Transparent Magazin

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von TRANSPARENT MAGAZIN, 5 April 2012.

  1. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Hallo liebe soccerfans.de User. Wir wollten uns euch mal vorstellen.
    Wir sind ein neues Magazin, welches sich mit Fußball und Fankultur auseinander setzt.
    Unsere Erstausgabe ist gerade in den Startlöchern und ist zu erwerben über www.transparent-magazin.de

    Folgende Themen sind im ersten Heft vertreten.

    <address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">SCHWERPUNKT: DERBY</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">Die wundersame Ruhe am Rhein
    Muss ich meinen Gegner wirklich hassen?
    Interview: Sebastian Prödl</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">WAS MACHT EIGENTLICH...
    Ansgar Brinkmann</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">FOTOSTRECKE
    Abriss Tivoli-Stadion Aachen</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">KULTUR
    Feine Sahne Fischfilet</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">KOLUMNE VERBROCHENES.NET
    Rivalen für immer</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">UNTERWEGS IN...
    Paris und London</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">FANKONGRESS 2012
    Ultras gehen neue Wege
    Interview mit einem Organisator
    Kommentar von Gerd Dembowski</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">GEISTERSPIELE – DIE ZUKUNFT DES FUSSBALLS?
    Ein populistischer Reflex
    Schöner Strafen mit Frauen</address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; "> </address><address style="margin-top: 0pt; margin-right: 0pt; margin-bottom: 0pt; margin-left: 0pt; padding-top: 0pt; padding-right: 0pt; padding-bottom: 0pt; padding-left: 0pt; ">FUSSBALLFANS GEGEN HOMOPHOBIE
    Muss das Sein?

    transparent_magazin_1.jpg </address>
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 November 2012
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Klingt interessant und ich wünsche Euch viel Erfolg! :top:

    Wie viele Ausgaben habt Ihr denn so geplant, bzw. wie oft soll / wird Euer Magazin erscheinen?
     
  4. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Hey das Magazin soll 4x im Jahr erscheinen. Ein kleines Selbstverständnis habe ich auch noch aufgetrieben... ;)

    TRANSPARENT - das neue Magazin für Fußball und Fankultur.

    Fußball bietet mehr als 90 Minuten Sport – durch eine gewachsene und beeindruckende Fankultur sind in den letzten Jahren viele Facetten hinzugekommen, auf die sich ein genauerer Blick lohnt. Im TRANSPARENT-Magazin zeigen wir deshalb den Fußball aus allen Perspektiven.

    Neben den Fans kommen bei uns alle möglichen Menschen rund um den Fußball zu Wort – Spieler, Funktionäre, Journalisten. Wir zeigen den Fußball, wie er ist: vielfältig.

    Besonders nahe wollen wir dabei aber den Protagonisten der Fankurven sein, den Fans und Ultras. Sie sorgen für das Leben in und um die Stadien. Dabei gibt es positive und negative Aspekte, die wir aufzeigen und kritisch hinterfragen möchten.

    Im TRANSPARENT-Magazin reden wir also über die gesellschaftlich relevanten Themenbereiche rund um den Fußball. &#8222;Football, Culture & Politics&#8220; - das ist das TRANSPARENT-Magazin.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Klingt wie gesagt vielversprechend und ich denke das ist für viele interessant. Wichtig wäre mir persönlich dass man wirklich ohne Vorbehalte an die Gruppen und Szenen herantritt und auch nicht alles gutheißt was passiert. Also nicht immer prinzipiell: Alles was die Polizei macht ist blöd, alles was die Ultras machen ist cool. Sondern versuchen das nüchtern von beiden Seiten zu betrachten.

    Aber wenn ich das richtig verstehe, habt Ihr Euch genau das auf Eure Fahnen geschrieben und deshalb auch der Name.

    Werde es mir die Tage mal bestellen, und hier dann mal meine Meinung zum Magazin posten! :top:
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Gibt's das auch am Bahnhofskiosk oder nur über die homepage?
     
  7. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Es wird erstmals überwiegend über die Homepage zu beziehen sein, allerdings haben sich schon ein paar Fanclubs und sogar Ultragruppen angeboten das Heft über ihre Stände zu vertreiben.
     
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Könnt ihr uns ein Rezensionsexemplar schicken? Dann kann ich einen ausführlichen Artikel für die Startseite schreiben.
     
  9. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Klar gerne. Schick uns einfach deine Adresse an info@transparent-magazin.de
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    prima, schicke ich euch! Vielen Dank schon mal!
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 April 2012
  11. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Klingt nach dem, was 11freunde mal war. So die ersten 40 Hefte etwa.
    Ach ja, hat zufällig jemand die ersten 5 Ausgaben? Die fehlen mir dummerweise.
     
