Tempolimit? Freie Fahrt für Freie Bürger

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 14 November 2007.

  1. Norge

    Norge Member

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    @NKFrankfurter
    Zitat: "Die eingesparten Abgase sind im Vergleich zum Gesamtausstoss gering."

    Warum sollen wir dann überhaupt Strom sparen ?
    Ob ich 20.000 kwH oder 5.000 kwh pro Jahr brauche ist im Verhältnis zum Gesamtverbrauch kwh p.a in D völlig unerheblich.
    Mit dem Argument kannste nun aber auch jede Energieeinsparung knicken.
    Meine Meinung ist übrigens, dass wir immer den geringst möglichen Energieverbrauch anstreben sollten, bevor die Energiepreise so hoch sind, dass wir es müssen.

    @boarduser
    Meinst Du nicht, dass es physikalisch nachweisbar ist, dass homogene Verkehrsflüsse unter gleichen Randbedingungen nachweisbar weniger Verkehrsunfälle erzeugen, als bei großen Geschwindigkeitsunterschieden ?

    Schließlich noch eine Frage zum Thema monotone Geschwindigkeiten:
    Wenn denn diese so unfallträchtig wären, müssten dann nicht ganze Generationen LKW-Fahrer lemmingartig in den Tod gestürzt sein ?

    @odie Dänemark ist übrigens auch Transitland und hat keine Autobahngebühren.....

    @andre, wenn nur 50 Menschen weniger auf Autobahnen verunglücken würden, wäre das - zumindest subjektiv aus Sicht der Angehörigen der Toten - sicherlich ein absolut überzeugendes Argument für Tempo 130.


    Gruß
    Norge
     
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  3. odie

    odie Zeitzeuge

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    Das ist sicherlich richtig.
    Aber Dänemark hat sicher nur einen Bruchteil des deutschen Straßenverkehrs.
     
  4. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Da bin ich absolut bei Dir. Nur sollte das ja belegbar sein bzw. durch Studien aus anderen Ländern etc.

    Ich persönlich glaube nicht das ein Tempolimit zu weniger Verkehrstoten führen würde, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    Hat die Bundesregierung in der Hinsicht noch kein Gutachten erstellen lassen? :gruebel:
     
  5. Norge

    Norge Member

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    @Andre
    Glaubst Du denn, dass ein Tempolimit zu mehr Verkehrstoten führen würde ?

    Wenn nicht, dann wären es doch ideale Bedingungen um es mal flächendeckend für 2 oder 5 Jahre auszuprobieren - Null Risiko im Massentest - Pharmakahersteller wären begeistert.
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Soweit ich weiß, ist das längst erwiesen und lässt sich sicher leicht ergoogeln. Hier mal auf die schnelle nur eine Stellungnahme führender deutscher Professoren des Fachgebietes Verkehrswesen: http://www.svpt.de/Publikationen/Geschw_BAB_Sep2004.pdf
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wenn ich nur endlich mal einen Argument lesen würde, warum "geglaubt" wird, daß bei einem Tempolimit die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten nicht sinken würde und warum der eingesparte Verbrauch und die Belastung durch Schadstoffe zu gering ist. So ist's nämlich ein bisschen einseitig :D
     
  8. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist die Diskussion in der Tat.

    Sie wäre mehrschichtiger, wenn wir begännen, über die Frage zu diskutieren, wie wir Theoretiker uns in der Praxis aktuell verhalten bzw. in der Praxis "danach" wohl verhielten. Mit anderen Worten: Schöne Reden könnenwa alle schwingen.

    Ich fange mal an.

    Aktuell:

    Immer verkehrsabhängig. Reisegeschwindigkeit bis zu 180. In ganz seltenen Ausnahmefällen höher. Nie mehr als die Grenze zur Punktevergabe.

    "Danach":

    Immer verkehrsabhängig. Nie mehr als die Grenze zur Punktevergabe, also Reisegeschwindigkeit bis ca. 150.

    Fazit:

    Subjektive Überlegungen um "den eigenen Arsch" stehen im Vordergrund. Unschön, aber ehrlich.

    Und nu?
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Bei mir:

    Immer verkehrs-, auto- und Lust-und-Laune-abhängig :floet: Meine Kisten wechsle ich ja mehr oder weniger wöchentlich, je nach Bedarf, Bahnstreiks und Beifahrerinnen.

