"Trauer" um Kim Jong Il.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Simtek, 19 Dezember 2011.

  1. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Das Norkoreanische Volk, trauert um ihren "geliebten Führer" (hmm, irgendwie kommt mir das Wort Führer bei einem Diktator bekannt vor.) . Oder besser gesagt muss wohl trauern, ich glaube eine Party und "Ein Tag so wunderschön wie heute" Songs würden von der Regierung nicht gerne gesehn und könnten unschöne Folge haben.
    Nachfolger soll, welche Überraschung sein Sohn werden - stellt sich die Frage, was wird sich in diesem Staat ändern? Vermutlich nichts, oder?
     
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  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Kaum ist der eine weg steht der nächste bereit. Und wie es heißt könnte der noch schlimmer sein.
    Ich sehe auch keine Chance auf Besserung. Zumal da jeder Bürger 2 private Aufpasser hat. Also Stasi aber in Öffentlich ganz ohne Versteckspiel. Die Aufpasser passen nebenbei noch auf ob die anderen Aufpasser auch aufpassen. Die Bürger sind schach-matt.

    Ich kann mir aktuell nicht vorstellen dass dort eine Revolution wie z.b. in Lybien möglich wäre. Nordkorea ist wohl die krasseste Diktatur die es je in einem Land gab. Internet, TV etc. gibts nur für die oberen 1.000 und deshalb weiß der Großteil wohl auch gar nicht wie die Welt draußen wirklich ist und was es so alles gibt.
     
  4. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    ich würde schon sagen, dass ein beachtenswerter Anteil der Leute tatsächlich trauert.
     
  5. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Schippe Sand drauf.
     
  6. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Es wird sich definitiv nichts ändern, denn der Westen hat daran kein Interesse, würde er doch in die chinesische Hemisphäre eindringen und damit wiederum eine regionalen Eskalation eher fördern, als verhindern. Umgedreht haben der Russen und China auch kein Interesse daran, weil sie mit Nordkorea einen klassischen Puffer zu den USA, sorry zu Südkorea haben. Nein, wenn dann muss sich von innen heraus etwas verändern und da sind die diktatorischen Strukturen noch immer so fest verankert, dass ich da keine Veränderungsmöglichkeiten sehe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Dezember 2011
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Die Italiener würden sagen: die Nordkoreaner haben einfach den Artikel ausgetauscht. Aus dem bestimmten Artikel IL wird der unbestimmte Artikel UN. :floet:
     
  8. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Ich freu mich schon auf dessen Sohn NATO.
     
  9. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Bin ich mir auch recht sicher.
    Die Leute sind dort so indoktriniert, dass sie nun wirklich auch um den Kerl trauern.
     
  10. Schröder

    Schröder Problembär

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    Grad in den Nachrichten:"Die Welt macht sich deswegen Sorgen um den unberechenbaren Atomwaffenstaat."

    Frag mich, was die USA damit zu tun haben... :gruebel:
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nun, von denen kreuzt immer ein Flugzeugträger in den benachbarten Gewässern - glaub nur nicht, dass er das aus Zwecken der Ehrerbietung tut.
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Über den Satz bin ich auch gestolpert. Und musste schon ein bissle schmunzeln.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Naja, wäre ich jetzt Südkoreaner, wäre mir das auch recht unangenehm.
     
  14. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Weswegen genau musstest du denn ein bissle schmunzeln?
     
  15. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nuja. Im ersten Moment, also im Moment des Schmunzelns hab ich genau das gleiche gedacht wie der Schröder: Wenn die Nordkoreaner schon unberechenbar sind, was sind die USA dann? Und Russland? Und wozu dann diese Wertung in den Nachrichten?

    Aber ich hab ja nur einen Moment geschmunzelt. Weil soviel Lob ob ihres Auftretens hat die nordkoreanische Führung dann eben doch nicht verdient.
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich bin weit davon entfernt, die Diktatur da zu loben. Aber Tatsache bleibt doch: Die einzigen, die bis jetzt gezielt Atomwaffen auf Städte abgeworfen haben, sind die USA.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Jupp, dennoch hält sich meine Angst vor einem Nuklearangriff der USA in sehr, sehr engen Grenzen; was Nordkorea betrifft aktuell auch noch, denn die müssten ihren Sprengkopf ja mit'm Schubkarren transportieren.
    Allerdings kommt man über den 38. Breitengrad auch ohne Interkontinentalrakete und das Wissen würde mich jetzt eben als Südkoreaner mehr ängstigen als dass irgendwo im Pazifik mehere U-Boote der Ohio-Klasse rumtauchen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Dezember 2011
  18. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Stimmt.

