätze, die durch Wegzug der Firmen entstehen, auszugleichen bleibt nur ein gangbarer Weg: Ansiedlung und Förderung von neuer, innovativer Industrie und Dienstleistung. Das alleine wird zwar auch nicht die Löhne kurzfristig um 10% steigen lassen, aber in diesen Zweigen wird schon mal kein Hungerlohn gezahlt werden und die öffentliche Hand muß auch kein Geld dazuschießen.
     
  24. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Wie, wenn auch eventuell nicht so klar, geschrieben, ist mein Anliegen weniger eine Senkung der Lohnnebenkosten, sondern a) eine gleiche Verteilung auf allen Schultern (inkl. Arbeitgeber) und b) ein angemessenes Nettogehalt in Relation zu den Lebenshaltungskosten.

    Außer Frage steht, daß unser Sozialsystem gehalten und gefestigt werden muss. Mittel sind ja genug da, jedoch muss sichergestellt werden, daß diese auch Zweckgebunden werden. Wenn ich nun lese, daß die Krankenkassen für beamtenähnliche Pensionen Rückstellungen i.H.v. 5 Milliarden Euro bilden müssen, dann frage ich mich, ob das System in der jetzigen Form nicht irgendwie das Ziel aus den Augen verloren hat. Nicht daß ich der Meinung bin, die Angestellten dort verdienen zu viel, aber müssen a) Mercedi als Dienstwagen gefahren werden? b) Muss die Geschäftsstelle in bester Citylage sein? c) müssen Pensionsversprechungen getätigt werden, die jeden anderen Angestellten vor Neid erblassen und in Demut in die Knie gehen lassen?


    Und ob das System mit der Unterbringung von Arbeitslosen in Niedriglohnjobs zu retten ist, das stelle ich mal in Frage. Das freut höchstens die Anleger....
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Hatte ich schon so verstanden, habe meinen Beitrag einfach als letzten mit "Antwort" unter Deinen gesetzt. Reine Trägheit und Nichtbeachtung dessen, daß man auch die Baumstruktur als Ansichtsform des Forums gewählt haben könnte :rotwerd:

    Nö, isses natürlich nicht. Schon alleine deswegen nicht, weil in dem Sektor das Aufkommen der Sozial-Abgaben zu niedrig ist - ums mal rein mit einem Blick auf die nackten Zahlen zu beantworten.
     
  26. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja, wenn du dir anguckst, was bei den Unternehmenseigner tatsächlich ankommt, dann relativiert sich die Senkung der Unternehmenssteuern schon. Diese gilt nämlich nur für einbehaltene Gewinne, also solchen, die dem Eigner nicht wirklich in Form von Geld zugute kommt.
     
  27. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Was hat Gewinn bei Unternehmern (Einzelunternehmen) nun mit dem was er sich in Form von Geld entnimmt zu tun? Das sind 2 verschiedene paar Schuhe.
    Glaube hier korellieren mal wieder Theorie und Praxis wenig miteinander.


    Stellt sich die Frage, wem die Abgeltungssteuer entgegen kommt?

    Das ganze läuft unter den Punkt "Anreiz zur Steuerflucht" nehmen. Klar, Angestellter X kann nicht steuerfliehen...
     
  28. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das ist ganz einfach: Der Einzelunternehmer und die Personengesellschaft zahlen auf ihren Gewinn Steuern, unabhängig davon, wieviel sie sich davon entnehmen. Kapitalgesellschaften zahlen Körperschaftsteuer auf ihren gewinn (Und das sin die Unternehmenssteuern, die gesenkt wurden), und das was davon übrig bleibt, kann ausgeschüttet werden, und wird dann vom Ausschüttungsempfänger (Anteilseigner) nochmal besteuert.

    Die Senkung der Unternehmenssteuern hat demnach zur Folge, dass in etwa genausoviel Geld beim Anteilseigner netto nakommt, wie bei Personengesellschaften bzw. Einzelunternehmen.

    Wenn du also die Senkung der Unternemhenssteuern anprangerst, dann meinst du ausschliesslich die Körperschaftsteuer, die Einzelunternehmer gar nicht zahlen. Und wollte nur klarstellen, dass bei den Anteilseignern einer GmbH oder AG trotz der Senkung der Körperschaftsteuersätze auch nicht viel mehr ankommt, als bei Personengesellschaften.
     