    Mal ernsthafter:
    Meine Strecke liegt ja eh immer im Stau bzw. im stockenenden Verkehr, mehr als 100, 120 km/h ist da sowieso nicht drin.
    Isse mal frei, also in der Nacht zwischen 23:00 und 4:00 vielleicht, dann kommt das ins Spiel was ich als autoabhängig bezeichnet habe. Je nach Karre, meinem subjektiven Empfinden nach Eile und meiner psychischen Gesamtsituation, variiert hier die Geschwindigkeit dann zwischen 150 und 240.

    Als goldene Regel gilt, ähnlich wie bei Dir, maximal 20 km/h drüber.

    Für's danach bedeutet das also:
    Nachwievor meist 100, sonst halt dann max. 150.
     
  10. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Warten wir mal ab, ob und ggf. wie es des Rest beurteilt. Daraus entwickelt sich dann nämlich die Diskussion, warum wir so klug sind zu wissen, daß es anders objektiv besser wäre, und doch nicht danach handeln.

    Das wird mehrschichtig.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Pffff, is' doch klar.

    Wenn ich 'ne Kiste unter'm Hintern habe mit 150 kW und mehr und es erlaubt, mittlerweile kommt's mir manchmal sogar schon vor, erwünscht, ist diese auch auf die Straße zu bringen, dann tue ich das hin und wieder auch - entgegen aller von der Vernunft gebotenen Gründe wie Geldbeutel, Verantwortung meinen Mitverkehrsteilnehmern und dem blauen Planeten gegenüber, etc.
     
  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Iss doch klar, daß Du pfff sagst. Hätte ich ja auch sagen müssen. Die Diskussion muß sich - zwecks Mehrschichtigkeit - also nun in die Richtung entwickeln, warum - vermeintlich wider - Verstand gekauft, geleast und gemietet wird.

    Protz? Trotz? Warum spricht man vom "liebsten Kind"? Muß Folge daher andons grob skizzierte Gesamtbetrachtung sein, wonach ausgelöst durch staatliche Beschränkung ein Prozeß des Umdenkens bei den Autobauern stattfinden sollte? Noch besser eigentlich: Ein Umdenken bei uns?

    Denn nicht der Staat sondern wir sind es doch, die den Markt darstellen.

    Würde also beispielsweise ich "das 1-Liter-Auto" schlechthin kaufen? Oder Du? Würde ich etwas anderes bevorzugen? Immer so weit, wie ich es mir nach Geldbeutel auf der einen und ggf. durch Tempolimit auf der anderen Seite limitiert erlauben kann oder darf?

    Ich finde, die Frage ist richtig schwer zu beantworten und daß es mir so schwer fällt, hängt damit zusammen, daß ich (noch) nicht so weit wie z.B. andon bin, Vernunftserwägungen gewinnen zu lassen.

    Wie würde ich aber reagieren, wenn mir diese "verordnet" werden?

    Würde ich - Geldbeutel vorausgesetzt - z.B. auf Bequemlichkeit und Größe verzichten, weil ich ja ohnehin nicht schneller als 150 fahren würde?

    Ich kann das für mich nicht beantworten. Und da wäre es dann hilfreich, wenn man durch eine Argumentation auf's Pferd gesetzt würde, aber eine Argumentation, die sich nicht auf der Ebene der Vernunftsgründe abspielt, sondern mir deutlich macht, warum ich falsch ticke.

    Wenn beim Auto schon Umwelt, Kosten, Sicherheit etc. bis dato keine Auswirkungen auf mein Verhalten hatten...
     
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Da kann dann nur ein Profi helfen. Bei so viel Einsicht :top: ist dann der nächste Schritt der Gang zum Psychologen. Der wird das klären können.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Da kann ich Dir nicht weiterhelfen um Dich auf's Pferd zu setzen.
    Ich, Geizkragen und Rechner mit spitzem Bleistift, habe ja gar kein Auto, da es, unabhängig von Spirtverbrauch und Leistung, eine reine Geldvernichtungsmaschine ist, auf die ich, aufgrund meiner privaten und beruflichen Situation, verzichten kann.
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Umso schlimmer, Du Gelegenheits-Alonsoschummlerschumi...
     
  16. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Mag schon sein. Das Dingen iss aber, dasses nicht um ein Ichsachmaegozentrisches Problem geht, sondern um ein Massenphänomen. Und genau da isses doch interessant, wie es zu behandeln ist.