  12. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Stadionwelt hat ein Interview mit dem Magazin geführt... :)
    "Den Fußball so zu zeigen, wie er ist" ? Stadionwelt-Fans
     
  13. Detti04

    Detti04 The Count

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    Klingt fuer mich eher wie ein 11 Freunde mit Ultranaehe. Das Schlagwort "Politics" finde ich durchaus verdaechtig, und auch das erste Titelbild ist vermutlich nicht zufaellig so ausgewaehlt worden.
     
  14. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Fanpolitik muss nicht per se ultranah sein.
     
  15. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das Heft ist angekommen, vielen Dank schon mal im Vorraus! :top: Bin schon gespannt, die Rezension erscheint dann im Lauf der Woche.
     
  16. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Hier kannste die Erstausgabe total günstig abgreifen :D
     
  17. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    <address>Geisterspiele, gesperrte Stadien und leere Fanblöcke. Immer häufiger werden Kollektivstrafen verhängt und ganze Fangruppen aus den Stadien gesperrt. Zuletzt am Sonntag beim Spiel des FC St. Pauli gegen Hansa Rostock, bei dem die Polizei dem FC St. Pauli verboten hatte, Karten an Gästefans zu verkaufen. Mit Geisterspielen und Kollektivstrafen beschäftigt sich auch der Aritikel &#8222;Ein populistischer Reflex&#8220; aus unserer Erstausgabe.</address><address> </address><address> [​IMG]</address><address>Text: Peter Römer</address>
    Ein populistischer Reflex
    Es ist ein populistischer Reflex. Egal ob bei Sexualstraftätern oder kriminellen Ausländern, sehr schnell heißt die Forderung: Härtere Strafen! Auch in der Sportgerichtsbarkeit scheint diese scheinbar so einfache Lösung auf immer mehr offene Ohren zu stoßen. Und es klingt ja auch logisch. Fans des Vereins X verstoßen gegen Regeln? Geldstrafe. Fans des Vereins X verletzen wiederholt die Spielregeln? Da scheint wohl die Geldstrafe nichts bewirkt zu haben. Teilsperre des Stadions, Sperrung von Gästekurven oder als letzter Schritt: Ein Geisterspiel. So geschehen zuletzt beim Spiel Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden im Dezember letzten Jahres.
    Doch was bedeutet dieses typische Muster für den Fußball und welche Auswüchse hat diese Logik dahinter? Nehmen wir ein prominentes Beispiel, den Becherwurf von St. Pauli am 1. April 2011. Menschen, die häufiger in Fußballstadien gehen, wissen, dass in jedem Spiel der oberen Spielklassen Becherwürfe auf den Platz vorkommen (wahlweise auch gerne Feuerzeuge, Münzen&#8230;). Das ist so ärgerlich wie normal. In diesem speziellen Fall trifft ein Becher einen Teil des Schiedsrichter-Teams. Eine individuelle Fehlleistung eines einzelnen Haupttribünen-Besuchers also, kein spezifisches Problem am Millerntor und vor allem vom Verein und Ordnungsdienst in keiner Weise zu verhindern. Und dennoch wird zunächst ein Geisterspiel beantragt. Später wird die Strafe auf ein &#8222;Exil-Heimspiel&#8220; im 70 km entfernten Lübeck abgeändert, die maximale Zuschauerzahl ist begrenzt. Der Schaden für den Verein: Mehrere Hunderttausend Euro.
    Ein ähnlich gelagerter Fall löste das erste Geisterspiel in der Geschichte des deutschen Fußballs aus: Ein Gegenstand traf Gästetrainer Wolfgang Wolf, so dass Alemannia Aachen 2004 in einem Wiederholungsspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor leeren Rängen antreten musste. Es ist also eine vergleichsweise neue Methode, mit der auf in der Regel individuelle Verfehlungen mit Kollektivstrafen reagiert wird. Die Maßnahme stellte einen Tabubruch für den Fußball dar, der in Deutschland immer als Freizeitbeschäftigung für Jedermann und Jederfrau diente. Die schrittweise Beschneidung von Fanrechten wurde so um eine sehr drastische Variante angereichert: Fußball ohne jedes Publikum, egal ob eingefleischte Fanszene oder Familie auf der Suche nach Freizeitbeschäftigung. Auch für Spieler ist dies eine Ausnahmesituation. Dynamo-Coach Ralf Loose sprach nach dem Geisterspiel in Rostock davon, das sich sein Team lange von der gespenstischen Stimmung habe anstecken lassen. "Ich hatte das Gefühl, dass es durch die Zurufe von außen viel hektischer war als sonst", so Loose.