  29. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Öhm, ums mal kurz zu machen:Nö!! Warum? Weil hier die Unterscheidung fehlt, wer denn nun der Anteilseigner und wie hoch seine Beteiligung ist. 1%?10%? natürliche Person? juristische Person? Halbeinkünfte Verfahren? Abgeltungssteuer?

    Und mal als Beispiel: Anleger A bei der XYZ AG, zu versteuerndes Einkommen 500.000€ damit Steursatz ~45%, Ausschüttung 50.000€ davon 25% Abgeltungssteuer macht 12.500 € nach neuem Recht statt 22.500% unter der Berücksichtigung des persönlichen Steuersatzes. Sache abgegolten (wie der Name Abgeltungssteuer sagt)

    Einzelunternehmer (der, der mit seinen Vermögen persönlich haftet), Gewinn 500.000€ -> Spitzensteuersatz, kein Halbeinkünfteverfahren, keine Abgeltungssteuer-> persönlicher Steuersatz


    Ganz interessant wird es nun bei den Konstruktion die jegliche Art der Haftung ausschließen, so wie GmbH&CO KGs und ähnlichen Konstrukten die jeglicher Form von Unternehmergeist widersprechen. Am besten 200 Limiteds (ein Pfund Stammkapital) mit einer Beteiligung von jeweils 0,5% als Komplementärgesellschaften gründen(ums mal überspitzt darzustellen)
     
  30. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Du bist ja auch Gladbach-Fan. Was hast du erwartet?
     
  31. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Du vergisst hierbei, dass der Ausschüttungsbetrag in der AG schon mal mit ca. 30% besteuert worden ist!!

    Wie kommst du denn da drauf??

    Wenn du schon vergleichst, musst du auch gleich gehendes gleich lassen. Ein Einzelunternehmer hat eine "Beteiligungsquote" von 100% an seiner Firma, also musst du diese mit einer GmbH vergleichen, die ebenfalls eine 100%ige Beteiligungsquote der gleichen natürlichen Person hat, und die ihre Gewinne zu 100% ausschüttet.

    Dann siehts nämlich wie folgt aus:
    500.000 Gewinn der GmbH(oder AG), 15% Körperschaftsteuer, 14% Gewerbesteuer, macht 29% Ertragssteuer, verbleiben 355000 Gewinn, die ausgeschüttet und mit 25% versehen, verbleiben 266250 Euro, macht 53,25% (ohne Soli und Kirchensteuer), Steuerquote also ca. 46,75%, durch Soli und Kirchensteuer eher noch mehr.

    Einzelunternehmen, 500000 Gewinn, Freibetrag 24500, verbleiben 475500, davon 14% Gewerbesteuer, verbleiben 433500 Euro (Die Gewerbesteuer i.H.v. 66.500 € ist zudem voll anrechenbar bei der Einkommensteuer). ESt auf 500.000 Euro (vorausgesetzt, es gibt keine weiteren Einkünfte bzw. Abzugsbeträge): 216155, davon GewSt anrechenbar, verbleiben 149585, Verbleibt netto: 283915 Euro, das sind 56,783%, Steuerquote also 43,217%, auch hier ohne Soli, Kirchensteuer etc.

    Man sieht, dass die Steuerquoten nicht wesentlich voneinander abweichen, und das die Steuerquote für Einzelunternehmer bzw. Personengesellschaften sogar noch niedriger sind. Und dies, nachdem der Gesetzgeber die Körperschaftsteuer auf 15% gesenkt hat!

    Jedoch ändern sich die Zahlen natürlich durch andere Einkünfte oder Abzugsbeträge, insbesondere durch den Splittingtarif. Dann wären nämlich auf den Gewinn des Einzelunternehmers nur 207310 Euro >Steuern fällig, statt 216155, unter Anrechnung der Gewerbesteuer verbleiben "nur noch" 140810 Euro, das macht Netto 292690 € oder 58,54% unter einer Steuerquote von ca. 41,5%.

    Und das fett gedruckte mögest du mir bitte nochmal erklären. Ich kann nicht erkennen, dass ein KG-Modell mit einem beschränkt haftenden Komplementär per se jeglicher Form von Unternehmensgeist widersprechen.