    Was aber die "Einschätzung", sofern man nicht den Begriff des "Kalten-Krieg-Jargons" benutzen will, Nordkorea wäre "unberechenbar" keineswegs relativiert.

    Mir persönlich stinkt diese Wertung per sé. Und zwar bei egal wem. Ich hab die nämlich von der anderen Seite genauso gehört bzw. geslesen. Und ich hab von beiden Seiten gehört oder gelesen, dass man die jeweils andere der üblen Propaganda bezichtigte, wo doch "nur" eine wertende Meldung zu lesen war. Und ich hab beide Seiten erlebt, die in mühevoller Überzeugungsarbeit versucht haben, die Leser von ihrem jeweiligen Standpunkt bezüglich des Anderen zu gewinnen.

    und ich meine, irgendwann sollte man dieses propagandistische Wechselspiel mal durchbrechen können - als der Schlauere. Sieht nämlich immer blöd aus, wenn man dem Anderen "billige" Propaganda vorwirft und dann plötzlich den Spiegel vorgehalten bekommt.
     
  19. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Sieht bei mir nicht so aus. Wer pausenlose konventionelle Angriffskriege führt und dabei 100.00e Menschenleben opfert, wer Konzentrationslager aufbaut und trotz internationaler Proteste führt und für legitim einstuft, wer unter dem Deckmantel der Erhaltung von Menschenrechten Ressourcen anderer Länder mit allen Mitteln ausbeutet, wer illegale Gefängnisse führt und dort Menschen foltert, um an Erkenntnisse zu gelangen usw. usf. dem traue ich unter einem verkaufsträchtigen Deckmantel auch den Abwurf einer weiteren Atombombe zu. Der einzige Unterschied zu Nordkorea wäre aus meiner Sicht, dass die Nordkoreaner dies nicht aus Ressourcengründen machen würden, sondern schlichtweg aus politischen Gründen. Wie hoch die Gefahr bei beiden aussieht ist schwer einzuschätzen, aber zutrauen tue ich es beiden und zwar gleichermaßen.
     
  20. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wobei auch das das "unberechenbar" nicht schmälert. Oder gar damit keineswegs gesagt ist, die USA seien (ebenso) unberechenbar. Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wer Ressourcen hat, sich gegen die Ausbeutung dieser durch die USA stemmt und zudem noch ein anderes politisches Konzept verfolgt als die USA selber, bekommt auf's Maul.

    Das ist doch berechenbar aller erster Güte.
     
  21. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Sag ich doch, ich traue es beiden zu. Sie haben zwar unterschiedliche Ambitionen sind aber beide auf ihre Art berechenbar. Daher stimme ich eben nicht zu, dass ich die USA für ungefährlicher halte.
     
  22. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Die Amis haben es ja im kalten Krieg fast nochmal gemacht. Und wir können von Glück reden, dass es Kairo noch gibt.
     
  23. diamond

    diamond Well-Known Member

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    So eine Aussage ohne auf die Geschichte der Atombombe einzugehen, ist ohne jeden Gehalt. Sicher ging es bei den Abwürfen der Atombombe nicht nur darum, den Krieg endlich zu beenden, sondern war auch das Resultat von Machtdemonstration und dem Erhalt von Testergebnissen. Will mir jemand erzählen, dass z.B. die Russen, wenn sie im Besitz der Bombe gewesen wären, diese nicht eingesetzt hätten ?

    --------------------------------

    diese permanente leichtfertige "Antiamerikanische, ich nenn es einfach mal "Gelaber", ist unerträglich. Manche sollten sich mal überlegen, warum sie in einer freien Gesellschaft leben. Leider ist der westdeutschen Linken mit den Zusammenbruch des Ostens das Idealbild Sozialmus genommen worden, so dass man sich jetzt nur noch gegen Amerika richtet, genauso sind die Ostdeutschen in vielen Teilen trotz Mauerfalls immer noch in der Vergangenheit hängengeblieben, insofern wirkt die DDR-Propaganda immer noch, sogar über Generationen fort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Dezember 2011
  24. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Das Einzige unerträgliche ist, dass einem die US-Amerikaner immer wieder Anlass dazu geben eine antiamerikanische Haltung ein zu nehmen.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mit Nuklearwaffen? Aha...
     