    Wobei: Bis Montag werdense dann hier alle wieder ausse Startlöcher gekommen sein und auf mich Affenarsch eingeprügelt haben, diese Moraltheoretiker, dann hat sich das hier mit dem Massenphänomen gleich wieder erledigt...
     
  17. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Da wird dir nur eine wirklich aussagekräftige Statistik helfen, kein Philosophieren über Physik, Moral, Umwelt oder dergleichen. Entscheidend ist doch, was heute ohne Tempolimit tatsächlich passiert und zwar in dem Bereich, der durch das Tempolimit beschränkt werden soll.

    Also stelle ich mal die Fragen:

    1. Wieviel Geld wird vernichtet (jn Form von Reparaturkosten oder Totalschäden) wieviel Verletzte und Tote gibt es bei Autobahnunfällen, die dadurch zustandekommen, dass mindestens ein Unfallbeteiligter schneller als 150 gefahren ist, und wobei genau diese "zu hohe Geschwindigkeit" Unfallursache bzw. Schadensursache war?

    2. Unter Berücksichtigung von tatsächlichem Schadstoffausstoß, der ja maßgeblich vom Hubraum, der Drehzahl un der Kraftstoffart abhängt: Wieviel Schadstoffe werde über der Mindest-Geschwindigkeits-Grenze tatsächlich mehr ausgestossen, als wenn alle Fahrzeuge unter diese Grenze fahren würden?

    3. Für die Umweltfanatiker: Gäbe es vielleicht ein milderes Mittel, um die Schadstoffbelastung zu drücken, bspw. die Selbstverpflichtung der Autoindustrie, 6 oder 7 Gänge ins Auto einzubauen oder dergleichen?
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Also, wenn ich mir Deinen Punkt 2 und 3 anschaue, dann fällt mir leider nix anderes ein, als zu sagen:
    Es ist recht vergebens Dir technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären oder meine Erklärungen in diesem Thread waren echt zu kompliziert. Wahrscheinlich war's letzteres, denn sonst fiele ja auch nicht der Ausdruck "Philosophieren" :D
    Ich finde es immer wieder erheiternd, wenn bei einem Thema, das zwar sicher nicht nur technisch bestimmt ist, aber bei dem die Technik eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt, es aufeinmal heißt: Erklärt mir bloß keine physikalischen Zusammenhänge, das tut hier nix zur Sache. Erinnert mich immer an die fröhliche Diskussion um die Kernenergie, bei der 80% der Menschheit glaubt, daß so'n Atomkern in die Stromleitung schlüpft und es wird dann im Wohnzimmer hell.

    Ein zusätzlicher Gang, von mir aus auch ein zehnter und ein elfter ändern nix an der motorischen Verbrennung, welche maßgeblich von zugeführter Luftmenge und eingespritzten Kraftstoff abhängt. Diese Menge wird durch den Öffnungsquerschnitt, den die Drosselklappe (aka Gaspedal) freigibt, bestimmt und nicht durch die nachgeschaltete Übersetzung im Getriebe. Vereinfachend gesagt, vollgas bleibt immer Vollgas. Außerdem bringste gerade ganz bös Schadstoffausstoß und Verbrauch durcheinander.

    Zum Punkt eins kann ich Dir auch nur das sagen, was einige andere wie andon und Norge schon gebetsmühlenartig wiederholt haben.
     
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Auch die massenpsychologische Seite des Phänomens ist ja hinlänglich erforscht: Statussymbol, Männlichkeitssymbol, Projektionsobjekt Auto. Aber Massenpsychotherapie gibt's ja (noch?) nicht, deshalb fruchten nur 2 Heilmittel:

    1. Verbote bzw. Gebote (z.B. Du darfst bis zu 130 km/h fahren!)

    2. Teuer machen! 5 Euro pro Liter Minimum! Kfzsteuer erhöhen! Usw.
     
  20. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich rauche immer noch, sehe Autofahren bei mir aber nicht als Sucht an...
     
  21. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    kfz-steuer für "geländewagen" auf 20.000 € pro jahr.
     
  22. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Wie gesagt, Einzelanalysen stellt der Profi, der Herr Psychologe.
     
  23. andon

    andon Glubbsau

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    Rutsch aber bitte nicht aus auf der Schleimspur ;) Ich fühl mich geschmeichelt...

