Tebartz van Elst - (Protz)-Bischof von Limburg?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 17 Oktober 2013.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Verfahren eingestellt - 20.000 Euro Strafe.

    Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, sammelt eine kleine Kollekte für unseren Bruder.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zei...amburg-verfahren-tebartz-van-elst-eingestellt
     
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  3. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Hat der Staatsanwalts plötzlich kalte Füsse und Angst bekommen, das er nach seinem Ableben nicht mehr in den Himmel kommt sondern ihm das ewige Fegefeuer droht?
     
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  4. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das geilste: Der Bischoff ist nicht vorbestraft und das Ding ist nicht mal anfechtbar.
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Kann ich mich null drüber aufregen; es ging um eine eidesstattliche Aussage im Zusammenhang mit einem First Class Flug und dafür blecht er nun 20.000€.
    Hätte er 2.000.000 zahlen sollen oder dafür ins Gefängnis wanderen??
     
  6. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Seh ich ähnlich. Der Typ ist ein Widerling und hat sich (hoffentlich) als Bischof disqualifiziert, aber kriminalisieren muss man ihn dafür jetzt auch nicht.
     
    Monti479 gefällt das.
  7. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ist es denn normal dass man für eine eidesstattliche Falschaussage nicht vorbestraft wird, und dass man die Urteile anschließend nicht mehr anfechten kann? Also wäre das auch bei Bulldogs Paula von nebenan so?
     
  8. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    wenn wenigstens der eine oder andere jetzt mal das gehirn einschaltet und zu der erkenntnis kommt, dass die kirche nicht auf den spuren des herrn wandelt, sondern im gegenteil macht- und geldbesessen ist.
     
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  9. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    http://www.spiegel.de/panorama/teba...n-gegen-geldauflage-eingestellt-a-934216.html

    :suspekt:........also als Angestellter der Kirche einmal gegen das 8. Gebot verstossen kostet 20 Riesen. (wardochdasachte........?)
     
  10. André

    André Foren-Capo Administrator

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    In meinem Geburtsort war wieder ein Zettel im Briefkasten meiner Eltern, man sammelt fürs Heizöl und das ist wohl Grund genug jeden Bürger per Einwurf zu motivieren.
    Wäre ja auch völlig lächerlich, würde man jetzt für die Philippinen Spenden sammeln. :vogel:
     
  11. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Jein.

    Es wäre ggf. auch eine Bestrafung denkbar gewesen, die man unter gewissen Umständen als "Vorstrafe" anzusehen hätte. Es würde zu weit führen, den Begriff der Vorstrafe und das, was man gemeinhin darunter versteht, zu erläutern.

    Das hat aber nichts mit Bonus oder so zu tun. Denn:

    Die hier vorgenommene Einstellung ist kein Urteil, sondern ein Konstrukt, wonach Staatsanwaltschaft und Gericht bei bestehendem Tatverdacht eben auf die Erhebung der Anklage verzichten und beispielsweise die hier angesprochene Geldbusse verhängen. Wird die nicht binnen 6 Monaten bezahlt, wird angeklagt.

    Diese Art der Einstellung gibt es übrigens ziemlich häufig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 November 2013
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  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Zu weit führen? Das ist einfacher zu erläutern als Abseits oder Phantomtor:

    Eine Person gilt als vorbestraft, sobald gegen sie eine Strafe in einem Strafprozess ausgesprochen oder ein Strafbefehl verhängt wurde und diese Maßnahme rechtskräftig geworden, und nicht getilgt worden ist. Die Höhe der im Urteil verhängten Strafe (zeitliche Freiheits- oder Geldstrafe) oder die Höhe des Strafbefehls ist hierbei unerheblich. Auch eine Verurteilung auf Bewährung gilt als Vorstrafe.
    Ordnungswidrigkeiten, das Einstellen eines Strafverfahrens gegen Buße oder eine Entschädigung nach Zivilrecht gelten nicht als Vorstrafen.


    Noch interessant: Bestimmte Eintragungen im Bundeszentralregister sind von der Aufnahme in das Führungszeugnis ausgenommen, so zum Beispiel Jugendstrafen bis zu einer bestimmten Höhe, erstmalige Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen sowie erstmalige Verurteilungen von drogenabhängigen Straftätern unter gewissen Voraussetzungen.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vorstrafe
     
  13. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Was versteht denn der Laie unter Vorstrafe?

