Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Meine Theorie, bzw. die eines kleineren Bierbrauers bei Dir aus'm Ländle, ist diejenige: Dadurch, dass sich mittlerweile durch Hopfenextrakt und die Aufbereitung von Wasser der Biergeschmack regional unabhängig einstellen lässt, werden die "erfolgreichen" Biere nachgeahmt. Zur Zeit geht's also Richtung Becks, Radeberger & Co. Die stellen ihre Hopfung ausserdem auch nur peu à peu um, so daß die Änderung nur über Jahre hinweg bemerkbar ist.
     
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  3. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Bei Bitburger war´s eher schlagartig: quasi von heute auf morgen verschwand die angenehme hopfig-bittere Note.
    Übrig blieb die derzeitige Einheitsbrühe...
     
  4. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Mahlzeit!

    Nach längerer Auszeit misch ich hier auch mal wieder mit.

    Bevor ich zum Bier selbst komme, möchte ich erstmal Zini danken, die die Buddeln im März durch 3/4 der Republik geschleppt hat um meine Sammlung damit zu beglücken. Ausserdem isse sowieso eine sehr nette Person, deshalb für dich, Zinchen, an dieser Stelle einen dicken :umarm:.

    So, an die Arbeit!

    "Kühler Krug Frühlingsbier" (0,75 Liter Plopp-Pulle, 5,4% Alk)

    Das Bier gibt es nur in dieser Familiengaststätte mit Hausbrauerei in Karlsruhe, weshalb ich ohne Zinis Hilfe da wohl nie rangekommen wäre. Das Etikett ist frühlingsmässig aufgemacht, und erinnert mit seinen gelb-roten Blumen irgendwie an 70er Jahre-Bettwäsche. Die Pulle selber hat einen längeren Hals als Bibo aus der Sesamstrasse.

    So denn... BLOMB! Boah,der Monsterfump des Jahrhunderts!

    Scheisse... das Bier ist zwar erst zwei Wochen über das Haltbarkeitsdatum, scheint aber trotzdem schlecht zu sein. Jedenfalls schäumt es ohne Unterlass aus dem Flaschenhals. Ich werd´s doch lieber in ein Glas umkippen (da kann ich dann auch mal wieder meinen Ein-Liter-Faxehumpen zum Einsatz bringen), vielleicht liegt es ja auch nur am langen Buddelhals.

    Nee, Mist, damit stimmt was nicht. Im Glas wirklich nur Schaum, inner Buddel zur Hälfte Schaum, und es riecht auch komisch. Schade.
     
  5. Herr_Tank

    Herr_Tank Sympathieträger

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    Heute auf dem Prüfstand: Osprey Ale mit benutzerfreundlichen 6,5 Proz.

    Das in gedeckten terracotta und karmesinrot gehaltene Etikett droht zwar mit Fruchtgeschmack, lockt aber auch mit "soaring bitterness"

    Tatsächlich entfalltet sich im Moment des Öffnens und Einschenkens ein angenehmer Duft im Raum, der sich nicht allein mit der Tatsache begründen läßt, dass heute auch Badetag war.

    Das Bier, in leichtem Herbstrot, riecht spritzig-frisch, ohne dabei an "Erlebnisbiere" wie Lübzer_Lemon oder Veltnis V usw zu erinnern.

    Auf der Zunge bestätigt der Prüfling seinen frischen Eindruck, ohne das sich eine bestimmte Geschmacksrichtung hervortäte, irgendwie durchaus fruchtig, aber ohne überragende Geschmacksnote.
    Im Abgang dagegen nimmt die Brühe richtig Fahrt auf:
    Will man im ersten Moment noch angeekelt ausrufen "viel zu süß!!", kann man im nächsten Moment hautnah miterleben, wie diese Süße von soaring bitterness klassisch ausgekontert wird und die herbe Note spür- und schmeckbar ansteigt.

    Fazit
    Darf beim nächsten Englandlaub wieder mit nach Hause
    Note 2,5.
     
  6. Herr_Tank

    Herr_Tank Sympathieträger

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    Dille, das hat mit dem Haltbarkeitsdatum nichts zu tun, das ist das Bier.
    Glaubs mir.
     