    Einfache Lösungen für komplexe Personengruppen
    Während die öffentliche Aufmerksamkeit für Geisterspiele noch vergleichsweise hoch ist, gilt dies nicht mehr für einen ebenso schmerzhaften Einschnitt für ein Kollektiv: Die Sperrung von Stehplatzbereichen, sei es Heim oder Auswärts.
    So werden es die Fans von Preußen Münster nicht vergessen haben, wie frustrierend die Wochen im Herbst 2011 waren, als zwei Auswärtsspiele hintereinander nicht angefahren werden durften. Hintergrund war hier der Böllerwurf mit schwerwiegenden Verletzungsfolgen von Unbeteiligten beim Derby in Osnabrück. Hier zeigt sich exemplarisch eine Problematik dieser Art von Strafe: Der Traditionsverein besteht aus einer sehr heterogenen Fanszene, in der sich die dominierenden Fan-Gruppen nicht absprechen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein Einzelner gedeckt von anderen hier verantwortlich war: Mit absoluter Sicherheit wurden hier auch Gruppen bestraft, die absolut nichts mit dem Vorfall zu tun haben und derlei geartete Gewalt streng ablehnen.

    Die Mitverantwortung von Kollektiven
    Schwieriger wird es in Fällen kollektiver Verantwortung. Die Leuchtspuren von Hansa-Fans in den Gästeblock beim Spiel gegen St. Pauli im November 2011 kamen von zwei verschiedenen Tribünen. Die Reaktion des Rostocker Sitzplatzpublikums bestand mehrheitlich aus Johlen und Klatschen. Kann man diese Ereignisse noch als Fehlleistungen von Individuen ansehen oder wird hier doch zu Recht ein frei drehender Mob bestraft? Guckt man in die Urteilsbegründung, fehlen hier jedoch Ansätze, geplante, strafrechtliche Aktionen (Präsentation von geraubten Fahnen) und auch vom DFB prinzipiell geächtete, homophobe Gesänge mit einzubeziehen. Ergebnisse (x Bengalos, x Böller von Fans des Vereins Y&#8230;) werden sanktioniert statt fehlgeleitete Motive zu analysieren und das Strafmaß daran zu orientieren. So wird auch die Chance vertan, mit einem Richterspruch möglicherweise eine Reflexion in den eigenen Reihen anzuregen.
    Noch immer wird gestraft, als gelte es, einen Hooliganismus in der Gestalt der 80er Jahre auszumerzen. Die Platzstürme von Hertha-, Bochum oder Frankfurt-Fans angesichts der drohenden Abstiege 2010 bzw. 2011 lassen sich jedoch nicht mit Hooliganismus erklären. Es sind genau die Emotionen dieser Fans, die die Vereine und auch der DFB immer wieder benötigen, um das Produkt Bundesliga zu vermarkten. Begeht man den Fehler, Hooligan- und Ultrabewegung gleich zu setzen, erscheint die Logik der Kurvensperrung vielleicht verständlich. In allen drei Fällen ging es jedoch nicht um geplante Gewalt, sondern einen spontanen Ausbruch an Emotionen. Diesen Ausbruch mit der Methode einer (Teil-) Aussperrung zu sanktionieren nimmt den Fußball fast alles, was ihn faszinierend macht. Befragt man Menschen über ihre Erinnerungen an ihr erstes Fußballspiel stehen fast immer Schilderungen des Lärms auf den Rängen im Vordergrund – kaum einmal die 22 Spieler auf den Platz. Erst die Fans aus ZWEI Lagern machen dieses Erlebnis rund.
    Längst ist diese Strafe also keine absolute Ausnahmesituation mehr. Geeignet ist die Strafe fast nie, um verhältnismäßig und angemessen zu wirken. Denn dann müsste die Maßnahme auch so beschaffen sein, dass zukünftigen Wiederholungsfällen entgegengewirkt wird. Doch Emotionen kann man nicht reglementieren und vorhersehen. So wird es auch in Zukunft in unregelmäßigen Abständen Becherwürfe oder Platzstürme geben.
    Doch die DFB-Gerichtsbarkeit hat eine Büchse der Pandora geöffnet: Nach der Platzsperre muss &#8222;Wiederholungstäter&#8220; St. Pauli nun nach DFB-Logik eine Sperrung bekommen, um der &#8222;immer-härtere-Strafen&#8220;-Pädagogik zu entsprechen. Dass gegen die Frankfurter Eintracht im Dezember mit einer Kassenrolle ein choreographisches Element seinen Weg auf den Platz gelangte, sich nicht wie sonst ausrollte und den Kopf des Spielers Pirmin Schwegler fand, ist ebenso kurios wie unglücklich. Eine Selbstregulierung kann eine drakonische Strafe in einem so gelagerten Fall jedoch gar nicht auslösen, da es sich hier um einen Unfall handelte und nicht um eine emotionale Fehlleitung.
    Doch die Bestrafung scheint nicht die einzige Gestalt von (Teil-)Sperren zu bleiben. Polizeivertreter und konservative Politiker fordern immer massiver, für Risikospiele schon präventiv Gästeblöcke zu sperren. Und auch die Vereine machen mit: In einem Akt vorauseilendem Gehorsam teilte Dynamo Dresden nach den Ausschreitungen seiner Fans in Dortmund mit, keine Gästekarten für das Auswärtsspiel bei St. Pauli austeilen zu wollen. Die Methode findet so nicht nur größere Akzeptanz, sondern droht sich so auch auszuweiten. Am Ende könnte dabei herauskommen, dass es gar nicht mehr vom tatsächlichen Fanverhalten abhängt, ob eine Fanszene ein Auswärtsspiel besuchen kann, sondern DFB, Vereine und/oder Polizei nach Gefahrenlageneinschätzung entscheiden, ob Auswärtsspiele besucht werden dürfen. Heraus käme dann eine Situation wie im Nachbarland Polen: Gästefans nur in Ausnahmesituationen, die dann die letztlich doch genehmigten Fahrten dazu nutzen, möglichst viel zu &#8222;erleben&#8220;. Schließlich könnte es die letzte Fahrt bis auf weiteres gewesen sein.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  18. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    [​IMG]Transparent Ausgabe 2
    DIe 2. Ausgabe ist nun endlich raus... :)
    Bestellbar unter:
    www.transparent-magazin.de