    Irgendeine Bestrafung oder den Eintrag im BZR?
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    "Den Laien" gibt es nicht.

    Ein informierter Bürger versteht unter Vorstrafe eine Verurteilung in einem Strafgerichtsprozess.

    Wer keinen Plan hat, kann da alles mögliche drunter verstehen, dass ist aber weder interessant noch relevant, da ein kurzer Blick in ein Lexikon diese Planlosigkeit beheben könnte, da die Definition von Vorstrafe nun wirklich äußert einfach zu verstehen ist. Aufgrund letzterem kann man wohl davon ausgehen, dass sich "die Laienmeinung" zum Großteil mit der "Fachmeinung" überschneidet.

    Trotzdem kann man natürlich kritisieren, dass die völlig übliche Einstellung eines Verfahrens gegen Geldstrafe keine Vorbestrafung nach sich zieht und die Defintion so als ungenügend bewerten.
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ahso. Dann bin ich ja beruhigt und werde zukünftig diese Frage auch so beantworten.
     
  16. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Jo, Du kannst aber statt auf die Kompliziertheit der Definition hinzuweisen, auch einfach sagen, dass eine Vorbestrafe bedeutet, dass jemand in einem Strafprozess rechtskräftig veruteilt wurde.

    Und anschließend dann noch ausführen, dass der Teebatz deshalb trotz seiner Verfehlungen nicht vorbestraft ist, dass aber für die Bewertung seiner Verfehlungen nicht relevant ist. Relevant ist doch (zur Rettung des Abendlandes und seiner Werte bzw. die katholische Kirche) doch eher, dass ein Vertreter der heiligen römischen Kirche gegen Gottes Gebote verstoßen hat, und das bei den Mitgliedern nicht gut ankommt. Daran anschließend wäre dann eine interessante Diskussion darüber möglich, welche Sünden denn so von der katholischen Kirche verziehen werden und welche eher nicht und ob das die richtigen Prioritäten sind.

    Ein wirklich ergiebiges Thema könnte das sein. Jedenfalls für rechenschaffende Kirchenmenschen. Für mich also eher nicht.
     
  17. Schröder

    Schröder Problembär

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    Dürfte kein Problem für ihn sein. Verkauft er halt einen seiner goldenen Wasserhähne.
     
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  18. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Gut, dass Du immer weißt, was andere hier können müssen...
     
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  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ja, gell? Ich nehm die User halt beim Wort, das sie so gerne verbreiten.
     
  20. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Gab es da als clever ERfindung der Kirche, nicht mal diese Ablassbriefe mit der man sich von jeder Schuld freikaufen konnte. :gruebel:
     
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  21. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Brennen denn dieses Zettel nicht?
     
  22. André

    André Foren-Capo Administrator

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    van Elst entlastet. Vatikan ist sich sicher dass der Bischof korrekt gehandel hat.

    http://www.focus.de/finanzen/news/t...elt-2_id_3569357.html?fbc=fb-fanpage-finanzen

    Getapatalked via LG G2
     
  23. Detti04

    Detti04 The Count

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    Das wuerde ich anders sehen, denn genau wie Ichsachma wuerde ich meinen, dass man Jemanden in der Regel dann als vorbestraft versteht, wenn dieser einen Eintrag in seinem Fuehrungszeugnis aufweist. Gibt es diesen Eintrag nicht, dann kann naemlich niemand (z.B. potentielle Arbeitgeber) die Vorstrafe sehen. Und das hier nochmal speziell fuer Dich, Holgy, aus demselben wiki-Eintrag, welchen Du zitiert hast:

    "Zur Beurteilung, ob eine Person eine Eintragung aufweist und damit im juristischen Sinn als vorbestraft gilt, ist allein dieses Register maßgeblich."