  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Grummel, dann eben was anderes...

    "Hasen Bräu Oster-Festbier" (0,5l Flasche, 6,0% Alk)

    Auf den Grünen Etikett mit goldfarbenem rand ist ein Hase mit ´nem Bierpokal inner Hand. Um den Kronkorken leider dieses widerliche Glitzerpapier, das gibt Abzüge inner B-Note. Ich kann anhand der Buddel leider nicht rauskriegen aus welchem Brauhaus das kommt, aber es steht in Augsburg.

    So, nu aber saufen, nicht nur angucken. Ich fürchte allerdings, dass es ei dem Alkoholgehalt für mich zu stark sein wird.

    Der Zosch ist ziemlich nichtssagend. Prost! Lunk lunk lunk... Das Bier ist leider auch nichtssagend. Man schmeckt zwar den höheren Alkgehalt leicht raus, aber ansonsten isset einfach nur lullige Plörre. Frische oder gar Spritzgkeit gleich Null. Lunk lunk lunk.. der Nachgeschmack ist schon fast eher säuerlich. Die Zunge fühlt sich jetzt schon an, als könne ich da morgen früh drauf Rasen mähen. Gluck gluck gluck... Bäh! Es blebt leider dabei: Mit wenigen Ausnahmen sind Festbiere einfach nicht mein Ding. Gluck gluck... es will nicht flutschen. Wir hatten vor kurzem ja in meinem Spielbericht das Thema "von Bier Kotzen", und das hier wäre eines, von dem ich schon nach dem dritten Halben göbeln könnte. Zum Glück hab ich nur eins davon. Lunk, würg... leer.

    Ein witziges Etikett kann den Inhalt in diesem Fall nicht retten. Das ist schon viel zu süffig, irgendeine Herbheit oder Frische war weit und breit nicht zu finden, und der Nachgeschmack ist einfach nur pfui.

    Fazit: Die Buddel ist gut für´s Regal, der Inhalt leider nicht für den Magen.

    Note: 5
     
  8. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Kacke, jetzt hab ich das schon weggekippt. Das Naturtrübe aus derselben Brauerei verhielt sich vor vier Wochen aber auch ganz anders.
     
  9. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    hab gestern seit längerer zeit mal wieder ein gezapftes jever getrunken.
    der geschmack ist unverändert herb.
    immer noch ein schönes bier!
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    das sind ja zwei verschiedene welten, fassbier und flaschenbier.
     
  11. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Mit hochprozentigen Bieren tu ich mich ja meist sehr schwer. Mal sehen, was dieses Polen-Bräu so kann.
    Dank deutschsprachiger Angabe der Zutaten auf der Flasche kann man sogar festhalten, dass Slaskie nach dem Reinheitsgebot gebraut ist. Keine Selbstverständlichkeit in Polen und Tschechien!

    Die Buddel besticht durch schlichte Eleganz: Schwarz, Orange und Weiß dominieren die braune Flasche. Sieht nett, unauffällig und recht geschmackvoll aus.

    Also will ich das Dingen mal öffnen, dem "Zosch" lauschen und schnuppern...

    Satter "Zosch" ... die Schnupperprobe fällt zwiespältig aus: einerseits duftet es hopfig-herb, andererseits kann man bereits am Geruch den hohen Alkohol-Gehalt erahnen...
    Der erste Schluck wird´s zeigen...

    *lunk* ... äußerst angenehmer Kohlensäuregehalt - das stimmt genau ... *lunk* ... mmmh, sehr süßlich ... dennoch nicht malzig-schwer. Die Süffigkeit ist da, hält sich aber im Rahmen. *lunk* ... schmeckt frisch und süß. Ganz klar kein Hollertauer Hopfen, sondern eher eine der Ost-Sorten ( Saaz? ). Tendiert zumindest in der Hopfigkeit in Richtung "Budweiser" ... *lunk* ... an dem Zeug gibt´s absolut nix auszusetzen... frisch, in vordergründiger Süße und im Abgang äußerst lecker - damit kann man ganze Abende verbringen!