    STEHPLÄTZE IN GEFAHR

    »»Die werden trotzdem stehen« - Eine Bestandsaufnahme der Stehplatzsituation in Deutschland
    »»Sit down and be quiet!« - Wie die Abschaffung von Stehrängen den englischen Fußball zerstörte
    »Kommentar: Der Gipfel und die Fackel

    FUSSBALLFANS UND JOURNALISTEN

    »&#8232;No Hope for Glory

    WAS MACHT EIGENTLICH...

    »&#8232;Jürgen Sparwasser

    FOTOSTRECKE

    »&#8232;Ludwigsparkstadion Saarbrücken

    KOLUMNE VERBROCHENES.NET

    »Hauptsache Athlet

    EM 2012

    »Zu viel »Respect« vor der Marke
    »Interview mit Jacek Purski von »Never Again«
    »&#8232;Bilderimpressionen

    FRAUENFUSSBALL

    »Don't believe the Hype!

    ULTRAS IN ÄGYPTEN

    »Zappelnder Fisch auf den Straßen der Revolution

    UNTERWEGS IN...

    »&#8232;Arnheim und Düsseldorf

    KULTUR

    »Stage Bottles«
    »Rezensionen
    »National Football Museum« in Manchester
     
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die Rezension zu TRANSPARENT #2 erscheint nächste Woche im NEWS-Bereich!
     
  20. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Vielen Dank nochmal für die Rezension. Mittlerweile ist die neue Ausgabe raus mit folgenden Themen.

    <address>Die Ausgabe 3 des Transparent Magazins erscheint am 10. Dezember. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.</address><address> </address><address>[​IMG]
    </address>


    FEINDBILD POLIZEI
    » Eine verfahrene Situation
    » Süßigkeiten und Erinnerungsfotos
    » Wahre Freundschaft braucht etwas Abstand


    FUSSBALL IM KONZENTRATIONSLAGER
    » It was a game against the nazis
    » Interview mit einem Zeitzeugen



    DFL-SICHERHEITSPAPIER
    »&#8232; Drei Schritte vom Abgrund entfernt


    STADIONDISKUSSION IN FREIBURG
    » Der langwierige Umzug des Freiburger SC


    FUSSBALL IN ITALIEN
    » Fussball unter Ausschluss der Öffentlichkeit


    FOTOSTRECKE
    » Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark


    WAS MACHT EIGENTLICH...
    »&#8232; Hans Tilkowski


    KOLUMNE VERBROCHENES.NET


    » Ich möchte Teil der mittleren Verwaltungsebene sein


    UNTERWEGS IN...
    »&#8232; Cancún und Lüttich


    <address>KULTUR
    » Mainzer Fantage</address><address>» FARE-Action-Week
    » Buchrezensionen</address><address> </address><address>
    Bestellbar unter www.transparent-magazin.de</address>
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 November 2012
  21. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Um mal wieder inhaltlich etwas beizutragen gibt es anbei ein Artikel aus unserem aktuellen Magazin:


    Fußball ist ein Massenphänomen - und auch im Nationalsozialismus erfreute er sich großer Beliebtheit. Neuere historische Forschungen zeigen sogar: Selbst in den Konzentrationslagern wurde Fußball gespielt. Für die Häftlinge war er Ablenkung und Bedrohung zugleich. Doch auch die Nazis verbanden mit dem runden Leder ihre ganz eigenen
    Interessen.