    Ich muss ja zugestehen, ich habs auch recht leicht, was die Vernunft angeht, denn "isch abe gar kein Auto", was mich bei manchen "Diskutanten" jetzt sicher wieder disqualifiziert.

    Ich versuch mich trotzdem mal in die Lage zu versetzen, ich fahre schließlich auch oft genug mit. Offen gestanden läge meine Reisegeschwindigkeit bei entsprechender Motorisierung und Verkehrssituation wohl auch irgendwo zwischen 160 und 180, vielleicht mal ein bisschen mehr, aber nie über 200.

    Bei Einführung des Tempolimits würde ich mich der Fließgeschwindigkeit anpassen, also das tun, was (fast) alle tun würden, Tempo irgendwo zwischen 140 und 150.

    Ganz kurz nen Einschub @BU: Wie gut es mit Selbstverpflichtungen der Insutrie läuft, haben wir oft genug gesehen, die sind das Papier nicht wert, auf dem sie niedergeschrieben sind.

    Die Lebenssituation und der Geldbeutel sind natürlich wichtige Kriterien, dass du, ISM, oder Andre mit nem VW Lupo nicht weit kommt, ist klar. Und das man den Protz-Gedanken aus denen, die ihn sich leisten können nich rausbekommt, leider auch. Letzteres wirste nie beheben können, die kaufen sich hren Cayenne auch bei Tempo 130, bei 2,50 fürn Liter und bei KfZ-Besteuerung über die Abgase, dann vielleicht sogar noch mehr.

    Kann mir zum Beispiel jemand erklären, warum 4-köpfigen Familien heute nicht mehr, wie in meiner Kindheit und die ist nicht mal lange her, ein Mittelklasse-Wagen reicht, sondern warum jeder so nen Sharan, Zafira oder wie sie alle heißen fährt? Vielleicht ist die ganze Auto-Kiste sogar viel psychologischer, als man zunächst denkt, Stichwort peer-group, "der Kumpel, auch ein junger Daddy hat sich neulich so nen Mini-Van rausgelassen, da reicht mir mein "popeliger" VW Passat nicht mehr".

    Und ich bleib dabei, das Mittelklassen-Beispiel hatte ich ja schon angeführt, egal welcher Klasse ich das Auto zuordne, die Tendenz beim Erwerb geht immer in Richtung größerer Motor, weil man eben auf der Autobahn auch entsprechend voran kommen will. Ich wage mal zu behaupten, jeder fährt gerne schnell, solange es erlaubt ist, zumindest schneller als 130. Und genau da setz ich an, wenn der große Motor nicht mehr nötig ist, greift man als Normalverdiener schon allein des Geldes wegen zum kleineren, oder nicht? Seh ich das zu simpel?
     
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das habe ich ja nicht behauptet. Ich habe nur behauptet, dass, wenn das so stimmt, dies sich auch in ganz konkreten Unfallzahlen bzw. Schadstoffstatistiken tatsächlich niederschlagen müsste. Und wenn das so ist, dann kann man sicher auch darüber nachdenken, wie man das verhindert. Aber vorher sollte sich man die tatsächlichen Sachverhalte zu Rate ziehen. Das was allermeistens veröffentlicht wird, ist für eine solche Diskussion nicht gebrauchsfähig, weil es zuviele Fremdsachverhalte mit einbezieht.

    Wovon hängt denn sonst der Schadstoffausstoß ab, wenn nicht u.a. vom verbrauchten Brennstoff (und natürlich der Sauerstoffzufuhr)? Und klar, Vollgas bleibt Vollgas, aber es ist ein Unterschied, im 5. Gang 200 zufahren oder im 7., wenn das Auto einen hätte. Schon ein 6. Gang reduziert die Drehzahl im oberen Geschwindigkeitsbereich um 30 bis 50%, zumindest bei dem Fahrzeug, was ich hin und wieder fahren darf. Und ein Fahrzeug, welches bei 180 nur 3000 Umdrehungen hat und sanft ohne Gasgeben dahinrollt verbraucht 100%ig weniger als ein anderes im 5. Gang mit 4500 oder 5000 Touren.
     