    Ich hab zwar nur 2 Flaschen gekauft, die komplette Kiste gab´s im Getränkemarkt aber für freundliche 9,99 Euro. Noch ein +Punkt!

    Note: 2
     
  12. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Sehr schön ... :top:
     
  13. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Eine liebe Kollegin hat mir vom Heimaturlaub im polnisch-tschechischen Grenzgebiet 4 mir bis dato unbekannte Tschechen mitgebracht.

    Wer mich kennt, weiß ja, wie sehr ich auf das tschechische Zeugs stehe.

    Bin schon sehr gespannt...
     
  14. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Von dem Bier hatte ich vorher noch nie was gehört ... perfekte Voraussetzungen also, um unvoreingenommen in den Live-Test zu gehen!

    Die braune, herkömmliche Buddel ziert neben einem dunkelroten Verschlusspapier, welches oben bis über den Kronkorken ragt, ein Etikett mit dem Bildnis eines süffisant dreinblickenden Ziegenbocks, der ein Bierglas zwischen den Vorderläufen hält: soviel Geschmacksverirrung gibt natürlich Abzüge in der B-Note!

    Mal hören, was der "Zosch" so kann ...

    Mmmh, schwer zu sagen ... irgendwie kein wahrnehmbares Geräusch. Dafür ist die erste Schnupperprobe gleich ein Volltreffer: duftet süßlich, würzig und frisch! Das macht Lust auf den ersten Schluck.
    *Lunk* ... Kohlensäuregehalt perfekt: das perlt grandios! Geschmacklich noch nicht so ganz einzuordnen. Ich bin nochmal so frei ...*lunk, lunk* ... angenehm süßlich ( wie fast alle Tschechen ), jedoch deutlich herausschmeckbare bittere, hopfige Note, die glücklicherweise nicht untergeht ... *lunk* ... gefällt mir ausgesprochen gut, dass dieses Bier einen nicht mit seiner Geschmacksnote "erschlägt", sondern sich dezent zurückhält und sich erst gaanz weit hinten entfaltet ( auf sowas steh ich ja! ) ... *lunk. lunk* ... tja, da gibt´s nullkommanix auszusetzen: frisch, süffig, dennoch pilsig herb.

    Ohne den lächerlichen Ziegebock wär´s fast perfekt! Naja, lassen wir mal Fünfe gerade sein und nehmen das Tier nicht mit in die Wertung...

    Note: 2+

    So darf die tschechische Woche gern weitergehen!
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    0,5 L, 5,1 %

    Live -Test

    Die tschechische Woche geht weiter mit "Ostravar". Herkömmliche braune Buddel, die mit ihrer gold-roten Etikett-Gestaltung ganz nett, aber nicht besonders außergewöhnlich daherkommt.
    Die Prozent-Angabe musste ich übrigens akribisch suchen ... steht irgendwo vertikal in extremer Kleinschrift - als hätte man da was zu verbergen ... mal sehen ...

    Der Öffnungs-Zosch bleibt fast komplett aus ... die erste Geruchsprobe: mmmh, jaa, duftet hopfig-herb, wenngleich nicht sonderlich kräftig.
    Der erste Schluck wird hoffentlich Aufschluss geben ...*lunk* ... kommen wir zunächst zur Kohlensäure: scheint ausgewogen zu sein ... es perlt frisch und angenehm bäuerchenanregend ...*lunk* ... also, den Tschechen würde ich jetzt mal blind herausschmecken: Saazer Hopfen, süßlich, süffig, dennoch eine gewisse Herbe ... *lunk* ... trotz dieser durchaus positiven Attribute will der letzte Funken nicht so überspringen ... dem Bier fehlt die eigenständige Persönlichkeit, es ist lecker, ohne wirklich zu überraschen und Akzente zu setzen ... *lunk* ... tendiert jedenfalls in Richtung Budweiser ... naja, da wollen wir mal nicht zu akribisch sein: in puncto Braukunst absolut OK, jedoch ist der Wiedererkennungswert nicht sehr hoch, da es austauschbar schmeckt. Was allerdings nicht heißen soll, dass das schlecht ist! Wenn mir jemand eine Kiste "Ostravar" schenken würde, wäre das schon eine feine Sache ...