    Von Patrick Stegemann
    (Erschienen in Ausgabe 3 - Das Interview mit dem Zeitzeugen Milos Dobry ist ebenfalls in der Printausgabe zu lesen)


    [​IMG]

    Man kann sich Milos Dobry heute noch gut in einem Fußballtrikot vorstellen: groß gewachsen und mit wachen Augen erscheint er auch mit seinen 90 Jahren irgendwie noch, als stünde er im Tor. Sein Gang ist mittlerweile schleppend geworden, sein Rücken leicht gebeugt, doch seine Schilderungen trägt er mit derart großer Emphase vor, dass sein Überlebenskampf in den deutschen Konzentrationslagern greifbar wird.
    »Ich habe es nicht als Spiel begriffen, aber als Herausforderung gegen die Nazis, gegen die SS«, sagt Dobry heute, wenn er von seinem Überleben der Shoah spricht.Er, der sich selbst als geborenen Sportler beschreibt, habe auch überleben können, weil der Sport ihm die Kraft dazu gegeben habe. Er berichtet von Fußballturnieren in Theresienstadt und vereinzelten Spielen in Auschwitz. Dobrys Schilderungen wirken verstörend: Fußball passt nicht in unsere Vorstellung der Vernichtungslager. Tatsächlich steht Sport für all das, was wir nicht mit dem Lageralltag in Verbindung bringen: Gesundheit, Vitalität, Freizeit. Dabei spielte Sport in fast allen Konzentrationslagern der Nazis eine entscheidende Rolle. Er diente anfangs vor allem der Demütigung, war Mittel der Strafe und Züchtigung. Entkräftete Häftlinge mussten stundenlang exerzieren, herumlaufen und herumspringen. Diese Art des Sports haben fast alle Häftlinge erlebt. Schilderungen dazu finden sich in vielerlei Quellen. Auch Thomas Geve, der als Jugendlicher Auschwitz, Groß-Rosen und Buchenwald überlebte und heute in Israel wohnt, erinnert sich an diese Art des »Sportmachens«: »Wir mussten Strafsport machen. Da gab es besondere Übungen, wir mussten uns im Dreck rollen, herumspringen, laufen. Das kam sehr oft vor.«Dass Sport als Mittel der Gewalt genutzt wurde, vermag auf den zweiten Blick eigentlich nicht zu verwundern. Es passt in die militärische Ordnung, die die Deutschen in den Konzentrationslagern durchzusetzen versuchten. Dennoch: Gewalt durch Sport war eine besonders perfide Form der Folter. Häftlinge wurden gequält, indem sie gezwungen wurden, sich bis zur Erschöpfung zu bewegen. Die Wachmannschaften konnten so Gewalt ausüben, ohne selbst aktiv zu werden. Sie befahlen den Häftlingen, sich selbst zu quälen.Doch neben der Folter durch Sport gab es fast überall auch organisierte Sportveranstaltungen: Boxen, Turnen – und vor allem Fußball. Lange war über diese Seite des Lageralltags kaum etwas bekannt. Überlebende der Konzentrationslager fürchteten wohl auch, Geschichten über Fußball und Sport im Lager würden den Eindruck erwecken, dass es eigentlich gar nicht so schlimm gewesen sei. Auch für Historiker galt das Thema lange als heikel. Selbst in dem vom DFB in Auftrag gegebenem Buch »Fußball unterm Hakenkreuz«, das vor nunmehr sieben Jahren erschien, fehlt dieser Aspekt des fußballerischen Lebens in der NS-Diktatur.Erste Hinweise auf organisierten Sport gibt es dabei eigentlich schon lange. Der Publizist Eugen Kogon berichtet davon bereits 1946 in seinem Buch »Der SS-Staat – Das System der deutschen Konzentrationslager«, das noch heute als Standardwerk über die NS-Verbrechen gilt. Dort schildert Kogon, der selbst Gefangener in Buchenwald war, wie die Häftlinge die Erlaubnis zum Fußballspielen erhielten. »Die SS scheint es als eine Art Reklameschild für den guten Zustand der Häftlinge angesehen zu haben. Es bildeten sich mehrere Mannschaften, anfangs auch eine Judenmannschaft, die später verboten wurde.«

    »Denn tatsächlich: In Theresienstadt gab es eine eigene Fußballliga, die regelmäßig Meisterschaften austrug. Gespielt wurde meist mit sieben Spielern in zwei Halbzeiten zu je 35 Minuten.«