  25. Norge

    Norge Member

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    @andon
    Zitat
    "Kann mir zum Beispiel jemand erklären, warum 4-köpfigen Familien heute nicht mehr, wie in meiner Kindheit und die ist nicht mal lange her, ein Mittelklasse-Wagen reicht, sondern warum jeder so nen Sharan, Zafira oder wie sie alle heißen fährt? Vielleicht ist die ganze Auto-Kiste sogar viel psychologischer, als man zunächst denkt, Stichwort peer-group, "der Kumpel, auch ein junger Daddy hat sich neulich so nen Mini-Van rausgelassen, da reicht mir mein "popeliger" VW Passat nicht mehr"

    Boaah jetzt haste mich voll erwischt...
    Nun halt ich Dir zu Gute, dass Du nicht nur kein Auto hast, sondern auch nicht Familienvater mit 2 Kindern bist.
    Drum ein paar Argumente für den Van-Wahn (fahre übrigens nen Citroen Evasion -vorher wars der besagte Passat...):
    1. mehr Kofferraum bzw. mehr Platz für die Gottsei Dank größer und leider länger werdenden Kids
    2. Wenn man 4 Kinder zur Schule oder bis zu 6 zum Fußballspiel transportieren muss, dann wirds im Passat ungemütlich
    3. im Urlaub kann auf auf Dachgepäckträger verzichten
    4. man kann ihn als Pseudowohnmobil nutzen und sogar zur Schlafstatt bei Internettreffen verwenden - falls Du Dich erinnerst
    5. man kann übrigens auch einen Van-Benziner (135 PS) mit unter 7l (im Glücksfall) oder 8l pro 100km fahren

    @boarduser
    Zitat: "Da wird dir nur eine wirklich aussagekräftige Statistik helfen, kein Philosophieren über Physik...."

    Vielen Dank für diesen Spruch - den rahm' ich mir ein.

    Statistik ist 'was nachweislich Belegbares und Physik eine Philosophiefrage ???

    Ich halt mich da lieber an den Spruch "Glaub' keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.... - soweit meine Meinung "wirklich aussagefähigen Statistik".

    Und um nochmal auf Dein Beispiel zurückzukommen - wenn man mit 180 im x. Gang ohne "Gasgeben" vorankommt - dann muss die Straße aber bergab gehen..... - außerdem wäre es dann sinnvoller auszukuppeln, dann brauchst du weder nen 7., 8. oder gar 11. Gang.
    Eigentlich braucht man nur die heute vorhanden Technik zu nehmen. Die ehemaligen Sparmobile (z.B. von VW) hatten m.W. die Technik, automatisch auszukuppeln, wenn kein Gas gegeben wird - wäre wohl der konsequentere Ansatz, da Du die vorgegebene Situation - konstante Geschwindigkeit ohne Betätigung des Gaspedals auch bei 60 km/h haben kannst.
     
  26. Norge

    Norge Member

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    @Boarduser
    Ich stelle übrigens garnicht in Frage, dass ein Porsche 911 bei Tempo 190 weniger Kraftstoffn verbraucht als mein Van bei Tempo 185 oder 190 (mit Rückenwind) - bei niedrigeren Geschwindigkeiten (also denen, die i.d.R in D gefahren werden) verhält sich das aber umgekehrt).
     
  27. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nein, das sicher nicht, aber nachdem ja nun klar ist, wie sich die kinetische Energie eines Autos verhält, kann man ja mal danach suchen, ob dies die tatsächlichen Unfallzahlen nun nach oben treibt oder nicht. Dass es so sein müsste, ist mir ja im Prinzip auch klar, aber eben nicht, ob es auch so ist.

    Also wenn ich bei 180 den Tempomat reinschmeisse, fährt der Wagen auch nicht bergab nur mit 2500 Touren, ohne dass ich gasgeben muss. Klar eine Verbrennung findet statt, keine Frage, aber ich gebe kein Gas mehr selbst, der Wagen rollt quasi mit der Mindestdrehzahl, die der Motor drehen kann wenn er anteibt und ist somit höchst effektiv.

    Klar, meinetwegen, man sollte eben mal richtig analysieren, ob denn die Ziele Umweltschutz UND Verkehrssicherheit mit einem allgemeinen Tempolimit wirklich erreichbar sind und ob es nicht noch andere Möglichkeiten gibt, diese Ziele zu erreichen. Und beim Thema Umwelt gibt es sicher eine Menge anderer und vielleicht auch besserer Sachen. Beides setzt aber voraus, dass ich nicht nur weiss, wie ein Motor funktioniert oder die Physik des Autofahrens kenne, sondern auch, wie denn die Unfallzahlen oder der Ausstoß tatsächlich "im Segment, das ich verändern will" aussehen. Und dazu hat noch keiner eine verlässliche Quelle gebraucht.
     