    Note: 2
     
  16. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    "Zlaty Bazant" war mir bisher ähnlich unbekannt wie die Gefühlswelt der Frauen.
    Die Flasche kann was: Glas in gediegenem British Racing Green, Etikett in Gold und Weiss mitsamt Fasanen-Emblem. Der Flaschenhals weist oben noch eine Ausbeulung auf, was der Buddel ein wahrhaft interessantes und feudales Aussehen verleiht. Mal abwarten, ob der Inhalt diese Vorschuss-Lorbeeren gerechtfertigt...

    Der "Zosch" war von Weltklasse meilenweit entfert, aber OK. Mal schnuppern ... *riech* ... yop, pilsig-herb und SEHR würzig. Lässt meine Geschmacksknospen aufblühen! Jetzt MUSS aber der erste Schluck endlich her ... *lunk, lunk* ... woah, das ist ja richtig herb! Kohlensäure könnte etwas mehr sein, ist aber noch im Rahmen ... *lunk* ... mmmh, jaaa, neben der hopfigen Herbe entfaltet sich im Abgang auch ein wohlig-pilsiger Geschmack ... *lunk* ... drängt sich nicht auf, sondern will entdeckt werden: DAS liebe ich! ... *lunk, lunk* ... mach mal langsam, alter Freund, sonst ist die einzige Flasche gleich schon leer ... *lunk* ... ein Bier nach meinem Geschmack: hopfig-herb, frisch, entwickelt den vollen Geschmack erst nach einigen Schlucken, nicht zu süffig - mit DEM Stoff kann man ganze Nächte verbringen!

    Absolut KEINE Abzüge - großartiges Zeug!

    Note: 1
     
  17. theog

    theog Guest

    Probier mal Andechses (dunkles) Bier, und dann wirst du alle anderen Biersorten sofort vergessen...:prost:
     
  18. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    andechses??? aua, da stellen sich mir ja die nackenhaare auf. :rotwerd:
     
  19. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Willkommen zum letzten Live-Test der Tschechen-Serie!
    Zlatopramen gibt sich äußerlich léger-elegant mit einem Etikett in Weiß, Grün und Gelb auf der braunen Standard-Buddel.
    Wieso das Zeug "11" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis - möglicherweise ist die Stammwürze gemeint.

    Nach mäßigem "Zosch" folgt wie immer die Schnupperprobe: mmh, sehr zurückhaltend - ganz weit hinten erschnuppert man etwas Herbes. Das lässt gespannt auf den ersten Schluck hoffen!

    *lunk* ... süß, malzig, aufdringlich ... *lunk, lunk* ... mmmh, das Bier biedert sich in seiner malzigen Süffigkeit extrem an, kann aber brautechnisch wenig: viel zu wenig Kohlensäure, kaum herber Pilsgeschmack. *lunk* ... also in punkto "süßliche Süffigkeit" macht dem Stoff so schnell kein anderes Bier den Spitzenreiter streitig. Das ist aber leider schon alles, was hängen bleibt...

    *lunk* ... nunja, ein "Bäuerchen" kann man damit auch gut produzieren ... da beißt die Maus keinen Faden ab: "Zlatopramen" ist nicht wirklich übel, aber beileibe kein Spitzenbier. Es fehlt einfach an hopfiger Spritzigkeit und persönlicher Note. Das Bier schmeckt ausschließlich süffig und süß - so geht das aber nicht! Nach spätestens 3 Stück würde mir das gehörig auf die Geschmacksnerven gehen!


    Note 3-
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Juni 2009
  20. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Zlatopramen ist vom Namen her schon mal nicht schlecht, aber vor's "opramen" setz ich lieber einen "Star".
    Ansonsten wollte ich einfach mal anmerken, dass ich mir die Tests immer wieder gerne durchlese, nicht das ihr denkt das würde keine Sau interessieren.
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Mahlzeit!