    Kogons Schilderungen zeigen vor allem Eines: Fußballspielen im KZ war auch eine spezielle, sehr perfide Form der NS-Propaganda. Beispielhaft dafür ist ein Propagandafilm, den die Nazis 1944 über das Konzentrationslager Theresienstadt drehten. Der Film wurde bekannt unter dem Titel »Der Führer schenkt den Juden eine Stadt« und sollte der Weltöffentlichkeit glauben machen, dass die Juden in Theresienstadt ein normales Leben führten, in dem es an nichts fehle. In dem Film ist neben diversen Musikaufführungen und einer Kinderoper auch ein Fußballspiel zu sehen. Die Kopie des Originalfilms verschwand nach Kriegsende und nur Teile blieben erhalten, darunter auch jene Szene, die ein Spiel in der sogenannten Dresdner Kaserne mit 3.500 begeisterten Zuschauern zeigt. Gestellt war diese Szene – im Gegensatz zu anderen Teilen des Films – nach Zeitzeugenaussagen nicht. Denn tatsächlich: In Theresienstadt gab es eine eigene Fußballliga, die regelmäßig Meisterschaften austrug. Gespielt wurde meist mit sieben Spielern in zwei Halbzeiten zu je 35 Minuten.Eine eigens gegründete »Fachgruppe Fußball« kümmerte sich um das Regelwerk, eine Schiedsrichterkommission bildete die Unparteiischen aus. Die Begegnungen lauteten zum Beispiel Kleiderkammer gegen Ghettowache oder – nach der Herkunft der Häftlinge – Praga gegen F.C. Wien.Sogar eigene Sportmagazine wurden herausgebracht, von denen eines erhalten blieb: die heimlich angefertigte Kinderzeitschirft »rim rim rim«. Der Titel entstammt dem Anfeuerungsruf einer Jugendmannschaft in Theresienstadt: »Vorwärts Adler, rim, rim, rim«. In tschechischer Sprache gab es dort eine weitreichende Berichterstattung über die Spiele der Jugend und der Erwachsenen in Theresienstadt – in der Auflage einer Handvoll kopierter Exemplare.Die Liga Therezin – ihre Geschichte lässt sich wohl am besten in der Gedenkstätte »Beit Theresienstadt« (was auf Deutsch so viel bedeutet wie das »Haus Theresienstadt«) nachvollziehen. In dem Kibbuz Givat Haim zwischen Tel Aviv und Haifa hat Oded Breda eine Gedenkstätte errichtet. Vor sieben Jahren begab er sich auf die Suche nach der Geschichte seiner Familie. Sein Anhaltspunkt war ein kleines Schwarz-Weiß-Foto, auf dem sein Onkel Pawel Breda zu sehen ist. Es zeigt den jungen Mann in weißem Shirt und schwarzer Hose auf einem Fußballfeld auflaufen. Das Bild ließ ihn nicht mehr los. Bei seinem zweiten Besuch in Theresienstadt entwickelte er die Idee, auf dem »Fußballplatz« des Ghettos das Spiel nachzuspielen. Aus der Idee wurde nichts, doch fortan setzte Breda alles daran, die Geschichte der Liga in Theresienstadt weiter zu erforschen und publik zu machen. Er gibt seine Anstellung bei einer Hightech-Firma auf und widmet sich fortan dem Aufbau des Museums »Beit Theresienstadt«. Fußball, sagt der 59-jährige Breda, könne eine Brücke zur Vergangenheit schlagen. »Gerade für junge Leute kann es die Vergangenheit näher bringen, wenn sie etwas über das Leben im Lager wissen«, sagt er. Vor einem Jahr hat auch eine Delegation des »Deutschen Fußball Bundes« die Gedenkstätte besucht. Neben der Museumsarbeit hat Breda in diesem Jahr mit Förderern aus den USA und Israel einen Film über die Liga Therezin produziert. Der Film ist überschrieben mit der Zeile: »It was a game against the Nazis...«So organisiert wie in Theresienstadt war der Fußball in anderen Konzentrationslagern nicht. Nichtsdestotrotz: Fast überall wurde gespielt – vor allem in der zweiten Phase des Krieges.Denn ab 1942 änderten die Nazis teilweise ihre Politik in den Lagern: Die durch die Massenmobilisierung fehlenden Arbeitskräfte sollten durch die Ausbeutung in den Konzentrationslagern ersetzt werden. Für die Nazis steckte dahinter ein ganz eigenes Kalkül, wie die Historikern Veronika Springmann erklärt, die an der Humboldt Universität über Sport im Konzentrationslager forscht. »Ab &#700;42 verändert sich für viele Häftlinge die Situation in den Konzentrationslagern, weil die Arbeitskraft für die Rüstungsindustrie so wichtig wird. Und als Anreizsystem wird dann das Fußballspielen erlaubt.«1942 führte Heinrich Himmler, Reichsführer der SS, ein Prämiensystem für Häftlinge ein – mit dem Ziel, die Arbeitsmoral zu steigern und für die Rüstungsindustrie auszubeuten. Teil dieses Plans war auch das Fußballspielen. Für fast alle Lager finden sich Belege dafür: neben Buchenwald ebenso für Sachsenhausen oder Mauthausen – und auch Auschwitz. Dort lag der Platz direkt neben dem Krematorium. Auch Milos Dobry hat in Auschwitz einst Fußball gespielt, wenngleich er kaum die Kraft dafür aufwenden konnte. »In Auschwitz war die Versorgung so schlecht, da war es kaum möglich, Sport zu machen. Jeder hatte Hunger«, berichtet Dobry.Keinesfalls durften alle Häftlinge Fußball spielen. Judenmannschaften waren meist verboten, in manchen Lagern gab es erst gar keine Sportveranstaltungen.Wer spielen durfte und wer nicht, entschied die SS: Vor allem jungen, kräftigen, männlichen Gefangenen wurde diese »Gunst« zuteil. Mit Kalkül: Die Historikerin Springmann nennt dies das System von »Gunst und Gewalt«, mit dem die Nazis den Lageralltag beherrschten. »Also dahinter steht immer dieses Grundprinzip des devide et impera – also teile und herrsche.« Fußball stellt für die Nazis demnach eine Möglichkeit dar, die Häftlingsgemeinschaft zu sortieren und zu spalten, denn natürlich durfte nur eine sehr kleine Gruppe überhaupt am Spiel teilnehmen.