  26. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Diese Abqualifizierung ist aber etwas zu einfach. Es gibt nunmal starke Gründe für eine antiamerikanische Haltung, genauso gibt es die auch für Israel, Iran, Nordkorea, Deutschland...
    Warum man da nicht drüber sprechen dürfen sollte und warum das dann immer gleich oberflächlicher Antiamerikanismus ist, versteh ich nicht. Nur weil die Medien uns ein Weltbild vermitteln (westliche Welt=Gut, alle anderen= böse) muss man nicht gleich jede Kritik abblocken.
    Und dass die Amis die einzigen sind, die die Bombe in der Form genutzt haben ist nunmal Fakt, da hat Schröder recht. Und das macht es auch nciht besser, dass die Russen das vermutlich auch getan hätten, wenn sie gekonnt hätten. Wie kann man sowas bitteschön versuchen zu verteidigen? Das sind Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes.
    Das ist echt billig sowas mit antiamerikanischem Gelaber abzuqualifizieren.

    Und eine freie Gesellschaft in der Krieg zum Alltag gehört, die Schere zwischen arm und reich unvorstellbar groß ist, man sich anhören darf, dass billige Medikamente und Nahrung in armen Ländern nicht mit dem freien Markt entsprechen... die kannst du behalten.
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    ... Oder wird von den ihnen unterstützt, wie es die USA durchaus schon Ländern Südamerikas, wo sie einigen Diktatoren zur Macht verholfen, oder mit dem Irak (im Krieg gegen den Iran) gemacht haben. Da haben sie dem Sadam noch die Waffen geliefert, deren Besitz sie ihm später vorgeworfen haben, was ihm zum Verhängnis wurde. Die Amis wechseln doch schneller die Seiten als ´n Tennisspieler. So berechenbar sind die da auch nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Dezember 2011
  28. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn sie sich denn mal überall für Freiheit und Menschenrechte einsetzen würden, könnte man die Mär von Amerikas Kampf für die Freiheit sogar glauben. Aber frag mal in Südamerika nach, wer da alles unter von den USA gestützten Diktaturen gelitten hat. Da sind ihnen Freiheit, Menschenrechte und -leben nämlich scheißegal, solange sie nur genug Profit daraus schlagen.

    Mal davon abgesehen, dass sie einige hochrangige Nazis nach dem Krieg selbst für ihre Zwecke (Geheimdienste etc.) rekrutiert haben (und ich rede nicht nur von Braun), die eigentlich an den Galgen gehört hätten.

    Edit: Zu de Russen: Vielleicht, ja vielleicht hätten Sie die Bombe auch eingesetzt. Unterschied ist: Die Russen haben von Nazideutschland ausgehende schlimmste Greultaten durchlebt, Millionen Zivilisten sind gestorben. Es wäre als Rache vielleicht sogar noch verständlich gewesen.

    Dahingegen hat nie ein feindlicher Soldat amerikanisches Gebiet betreten. Die Verluste in der Zivilbevölkerung der USA tendieren gen Null. Trotzdem haben sie Atombomben auf die Zivilbevölkerung eines anderen Staates abgeworfen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Dezember 2011
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wenn mir jetzt noch einer den Zusammenhang zwischen einer Diktatorenclique in einem bettelarmen Land, die sich einbildet ihren Nachbarn mit halbgaren Atomwaffen bedrohen zu müssen und der Bedrohung, dass uns die USA mit Tridentraketen beschiesst, herstellen könnte, dann würde ich anfangen können zu verstehen, was die USA jetzt mit dem Nukleardrohungen der Kim Ils zu tun hat.
     
  30. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ Rupert:
    Wie du siehst, hab ich mir die Frage auch schon gestellt. ;)
     
  31. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Was haben denn Afghanistan, Irak, Abu Ghraib, Guantanamo Bay, Folter, Verschleppung und Massenmord etc. mit der DDR zu tun? Da haust Du Dinge durcheinander, die so nicht stimmen. Lass die DDR einfach mal raus und betrachte Dir die amerikanische (Kriegs-)politik der letzten 10 Jahre. Das sollte reichen um sich locker dagegen aufzulehnen. Mir hingegen ist wiederum schleierhaft, wie man all das relativieren kann.