    Für die Party am Wochenende suche ich noch ein gutes, nicht zu teures Bier. Auf diese komische Schütte stiess ich im Netto-Markt, wo derzeit ´ne 20er-Kiste für ca. acht Euro im Angebot ist.

    "Turmbläser Landbier" (0,5l Plopp-Flasche, 5,3% Alk)

    Wo das Bier gebraut wird lässt sich leider (wie bei den Discountern so üblich) nicht feststellen. Auf dem Gelb-Weissen Etikett ist ein dunkler Burgturmschatten mit dem Schatten eines Männekens mit Krummtröte und Säbelstab drauf zu sehen.Nichts besonderes, aer irgendwie doch ganz nett. Als Angebermasche ist noch der Silberne Qualitätsstempel der DLG aus dem Jahr 2008 draufgedruckt.

    Na denn... FLÖPP! Der Plopp ist richtig schön satt, und macht Lust auf Bier. Prost! Lunk lunk lunk... Hmm.. wie von einem Landbier zu erwarten war, ist es nicht besonders herb. Gluck gluck gluck... Ich überlege gerade, was ich davon halten soll. So wirklich vom Hocker haut es mich geschmacklich nicht, aber irgendwie finde ich auch nichts, was man daran grossartig aussetzen könnte. Gluck gluck gluck... RÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜLPS! Für die Rülpseigenschaften gibbet schonmal ´nen Bonus. Lunk lunk lunk... Ich bin ratlos. Es gibt an sich absolut nichts zu meckern, aber der letzte Kick, der ein gutes Durschnittsbier zu einem wirklich grossartigen Bier macht, der fehlt da. Gluck schluck klöter... leer.

    Fazit: Nichts besonderes, tut aber auch keinem weh.

    Note: 3
     
  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    0,5 L, 5,5 %

    Live-Test


    Die Weisse ( richtig so, meine bayerischen Freunde? ) von Hacker-Pschorr kommt in einer braunen Buddel, mit unsäglich hässlichem Etikett ( auf dem ein Bildnis von Georg Pschorr (RIP) prangt ) und Bügelverschluss (!!!) daher. Hmmm, noch nie ein Weizen ( so heißt das bei uns ) mit Plopp-Verschluss gesehen ... also ran an das Zeug!

    Nach dem fachgerechten Einschenken können sowohl Farbe ( schön bernsteingelb ) als auch Geruch ( duftet angenehm mild-würzig ) überzeugen. Wohl an zum ersten Schluck ( aus meinem nagelneuen Ritzenhoff-Weizenglas! ): *lunk* ... nun ja, frisch ist was anderes ... irgendwie fehlt die Spritzigkeit und die Note ... *lunk* ... nee, war kein Irrtum: das schmeckt einfach leblos! Kein süffiges, wohliges Weizen-Feeling. Hat die Konsistenz von Milch und ist einfach fad und gehaltlos... ich dachte immer, die Bayern wären die Spezialisten im Weißbier-Brauen. Naja, in Ruhrpott-Nähe blühen ja auch Unkräuter wie "Oettinger", da kann man wohl nicht von jedem bayerischen Weißbier die Güte eines "Unertl" verlangen ... sorry, aber diese Plörre kann man sich einfach nur runterwürgen.

    Note: 5
     
  23. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    hättest vielleicht die sternweisse vom hacker nehmen sollen. die ist hervorglänzend :prost:
     
  24. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    EDIT:

    Habe neulich eine zweite Flasche davon getrunken. Also, entweder war die erste oder die zweite schlecht, denn Nr. 2 schmeckte wesentlich besser! Schön süffig, leicht malzig. Mindestens eine 3.
     
  25. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    War ein Geschenk. Leider vermute ich, dass man die "Sternweisse" in unseren Breitengraden nicht bekommt...
     
  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Okay, dann will ich heute mal eine kleine Diät-Samstagssünde begehen, und zumindest ein Bier trinken, bevor meine Testvorräte wieder vom Haltbarkeitsdatum ablaufen.