  28. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Richtig, und weil das möglicherweise so ist, bringt das Tempolimit möglicherweise auch nix, wenn es sich alleine auf dieses Argument stützt.
     
  29. andon

    andon Glubbsau

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    Scheiße, Norge, ich hab gesehen, dass du mich zitierst und da kams mir wie ein Schlag in den Nacken schon bevor ich den Rest las, war auf jeden Fall nicht bös gemeint :D. Das ich dann zufällig sogar so gut getroffen habe, dass ich den Passat auch noch drin hatte, amüsiert mich dann aber doch ein wenig.

    In deinem Fall fährst du mit dem Van nach Norwegen in den Urlaub und das sind dann sicherlich auch mehr als zwei Wochen, dein Sohn spielt Fußball und du nimmst zum Auswärtsspiel die halbe Mannschaft mit, wodurch ein Auto gespart wird und unterm Strich sogar weniger verbraucht wird. Also isses in deinem Fall ja mehr als verständlich. Das erklärt mir aber immer noch nicht, warum junge Familien fast nur noch solche Dinger fahren. Und ich muss zugeben, die 8 Liter überraschen mich doch.
     
  30. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    bei bmw gabs mal einen 325 e;
    e für economy, nicht holzklasse sondern ökonomisch= wirtschaftlich, sparsam.

    mein freund hatte den.
    warum wurde das modell eigentlich nicht weiter gebaut?
    der hatte einen geringen verbrauch.

    @ norge
    schade, dass du mit deinem "van" auch zu diesen sichtbehinderern gehörst.
    fast so schlimm wie diese "geländewagen".
    auch fast so gefräßig.

    @ andon
    warum nie über 200?

    mich wundert tatsächlich, dass sich vernünftige leute zum thema geschwindigkeit äußern, die diese geschwindigkeit nie gefahren sind, nie erlebt haben.

    ich kannte jemanden mit einem de tomaso, der nie über 180 fuhr, da er es nicht konnte - angst.

    ich habe auf einem fahrerlehrgang auf dem nürburgring mit meinem getunten alfa einen mann im ps-überlegenen rennporsche mehrmals versägt, weil er bei 200 patschnass war - angst.

    der transportierte seinen rennporsche auf dem hänger zur rennstrecke, zog sich handschuhe an, stülpte sich einen helm über und kroch durch die kurven wie ne oma.

    bis vor 10 jahren war ich begeisterter schnellfahrer, nahm mehrmals an fahrerlehrgängen teil, fuhr die nordschleife mit meinem untermotorisierten alfa in knapp 10 minuten.

    später, mit einem schönen 7er oder einem 3,5 l mercedes mit alpina- bzw. brabus-fahrwerk konnte man entspannt weit jenseits der 200 fahren, wenn mans kann und wenn die bahn frei war.

    heute würde ich mich problemlos einem tempolimit zugunsten der umwelt unterwerfen, wobei zunächst diese cw-wert-anachronismen, die ich oben beschrieb, "vans" und "geländewagen", von den straßen verschwinden müssten.
     
  31. Norge

    Norge Member

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    @andon - ich hab mich auch über Deinen Beitrag amüsiert
    @pauli - Ich weiß garnicht was Du mit den Sichtproblemen meinst - ich finde man hat im Van eine optimale Sicht auf den Straßenverlauf - solange man nix größers vor sich hat...
    By the way - ich kenne viele ältere Herrschaften, die von der hohen Einstiegspostion der Vans total begeistert sind..

    Ich bin übrigens auch schon auf der Nordschleife gefahren - mit nem voll beladenen VW Passat Variant mit 90 PS- störend waren nur diese Pfeile die an meinem vorbeischossen, meist Mercedes, BWM oder Porsche :)
    Pauli, warum SUVs und Vans verbieten ? Wer in der Einöde wohnt und täglich drei trockene Flussläufe durchquert soll doch gerne nen SUV fahren - und wer 2 oder 3+ Kinder hat, der sollte auch nen Van fahren können (ehrlich, wenn der VW Multivan nicht so unverschämt teuer wäre......) - warum muss man aber mit dem 5l-SUV (Hubraum nicht Spritverbrauch) 500m zum nächsten Briefkasten fahren - oder auch 400 km über deutsche Autobahnen ?