    »Diese »Gunst« des Fußballspiels konnte jedoch auch in ihr Gegenteil umschlagen: In nackte Gewalt.«


    Diese »Gunst« des Fußballspiels konnte jedoch auch in ihr Gegenteil umschlagen: In nackte Gewalt. So gab es laut Veronika Springmann auch Fälle, in denen entkräftete Häftlinge zum Spiel gezwungen wurden – zur Belustigung der Wachmannschaften.Für manche KZ-Häftlinge bedeutete Fußballspielen unabhängig vom System »Gunst und Gewalt« schlicht – Überleben. Überliefert ist die Geschichte des österreichischen Profis Ignaz Feldmann, der in einem Nebenlager von Auschwitz von einem SS-Unterscharführer erkannt wurde – beide spielten vor dem Krieg in der ersten Österreichischen Liga. Dieser Umstand machte aus Feldmann einen Protegé der SS und lies ihn überleben.Natürlich schützte fußballerisches Talent nur die Wenigsten vor dem Vernichtungswahn der Nazis. Die Lebensgeschichte des siebenmaligen deutschen Nationalspielers Julius Hirsch legt davon Zeugnis ab. Der begnadete Fußballer wurde 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft aus seinem Verein Karlsruher FV ausgeschlossen und 1943 in Auschwitz vergast. Dass auch er dort Fußball spielte, ist indes nicht überliefert.Fußball bot für Spieler – aber auch Zuschauer – die Möglichkeit, für wenige Augenblicke der Allgegenwart von Gewalt und Vernichtung im Lager zu entfliehen, sich für die Länge eines Fußballspiels in eine Parallelwelt zu begeben. Und mehr noch: Fußball konnte auch als eine Art innerer Widerstand den Häftlingen Kraft geben, glaubt Veronika Springmann: »Zum einen konnten die Häftlinge Kontakt mit anderen aufbauen und dadurch so etwas wie eine Solidarität entwickeln. Wichtig ist aber auch dies: Sie konnten genau das, was im Konzentrationslager zerstört werden sollte, wieder stärken – nämlich den Körper.«Wie eng Fußball und Vernichtung nebeneinander existierten, schildert der Schriftsteller und Auschwitzüberlebende Tadeusz Borowski in seiner autobiographischen Geschichte »Menschen, die gingen«. Hierin beschreibt er eine Fußballszene in Auschwitz: »Der Ball wanderte von Fuß zu Fuß und kehrte in einem Bogen vors Tor zurück. Ich wehrte ihn ab, aber er ging ins Aus – Ecke. Wieder ging ich ihn holen. Als ich ihn aufhob erstarrte ich: die Rampe war leer... Ich ging mit dem Ball zurück und gab ihn zur Ecke. Zwischen zwei Eckbällen hatte man hinter meinem Rücken dreitausend Menschen vergast.« &#9608;
     
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  22. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Unsere vierte Ausgabe ist im Druck und kann ab sofort auf unserer Homepage (www.transparent-magazin.de) vorbestellt werden. Natürlich gibt es auch nach wie vor die Möglichkeit, Transparent zu abonnieren. Hier schon einmal ein kleiner Blick auf das Titelblatt sowie den Inhalt der neuen Ausgabe:

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    DER KAMPF IN DEN KURVEN
    » Das Recht des Stärkeren?
    » Der lange Weg der »Aachen Ultras«

    FOTOSTRECKE
    » Fotostrecke Leimbachstadion

    WAS MACHT EIGENTLICH...
    » Uli Borowka

    DER MIT DER SOHLE TANZT
    » Futsal in Deutschland

    FANS UND VERBÄNDE
    » Kein Problem – und keine Lösung
    » »Die Argumente der Fans müssen gehört und ernst genommen werden«

    FUSSBALL IM BASKENLAND
    » Eine Gesellschaft im Umbruch - und der Fußball steht an erster Stelle

    ROCK THE CASBAH
    » Discover Football

    KOLUMNE VERBROCHENES.NET
    » What else are you gonna do on a Saturday?