    Und noch eins:

    "Gemäß § 53 BZRG dürfen sich Verurteilte als „unbestraft“ bezeichnen, wenn im Zentralregister nur eine einzige Strafe eingetragen ist und das Strafmaß 90 Tagessätze (bei einer Geldstrafe) oder drei Monate (bei einer Freiheitsstrafe) nicht überschreitet. Sie brauchen auch auf Nachfrage den ihrer Verurteilung zugrunde liegenden Sachverhalt nicht zu offenbaren. Personen, die sich demnach als „unbestraft“ bezeichnen dürfen, gelten nach dem in der Öffentlichkeit verbreiteten Verständnis im Allgemeinen als „nicht vorbestraft“."
     
  24. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nö. Das Führungszeugnis hat mit der volksmundlichen Benutzung gar nix zu tun. Man weiß ja entweder aus der Zeitung, dass einer vor Gericht stand und verurteilt wurde (Promis wie Rolex Kalle) und für Ottonormalverbraucher sind die dann vorbestrfat, ob das was im Führungszeugnis steht oder nicht. Da wird doch keine Status zwischen den Veruteilten unterschieden. Bei nicht Promis hört man das halt so. "Der Dings ist doch mal verurteilt worden wegen demunddem!" "Was echt?" "Ja, echt!" Im Volksmund: vorbestraft. Weder beim Promi noch beim Smaltalk lasse ich mir das Führungszeugnis vorzeigen (mache ich nicht mal bei Einstellungen).

    Das ist wie bei Mord. Da gibt es zum einen den juristischen Terminus und das, was Duundich darunter verstehen und so ist das auch mit vorbestraft. Und so ziemlich jedem anderen juristischem Begriff. Manche Hobbyjuristen freuen sich natürlich immer, das sie Definition drauf haben und den anderen zeigen können, dass sie da was "falsch" machen. Aber da zuckt man ja nur mit den Schultern und fragt: Wayne?
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du solltest Dich vielleicht nicht zum Fürsprecher für "Du und ich" aufschwingen, denn ich verstehe und verstand auch schon immer vorbestraft so: Eintrag im BZR.
     
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  26. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Hätte ich jetzt auch gesagt bzw. so isses mir auch bekannt.

    Bei uns zB in der Branche muss man zwingend das PFZ bei Anstellung einreichen.
     
  27. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich bin halt der typische ottonormal-verbraucher daher passt das schon. das es in manchen branchen üblich ist, das führungszeugnis vorzulegen ist auch klar.

    lasst es mich so formulieren: im alltag spielt vorbestraft überhaupt keine rolle, da interssiert die leute nur, ob einer schon mit dem gesetz in konflikt gekommen ist und verurteilt wurde oder nicht, da wird nicht zwischen vorbestraft oder nicht oder eingestellt gegen zahlung oder sonst was großartig unterschieden. als nächstes interessiert dann nur noch ob einer schon mal im knast war oder nicht. in euren juristisch-interessierten kreisen mag das ja anders sein. mir ist das noch nirgends unterkommen. und ich bin schon uralt. :D
     
  28. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Holgy, Du musst jetzt echt nicht anfangen mich als "juristisch-interessierter Kreis" zu bezeichnen :lachweg:

    Lass es einfach sein, Dein Bild der Welt allen überstülpen zu wollen :D
     
  29. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Ähm...dito! :zahnluec: Weit davon entfernt. :jaja:
     
  30. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich hab auch keine großen juristischen Kenntnisse, aber in Wiki ist das doch ziemlich gut erklärt:
    1. Vorbestraft ist, wer mal rechtskräftig verurteilt wurde (auch zur Bewährung)
    2. Ein Führungszeugnis ist nichts anderes als ein Auszug aus dem Bundeszentralregister
    3. Dort werden alle Vorstrafen registriert, bis auf "Jugendstrafen bis zu einer bestimmten Höhe, erstmalige Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen sowie erstmalige Verurteilungen von drogenabhängigen Straftätern unter gewissen Voraussetzungen."
     
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  31. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Seit paulis Outing steht bei mir jeder unter verdacht! :D

    Dann seid ihr halt einfach nur zu interlektuell! ;)

    Und um mal zum threadthema zurückzukommen.

    Wenn man erst mal was im wiki nachschlagen muss, um zu wissen was es ist, deutet ja schon darauf hin, dass es im alltag anders verwendet wird.

    Teebatz ist rehabilitiert bzw. absolutiert: http://www.rundschau-online.de/poli...rtz-van-elst-entlastet,15184890,25995338.html