    "Urfels Alt" (0,5 l Flasche, 4,8 % Alk)

    Das Etikett kommt im klassischen Grün daher, welches nach unten hin heller wird. Dazu ein schmucker leicht schräger silberner Schriftzug, und obendrauf das rotgoldene Brauereiwappen mit zwei Typen, die im Bottich rühren. Schlicht, aber geschmackvoll.

    Das Bier ist aus´m Sonderpostenmarkt, und der Kronkorken oben schon etwas rostig. Haltbar ist es aber noch bis Februar 2010. Dementsprechend sollte es noch trinkbar sein. ´nen grossen Zosch gibt es nicht, aber in meiner Küche ist es derzeit auch so kalt, dass es perfekte Trinktemperatur haben sollte. Prost!

    Gluck gluck gluck... schmatz schmatz schmatz...

    Hmm... schön. Gluck gluck gluck... sehr schön. Um Klassen besser als Hannen Alt. Extrem süffig, zergeht gut auf der Zunge, und hat dann einen prima Abgang. Die 39 Cent waren wirklich gut investiert. Lunk lunk lunk... Jau, davon hätte ich gern mehr. Aber: 1. - Ich hab davon nur die eine Pulle, und 2. - Nee nee, ich soll nicht.

    Fazit: Sehr gute Sosse aus Duisburg. Ich trink jetzt noch ganz gemütlich die Flasche aus, und gebe dem Bier eine glatte Gesamtnote 2

    Gruss
    Dilbert
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Dezember 2009
  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Mahlzeit!

    Das Haltbarkeitdatum ist irgendwann in der Wacken-Zeit abgelaufen, aber in meiner Küche isset immer kühle. Sollte eigentlich noch trinkbar sein.

    "Lohrer Bier Pils" (0,5 l Pulle, 4,9% Alk)

    Auf dem Etikett ist ein grinsendes Wildschwein mit ´nem Bierpokal! Das gibt schonmal ´ne Plusnote...

    Wenn der Inhalt genauso spritzig ist, kann eigentlich nichts schief gehen. ´nen wirklichen Zosch gibbet kaum, aber wie schon gesagt, das Bier ist aus meiner Küche, und da ist es sehr kühl. Prost! Lunk lunk lunk... Och jaaa... Gluck gluck gluck... Da haben die aber ´nen echt guten Tropfen aus der Abfüllanlage gezaubert. Der Kohlensäuregehalt könnte nicht besser sein, im Mund entfaltet sich ein angenehmes, nicht zu herbes Hopfenaroma (kene Ahnung, wie ich das jetzt zurechtschwadronieren soll), und nach dem Abgang fühlt sich die Zunge nicht so an, als könne man am nächsten Tag darauf Rasen mähen. Gluck gluck gluck... Wenn ich jetzt noch wüsste, wo ich das mal gefunden hab, könnte ich glatt mehr davon kaufen. Wahrscheinlich war es aber mal im Gerümpelmarkt, und dort gibt es das dann bestimmt nicht mehr. Gluck gluck gluck... Leer.

    Fazit: Cooles Etikett, guter Inhalt, wo es nichts zu bemängeln gibt bleibt nur die Note: 2
     
  28. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    0,5L, 5,0%

    Da mir bei Weissbier die exakten Begriffe zur Beschreibung Desselben weitestgehend fehlen, mache ich es mal kurz:

    Erdinger Dunkel kann zunächst in punkto Färbung und Geruch voll überzeugen: sieht lecker aus und duftet auch so.
    Und der Ersteindruck wird, Gott sei es gedankt, auch beim ersten Schluck ( und allen weiteren ) bestätigt: süffig, urig, LECKER!

    Note: 2
     
  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Sieht gut aus, duftet angenehm und schmeckt lecker ... da gibt es nix auszusetzen!

    Note: 2
     
  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du trinkst ja einen Verhau durcheinander :D

    Dem Erdinger, weder dem Dunkel noch dem Hellen, kann ich gar nix abgewinnen. Alle, die ich in den letzten Jahren probiert hatte schmeckten arg abgestanden um nicht zu sagen: wie eingeschlafene Füße.
     
  31. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    1860% agree, kollege. da sehnt man sich nach einem gepflegten augustiner weißbier.