    UNTERWEGS IN...
    » Belize, Wimbledon und Norwegen

    KULTUR
    » Fußball mit der Kamera
    » Buchrezensionen

    www.transparent-magazin.de
     
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  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Hört sich mal wieder interessant an! :top:
     
  24. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Die fünfte Ausgabe des Transparent Magazins erscheint am 25. April. Ab sofort sind Vorbestellungen im Shop auf www.transparent-magazin.de möglich.


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    BERLINER FUSSBALL ZWISCHEN VIELFALT UND DISKRIMINIERUNG
    » Die Berlin-Liga – eine widersprüchliche Spielklasse
    » Frauenfußball in Berlin
    » Interview mit Tanja Walther-Ahrens


    FOTOSTRECKE
    » Ehemaliges Westfalenstadion Dortmund


    DIE POLITISCHEN WURZELN DER HEUTIGEN FANKULTUR
    » Fußball ist Politik und Politik war immer schon Fußball
    » Interview mit der Schalker Fan-Initiative


    FANKULTUR IM NRW-LANDTAG
    » Kleine Schritte zum Dialog


    ULTRAS IN LISSABON
    »Unterwegs mit der Torcida Verde


    KOLUMNE VERBROCHENES.NET
    » Moderner Fußball (I) & (II)


    UNTERWEGS IN...
    » Laos – Philippinen
    » Persija Jakarta – Arema Malang
    » Hellas Verona FC – FC Crotone


    KULTUR
    » Die Partizan-Minsk-Tour
    » Rezensionen
     
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  25. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Mal eine Frage zum Vorwort: Was für rechtliche Konsequenzen drohen euch denn vom wem, wenn ihr "Westfalenstadion" statt "Ehemaliges Westfalenstadion" schreibt?
     
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ehemaliges, ehemaliges, ... :idee:

    Aaahhh, der Signal Iduna Park
     
  27. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Die sechste Ausgabe des Transparent Magazins erscheint am 9.8.2013 - und ist ab sofort über unseren Shop (www.transparent-magazin.de) vorbestellbar.


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    DER AUFRUHR DER FUSSBALLFANS
    » Überall Taksim – Überall Widerstand
    » Massenproteste in Brasilien

    FANKULTUR UND POLITIK IN DER SPÄTEN DDR
    » »Negativ-dekadente Jugendliche«
    » Interview mit Matthias Stein

    ULTRAS IN BRAUNSCHWEIG
    » Die Rückkehr aus dem Exil

    FOTOSTRECKE
    » Lohrheidestadion Wattenscheid

    EUPENS FUSSBALLTRÄUME
    » »Aspire Football Dreams«

    DAS LIGASYSTEM IN DEUTSCHLAND
    » Eine andere Liga

    20 JAHRE FANARBEIT
    » Beharrliche Suche nach Dialoglücken
    » Interview mit BAFF

    KOLUMNE VERBROCHENES.NET
    » Seien Sie, wie Sie sind. Seien Sie Fan.

    UNTERWEGS IN...
    » Messina – Cosenza
    » FK Vele&#382; Mostar – H&#352;K Zrinjski Mostar
    » FK Dinamo Minsk – FK Neman Grodno

    REZENSIONEN
     
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  28. TRANSPARENT MAGAZIN

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    WM 2014 - BRASILIEN VOR DER WM
    » Ordnung und Fortschritt um jeden Preis

    INTERVIEW MIT AMNESTY INTERNATIONAL
    » Die FIFA muss ihrer Verantwortung gerecht werden«

    WM 2018 - HOMOPHOBIE IN RUSSLAND
    » Fussball verbindet durch Ausgrenzung

    FANS UND NATIONALMANNSCHAFT
    » Eine unendliche Masse«

    PATRIOTISCHE FUSSBALLFANS
    » »Wir« sind Deutschland?

    DAS VERHINDERTE LÄNDERSPIEL '94
    » »Kein Spiel den Nazis«

    ERFOLGREICHE FRAUEN-NATIONALMANNSCHAFT
    » »Wie tauschen Frauen ihre Trikots?«

    KOLUMNE VERBROCHENES.NET
    » Globalisierung macht den Meister

    NIEDERSACHSENDERBY
    » Für dich fahren wir überall hin?!

    DIE GESCHICHTE EINES HOMOSEXUELLEN SCHIEDSRICHTERS AUS DER TÜRKEI
    » Pfeifen gegen Homophobie

    UNTERWEGS IN
    » CA San Lorenzo – CA Rosario Central 2:1
    » Beijing Guoan FC – Changchun Yatai FC 1:0

    REZENSIONEN

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